Original von Nani74
Aha und warum? Jeder hat die freie Wahl ins Hartz4 zu gehen, wenn er nicht zu dämlich ist und selber kündigt (selbst dann nur 3 month sperrzeit) aber viele arbeiten trotzdem, und warum? Gesellschaftliche Annerkennung, Arbeitsethos und Sinnhaftigkeit des Lebens bedeuten einigen Menschen eben mehr als Geld.
Die Frage ist wohl, warum arbeiten viele Leute nicht, obwohl sie könnten? Warum gibt es mindestens 500.000, eher sogar über eine Million offene Stellen? Warum ist das so? Es gibt also mindestens eine Million Menschen die arbeiten könnten/dürften aber nicht wollen(!) Aus welchen Gründen auch immer. Und das liegt nicht nur an mangelnder Flexibilität, sondern zum Großteil auch daran dass man im Niedriglohnsektor für effektiv 100,200 oder meinetwegen auch 300 Euro 160 Stunden die Woche (oder noch mehr) arbeiten geht - eventuell sogar noch etwas, was nicht unbedingt Spaß bringt.
Das System ist einfach falsch. Früher haben sich die Leute geschämt zum Sozialamt zu gehen, heute ist es fast schon cool Hartzer zu sein und die Geringverdiener auszulachen.
Das Gefühl "gebraucht zu werden" haben auch viele Leute auf ihrer Arbeit nicht. Gerade Geringverdiener wissen dass sie sofort 1:1 ersetzbar sind. Wo soll hier bitte der Unterschied zu Hartz4 sein?
Original von Nani74
Es ist so lächerlich wenn sich hier para 20-30 Jährige hinstellen und argumentieren obwohl sie selber noch keine Minute hauptberuflich gearbeitet haben und nicht wissen wie wichtig es ist, das Gefühl zu haben, gebraucht zu werden und das Leben sinnhaft zu betreiben.
Wer entscheidet denn was sinnhaft ist? Ist es sinnvoll 2 Stunden auf Arbeit zu fahren, 9 Stunden zu arbeiten, 2 Stunden heim zu fahren für 1000Euro? Ist es besser als 0 Stunden zu arbeiten und dafür 800 Euro zu erhalten?
Original von Nani74
Es kommt keinen in den Sinn, dass die Leute die ständig rausposaunen: "Haha ihr bezahlt mich ich lebe auf eure Kosten und ich finds Geil", wenn die Tür zu ist und anfangen nachzudenken, die ärmsten schweine der Welt sind, keiner brauch sie und alle schauen auf sie runter. Ist doch klar dass das irgendwie kompensiert werden muss, entweder durchs bewusstes "MIR GEHT GUT!"-Getue oder durch sich die Birne wegsaufen/Drogen whatever.
Glaubst Du das wirklich? Sind etwa alle Menschen gleich? Denkst Du Herr Döbel fühlt sich wie ein armes Schwein? Glaubst Du nicht er hätte in den letzten 30 Jahren die Möglichkeit gehabt sich "durch Arbeit frei zu... ähh ich meine besser zu fühlen"? Und komm mir nicht mit "absoluter Einzelfall" bla bla. Döbel ist sicherlich nicht die Mehrheit, aber bestimmt kein Einzelfall. Es gibt solche und solche. Und es müssen nunmal alle darunter leiden dass viele (und es sind viele und nicht wenige, ich erinnere nochmal an mindestens 500.000 offene Stellen) nicht WOLLEN. Dann muss eben sanktioniert werden, weil dieser SozialSTAAT sonst den Bach runter geht.
Original von Nani74
Ich habe wie ihr wißt 2 Jahre lang intensiv mit Hartz4lern gearbeitet, und ich kann Euch sagen, wirklich glücklich ist keiner damit, auch wenn er es, aus stolz so aussehen lassen will.
Erzähl mir doch keinen Scheiss. Mit den Hartz4lern die mit ihrer Situation vollkommen zufrieden sind kommst Du doch gar nicht Kontakt, die wollen gar nicht dass irgendeiner mit ihnen arbeitet. Du hast genauso eine beschränkte Sichtweise und sprichst nur aus eigener Erfahrung wie wir alle. Tu nicht so als hättest Du hier die Weißheit mit Löffeln gefressen und die anderen sind nur zu beschränkt weil sie dein Weltbild nicht teilen.
Original von Nani74
Ich finds echt unglaublich wie geistig beschränkt ihr an das Thema rangeht und nur das geld seht, aber was will man von einer Generation erwarten, die nur geld fun und dsds im kopp hat...
Was für eine lächerliche Aussage von einem Blackmember in einem Pokerforum... warum spielst Du denn dieses Pensum Poker? Wegen Geld bestimmt nicht.. weil Du nix sinnvolleres mit deiner Zeit (und deiner Familie) anzufangen weißt?