Zum Forum springen
Coronavirus
 
Benachrichtigungen
Alles löschen
32.6 K Beiträge
630 Benutzer
436485 Reactions
2.9 M Ansichten
pg89
Beigetreten: 05.04.2008

Ja, in Bezug auf Homeoffice. Es ging darum den Arbeitgebern anreize zu schaffen ihre Beschäftigten ins HO zu schicken.
Und wie du selbst schreibst: Manche brauchen stärkere Anreize als andere. Ob das jetzt für dich oder mich nachvollziehbar ist, spielt keine Rolle.


Antwort
Zitat
n0gg
Beigetreten: 27.01.2007

Naja es wird sicherlich Planspiele geben - muss es ja auch. Die aktuellen Maßnahmen halten die Maßnahmen ja im Prinzip nur auf dem jetzigen Level.
Es sollte aber klar sein, dass wenn es hoch geht oder man runter will, die Maßnahmen angezogen werden müssen.
Und da stimme ich caramba zu. Im privaten ist alles getan. Das einzige was man da machen könnte wäre mehr Kontrollen das ist alles...
Wenn man jetzt mehr machen will dann gehen nur noch zwei Sachen, Verkehr und Arbeit.
Allerdings würde ich dafür plädieren erstmal massiv Kontrollen zu fahren zu Hygiene Konzepten etc. Soll das ordnungsamt halt in jeder Firma unangekundigt aufschlagen und kontrollieren. Das würde schon viel bringen denn da gibt es noch so viele schwarze Schafe...


Antwort
Zitat
Moderator
krong
Beigetreten: 26.12.2005

Alle Maßnahmen sind für den Allerwertesten, wenn sich nicht jeder dran hält.
Hab im Bekanntenkreis ne Pokerrunde, die sich wöchentlich trifft. Im Kindergarten verabreden sich Eltern zum Kindergeburtstag, wurde erst gestern dazu eingeladen.
Ich wundere mich nicht mehr, dass wir trotz der Maßnahmen solch hohe Zahlen haben und ich finde es frech, dem Staat dafür die Schuld zu geben...

Meine Glaskugel sagt, dass sich die ganze Lage erst wieder im April entspannt, wenn uns das Wetter rettet. Bis zum nächsten Herbst sind dann hoffentlich ausreichend Leute geimpft, dass wir dann keine großartigen Maßnahmen mehr brauchen und ein bischen AHA Regeln ausreichen werden...


Antwort
Zitat
meistermieses
Beigetreten: 31.12.2006

Original von krong
Alle Maßnahmen sind für den Allerwertesten, wenn sich nicht jeder dran hält.
Hab im Bekanntenkreis ne Pokerrunde, die sich wöchentlich trifft. Im Kindergarten verabreden sich Eltern zum Kindergeburtstag, wurde erst gestern dazu eingeladen.
Ich wundere mich nicht mehr, dass wir trotz der Maßnahmen solch hohe Zahlen haben und ich finde es frech, dem Staat dafür die Schuld zu geben...

Und meldest du die Leute beim Ordnungsamt? Jeder besorgte Bürger kann like a Blockwart zur Einhaltung der Maßnahmen und damti Senkung der Infektionszahlen beitragen.


Antwort
Zitat
Topgamer
Beigetreten: 25.01.2008

Original von OnkelHotte
@topgamer:

p.s.:

Deine Überheblichkeit in deiner Antwort fande ich ziemlich unangemessen, vorallem da deine Daten deine Aussagen nicht untermauern.

Finde es "unfair", dass du meine Überheblichkeit rügst, nicht aber emos, der hier aus dem nichts in verschiedenen Threads plötzlich auftaucht und stets quellenfrei seine Pamphlete und Conclusions hinhaut auf nicht minder überhebliche Art und Weise.
Wie es in den Wald usw. ist dann meine Reaktion. Ich bin eigentlich der Meinung, dass ich nur als Reaktion auf Überheblichkeit anderer so schreibe.
Und ich behaupte immer noch, dass meine Conclusions valide sind und dass mein Quote genau das bestätigt, was emo angezweifelt hat und wonach er explizit gefragt hat.

