Ich seh das weiterhin anders.
So eine Flagge ist ein Erkennungssymbol. Es muss nicht zwingend eine ganz konkrete politische Forderung wie das Herbeiwünschen des Kaiserreiches beinhalten. Die meisten davon wissen wahrscheinlich nicht mal, was es bedeuten würde heute in so einem Kaiserreich aus dem 19./20. Jahrhundert zu leben.
Ein Erkennungssymbol ist, wie jedes andere, für den Träger eine Assoziation mit etwas. Diese Assoziation ist nicht vordefiniert. Es gibt zwar einige Erkennungssymbole, wo auch eine simple Schlussfolgerung nahe am tatsächlichen Ausdruck liegen wird. Das gilt aber nicht für alle.
Ich wohne am Bodensee und ich war gestern dann auch an mehreren Stellen, wo „demonstriert“ wurde. Um ehrlich zu sein, ich wollte das mal mit eigenen Augen sehen. Wirklich viel war nicht los, hat am Vormittag aber auch monsunmäßig geregnet.
Die Leute sahen größtenteils normal aus. Nicht unbedingt Akademiker, aber auch kaum Verrückte. Was die jedoch teilweise reden. Wahnsinn. Eine etwa 45 jährige, kurze graue Haare, sehr „aktiv“ am diskutieren, meinte tatsächlich sie sehe sich in der Nachfolge von Sophie Scholl.
Da waren gestern Leute dabei (habe ich im Fernsehen gesehen), die meinten es herrsche ein Klima wie in den 30er Jahren und man müsse diese Diktatur aufhalten.
Meiner Meinung nach ging es diesen Menschen jahrzehntelang zu gut und diese diffuse Politikverdrossenheit ist Ausdruck ihres mangelnden Verständnisses für ökologische und ökonomische Zusammenhänge. Auch dieser Wunsch nach einer (autoritären) Kraft, die einfachere und bessere Lösungen hat, geht in die gleiche Richtung. Frage mich nur, wie man diesen Leuten aufzeigen kann, dass sie die falsche Abfahrt genommen haben...
Original von DiscoD
Ich wohne am Bodensee und ich war gestern dann auch an mehreren Stellen, wo „demonstriert“ wurde. Um ehrlich zu sein, ich wollte das mal mit eigenen Augen sehen. Wirklich viel war nicht los, hat am Vormittag aber auch monsunmäßig geregnet.
Die Leute sahen größtenteils normal aus. Nicht unbedingt Akademiker, aber auch kaum Verrückte. Was die jedoch teilweise reden. Wahnsinn. Eine etwa 45 jährige, kurze graue Haare, sehr „aktiv“ am diskutieren, meinte tatsächlich sie sehe sich in der Nachfolge von Sophie Scholl.
Da waren gestern Leute dabei (habe ich im Fernsehen gesehen), die meinten es herrsche ein Klima wie in den 30er Jahren und man müsse diese Diktatur aufhalten.
Meiner Meinung nach ging es diesen Menschen jahrzehntelang zu gut und diese diffuse Politikverdrossenheit ist Ausdruck ihres mangelnden Verständnisses für ökologische und ökonomische Zusammenhänge. Auch dieser Wunsch nach einer (autoritären) Kraft, die einfachere und bessere Lösungen hat, geht in die gleiche Richtung. Frage mich nur, wie man diesen Leuten aufzeigen kann, dass sie die falsche Abfahrt genommen haben...
Vor allem ist das die Blase, in der sie leben. Und so lange die Menschen aus dem Umfeld sich gegenseitig dann noch bestärken und nur das konsumiert wird, was zum eigenen Weltbild passt, passiert auch keine Veränderung. Wie denn auch? Die Leute sind ja größtenteils nicht dumm und sie verstehen meines Erachtens ökologische und ökonomische Zusammenhänge auf einfachem Niveau. Nur findet keine tiefergehende Beschäftigung statt und anstatt Paper zu dem Thema zu lesen, werden Youtube Videos geschaut, wo komplexe Dinge zu einfach heruntergebrochen werden. Die Leute haben nach der Arbeit einfach keine Lust mehr sich tiefergehend mit der Materie zu beschäftigen. Die Welt ist aber komplexer geworden. Volkswirtschaft ist sehr komplex und als Laie hat man einfach fachlich schlechte Karten. Es spielen einfach so viele verschiedene Faktoren eine Rolle, aber die meisten Menschen denken nur eindimensional und nicht global. Deswegen auch der Wunsch nach einer starken Person, die für einen nachvollziehbare und gute volkswirtschaftliche Lösungen hat. Aber das wird es nicht geben. Zusätzlich wissen die Leute gar nicht wie das Klima in den 30iger Jahren war. Mangelnde Allgemeinbildung ist heutzutage sicher ein Problem. Rein rational sind die Zustände sowohl wirtschaftlich als auch politisch vollkommen verschieden. Aber die Leute wissen einfach nur diffus, was in den 30er Jahren los war oder wer Sophie Scholl war.
