im Grunde hast du ja schon alles zusammengetragen was für die Analyse solcher Spots entscheidend ist.
TP am Flop raise/broke spielen macht dann Sinn, wenn der Gegner mit schlechteren Händen broke geht, insbesondere wenn er sogar deutlich looser broke geht am Flop als er z.B. 3 barrels zahlen würde, eben weil er deine Range stark in Richtung bluffs/semibluffs(draws) gewichtet sieht.
Was du also bestimmen musst vor der Entscheidung ob du raise/broke spielen willst, ist:
- wie seine Range vermutlich aussieht
- wie er deine Range einschätzt (wie er dein raise interpretiert)
- wie er gegen dein raise weiterspielt und dies mit der Alternative nur zu callen abwägen.
Wie man sieht sind das ne Menge Faktoren die hier zusammenkommen und eine generelle Antwort kann man daher nicht geben.
Meine Erfahrung bei SH ist in der Tat, dass Fische, bzw. Semifische wie du sie nennst, in solchen spots oft mit any pair broke gehen.
In dem Fall ist natürlich raise/broke mit TP maxEV.
Es gibt aber auch andere Fische, die es anders handhaben, aber generell würde ich gegen Fische mit TP durchaus raise broke spielen, wenn du glaubst, dass er ein pair nicht loslässt und das board drawheavy ist, weil du so gegen mögliche draws bei ihm protectest und zugleich deine Range aus seiner Sicht schwächer erscheinen lässt, weil er dich oft auf draws readen wird.
Gegen Regs ist es auch extrem wichtig zu wissen ob sie in der Lage sind TPTK am Flop zu valueraisen (die meisten auf kleinen stakes sind es nicht, die guten können's und die richtig guten machen es auch in den richtigen spots^^) bzw. wie er eben ein raise von dir gewichten wird.
Glaubt er z.B. dass ein raise bei dir set oder air/FD ist, so ist TPTK mit in die Valuerange zu nehmen sehr stark, weil die Hand quasi wie ein set ist, nämlich seine calling Range schlägt, aber deine Valuerange in dem spot mehr als verdoppelt - denn es gibt ja nur 9 setcombos, aber bis zu 12 TPTK Combos.