Eure Diskussion an sich wollte ich nicht werten, sollte er also auch Überheblich geschrieben haben, heiße ich das auch nicht gut, möchte mich aber dann doch bei dir Entschuldigen, und für die sachliche Antwort bedanken (:

Original von OnkelHotte

Emo hat angenommen, dass die Leute viele der Spätfolgen schon vorher hatten bzw mich gebeten, zu zeigen, wo denn gesagt wird, dass sie die Spätfolgen NICHT vorher hatten.

Ich hab dann den Satz im Methods-Part der Volltext-Publikation zitiert, der klargestellt hat, dass nur Symptome angegeben werden sollten, die
- neu sind post-COVID
- durch Infektion entstanden und nie wegegangen sind
- seit der Infektion schlimmer geworden sind

Ergo: Jemand der Pre-COVID Durchschlafstörungen hatte, die Post-COVID noch die gleichen waren, hätte das im Fragebogen NICHT als "Spätfolge" angegeben, da es keines er oben genannten Kriterien erfüllt und es hätte folglich die Daten nicht "verunreinigt".

Also gilt schon: Symptome, die Pre-COVID schon da waren und nicht schlimmer geworden sind, wurden korrekterweise "rausgerechnet" (mit allen Limitationen, die Selbstauskünfte mit sich bringen).

Da gehe ich halt absolut nicht mit, zustimmen könnte ich dir wenn du sagen würdest die Intention war natürlich nur solche Symptome zu finden die Post-Covid da waren.
Aber da haben wir schon die Probleme:
1. Es ist halt nur eine Korrelation, keine Kausalität. Es wird also nicht unterschieden zwischen, verursacht durch COVID Erkrankung und Verursacht durch XY.
Es wird eben nicht der Vergleich geführt, wieviel depressionen, durchschlafstörungen oder muskelschwäche eben durch andere Dinge verursacht wurden.
Kleine Annekdote, ich war im Frühjahr ca. 2 Monate fast nur zuhause, wegen Lockdown. Das erste mal weiter als bis zum Supermarkt laufen hat sich angefühlt wie ein Marathon und es hat einiges an Zeit benötigt um mich wieder an diese Bewegung zu gewöhnen und das ging auch nicht von heute auf morgen.
Natürlich nur meine Erfahrung, aber aus The Impact of the COVID 19 outbreak on suicide Rates:
Die durch Covid - 19 bedingte unsicherheit, soziale islation und ökonomischen Probleme führen zu direkten Selbstmorden von vulnerablen Menschen als auch dazu das neue pschatrische Erkrankungen auftreten/sich verschlimmer. Das selbe gilt für Suchterkrankungen, wodurch eben auch suicide entstehen (Figure 1).
Das kannst du nicht einfach wegwischen mit "natürlich gibt es limitations", vorallem da eben Schlafstörungen und Schwäche nicht unbedingt körperlich bedingt sein müssen.

2. Das mit den Selbstauskünften wie du es eben selber sagst. Waren wohl das beste Mittel, aber sind einfach nicht geeignet um daraus jetz Zahlenmäßig Spätfoolgen abzuleiten. Natürlich ist hier nicht methodisch unsauber gearbeitet wurden, die Methodik ist okay und die Studie eine gute Studie. Und ich stimme dir auch zu, das wir in einer Kotrollgruppe niedrigere Zahlen finden würden, Krankenhausaufenthalt, beatmet werden, etc. sind keine lustigen Erfahrungen, würde so etwas absolut keinen Effekt haben, wäre dies doch alles andere als plausibel. Die gängige Interpretation der Studie ist jedoch das Problem.

