Original von JonKing89
Dem Gesetz mag auch das Bild des reichen Vermieters zugrunde liegen, der eine Stundung der Mieten leicht verkraften kann. Allerdings ist die Einkommenssituation der rund 3,9 Millionen privaten Vermieter recht unterschiedlich. 22 Prozent der Vermieter haben ein Einkommen unterhalb des Medians der Bevölkerung. Zudem sind Freiberufler überrepräsentiert, die in der jetzigen Lage besondere Einkommensausfälle haben. Zwar sollen nach den Vorschlägen des Bundes Vermieter selbst Kredite stunden können, doch Nebenkosten wie Grundsteuer, Energiekosten oder Versicherungen laufen weiter. Mietstundungen könnte deshalb einen Domino-Effekt auslösen, der die wirtschaftlichen Folgen der Krise potenziert.
IWKöln
Der Artikel bringt den wichtigen Punkt gut hervor. Und zwar, dass das Geld von oben fließen muss. Bei Mietern muss bei Einkommensausfall sichergestellt werden, dass sie ihre Rechnungen weiter bezahlen können. Andernfalls staut sich der Zahlungsverzug immer weiter auf.
Vermieter sind allerdings in einer recht komfortablen Position. Ihr Geschäft ist ausgesprochen krisensicher. Während der Rest der Nation über Auftragseinbrüche und Kurzarbeit infolge der angeordneten Schutzmaßnahmen klagt, zeigt sich die Stärke der Investition in Betongold. Sehe daher keinen Bedarf, einen Exklusivschutz, staatlich finanziert nur für Vermieter mit staatlich subventionierter Bedürftigkeitssprüfung einzurichten.
Ich mein, Lobbyarbeit ist ja schön und gut. Aber das geht etwas zu weit.