hey sry mann
bin arbeitstätig ud hab tagsüber wenig zeit für längere postings
außerdem wollt ich doch erst lesen, was ihr zur hand sagt, weil das u.a. die ewige diskussion anschneidet, ob man solche hands ip/oop lieber flatten und gegen eine weite range spielen sollte, oder aggressiv preflop angehen sollte
warum mir das so wichtig ist, ist folgender grund:
theoretisch finde ich das flatten sowohl ip als auch oop besser, weil man sich nicht gegen bessere hände isoliert und gegen eine weite range spielt
daher habe ich das sehr lange so gehandhabt
wenn ich preflop mal ge-3-bettet habe, dann entweder premiumhands oder sc ab 98s
wenn ihr meinen blog verfolgt, könnt ihr aber sehen, dass ich die letzten jahre ein riesiges redline-problem hatte, weshalb ich irgendwann auf FR gewechselt bin (ich hatte durchschnittlich etwa -2 stacks redline/1000 hands)
mein problem war ganz einfach, dass ich diese hands postflop nicht richtig handeln konnte... es bringt nur dann etwas, solche hands gegen eine weite range zu spielen, wenn man die boards auch ohne hit angreift
ichhabe mir dazu aber immer die falschen spots ausgesucht (oft einfach schlechter zeitpunkt, pech) und war durch diese moves dann verunsichert und habe das bluffen sein gelassen... aber da man selbst sehr häufig das board verfehlt, habe ich zu oft aufgegeben und diese hände im ergebnis nicht profitabel gespielt
aber auch FR lief es nicht so richtig gut, weil auch dort meine redline immer noch böse in keller ging
vor einigen monaten habe ich FR an einem neuen stil gearbeitet und bin dazu übergegangen, solche hands wie AT+/Axs pre zu 3-betten, sc einfach wegzulassen (wobei ich mir gerade wieder überlege, die wieder in meine 3-betting-range aufzunehmen)
ich konnte dabei beobachten, dass nicht nur meine redline passt, sondern auch mehr winnings bleiben
man gewinnt den pot häufiger preflop, als ich immer angenommen hatte, und wenn doch gecallt wird, gewinnt man häufiger den pot am flop, als ich es für möglich gehalten hatte
daher ist das für mich preflop standard eine 3-bet (aufgrund meiner postflop-schwäche),
man kann auch nicht sagen, dass ich dann auch 72o so spielen könnte, denn da fehlt zB der blocker
außerdem hittet man doch ab und an mit AQ/AJ/AT oder A5-A2s und kann 4 value weiterspielen, die playability ist einfach eher gegeben und man steht vor einfacheren entscheidungen
solche spots wie oben sind dann das schwierige an dem "stil"
wenn ich c-bette im 3-bet-pot habe ich schon viel callen sehen, sei es JJ+ oder A2-A9, die auch von regs auf die 3-bet gecallt werden
AT/AJ sind aber gerade hände in der grauzone... ist ´man mit denen bei hit und call in ausreichend vielen fällen vorne um weiterzuspielen oder gibt man dann lieber auf?
die von mir gepostete hand ist für die diskussion evtl nicht gut, weil das board so trocken ist, dass sich die calling-range vom reg in den allermeisten fällen auf das A reduziert, wäre das board zB A89 (2s) wäre das was ganz anderes und ich sehe mich bei call häufiger vorne
ich hatte nun am flop mehrere möglichkeiten:
c/c, b/c, b/f
ich finde den hinweis von nacl interessant: was soll an einer c-bet 4 value sein? ich bekomme kein besseres A raus, aber evtl callt er halt A2s-A5s, die er in seiner callingrange hat
c/c-modus mag ich überhaupt nicht, weil wir in einem guessing game stehen und dann eigtl sogar 3 streets callen müssten, wenn er mich hier von einem schwächeren A oder solche hands wie KK/QQ versucht, als bluff runterzubarreln (oder sich mit einem schwächeren A noch vorne sieht und 4 value bettet) - ich wäre allenfalls bereit, den flop zu c/c, wenn ich davon ausgehen kann, dass er dann meist aufgibt, aber c/c flop, c/f turn ist doch irgendwie inkonsequent und exploitable
betten ist daher mein favourit (und das einfachere play), und ich bin auch nicht traurig, wenn er dann foldet (auch wenn sich dann wieder die diskussion stellt, warum ich dann überhaupt bette, wenn er nur schlechteres foldet)...
sollte er raisen wäre ich oft raus, andererseits muss man sich gerade bei solch einem board fragen, warum er AK/AQ raisen sollte, daher kann ich mir ab und an auch einen call vorstellen, aber nur gegen aggressive gegner, von denen ich weiß, dass sie bluffen
man kann also sagen, dass ich hier bette, weil ich nicht in c/c-modus wechseln will
turn war dann für mich die schwierigste street: b/f wäre standard für mich mit AQ und je nach Gegner auch AJ (A2s-A5s zB würde ich auf einen flopcall ohne zusätzliche eq wohl eher aufgeben und in c/f wechseln), AT ist aber gerade so ne grenze, da war ich lange am überlegen, die hand nicht genau sozu spielen wie A5s - und jetzt finde ich das auch die beste line, wie es auch lausbua sieht
meine gewählte line finde ich im nachhinein schlecht, da gebe ich TBoombastic Recht: was versuche ich hier einen unknown zu exlpoiten? das sollte ich mir wohl sparen
außerdem sind wir in einem 3-bet-pot, wo deutlich ehrlicher gespielt wird, als so manche denken und er hier selten floaten wird... er wird ja glücklich sein, mit KK/QQ oder A5s billig zum SD kommen zu können und solche hands mit SD-value eher seltener in einen bluff turnen
danke für die diskussion
die handbewertung war übrigens wie folgt: (bewerter war Wamaroa)
"was soll man dazu sagen ohne Stats und REads? Overall glaube ich, dass die 3bet je nach Villian schon nicht gut sein kann, Turn c/c ist halt ein exploit gegen Floats und ob eine Floatrange bei unknown 3bet Caller am BTN vs Blind in dem Spot gibt kann ich dir leider nicht sagen. Ich würde oft gegen unknown, wenn ich in dem Spot wäre, c/c Turn und c/f River spielen, glaube kaum dass er nach turn c/c noch irgendwas am River blufft."
NL50, aktiver defend mit AT, treffer am flop vs call