Am Ende kann man aus der Studie eben herleiten mit was man nicht rechnen muss bei Corona Erkrankung und das wäre imho die Schlagzeile, eben das es nicht zu Massenhaften kranken neurologischen Schäden und einer Generation "corona-behinderter" kommt, sondern das die Schäden im erwartbaren Rahmen liegen und meist nicht schlimmer als Schlafprobleme etc, das jedoch keine genaue Aussage über Kausalzusammenhänge und die Anzahl der durch Corona Verursachten langzeitfolgen in Form von Schlafproblem, erschöpft sein und Depressionen getätigt werden kann, da dazu die wissenschaftlichen Daten fehlen.

Ich glaube aber am Ende sind wir da näher beieinander als es Scheint und uns eher in kleineren dinge uneinig, würde fast sagen die Wahrheit liegt bestimmt in der Mitte (:


Antwort
Zitat
shaddiii
Beigetreten: 05.04.2009

Das was krong sagt. Schuld sind eh immer die anderen und im Zweifelsfall die böse Politik.

Ganz aufschlussreich ist diese Grafik: https://de.statista.com/infografik/21610/mobilitaet-in-deutschland-im-vergleich-zum-maerz-2019-auf-basis-von-mobilfunkdaten/

Im März sind die Leute schon kurz vor dem Lockdown zuhause geblieben. Das deckt sich auch mit meinem persönlichen Eindruck, ich bin einen Tag vor Lockdown mit dem Auto zum Bahnhof gefahren, da war alles menschenleer. Das Bild jetzt ist einfach ein anderes.

Die Peaks nach unten jetzt sehen irgendwie so aus, als würden sich alle mal kurz dran halten, aber wenige Tage nach einer Maßnahme schon nicht mehr.


Antwort
Zitat
meistermieses
Beigetreten: 31.12.2006

"Trotz der anhaltend hohen Zahl von Corona-Infektionen plant die Bundesregierung weiterhin keine Homeoffice-Pflicht. Derzeit stehe "keine zwingende Regelung auf der Tagesordnung", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. Er schloss sich zwar dem Appell von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zur Ausweitung der Heimarbeit an, betonte aber auch: "Homeoffice ist nicht für jeden Beruf, für jede Tätigkeit geeignet."

Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums zog zudem in Zweifel, ob eine Verpflichtung wirklich zielführender wäre. Nach ihrer Einschätzung führen Absprachen zwischen den Betroffenen zu einer höheren Akzeptanz."


Antwort
Zitat
emophiliac
Beigetreten: 08.03.2005

Original von Topgamer
2. Das mit den Selbstauskünften wie du es eben selber sagst. Waren wohl das beste Mittel, aber sind einfach nicht geeignet um daraus jetz Zahlenmäßig Spätfoolgen abzuleiten. Natürlich ist hier nicht methodisch unsauber gearbeitet wurden, die Methodik ist okay und die Studie eine gute Studie. Und ich stimme dir auch zu, das wir in einer Kotrollgruppe niedrigere Zahlen finden würden, ...

Wenn du ein random Sample der erwachsenen deutschen Bevoelkerung nimmst und vom Fachmann untersuchen laesst, werden mindestens 10% davon innerhalb der letzten 12 Monate die Kriterien fuer eine unipolare Depression erfuellt haben. Nur unipolar, nicht bipolar, Dysthymie, Schizophrene mit Negativsymptomatik, Persoenlichkeitsstoerungen wie Borderline, oder Angsterkrankungen, die zu 80% auch mit depressiven Phasen einhergehen.

Dann gibt es ein zweites Problem. Untersucht werden Patienten mit schwererem Covid19-Verlauf. Wer landet haeufiger mit Covid19 im Krankenhaus? Alte und Dicke. Also werden wohl Uebergewichtige und Typ-2-Diabeter ueberrepraesentiert sein in dieser Gruppe. Uebergewicht und Typ-2-Diabetes sind aber auch Risikofaktoren fuer Depressionen und alle moeglichen Arten von neurodegenerativen Krankheiten.

