Original von DiggerIsADancer
… Micros sind einfach komplett irre zu spielen, weil man mit jedem Rotz gecallt wird und am Ende einfach nur seine Karten vergleicht – und dann eben doch jeder die Chance hat zu gewinnen. Bin mal meine Hand History durchgegangen, als ich dieses Freeroll-Ding geshippt hab. Am Ende kannst du kaum was Anderes machen, als "tight is right" zu spielen – und dann müssen deine Hände eben auch noch halten.
So sieht's aus. Im Grunde eine reine Geduldsfrage, wobei Geduld leider nicht zu meinen Stärken zählt und ich mich bei längeren Sessions irgendwann nur noch langweile, was dann zu lustigen ego plays/omega punts führt. Ich würde höchstens noch ergänzen, dass man natürlich bestimmte set-ups braucht. Als TAG bekommt man in den richtigen Situationen die Kohle fast geschenkt.
Gestern habe ich einen (korrekten, Gegner hat gezeigt) "F*** you"-Hero-fold mit KQ auf KQ9xx mit je zwei diamonds und spades gemacht, heute snappe ich 12bb mit AQo in einem Spot, wo mir unmittelbar nach dem Call klar war, dass mein Gegner da exakt eine Hand haben wird. Die hatte er auch tatsächlich und schon sind wir raus. Falls jetzt jemand diese Aussage übertrieben findet: Der Gegner hat irgendwie 70/8 oder so gespielt, UTG war dagegen eher loose aggro. UTG (30bb) opent 3x, Gegner UTG+1 (80bb oder so) snap-jammt. Wenn man TT+ mal wegen snap-jam rausnimmt und davon ausgeht, dass er praktisch den ganzen Rest eher passiv spielen wird, ist man auch schon ganz nahe an der Hand, die er tatsächlich hatte.
Stichwort "lol soft": 6-max spin, 4 Spieler sind noch übrig mit 3 bis 12bb. Alle folden zum SB, der completet. Flop kommt K93, ich setzte 1bb mit 92o, SB callt. Turn 5, Gegner geht all-in, ich calle. Gegner zeigt Q6o.



