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Ravious Themenstarter
Ravious
Beigetreten: 09.05.2011
Poker Player

Schade das du die 180er erst mal an den Nagel hängst. Hoffe aber, dass du meinen Blog weiter mit deinen Qualitätsposts besuchst. Macht halt echt Spaß, wenn heut zu Tage in einem Forum wie diesem noch Leute schrieben, welche Wert auf das Inhaltliche legen und sich nicht zu schade sind mal mehrere Sätze zu schreiben und das Niveau zu wahren.

So bilden sich auch erstklassige Diskussionen, von den man selber und andere viel mitnehmen können.

PS: Was spielst du eigentlich? Kann man deinen Werdegang irgendwo nachlesen?


Ravious Themenstarter
Ravious
Beigetreten: 09.05.2011
Poker Player

Die bewegende Geschichte von Kyle

Lesezeit: ca. 4 Minuten

Ich war gerade das erste Jahr auf der High School, als ich ein Kind aus meiner Klasse nach Hause gehen sah. Sein Name war Kyle. Es sah so aus, als würde er alle seine Bücher mit sich tragen. Ich dachte mir: „Warum bringt wohl jemand seine ganzen Bücher an einem Freitag nach Hause? Das muss ja ein richtiger Dummkopf sein.“ Mein Wochenende hatte ich schon verplant (Fußballspielen, Treffen mit meinen Freunden), also zuckte ich mit den Schultern und ging weiter. Plötzlich sah ich eine Gruppe Kinder in seine Richtung laufen.

Sie rempelten ihn an, schlugen ihm seine Bücher aus den Armen und schubsten ihn, so dass er in den Schmutz fiel. Seine Brille flog durch die Luft, und ich beobachtete, wie sie etwa drei Meter neben ihm im Gras landete. Er schaute auf und ich sah diese schreckliche Traurigkeit und Hilflosigkeit in seinen Augen. Mein Herz wurde weich. Ich ging zu ihm rüber, er kroch am Boden umher und suchte seine Brille, und sah Tränen in seinen Augen. Als ich ihm seine Brille gab, sagte ich: „Diese Typen sind Blödmänner.“ Er schaute zu mir auf und sagte: „Hey, danke!“ Ein großes Lächeln zierte sein Gesicht. Es war eines jener Lächeln, die wirkliche Dankbarkeit zeigten. Ich half ihm seine Bücher aufzuheben und fragte ihn, wo er wohnt.

Es stellte sich heraus, dass er in meiner Nähe wohnte, also fragte ich ihn, warum ich ihn vorher noch nie gesehen hatte. Er erzählte mir, dass er zuvor auf eine private Schule ging und neu hier war. Den ganzen Nachhauseweg unterhielten wir uns und ich trug seine Bücher. Er war ein richtig cooler Kerl. Ich fragte ihn, ob er Lust hätte mit mir und meinen Freunden am Samstag Fußball zu spielen. Er sagte zu. Wir verbrachten das ganze Wochenende zusammen, und je mehr ich Kyle kennenlernte, desto mehr mochte ich ihn. Und meine Freunde dachten genauso über ihn.

Nach dem Wochenende sah ich Kyle wieder mit dem riesigen Bücherstapel auf dem Weg zur Schule. Ich stoppte ihn und sagte: „Mit diesen ganzen Büchern wirst du eines Tages noch richtige Muskeln bekommen.“ Er lachte und gab mir einen Teil seiner Bücher. Während der nächsten vier Jahre wurden Kyle und ich die besten Freunde. Als wir älter wurden dachten wir über das College nach. Kyle entschied sich für Georgetown, und ich mich für Duke. Ich wusste, dass wir immer Freunde sein werden, und diese Kilometer zwischen uns niemals ein Problem darstellen würden. Er wollte Arzt werden und ich hatte vor, eine Fußballer-Karriere zu starten.

Kyle war Abschlussredner unserer Klasse und musste eine Rede vorbereiten. Ich neckte ihn die ganze Zeit und wollte ihn nervös machen, aber ich war froh, dass ich nicht derjenige war, der sprechen musste. Am Abschlusstag sah ich Kyle und er sah großartig aus. Er war einer von denen Schülern, die während der High School zu sich selbst fanden und ihren eigenen Stil entwickelten. Er hatte mehr Verabredungen mit Mädchen als ich und alle Lehrer mochten ihn. Manchmal war ich richtig neidisch auf ihn gewesen. Kyle war kurz vor seiner Rede sehr nervös und ich versuchte, ihn ein wenig aufzumuntern und wünschte ihm alles Gute.