Der gemeine Bild-Plus-Abonnent wird solche Zusammenhaenge natuerlich nicht kennen und wie krass verbreitet affektive Stoerungen mittlerweile sind. Der hat dann Angst, weil da auch niemand mehr ist in den Medien, der ihn bei der Hand nimmt und mal das grosse Bild erklaert.


Antwort
Zitat
Topgamer
Beigetreten: 25.01.2008

Wurde hier shon die neue Ioannidis Studie diskutiert, die den Effekt von Maßnahmen untersucht und keine signifikanten Effekte findet die für härtere Maßnahmen sprechen?

Assessing Mandatory Stay‐at‐Home and Business Closure Effects on the Spread of COVID‐19

"Implementing any NPIs was associated with significant reductions in case growth in 9 out of 10 study countries, including South Korea and Sweden that implemented only lrNPIs (Spain had a non‐significant effect). After subtracting the epidemic and lrNPI effects, we find no clear, significant beneficial effect of mrNPIs on case growth in any country."

NPI= Non-Pharmaceutical intervention
lr= less restrictive
mr= more restrictive

Der Logik folgend sind härtere Maßnahmen nicht nur unnötig sondern schädlich. Imho eine sehr gute wissenschaftliche Arbeit, peer-reviewed und accepted und Ionannidis ist auch nicht Herrausgeber des Journals.


Antwort
Zitat
schmandbacke
Beigetreten: 26.10.2007

Original von shaddiii
Das was krong sagt. Schuld sind eh immer die anderen und im Zweifelsfall die böse Politik.

ich seh das ehrlich gesagt vor allem in der argumentation der politik so, alle möglichen gruppen sind schuld um vom eigenen versagen abzulenken. man hat in 10 monaten absolut nichts dazu gelernt, stellt zig berugsgruppen ein arbeitsverbot aus aber kriegt es nicht geregelt das hilfen einigermaßen zeitig fließen womit sau viele existenzen direkt gefährdet sind.
und man muss in seiner politik eben auch ganz natürliches menschliches verhalten mit einbeziehen. es ist völlig klar das die selbe gefahr nach fast einem jahr nicht mehr so ernst genommen wird bzw die leute lockerer damit umgehen, so tickt der mensch einfach. mit immer mehr superlativen bei der warnung um sich zu schmeißen bringt auch nix mehr wenn man im sommer bei minimalsten zahlen fast genauso geklungen hat.

ich kann einfach wirklich nicht mehr verstehen wie man noch in irgendeiner form die entscheidungen der politik verteidigen kann und das gesamte handeln.


Antwort
Zitat
weissnich
Beigetreten: 28.01.2008

Original von meistermieses

Original von krong
Alle Maßnahmen sind für den Allerwertesten, wenn sich nicht jeder dran hält.
Hab im Bekanntenkreis ne Pokerrunde, die sich wöchentlich trifft. Im Kindergarten verabreden sich Eltern zum Kindergeburtstag, wurde erst gestern dazu eingeladen.
Ich wundere mich nicht mehr, dass wir trotz der Maßnahmen solch hohe Zahlen haben und ich finde es frech, dem Staat dafür die Schuld zu geben...

Und meldest du die Leute beim Ordnungsamt? Jeder besorgte Bürger kann like a Blockwart zur Einhaltung der Maßnahmen und damti Senkung der Infektionszahlen beitragen.

das problem ist das man das ja auch nicht tun mag.. aber es wäre wohl richtig.. hier wurde eine kindergeburtstagsfeier vom nachbarn gemeldet.. (hats wohl sogar auf ntv geschafft.. 30personen - hälfte erwachsene.. warum läd man eigentlich die eltern der besucherkinder mit ein(?) haben sich als die polizei eintraf teilweise sogar in schränken versteckt.. unglaublich wie sich einige verhalten und ich bin da für harte strafen.. wenn du siehst wie um dich herum alle tun als ob nix ist machst du irgendwann auch nicht mehr mit und dann kann es nicht klappen..

aber die zahlen zur zeit sind noch feiertagsgeschwängert.. silvester war ja doch mehr los als erhofft.. ich meinte gestern sagte einer das rki gibt an am 17.01 wieder im verlässlichen bereich zu sein also den blindflug zu beenden was die zahlen anbetrifft.. erst dann weiss man also ob dieser lockdown was bringt oder nicht..

mein eindruck ist aber auch das auf den strassen noch deutlich mehr los ist als im märz.. scheint jeder noch irgendwie was wichtiges zu tun zu haben..