Der erste Schritt ist es, unbedingt die Blase zu verlassen. Gibt z.B. Talks, bei denen sich Menschen aus unterschiedlichen Blasen zusammensetzen und über etwas diskutieren. Funktioniert erstaunlich gut, wenn die Bereitschaft zu besteht sein Weltbild zu verändern/überdenken. Ansonsten ist es sinnvoll eine Bandbreite an Zeitungen aus unterschiedlichen Spektren intelligent zu lesen (TAZ, FAZ, Welt, Junge Freiheit, Neue Züricher Zeitung).
Leider sind die Talkformate im Fernsehen auch nicht besonders tiefgehend. Da folge ich lieber Fratscher bei Twitter.
Original von meistermieses
Der erste Schritt ist es, unbedingt die Blase zu verlassen. Gibt z.B. Talks, bei denen sich Menschen aus unterschiedlichen Blasen zusammensetzen und über etwas diskutieren. Funktioniert erstaunlich gut, wenn die Bereitschaft zu besteht sein Weltbild zu verändern/überdenken. Ansonsten ist es sinnvoll eine Bandbreite an Zeitungen aus unterschiedlichen Spektren intelligent zu lesen (TAZ, FAZ, Welt, Junge Freiheit, Neue Züricher Zeitung).Leider sind die Talkformate im Fernsehen auch nicht besonders tiefgehend. Da folge ich lieber Fratscher bei Twitter.
Wow. Vier Zeitungen aus dem konservativem Spektrum (das ist in Hinlick auf die Junge Freiheit schon sehr euphemistisch formuliert) und dazu das Zentralorgan von Schwarz-Grün. So arg weit traust du dich aber nicht aus deiner Blase.
Die TAZ ist das Zentralorgan von Schwarz-Grün? Das habe ich ja noch nie gehört.
Gib mal ein paar Beispiele, in denen sich die CDU-Nähe äußert, bitte.
Original von RomeroSerao
Die TAZ ist das Zentralorgan von Schwarz-Grün? Das habe ich ja noch nie gehört.![]()
Wenn man sich einige Kommentare (von den etablierteren TAZ-Redakteueren) anschaut, dann stimmt das schon. Aber eine dezidiert linke Zeitung ist die TAZ schon lange nicht mehr,
Original von Egozocker
Wenn man sich einige Kommentare (von den etablierteren TAZ-Redakteueren) anschaut, dann stimmt das schon. Aber eine dezidiert linke Zeitung ist die TAZ schon lange nicht mehr,
Okay, hau mal bitte zwei, drei Namen dieser etablierten TAZ-Redakteure raus, den Rest such ich selber (konkrete Beispiele wären natürlich noch besser).
Wenigstens kommt mit Hengameh Yaghoobifarah wieder frischer, linker Wind in die verkrusteten Strukturen der schwarzen TAZ, wa?
Was wäre denn für dich eine gute linke Zeitung, um sein Meinungsspektrum zu erweitern?
Also klar haben bei mir konservative Zeitungen die Mehrheit, ich bin ja eher konservativ. Aber ich sehe die TAZ im linken Spektrum und die FAZ halte ich nicht mehr für konservativ, sondern eher für neutral. Bei den anderen Zeitungen gebe ich dir recht, die Junge Freiheit ist auch eher im rechten Spektrum angesiedelt. Also ich bin mir sicher, dass die meisten Leute ausschließlich Zeitungen aus ihrer Blase konsumieren.
Original von meistermieses
Also klar haben bei mir konservative Zeitungen die Mehrheit, ich bin ja eher konservativ. Aber ich sehe die TAZ im linken Spektrum und die FAZ halte ich nicht mehr für konservativ, sondern eher für neutral. Bei den anderen Zeitungen gebe ich dir recht, die Junge Freiheit ist auch eher im rechten Spektrum angesiedelt. Also ich bin mir sicher, dass die meisten Leute ausschließlich Zeitungen aus ihrer Blase konsumieren.
Willkürlich jetzt gerade also FAZ geöffnet, auf "Wirtschaft" geklickt, oberster Kommentar "Erfolgsmodell Marktwirtschaft".
Der Artikel STROTZT vor Stereotypen aus der tiefkonservativen Denkschule (siehe "Abrechnung mit der DDR", erster Absatz) in Verbindung mit dem Hohelied des ungezügelten Marktliberalismus.