Als er seine Rede begann, räusperte er sich kurz, und fing an zu erzählen: „Der Abschluss ist eine Zeit, um denen zu danken, die dir halfen, diese schweren Jahre zu überstehen. Deinen Eltern, deinen Lehrern, deinen Geschwistern, vielleicht einem Trainer ... aber am meisten deinen Freunden. Ich sage euch, das beste Geschenk, das ihr jemandem geben könnt, ist eure Freundschaft. Lasst mich euch eine Geschichte erzählen.“

Ich schaute meinen Freund etwas ungläubig an, denn er begann von dem Tag zu erzählen, an dem wir uns das erste Mal trafen. Er hatte geplant sich an diesem Wochenende umzubringen. Er erzählte weiter, dass er seinen Schrank ausgeräumt hatte, so dass seine Mutter es später nicht selbst hätte tun müssen. Er schaute mich an und lächelte. „Gott sei Dank wurde ich gerettet. Ein Freund hat mich vor dieser unbeschreiblichen Tat bewahrt.“ Ich konnte spüren, wie die Masse den Atem anhielt, als dieser gutaussehende und beliebte Junge uns von seinem schwächsten Augenblick im Leben erzählte. Ich bemerkte wie seine Mutter und sein Vater lächelnd zu mir sahen, genau dasselbe und dankbare Lächeln, wie es seinerzeit bei Kyle war. Niemals zuvor spürte ich eine tiefere Verbundenheit im Leben als in diesem Moment.

Unterschätze niemals die Macht deines Handels, es kann das Leben eines Menschen verändern.


Santalino2
Beigetreten: 08.06.2007
BlackMember

Danke und klar werde deinen Blog weiter verfolgen (aber wohl wieder eher so wie früher als stiller und heimlicher Mitleser^^). Die "180iger-Szene" werde ich zukünftig auch noch bißchen beobachten, weils mich irgendwie auch interessiert ob mein Gefühl (lohnt sich weniger, Pool dieses Jahr stärker, Ante-Änderung schlecht usw.) richtig war und dann immer mal von Zeit zu Zeit bißchen sharkscopen. Meinen Werdegang kann man hier im Forum nicht wirklich nachlesen, ich rede nicht so gerne über mich und macht irgendwie auch mehr Spass über andere zu lästern und ihnen zu sagen was sie alles falsch machen (du weißt so Dinge wie Job kündigen oder sich über nette Chefin beschweren dann anzuprangern, lol).

Ansonsten hier noch meine Lieblings-Motivations-Rede (wobei die heutige Jugend vermutlich weniger mit Arnold anfangen kann...ich bin halt mit Terminator 2 aufgewachsen...aber wie immer kann ja jeder selbst entscheiden was er für sich mitnimmt oder halt nicht).


Ravious Themenstarter
Ravious
Beigetreten: 09.05.2011
Poker Player

Erst mal Danke für die Rede. Kenne große Teile daraus, aber nicht die komplette Rede.

Habe mich mal in deine ältesten Posts eingelesen und glaube einen ganz guten Eindruck von dir bekommen zu haben.

Freut mich, dass jemand wie du meinen Blog so interessant findet.

Wie stehend die Chance, dass man sich irgendwann mal bei einem Liveevent über den Weg läuft?


Santalino2
Beigetreten: 08.06.2007
BlackMember

Höre sofort auf meine alten Posts zu stalken (gerade auch mal meine 3 ältesten Post angeschaut...Titan-Support gelobt und für umtracken auf ps.de gekämpft, irgendwie schäme ich mich jetzt dafür, lol)! Und Chancen sind wohl eher gering, aber man weiß es nicht, evtl. sitzen wir ja auch alle gemeinsam so in 30 Jahren als Opa's am Pokertisch in Las-Vegas und unterhalten uns dann über die gute alte Pokerstrategy-Zeit, lol.

Ok, ab jetzt bin ich dann wieder im stillen-nur-Mitleser-Modus.


Ravious Themenstarter
Ravious
Beigetreten: 09.05.2011
Poker Player

Wow, ich bin gerade komplett geflasht.