Antwort
Zitat
DiscoRpion
Beigetreten: 06.02.2006

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen liegt im Wochentags-Vergleich auf dem niedrigsten Stand seit über zwei Monaten. Im Vergleich zum Freitag vor einer Woche gingen sie mit knapp 22.400 um beinahe 10.000 Fälle zurück, wie die Meldungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zeigen. Zuletzt lagen an einem Freitag die Zahlen am 6. November niedriger.

Quelle/News

Immerhin mal gute Nachrichten. An den Feiertagen wird das ja am 15.01.2021 nicht mehr liegen.


Antwort
Zitat
emophiliac
Beigetreten: 08.03.2005

Original von Topgamer
Wurde hier shon die neue Ioannidis Studie diskutiert, die den Effekt von Maßnahmen untersucht und keine signifikanten Effekte findet die für härtere Maßnahmen sprechen?

Assessing Mandatory Stay‐at‐Home and Business Closure Effects on the Spread of COVID‐19

"Implementing any NPIs was associated with significant reductions in case growth in 9 out of 10 study countries, including South Korea and Sweden that implemented only lrNPIs (Spain had a non‐significant effect). After subtracting the epidemic and lrNPI effects, we find no clear, significant beneficial effect of mrNPIs on case growth in any country."

NPI= Non-Pharmaceutical intervention
lr= less restrictive
mr= more restrictive

Der Logik folgend sind härtere Maßnahmen nicht nur unnötig sondern schädlich. Imho eine sehr gute wissenschaftliche Arbeit, peer-reviewed und accepted und Ionannidis ist auch nicht Herrausgeber des Journals.

Erinnert an das hier: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33323424/

"Closing all educational institutions, limiting gatherings to 10 people or less, and closing face-to-face businesses each reduced transmission considerably. The additional effect of stay-at-home orders was comparatively small."


Antwort
Zitat
topspit
Beigetreten: 07.02.2008

Original von Topgamer
Wurde hier shon die neue Ioannidis Studie diskutiert, die den Effekt von Maßnahmen untersucht und keine signifikanten Effekte findet die für härtere Maßnahmen sprechen?

Assessing Mandatory Stay‐at‐Home and Business Closure Effects on the Spread of COVID‐19

"Implementing any NPIs was associated with significant reductions in case growth in 9 out of 10 study countries, including South Korea and Sweden that implemented only lrNPIs (Spain had a non‐significant effect). After subtracting the epidemic and lrNPI effects, we find no clear, significant beneficial effect of mrNPIs on case growth in any country."

NPI= Non-Pharmaceutical intervention
lr= less restrictive
mr= more restrictive

Der Logik folgend sind härtere Maßnahmen nicht nur unnötig sondern schädlich. Imho eine sehr gute wissenschaftliche Arbeit, peer-reviewed und accepted und Ionannidis ist auch nicht Herrausgeber des Journals.

Die meisten Quellen beziehen sich auf den Zeitraum "01.01 - 01.06."

In der Studie steht auch:

In summary, we fail to find strong evidence supporting a role for more restrictive NPIs in the
control of COVID in early 2020.

Spahn selbst hat dazu auch schon gesagt, dass der Lockdown im Frühjahr rückblickend betrachtet unnötig. Bei der Studie selbst finde ich es nicht gut, dass man Süd Korea mit milderen Maßnahmen (lfNPIs) und mit einer effizienten TracingApp mit Ländern mit FRA,Ger,... vergleicht.

