Ich war Zivildiener beim Blutspendedienst vom Roten Kreuz in Österreich.
Es ist zwar toll, dass so viele Menschen Blut spenden, aber was mich immer geärgert hat war, dass die meisten Spender glauben alles läuft nur für einen guten Zweck. In Wahrheit wird euer Blut ziemlich teuer (~100 euro) an die Krankenhäuser verkauft und man bekommt dafür gerade einmal ein Glas Cola und eine Tafel Schokolade.
Man tut hier eher der Organisation oder der Firma bei der man spendet etwas Gutes, als den Menschen, die das Blut brauchen.
Das 0-negativ eher gebraucht wird als andere Blutgruppen ist auch ein Gerücht. Es stimmt zwar das es im Notfall für jeden verwendet werden kann, aber das kommt so weit ich weiss fast nie vor. Es gibt ein Kontingent das eingehalten wird und sobald es von einer Blutgruppe zu wenig gibt werden Aufrufe an Spender mit dieser Gruppe gemacht.
Teilweise waren wir bei Blutspendeaktionen wo man wusste, dass alle Spenden einer gewissen Gruppe sowieso weggeworfen werden, aber das kann man den Spendern nicht sagen bzw das hätte das Rote Kreuz damals nie gemacht, da sie einen Vertrag mit den Krankenhäusern hatten wonach ihnen jede Blutkonserve abgekauft werden muss.
Sry das ich hier so schlecht darüber schreibe, aber als ich beim Roten Kreuz war hab ich ziemlich viel Respekt vor der Organisation verloren. Es gibt zwar sehr viele Menschen, die freiwillig dabei sind und wirklich etwas gutes tun wollen, aber die meisten Mitarbeiter sind überbezahlte Hauptamtliche, die sich dort ein gutes Leben machen.
Eine Bitte an alle: sagt nicht "o'zapft is". Das hört man fast jeden Tag, zumindest in Österreich.