Werde auch zukünftig mir mehr in diese Richtung anschauen und mir das ein oder andere neue Buch zulegen. Eine unglaublich gute Verfilmung eines unglaublichen Mannes. Der Film hat mich tief berührt und hat mit Intelligenz und Charme überzeugt.


firefly91
Beigetreten: 05.07.2010
Legacy Member

Mehr Bewebung du brauchst junger Padavan! Montag oder Dienstag bouldern?! beide Tage werd ICH zumindest hart sterben gehen :) "hart"


Ravious Themenstarter
Ravious
Beigetreten: 09.05.2011
Poker Player

Nutz
Beigetreten: 13.09.2006
Elite Grinder

Also irgendwie wundert mich dein Downswing bzw. die Varianz die du mit deinem (viel zu ) agressivem Spiel hervorrufst ja nicht :f_grin: Ja mimimi, ich verlier einfach jede Hand gegen dich ;)


Ravious Themenstarter
Ravious
Beigetreten: 09.05.2011
Poker Player

Wenn du denkst, dass du in der Position bist, dies zu beurteilen, wird es wohl so stimmen.


Ravious Themenstarter
Ravious
Beigetreten: 09.05.2011
Poker Player

Die Nacht 2,5 Stunden geschlafen und top fit an der Arbeit. Langsam macht sich mein hartes Schlaftraining bezahlt.


Ravious Themenstarter
Ravious
Beigetreten: 09.05.2011
Poker Player

Team Hoyt - Vater, läufst du mit mir einen Marathon?

Lesezeit: ca. 6 Minuten

Rick Hoyt erblickte am 10. Januar 1962 unter dramatischen Voraussetzungen das Licht der Welt. Bei der Geburt wickelte sich die Nabelschnur um seinen Hals, weshalb sein Gehirn nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wurde. Die Folgen waren schwerwiegend. Die Ärzte prognostizierten eine zerebrale Lähmung und er würde nie fähig zu Kognition (Wahrnehmung, Emotionen) sein. Das ganze Leben würde der Junge im Rollstuhl vor sich hinvegetieren, ohne jegliche Kommunikation mit der Umwelt. Eine normale Entwicklung war nach Meinung der Ärzte unmöglich und sie gaben den Eltern (Dick und Judy Hoyt) den Rat, den Jungen in eine Pflegeanstalt zu geben. Für die Eltern kam diese Option jedoch nie in Frage.

Dick Hoyt: „Jeder Mensch sollte die Möglichkeit haben, am Alltagsleben teilzunehmen“

Der schwer behinderte Rick Hoyt wurde so gut es ging in alle Aktivitäten der Familie miteingebunden. Immer wieder fanden die Hoyts einen Weg, ihre Freizeit gemeinsam zu verbringen – Schwimmen, Skilanglauf oder Wandern. Und sogar hinauf auf einem Berg wurde marschiert – und auf den Schultern des Vaters war Rick Hoyt. Für die Familie war Rick intelligent, doch fehlendes Sprechvermögen wurde mit fehlender Intelligenz gleichgesetzt, weshalb ihm auch die Teilnahme am Schulunterricht vorerst versagt blieb. Doch im Alter von 12 Jahren gelang es Rick, der auf einen Witz herzhaft zu lachen begann, den Wissenschaftlern der Tufts Universität in Massachusetts seine Intelligenz zu beweisen. Schon bald darauf wurde eine Kommunikationsmaschine entwickelt, mit der sich Rick mit der Bewegung des Kopfes oder des Knies verständigen konnte. Doch was würden seine ersten Worte sein? Beim ersten Versuch waren alle sehr gespannt, so lange hatte sich die Familie nicht mit Rick verständigen können. Und die ersten geschriebenen Worte waren ungewöhnlich: „Go Bruins!“, bezogen auf das Bostoner Eishockeyteam. Die Erstaunung war groß – Rick war tatsächlich ein großer Sportfan, obwohl er selber seine Beine und seine Arme nicht benutzen konnte.

Kurze Zeit später besuchte Rick bereits regelmäßig die Schule. Bei einem Basketballspiel wurde zu einem 8 km Charity-Lauf zugunsten eines querschnittsgelähmten Schülers aufgerufen. Rick war sofort fasziniert davon und wollte helfen. Und so bat er tatsächlich seinen Vater, ihn bei diesem Lauf mit dem Rollstuhl zu schieben. Viele Menschen dachten an eine vorzeitige Aufgabe der Hoyts, doch unterstützt vom Beifall der erstaunten Zuschauer erreichten sie das Ziel. Rick tippte nach diesem Erlebnis folgende Nachricht für seinen Vater in den Computer: „Dad, wenn ich laufe, dann fühle ich mich überhaupt nicht gehandicapt." Dies war der Startschuss der unglaublichen Geschichte des „Team Hoyts“.