Für die gegenwärtige Wintersituation kann man imho aus der Studie keine Rückschlüsse ziehen.

Hier sieht man was passieren kann, wenn man mal bissl zu viel lockert

Spoiler

Bin gespannt ob Prof. Ionadis so eine Studie auch für den Zeitraum 01.08.2020 - 01.04.2021 macht :f_drink:


Antwort
Zitat
Topgamer
Beigetreten: 25.01.2008

Original von emophiliac

Original von Topgamer
Wurde hier shon die neue Ioannidis Studie diskutiert, die den Effekt von Maßnahmen untersucht und keine signifikanten Effekte findet die für härtere Maßnahmen sprechen?

Assessing Mandatory Stay‐at‐Home and Business Closure Effects on the Spread of COVID‐19

"Implementing any NPIs was associated with significant reductions in case growth in 9 out of 10 study countries, including South Korea and Sweden that implemented only lrNPIs (Spain had a non‐significant effect). After subtracting the epidemic and lrNPI effects, we find no clear, significant beneficial effect of mrNPIs on case growth in any country."

NPI= Non-Pharmaceutical intervention
lr= less restrictive
mr= more restrictive

Der Logik folgend sind härtere Maßnahmen nicht nur unnötig sondern schädlich. Imho eine sehr gute wissenschaftliche Arbeit, peer-reviewed und accepted und Ionannidis ist auch nicht Herrausgeber des Journals.

Erinnert an das hier: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33323424/

"Closing all educational institutions, limiting gatherings to 10 people or less, and closing face-to-face businesses each reduced transmission considerably. The additional effect of stay-at-home orders was comparatively small."

Nein. Erstmal sagt deine Studie das Geschäftschließungen einen signifikanten Effekt haben während Ioannidis eben aussagt das zuhause bleiben und Geschäfte schließen, eben keinen signifikanten Effekt haben.

Außerdem wird in der von dir angeführten Studie das "Bayesian hierarchical model " genutzt wird, während eben Ionannidis eben ein model nutzt, dass die natürliche Infektionsdynamik mit in die Berechnung hineinnimmt, dazu einfach die Studie lesen, bzw. nummer 16 von den references:

Bryant P, Elofsson A. The limits of estimating COVID-19 intervention effects using Bayesian models. medRxiv. Published online August 16, 2020:2020.08.14.20175240. doi:10.1101/2020.08.14.20175240

Original von topspit

Bin gespannt ob Prof. Ionadis so eine Studie auch für den Zeitraum 01.08.2020 - 01.04.2021 macht :f_drink:

Mit deiner Argumentation argumentierst du contra Wissenschaft. Wenn Wissenschaft nichts bringt, weil wir immer nur Rückblickend schauen können, dann sind auch jegliche Argumentationen pro Lockdown hinfällig.

Das mag ich eben an der Studie, ich hab keinen Angriffspunkt gefunden, entweder seine Daten sind korrekt, oder es ist nicht möglich mit den vorhandenen Daten Schlussfolgerungen zu ziehen, was eben den Maßnahmen die Grundlage entzieht.


Antwort
Zitat
emophiliac
Beigetreten: 08.03.2005

Original von Topgamer

Original von emophiliac

Original von Topgamer
Wurde hier shon die neue Ioannidis Studie diskutiert, die den Effekt von Maßnahmen untersucht und keine signifikanten Effekte findet die für härtere Maßnahmen sprechen?

Assessing Mandatory Stay‐at‐Home and Business Closure Effects on the Spread of COVID‐19

"Implementing any NPIs was associated with significant reductions in case growth in 9 out of 10 study countries, including South Korea and Sweden that implemented only lrNPIs (Spain had a non‐significant effect). After subtracting the epidemic and lrNPI effects, we find no clear, significant beneficial effect of mrNPIs on case growth in any country."

