Original von PokerSpass
Sehr schöne Medikamenten-Sammel-Grind-Aktion. Super![]()
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Und natürlich auch sonst ein super toller Blog, bitte weiter so ...![]()
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Danke für die lieben Worte!
Ich hab ein bisschen über die Frage nachgedacht, wie man am schnellsten neue Games lernt und ich denke, meine Herangehensweise ist Folgende:
Als erstes würde ich herausfinden wollen, was die Value- und Trash-Thresholds für das entsprechende Game sind. Also z. B. fängst du mit Hold’em an und merkst irgendwann: Okay, Top Pair Top Kicker ist eine sehr verwundbare Hand, Two Pairs werden langsam sehr stark, Sets sind so gut wie immer gut und so weiter. Beim 6-Karten Omaha sind sogar Two Pair quasi wertlos, Sets verwundbar und Nutflushes die Grenze zur sehr starken Hand.
Also sagen wir mal, wir lernen 2-7 Triple Draw. Dann ist meine erste Überlegung: Welche Hände sind immer setzwürdig? (86 und besser)
Das kann man entweder durch Spielen erlernen, das ist aber halt teuer und ineffizient, oder man kann Theorie machen und selbst drüber nachdenken oder dafür bezahlen, dass Leute es dir erklären, die die Arbeit schon getan haben.
Daraus leitet sich dann die Preflop-Strategie ab. Wenn beim Hold’em jedes Set gut ist, dann sind Pocket Pairs entsprechend wertvoll. Wenn Top Pair Top Kicker verwundbar ist, dann wollen wir diese Hände, wenn möglich, nicht multiway spielen.
Beim 6-Karten-PLO spielen wir also Hände, die das Threshold erreichen: Ax suited, Hände wie KQhhJ9ddxx, bei denen wir starke Hände machen können, die sich wiederum zu noch stärkeren Händen weiterentwickeln. Zum Beispiel auf T84: Wenn wir die Q turnen, treffen wir die Nuts und haben jetzt zusätzlich noch KJ als Nut-Redraw. Oder auf AhT4h haben wir saubere Inside-Straight-Outs, und selbst wenn wir diese treffen, können wir zusätzlich noch Nutflushes machen.
Also: Welche Hände machen sehr starke 2-7-Hände? Nun ja, der Hinweis steckt schon im Namen … man muss eigentlich fast immer mit einer Zwei anfangen. 2-6, 2-7 und 2-8 ergeben starke, oft smooth Low-Hände innerhalb dieser Grenzen, und unsere Outs sind häufig deutlich cleaner. Wenn wir dagegen mit 347 gegen zwei Leute starten, die nur Hände mit einer Zwei spielen, dann sind unsere nuttigen Outs hier blockiert.
Cool, jetzt kennen wir unsere logischen Openings und Fundamentals, und von hier aus verzweigt sich das Ganze dann weiter. Zum Beispiel: Welche Grenzfälle erlauben es, Regeln zu brechen? Etwa, dass der Button looser openen kann. Oder wir denken über bestimmte Eigenheiten einer Variante nach und darüber, was diese implizieren.
Zum Beispiel ist bei Drawmaha, obwohl der Pot zwischen 5-Card Draw und 5-Card Omaha gesplittet wird, der 5-Card-Teil der Hand viel wichtiger, weil wir dort deutlich früher vollständigere Informationen über unsere absolute Handstärke bekommen.
Man versucht, sich von diesen Überlegungen so viele wie möglich zu machen, und baut sich mit der Zeit ein hoffentlich logisches mentales Modell dafür auf, wie ein Spiel gespielt werden sollte. Das sollte bereits reichen, um die meisten Midstakes zu schlagen. Ab da challengt man im Wesentlichen nur noch sein eigenes Framework, indem man beobachtet, was andere starke Spieler tun, bei denen man vermutet, dass sie diese Arbeit ebenfalls gemacht haben. Und wenn sie etwas anders machen, überlegt man, wie sie zu dieser Schlussfolgerung gekommen sind, und bewertet, ob ihre Strategie im jeweiligen Kontext logischer ist.
Falls nicht, hat man vermutlich einen Leak gefunden, den man exploiten kann. Falls doch, hat man einen Leak im eigenen Spiel gefunden, den man beheben kann. Danach überlegt man, ob andere Leute diesen Leak ebenfalls erkannt haben und ihn exploiten — und dann wiederum, wie man den Exploit exploiten kann, solange sie noch nicht realisiert haben, dass man verstanden hat, was man falsch gemacht hat.
Das ist mein Ansatz, für viele vielleicht zu theoretisch. Aber um das selbst nachdenken kommt man nicht drum rum.
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Gestern nochmal 5.5k drauf gelegt an Profit Dank zweier guter 5/T Bomb Pot Tische.
Dazu ein .pdf mit meinem Mental framework für bomb pots kreiert und mit meinen Kumpels geteilt und sogar ein Video gemacht dazu, zum ersten mal in meinem Leben Video geschnitten, fand ich cool. Dank AI auch einfach zu lernen.
Ich weiss nicht, ob sich noch jemand erinnert, aber ganz früher zirkulierte mal ein e-book namens "Let there be Range!" von Cole South und das war absolutes frontier Wissen zu der Zeit, Kostenpunkt $1500! Ein weiteres Beispiel ist Bobbo's Bible Reihe, die auch so um die $800 pro Stück waren wenn ich mich recht erinnere.
Und ich hab mir so gedacht- die PDF ist vermutlich ähnlich viel wert, und ich würde das über meine Kumpels hinaus nicht veröffentlicht sehen wollen. Die Breite an Wissen, die damals quasi kostenlos verbreitet wurde ist im Nachhinein wirklich verrückt. Heute sind die wirklich wertvollen Sachen alle hinter teuren Paywalls und ich denke das hat einen riesen Anteil daran, dass die Games wieder softer geworden sind.
(Anmerkung: Bin in mitten des Textes ins Englische gewechselt ohne es zu merken, habe das dann von ChatGPT zurück übersetzen lassen. Komplett mein Text, aber ich dachte ich erwähne es.)













