Original von Dielemma
Finde Drostens Podcast echt super, auch wenn (für mich gerade weil) man etwas naturwissenschaftliches Verständnis mitbringen muss, um wirklich folgen zu können, eine Art aufbereiteter Forschungsüberblick.
Auf die Angriffe hätte ich aber weniger/sachlicher reagiert, insbesondere die eingebauten Spitzen in den Tweets (z.B. gegenüber Kekule).
Das ist grundsätzlich ein Problem von Naturwissenschaftlern, dass es für diese sehr schwierig und extrem ungewohnt ist, massentauglich zu kommunizieren. Die Wissenschaftssprache ist eine komplett andere als die Sprache der breiten Bevölkerung und der Medien, sodass es zu Missverständnissen kommen kann. Viele Wissenschaftler haben grundsätzlich viele Schwierigkeiten ihre Forschung etc. auf ein massentaugliches Niveau runterzubrechen, das ist eine Kunst für sich. Dazu kommt noch erschwerend hinzu, dass natürlich grade Naturwissenschaflter on average jetzt nicht die sozial aller kompetentesten sind verglichen mit anderen Berufsgruppen, was das ganze nochmal schwieriger macht.
Da ist es eben dann auch normal, dass solche Wissenschaftler nicht so souverän darin sind, wenn es darum geht, Medienangrifef bzw. Angriffe von einer ganz anderen Ebene abzuwehren, als sie es von ihrem normalen Berufsumfeld gewohnt sind.
Wissenschaftskommunikation ist eine Disziplin für sich alleine