Original von Scooop
Was ich meinte mit dem Thread hier ist scheinbar nicht so klar geworden. Ich bin so unsicher, weil der ICM Trainer und der Nash Rechner so krass unterschiedliche Ranges angeben und man dann auch noch iese Ranges an Villain anpassen muss - das ist mir alles zu vage.
Dass man natürlich Spielerfahrung braucht um Leute gut und halbwegs sicher auf Ranges zu setzen ist mir klar, aber ich hatte gedacht, dass es sinnvoll sei zunächst mal die Nash Ranges zu kennen, bzw. in den spots halbwegs wissen was das spieltheoretisch beste play ist und dann von dieser Basis auszugehen und eben je nach reads, etc. das Spiel anzupassen.
Aber wenn der ICM Trianer und der Nash Rechner schon so krass unterschiedliche Ergebnisse liefern (6,7% größere Range in dem Beispiel!) dann ist die Basis alles andere als stabil und sicher.
An dieser Einstellung sieht man, dass Dir ganz einfach die Erfahrung und die Samplesize fehlen. Du scheinst davon auszugehen, dass das Wichtigste in SnGs ist, exakte PoF-Entscheidungen gegen spieltheoretisch korrekt spielende Gegner treffen zu können. Das ist ein Aspekt, aber wirklich nur ein kleiner.
Ich schätze mal, dass 80-90 Prozent der pushes, die man macht, klare nobrainer sind, sowas wie JJ aus MP bei <10 BBs und six players left. Die Situationen, bei denen man wirklich überlegen muss, sind eher selten, und wenn man dann öfter mal leicht danebenliegt rasselt der ROI auch nicht gleich um 10% in den Keller!
Solche Faktoren wie vernünftig die frühen Phase spielen, Gegner, die sich sinnlos zu früh eleminieren, reads sammeln, gute spots und v.a. passende Gegner fürs blindstealing in der mittleren Phase erkennen und in der späten Phase möglichst gute ICM-Entscheidungen zu treffen ohne zu tilten, wenn nichts klappt, sind die entscheidenden Dinge.
Ich geb Dir ein Beispiel:
Es nützt Dir überhaupt nichts, wenn Du an der bubble im BvB 76s in einen anderen midstack pushst, der Dich mit einem behinderten T2o-call bustet, weil er halt Doyle sein will, und Du danach im Tilt die nächsten 4 SnGs sinnlos verballerst.
Was ist in solch einer Situation wichtiger: Ob Deine pushingrange nach nash oder dem ICM-Trainer um 6,7% korrekt war oder wie Du darauf reagierst?
Da Du ja nunmal ein Tiltproblem hast, ist die Antwort eindeutig, denke ich.
Zu Deinem Beispiel. Da hast Du jetzt eine Situation gefunden, wo sich die ranges etwas deutlicher unterscheiden. Na und?! Es wird ganz einfach äußerst selten vorkommen, dass Du in einer solchen Situation bist und vor der Entscheidung stehst "Hmm, nach nash darf ich hier Q6s pushen, nach dem ICM-Trainer aber erst Q8s", Du Dich für nash entscheidest und gerade dann in irgendeine x7-Hand laufen wirst.
Wenn Dir das zu vage ist, hast Du ein Problem, denn als SnG-Spieler muss man sich in der Regel mit ganz anderen Problemen rumschlagen als solchen Kleinigkeiten.
Befolge doch einfach den Tipp von Moshman (glaube ich). Wenn Du Dir in der frühen Phase bei einer Hand nicht sicher bist, fold, bist Du Dir in der späten Phase nicht sicher, push. War glaube ich sinngemäß ungefähr so, für Anfänger ist er jedenfalls ziemlich gut.
Zwei Fragen noch: Wieviele Tische willst Du eigentlich spielen? Und willst Du mit stats spielen? Erstmal vier Tische und stats weglassen wäre mein Ratschlag, die verwirren eher als dass sie was nützen in SnGs.