Conclusion des Kommentierenden:
Daher schadet eine Dämonisierung von Wirtschaftswachstum und Gewinnen niemand mehr als den Armen in Schwellen- und Entwicklungsländern. Je schneller blindes Vertrauen in den Staat einem zuversichtlicheren Blick auf den Markt weicht, umso besser sind die Chancen für eine gute Zukunft.
OBJEKTIV????
PS: No offense... ich konnte nur diesen Satz keinesfalls so stehen lassen.
Original von RomeroSerao
Original von Egozocker
Wenn man sich einige Kommentare (von den etablierteren TAZ-Redakteueren) anschaut, dann stimmt das schon. Aber eine dezidiert linke Zeitung ist die TAZ schon lange nicht mehr,Okay, hau mal bitte zwei, drei Namen dieser etablierten TAZ-Redakteure raus, den Rest such ich selber (konkrete Beispiele wären natürlich noch besser).
Wenigstens kommt mit Hengameh Yaghoobifarah wieder frischer, linker Wind in die verkrusteten Strukturen der schwarzen TAZ, wa?
Was wäre denn für dich eine gute linke Zeitung, um sein Meinungsspektrum zu erweitern?
Peter Unfried (Chefreporter), Stefan Reinecke (Parlamentsbüro), Dominic Johnson (Ressortleiter Ausland) würden mir da spontan einfallen. Nicht, dass sie mit der CDu sympathisieren, aber sie stehen schon für Schwarz-Grün. Auch insgesamt ist die TAZ eher eine Zeitung, die aus der Ecke der Ökobewegung kommt, als eine genuin linke.
Das Gefühl habe ich überhaupt nicht. Für mich ist die taz schon sehr weit links anzusiedeln. Unabhängig davon, wer da in den Führungspositionen sitzen mag. Lese die taz aber auch nur sehr sporadisch.
Original von Egozocker
Peter Unfried (Chefreporter), Stefan Reinecke (Parlamentsbüro), Dominic Johnson (Ressortleiter Ausland) würden mir da spontan einfallen. Nicht, dass sie mit der CDU sympathisieren, aber sie stehen schon für Schwarz-Grün. Auch insgesamt ist die TAZ eher eine Zeitung, die aus der Ecke der Ökobewegung kommt, als eine genuin linke.
Schade, konnte da leider nichts Konkretes finden.
- von Unfried habe ich aber in der Vergangenheit schon hin und wieder was gelesen, was man als leicht wohlwollend gegenüber der Bundesregierung interpretieren kann - ein Sprachorgan von Schwarz-Grün ist er aber sicherlich nicht (ergo bräuchte ich da Beispiele)
- Was hat Johnson mit CDU-Themen zu tun? Habe noch nie von ihm diesbezüglich irgendwas gelesen, was wohl mit seinem Ressort zu tun hat
- Reinecke basht die ganze Zeit die Bundesregierung und berichtet ansonsten von der Linken, auch hier kann ich es null nachvollziehen und bitte um Beispiele
Ansonsten: meintest du "keine" genuin Linke? Kenne nur "genuine" aus dem Englischen, aber nach kurzem googeln scheint es im Deutschen ungefähr die selbe Bedeutung zu haben. Oder wird die Umweltbewegung als "original" links bezeichnet? Würde ich strange finden, bin aber auch kein PoWi.
Gab/gibt jetzt wieder viele Demos ohne Maskenpflicht. Die Gerichte haben bislang größtenteils eine Maskenpflicht als unzulässig abgelehnt. In Karlsruhe und Osnabrück ging es gut ab.
In Hamburg wurden die um die Ecke Denker erstmal mit nem Wasserwerfer begrüßt
Maske an und Abstand einhalten, sonst wirds nass
@DiscoD
Würde man auf sie schießen, hätten sie ja Recht und wir würden tatsächlich in einem Unrechtsstaat leben.
Du stilisierst damit die Leugner dann zu Helden, was in einem Unrechtsstaat solche folglich auch so genannten 'Freiheitskämpfer' für gewöhnlich auch sind.
Original von HijackerStar
@DiscoD
Würde man auf sie schießen, hätten sie ja Recht und wir würden tatsächlich in einem Unrechtsstaat leben.
Du stilisierst damit die Leugner dann zu Helden, was in einem Unrechtsstaat solche folglich auch so genannten 'Freiheitskämpfer' für gewöhnlich auch sind.
Ja, da hast du recht. Deswegen ist es auch gut, dass man besonnen bleibt. Selbst bei Leuten wie Hildmann, die bewusst solche Reaktionen provozieren wollen. Ich bin ambivalent was das angeht