Aus Liebe zu seinem Sohn intensivierte Vater Dick Hoyt von nun an das Lauftraining, denn es brauchte Kraft und Ausdauer, um die körperlichen Beschwerden durchzustehen. Er packte Zementsäcke in den Rollstuhl und lief so Kilometer um Kilometer. Bald liefen die Hoyts ihren ersten Marathon, und viele Medien berichteten bereits über das Team Hoyt. Einmal wurde der Vater gefragt, ob er auch ohne seinen Sohn laufen würde. Die Antwort folgte prompt: „Warum sollte ich? Er ist derjenige, der mich antreibt.“ Und es sollten noch weitere Anstrengungen auf den Vater zukommen – denn sie erhielten eine Einladung zu einem Triathlon in der Nähe von Boston. 1,6 Kilometer Schwimmen, 64 Kilometer Radfahren und 16 Kilometer Laufen waren zwar nichts für Anfänger, aber die Hoyts wollten es trotzdem probieren. Dick trainierte von nun an bis zu 5 Stunden am Tag, um sich fit zu machen. Mühsam waren seine ersten Schwimmversuche, denn seit seinem sechsten Lebensjahr war er nicht mehr geschwommen. Doch für seinen Sohn nahm er alle Anstrengungen und Strapazen in Kauf.

Rick Hoyt: „Dad ist ein Vorbild für mich. Habe sich sein Vater einmal etwas in den Kopf gesetzt, lasse er sich davon nicht mehr abbringen.“

Mit Hilfe eines Brustgurtes und einem Schlauchboot zog er seinen Sohn beim Schwimmen hinter sich her. Aus dem Wasser gekommen hob der Vater seinen Sohn in einen Rollstuhl, der am Rad befestigt war. Er musste aufpassen, damit der Anhänger mit seinem Sohn nicht umkippte, doch es klappte. Die Laufstrecke war noch die leichteste Übung, und so wurde der Triathlon sensationell nach gut 4 Stunden beendet. So etwas hatte es noch nie gegeben, und trotzdem sollte es noch eine Steigerung für die Hoyts geben. Denn jetzt folgte das ultimative Ziel und der Höhepunkt für fast jeden Sportler, der Ironman in Hawaii. Doch prompt erhielten sie eine Ablehnung, da es im offenen Meer zu gefährlich zum Schwimmen sei, so die Veranstalter. Dick und Rick Hoyt ließen aber nicht locker, und mit Hilfe eines Senators bekam man schließlich einen Startplatz beim härtesten Rennen der Welt. Die große Enttäuschung folgte aber kurz darauf. Dick Hoyt hatte aufgrund unverträglicher Getränke schwere Magenkrämpfe, und man musste das Rennen bereits während des Schwimmens abbrechen. Es war das erste Rennen, welches die Hoyts nicht beendet hatten. Vater Dick war schwer geknickt und dachte, er hätte alle enttäuscht. Die Organisatoren jedoch waren mehr als begeistert von ihnen und sprachen für das nächste Jahr spontan eine neue Einladung für die Hoyts aus. Eine neue Chance für die Hoyts, um die unglaublichen 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und die 42 km lange Laufstrecke zu bewältigen.

Und nächstes Jahr lief es tatsächlich besser. Die Schwimmstrecke wurde bravourös gemeistert, 8 Stunden später hatten sie auch die Radstrecke geschafft. Als die Hoyts sich auf die Marathonstrecke begaben, waren viele Athleten bereits im Ziel. Doch die kraftraubende Schwimmstrecke und die Hitze des Nachmittages hatten viel Kraft gekostet und Dick Hoyt musste schwer kämpfen. Er spürte die schweren Beine und die immer wieder aufkommende Müdigkeit. Aber die Wünsche und Träume seinen Sohnes Rick trieben ihn immer wieder voran, immer weiter auf den Weg zum Ziel. Es war kurz nach 21 Uhr am Abend, das Team Hoyt schaffte etwas, was viele normale Athleten nicht schafften, sie überquerten tatsächlich die Ziellinie. Ein unglaubliches Glücksgefühl durchströmte sie, und vor allem Rick war noch nie glücklicher in seinem Leben.

