Bin gerade dabei mich ein bisschen in die Materie "Selbstständigkeit/Geschäftsgründung" einzulesen, da es meinem Vorhaben ja sehr ähnelt. Hoffe dadurch ein paar neue Denkansätze aufzuschnappen.
Hier mal eine nette Auflistung was man bei einer Selbstständigkeit beachten sollte. Man kann fast alles 1:1 auf Poker übertragen.
1. Eine gute Geschäftsidee
Eine gute Geschäftsidee ist die Basis einer erfolgreichen Firmengründung. Dabei handelt es sich idealerweise um eine Idee oder ein Geschäftsmodell, das es noch nicht gibt – das also innovativ ist. Eine gute Geschäftsidee kann allerdings auch darin bestehen, etwas bereits Bestehendes auf eine völlig andere Art und Weise oder neu auf eigene Rechnung statt für den bisherigen Arbeitgeber zu machen.
Poker: Festlegung der Variante, Limits und der zu erreichenden Ziele. Gefolgt von neuen Zielen. Einen besseren Gameplan als andere besitzen wäre dann "etwas Bestehendes" auf eine andere Art und Weise umzusetzen.
2. Erfahrung in der Branche
Der Gründer sollte idealerweise Erfahrung in jener Branche mitbringen, in der er sich selbständig machen will. Unsere Erfahrung zeigt, dass branchenerfahrene Firmengründer im Vergleich zu «Branchenneulingen» überdurchschnittlich erfolgreich sind.
Poker: Ziemlich selbsterklärend. Mann muss in dem was man machen möchte informiert sein und am Besten theoretische und praktische Erfahrungen gesammelt haben. Sprich Content (Theorie) und Sample (Praxis). Nicht den Sprung ins kalte Wasser wagen.
3. Wille zum Erfolg und Selbstvertrauen
Der erfolgreiche Unternehmensgründer scheut keinen Aufwand. Er muss bereit sein, 50 oder 60 Stunden pro Woche zu arbeiten und auf seine Ferien zu verzichten. Dafür benötigt er unter anderem auch die Unterstützung seiner Familie und der Angehörigen. Nur wer an sich glaubt, setzt sich durch. Dazu gehören auch Optimismus und der unerschütterliche Glaube an die Zukunft. Ein Unternehmer muss sich Herausforderungen und ständigen Veränderungen stellen und darf an Fehlschlägen nicht verzweifeln.
Poker: Um auf ein Niveau zu kommen, an dem man weniger Zeit investieren muss, muss man davor umso mehr Zeit investiert haben. Die anderen Punkte treffen auf mich durchaus zu. Ständige Veränderungen und Herausforderungen wäre z.B. stets ändernder Spielerpool und das Besserwerden der Gegner.
4. Businessplan
Der Businessplan ist der Leitfaden für den Geschäftsaufbau. Dieses Instrument, das immer den neuesten Entwicklungen angepasst wird, ermöglicht eine systematische Vorgehensweise und die frühzeitige Erkennung von Problemen. Damit können auch rechtzeitig geeignete Gegenmassnahmen getroffen und umgesetzt werden.
Poker: Was will ich wann und wie erreichen, was muss ich dafür leisten? Man könnte z.B. BRM darunter verstehen, dass man sich immer den aktuellsten Entwicklungen anpasst. Wer dies nicht macht und den Abstieg auf das kleinere Limit verpasst, geht broke. Wer zu spät aufsteigt lässt Value liegen und gibt den Gegnern einen Vorsprung.
5. Finanzkontrolle
Ein Jungunternehmer muss nicht im Geld schwimmen. Der Erfolg stellt sich aber meist nicht so schnell ein, wie er meint. Deshalb dürfen die Finanzmittel nicht zu knapp bemessen sein. Wer über betriebswirtschaftliche Kenntnisse verfügt, kann schnell reagieren und hat die Finanzen und die Liquidität unter Kontrolle. Erwirtschaftete Gewinne werden wieder in die Firma investiert.
Poker: Stichwort Theorie. Um langfristig mehr Gewinn zu machen als Andere muss man früh anfangen sein Spiel auf ein hohes Niveau zu bringen und stetig zu verbessern. Dazu gehört auch wieder BRM und zu hohe Auszahlungen oder Anschaffungen. Wer sein fianzielles Niveau nicht halten kann, wird sich zurücknehmen müssen, die Gewinne werden kleiner und man gerät in eine negative Spirale bis die Ausgaben höher werden als die Einnahmen. Gewinne werden in Rücklagen und BR investiert und nicht sinnlos für Dinge ohne tatsächlichen Mehrwert verschleudert.
