Die Sachlage in den anderen Ländern ist auch anders. Wenn das RKI also in den anderen Ländern sitzen würde, dann würden sie auch eine andere Risikobewertung treffen. Von daher ist der Vergleich der Risikobewertung seitens des RKI hier nicht vergleichbar in dem man ein anderes Land heranzieht. Die Umsetzung oder Aufhebung von Maßnahmen ist eine politische Entscheidung. Auch die deutsche Politik könnte entgegen der Empfehlung des RKI einfach alle aufheben. Spielt also unterm Strich keine Rolle.
Welche sehr oft vorkommenden Irrtürmer des RKI gab es in der Vergangenheit denn und in wie fern haben die Einfluss auf die aktuelle Risikobewertung?
Unklarheiten bei Studien zu Longcovid werden doch vom RKI mit in die Risikobewertung eingebunden.
Welche andere Quelle, abgesehen vom RKI, besitzt denn einen so großen Stab an Menschen die gleichzeitig so weitgreifende Übersicht über verschiedene Statistiken und Daten haben die etwas vollkommen anderes für Deutschland empfiehlt?
Den Begriff "Kollateralschaden" halte ich hier aus verschiedenen Gründen für unangebracht und der Überdramatisierung dienend.
"bei einer militärischen Aktion entstehender [schwererer] Schaden, der nicht beabsichtigt ist und nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Ziel der Aktion steht, aber dennoch in Kauf genommen wird"
Quelle: Googleanzeige die von Oxford Languages zur Verfügung gestellt wird
Es handelt sich hier nicht um eine militärische Aktion. Abgesehen davon kannst du hier den durch die Maßnahmen entstehenden Schaden der ungewollt entstanden sein soll überhaupt nicht so klar und "einfach" definieren wie bei einer militärischen Aktion. Dafür müsstest du unter anderem in eine alternative Realität blicken können.
Du müsstest nämlich viele dir unbekannte Variablen kennen:
- Welcher Schaden wäre entstanden ohne Maßnahmen ab Zeitpunkt X? (Stichwort überlastetes Gesundheitssystem mit eventuellem Zusammenbruch der Wirtschaft)
- Welcher Schaden wurde klar von den Maßnahmen herbeigeführt ab Zeitpunkt X?
- Welche Schäden wurden nicht von den Maßnahmen sondern durch das verbreiten von Lügen, Halbwahrheiten, Verschwörungspanikmache und ähnlichem verursacht die du nun aber einfach den Maßnahmen zuschreibst?
- Wie viel weniger Schäden hätte es durch die Maßnahmen gegeben wenn sich einfach auf die medizinische Expertise und dem Konsens verlassen worden wäre und wir schon vor längerem alle Menschen geimpft hätten die dies laut medizinischer Empfehlung hätten machen können? (da spielt der Punkt drüber noch mal mit rein)
- Wie viel zeitiger hätte man Maßnahmen aufheben oder lockern können wenn der Punkt oben gegeben wäre und wie viel weniger Schäden wären dadurch durch die Maßnahmen verursacht worden?
Wenn du diese Infos alle objektiv besitzt dann kannst du auch abwägen ob die Maßnahmen mehr Schaden verursachen als die Krankheit an sich. Abgesehen davon gibt es denke ich noch mehr Punkte die mir gerade nicht einfallen. Macht aber auch nichts. Vollständigkeit ist hier denke ich nicht von Nöten um meinen Punkt zu unterstreichen. Für mich ist ziemlich klar, dass wir als Außenstehende es niemals so gut einschätzen könnten wie das RKI. Weil uns die Expertise, Daten und Humanpower fehlen.
Das RKI kann auch nicht in die Zukunft blicken und mit Sicherheit können die auch Fehler machen aber ich verstehe nicht wie man der Meinung sein kann, dass man es besser einschätzen kann als dieses Institut.