Dick Hoyt und sein Sohn Rick haben bewiesen, was mit Ausdauer und Willen alles möglich ist. Hätten die Hoyts damals auf die Ärzte gehört, ihr Sohn würde heute noch in irgendeinem Pflegeheim dahinvegetieren. Doch sie haben sich gegen die vielen Vorurteile im Alltagsleben und im Sport durchgesetzt. Der Vater wurde aus Liebe zu seinem Sohn zu einem durchtrainierten Sportler und ermöglichte so seinem Sohn unglaubliche Erlebnisse und Glücksmomente. Rick Hoyt schaffte seinen College-Abschluss an der Boston University und arbeitet heute dort. Sie inspirieren noch heute tausende Menschen mit ihrem Mut und ihrem Motto „Yes, you can“ und sammelten zusätzlich bereits mehrere Millionen Dollar an Spendengeldern für wohltätige Zwecke. Auf die Frage, was Rick machen würde, wenn er nicht im Rollstuhl sitzen würde, antwortete er: „Als erstes würde ich meinen Vater bitten, sich in den Rollstuhl zu setzen, damit ich ihn eine Strecke schieben könnte.“

Für jene Menschen, die im Selbstmitleid versinken und keinen Sinn mehr im Leben sehen, es gibt immer Möglichkeiten, auch wenn sie im ersten Moment schwierig erscheinen.


Ravious Themenstarter
Ravious
Beigetreten: 09.05.2011
Poker Player

MuehliJr
Beigetreten: 22.05.2008
PokerStrategist

Kannst du lesetexte spoilern? Zieht sich wenn man im blog ewig scrollt am handy
Pokerupdates wären cool


RhoNin69
Beigetreten: 19.01.2007
Poker Player

Original von MuehliJr
Kannst du lesetexte spoilern? Zieht sich wenn man im blog ewig scrollt am handy
Pokerupdates wären cool

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die random motivationsvids am besten auch :f_thumbsup:


Ravious Themenstarter
Ravious
Beigetreten: 09.05.2011
Poker Player

Hahaha, kann ich gerne machen. An der Arbeit buggt mein Internet leider immer und formatieren klappt nicht so wie es soll.

Lest ihr euch wenigstens ab und zu einen durch oder habt mal auf die Seite geschaut?

Werde halt weiterhin mal Geschichten, Videos oder Bilder posten, die mich motiveren oder bewegen.


Nowitzki41
Beigetreten: 26.01.2005
Elite Grinder

Original von Ravious
Hahaha, kann ich gerne machen. An der Arbeit buggt mein Internet leider immer und formatieren klappt nicht so wie es soll.

Lest ihr euch wenigstens ab und zu einen durch oder habt mal auf die Seite geschaut?

Werde halt weiterhin mal Geschichten, Videos oder Bilder posten, die mich motiveren oder bewegen.

Bist du nicht langsam abgestumpft? Ist nicht böse gemeint, aber ständig liest man auf deinem Block nur von Motivation, Motivation, Motivation. Diese ist natürlich wichtig, aber es kommt mir wirklich so vor, dass du ständig dieses "Gepushe" von Aussen brauchst, was mich irgendwie verwirrt, aber da ist wohl jeder anders.
Klar inspirieren einen einige Geschichte und die Vater-Sohn-Story ist wirklich großartig, dennoch ist das so ein Overload, der mir dann irgendwann auf den Sack geht. Habe auch so einen alten Mitschüler auf FB, der quasi täglich Motivationssprüche liket und ich mich frage, ob es ihn wirklich weiter bringt oder nicht sogar hemmt.
Ab und zu, um die Motivation aufrecht zu erhalten, ein Video anzuschauen, mag sicherlich helfen, aber jeden Tag sich permanent nur mit Motivationsstories auseinanderzusetzen, wäre nichts für mich.

Erinnert mich an Fussballtrainer, die immer nur die Leute anschreien. Am Anfang mag dies die Spieler noch motivieren, aber nach dem x-ten Mal verliert es dann an Wirkung. Hier sieht man auch so etwas ähnliches. Du hast jetzt so viel von diesen Geschichten gepostet, sodass es den Leuten langsam auf die Nerven geht.

Du kannst natürlich trotzdem so weitermachen, ist schließlich dein Blog und wenn es dir hilft, dann ist es optimal.