6. Klares Marketingkonzept
Nur wer klare Vorstellungen darüber hat, wie er sein Produkt oder seine Dienstleistung auf den Markt bringt, kann den Sprung in die Selbständigkeit schaffen.
Poker: Hier ist wieder ein ausgeklügelter Gameplan erforderlich. Außerdem BRM, Mindset etc. Die Grundlage muss stimmen um darauf aufbauen zu können. Wenn das Fundament nicht das Gewicht der Fortschritte tragen kann, bricht es zusammen. Hier ist vor allem BRM sehr wichtig. Wer Limit um Limit aufsteigt, aber nicht an BRM denkt wird früher oder später sehr tief fallen.
Außerdem sollte man sich im Klaren sein zu wissen, was man tun muss um langfristig zu den Besten Spielern zu gehören um zu vermeiden an das Ende der Nahrungskette durchgereicht zu werden.
7. Wettbewerbsvorsprung
Erfolg muss immer wieder neu erarbeitet werden. Dazu gehört auch die Planung und Umsetzung der Forschung und Entwicklung. Der Marktvorsprung darf nicht verloren gehen. Wer agiert statt reagiert, hat immer einen Vorteil.
Poker: Theorie, Theorie und Praxis. Langfristigen Erfolg wird nur der Tüchtige haben. Wer stets an der Verbesserung seines Games interessiert ist und eine entsprechende Sample spielt um genügend Praxiserfahrungen bzgl. der Veränderungen zu sammeln, wird weit kommen. Man darf die Edge gegenüber den Gegnern niemals kleiner werden lassen. Auch während des Upswings Theorie machen und reviewen, im Downswing kann es zu spät sein um gemchte Fehler auszugleichen.
8. Managementunterstützung
Die Schlagkraft eines Jungunternehmers steigt, wenn er auf das Wissen erfahrener Manager zurückgreifen kann. Mögliche Berater sind Financiers, Anwälte oder erfolgreiche Unternehmerkollegen. Diese können dem Firmengründer auch Türen öffnen, die sonst verschlossen geblieben wären.
Poker: Wenn man an einem Punkt steht, wo man stagniert oder nur langsam voran kommt bzw. einem neue Ideen und Konzepte fehlen, kann man sich Gedanken machen mit jemanden darüber zu sprechen oder diskutieren.
Man könnte sich einen Coach suchen, welcher andere Varianten oder höhere Limits spielt.
Man könnte selber coachen um das selbst erlernte zu verinnerlichen und immer wieder vor Augen zu führen. Man läuft oft Gefahr in gewohnte Muster zurückzuverfallen, wenn man sich diese nicht immer wieder anschaut oder ins Gedächtnis ruft. "Schwächere" Spieler stellen auch oft Fragen zu Spots, die für einen selber als Standart erscheinen und dann merkt man erst, dass man aufgehört hat sein Spiel und sich selber zu hinterfragen.
Man könnte sich mit gleichstarken Spielern austauschen und somit würde jeder davon profitieren, allerdings läuft man Gefahr den Gegnern zu viele Einblicke in sein eigenes Spiel zu geben und diese zu stärkeren Konkurrenten machen.
9. Kooperation
Niemand hat auf allen Gebieten gleich gute Kenntnisse. Der Aufbau eines Netzwerks von Kooperationen eröffnet einem Jungunternehmer Zugang zu zusätzlichem Know-how, das sonst teuer eingekauft werden müsste.
Poker: Siehe oben. Coach, Videomateriel, besseres HUD, bessere Programme.
10. Klare Firmenstrukturen
Eine erfolgreiche Firma verfügt über klare Strukturen. Die Mitarbeiter sind motiviert und wissen genau, was ihre Aufgaben sind. Die Kunden kennen ihre Ansprechpartner.
Poker: Da ich "Alleinunternehmer" bin, kommt es nicht auf die Strukturen meiner Firma an, sondern auf einen gut strukturierten Arbeitsalltag sowie eine ausgewogene Freizeitplanung. Wenn beides in einem guten Verhältnis ist, steht dem langfristigen Erfolg nichs mehr im Wege.