Naja Renovierung war überfällig. Hatte die Möbel nun seit knapp 15/16 Jahren (Echtholz). Und so eine Einrichtung ist nicht billig, selbst wenn man es billig halten will. Und die Eltern haben den neuen Boden in beiden Zimmern sowie Tapete/Farbe bezahlt, was auch nochmal einiges gekostet hat.
Und da das Studium in Fulda sein wird, war für mich nur die Frage ob daheim wohnen oder Mietwohnung. Hatte mich dann letztendlich für daheim entschieden, da viele Vorteile und finanziell überschaubar.
Das mit der Krankheit ist so eine Sache. War ja schwer krank, eigentlich meine ganze Kindheit bis zur Transplantation (Chemo und neues Knochenmark von Fremdspender). Auch sagen Sie oft zu mir, dass ich froh sein sollte, dass alles so gut geklappt hat und mir weniger Stress jetzt gut tut, dass ich nicht wieder krank werde oder mich sonst irgendwie überfordere.
Aber genau das ist es ja. Seit der Krankheit und vor allem seit Amerika weiß ich, wie wichtig es ist zu leben. Und ich habe Angst, dass dieses ganze Sicherheitsdenken genau das unterbindet. Was bringt es mir, eine schwere Krankheit überwunden zu haben, endlich gesund leben zu können und dann ~130 Stunden im Monat etwas zu arbeiten, dass mich einfach nur abfuckt. Ist das der Sinn des Lebens? Das Arbeit nur dafür da ist, seine Bedürfnisse zu befriedigen, in Form von Gehalt für Sachen ausgeben, die man im Endeffekt doch nicht wirklich braucht.
Warum darf man nicht das Recht haben einen Job zu finden, der einem was gibt und evtl. sogar Spaß macht. Ich denke das sollte doch machbar sein, wenn man überlegt, wieviel Lebenszeit man in seinen Beruf steckt.
Klar meinen sie es gut mit mir, aber genau das ist ja das Problem. Ich merke, dass das, was sie für gut empfinden, nicht gut für mich ist, sondern eher schädlich.
Ich gehe jeden Abend ins Bett und muss innerlich kotzen, wenn ich an den kommenden Arbeitstag denke.
Sie müssen einfach kapieren, dass ich eigene Entscheidungen treffe, ob es ihnen passt oder nicht und unabhängig, ob sie diese gut finden oder nicht.