P.S. Die Geschichten die du aktuell postet (Kyle!!), sind auch einfach in so erbärmlichem Erzählstil geschrieben, dass mir da die Lust vergeht. Als ob es für 12-jährige geschrieben ist.


Nice was heißt Schlaftraining einfach an wenig Schlaf gewöhnen oder gibts da ne Methode ?


Ravious Themenstarter
Ravious
Beigetreten: 09.05.2011
Poker Player

@Nowitzki41: Ja im Moment habe ich dahingehend ziemlich viel gepostet, da ich einfach viel Zeit an der Arbeit habe und mir da einiges auf der Seite durchgelesen habe. Ging da auch nicht direkt um Motivation aus den Geschichten, sondern es gab die ein oder andere, die mich eben interessiert hat. Und es gab einige, die mich vom Sinn her eben fasziniert haben und habe sie deswegen auch für mich hier festgehalten.

Ja die Kyle Geschichte war etwas dumpf geschrieben, aber das ist bei so Kurzgeschichten leider so. Die Kyle Gschichte hatte auch eher was persönliches, weil ich mich ein wenig darin wiedererkannt habe.

Ich war früher als mich die Krankheit noch voll im Griff hatte in der Schule eher so der Außenseiter. Zwar immer Freunde gehabt und sich mit allen verstanden, aber trotzdem nicht richtig dabei.

Im Sport auch immer einer der sportlichesten gewesen, aber halt in der Belastbarkeit und Ausdauer sehr eingeschränkt, auch was Verletzungsgefahr angeht.

Deswegen auch in manchen Sportarten nicht so das Selbstbewusstsein entwickeln können, wie ich es damals gerne gehabt hätte.

Die Zeiten waren nicht einfach für mich und es gab Momente, in den ich mich schwach fühlte.

Z.B. mussten wir im 9ten oder 10ten Schuljahr 5km Lauf üben. Jedes mal im Sportunterricht über ein paar Wochen. Aber wie gesagt, war ich sehr schwach was meine Belastbarkeit und Ausdauer anging und ich habe für die 5km immer so 45-50 Minuten gebraucht.

Der Lehrer hat es nicht verstanden und mich einfach mit 5 bewertet und als ich manchmal versucht habe ein wenig abzukürzen kamen gleich abfällige Kommentare von Klassenkameradinnen, die sich betrogen fühlten, weil sie die 5km ja ehrlich laufen.

Nur so ein Beispiel, was mich damals halt sehr mitgenommen hat und ich mich auch nicht erklären konnte, weil es keiner verstanden hat, was ich habe.

Äußerlich sah ich nicht wirklich krank aus und sonst hat man es mir auch nicht angemerkt.

Auch wenn ich im Unterricht müde war und mich kaum konzentrieren konnte kam es für alle immer so rüber, als hätte ich keine Lust und würde mich nur durchmogeln wollen.

Damals wusste ich ja nicht nicht, wie es sich anfühlt, wenn man gesund und leistungsfähig ist, da ich es nicht anders kannte. Und ich habe den anderen irgendwann geglaubt und mich wirklich für faul und schlecht gefühlt.

Heute weiß ich, dass es mir damals wirklich sehr schlecht ging und seit meiner Stammzelltransplantation hat sich meine Konzentration, Belastbarkeit und Ausdauer um ein vielfaches erhöht.

Ich erkenne zu vielen Geschichten Parallelen zu mir oder zu Menschen die ich kenne und deswegen berührt es mich wohl mehr als andere.


Nowitzki41
Beigetreten: 26.01.2005
Elite Grinder

Original von Ravious

Heute weiß ich, dass es mir damals wirklich sehr schlecht ging und seit meiner Stammzelltransplantation hat sich meine Konzentration, Belastbarkeit und Ausdauer um ein vielfaches erhöht.

Ich erkenne zu vielen Geschichten Parallelen zu mir oder zu Menschen die ich kenne und deswegen berührt es mich wohl mehr als andere.

Gerade durch dein eigenes Schicksal bin ich umso mehr erstaunt, dass du diese Geschichten "brauchst".
Dass du dich wiederfindest, kann ich verstehen und ich kann mich natürlich nicht in deine Situation hineinversetzen, aber ich würde dann tatsächlich mehr Energie und Motivation aus meinem eigenem Schicksal schöpfen, als durch (den Großteil der) Stories.


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