NPI= Non-Pharmaceutical intervention
lr= less restrictive
mr= more restrictive

Der Logik folgend sind härtere Maßnahmen nicht nur unnötig sondern schädlich. Imho eine sehr gute wissenschaftliche Arbeit, peer-reviewed und accepted und Ionannidis ist auch nicht Herrausgeber des Journals.

Erinnert an das hier: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33323424/

"Closing all educational institutions, limiting gatherings to 10 people or less, and closing face-to-face businesses each reduced transmission considerably. The additional effect of stay-at-home orders was comparatively small."

Nein. Erstmal sagt deine Studie das Geschäftschließungen einen signifikanten Effekt haben während Ioannidis eben aussagt das zuhause bleiben und Geschäfte schließen, eben keinen signifikanten Effekt haben.

Außerdem wird in der von dir angeführten Studie das "Bayesian hierarchical model " genutzt wird, während eben Ionannidis eben ein model nutzt, dass die natürliche Infektionsdynamik mit in die Berechnung hineinnimmt, dazu einfach die Studie lesen, bzw. nummer 16 von den references:

Bryant P, Elofsson A. The limits of estimating COVID-19 intervention effects using Bayesian models. medRxiv. Published online August 16, 2020:2020.08.14.20175240. doi:10.1101/2020.08.14.20175240

Interessant. Also sagen beide Studien zumindest, dass #staythefuckathomeauchwenndunichtsmehrzurauchenhast gar nicht mal so sinnvoll ist, bewerten aber die Rolle von diesem Arbeiten anders?


Antwort
Zitat
topspit
Beigetreten: 07.02.2008

Original von Topgamer

Original von topspit

Bin gespannt ob Prof. Ionadis so eine Studie auch für den Zeitraum 01.08.2020 - 01.04.2021 macht :f_drink:

Mit deiner Argumentation argumentierst du contra Wissenschaft. Wenn Wissenschaft nichts bringt, weil wir immer nur Rückblickend schauen können, dann sind auch jegliche Argumentationen pro Lockdown hinfällig.

Was willst du eigentlich sagen?

Dass der Lockdown im Frühjahr unnötig war und man hätte das wissen müssen? Woher? Die Studie ist doch erst jetzt erschienen?
Oder dass der Lockdown jetzt seit Nov/Dez unnötig war? Falls ja, woher weißt du das?


Antwort
Zitat
Topgamer
Beigetreten: 25.01.2008

Original von emophiliac
Interessant. Also sagen beide Studien zumindest, dass #staythefuckathomeauchwenndunichtsmehrzurauchenhast gar nicht mal so sinnvoll ist, bewerten aber die Rolle von diesem Arbeiten anders?

Also wenn du es Mega krass runterbrechen willst dann ja (deine war auch noch pro Schulschließung, Ionannidis argumentiert aber mit Schweden dagegen).

Genau genommen, nutzen beide unterschiedliche Berechnungsmethoden, wobei die von Ioannidis eben komplexer ist und natürliche Faktoren berücktsichtigt.

Aber wenn mans noch genauer nimmt, sagt Ioannidis eben nicht das das zuhause bleiben sollen nichts bringt, sondern das die Menschen mit geringen Maßnahmen soweit in die richtige Richtung gelenkt werden können, dass eben restriktivere Maßnahmen extrem gut abgewogen werden müssen, weil diese eben zu massiven Folgeschäden führen. Wenn man also massive Folgeschäden in Kauf nimmt, um die infektionszahlen doch nur minimal bzw statistisch unsignifikant zu verändern, sind restriktivere maßnahmen nicht wissenschaftlich rechtfertigbar.

edit: Achso, zustimmend zu dir verweißt Ioannidis aber auch auf eine Studie die feststellt, dass Zuhause bleiben sogar zu mehr Infektionen führen kann.

Original von topspit

Original von Topgamer

Original von topspit

Bin gespannt ob Prof. Ionadis so eine Studie auch für den Zeitraum 01.08.2020 - 01.04.2021 macht :f_drink:

Mit deiner Argumentation argumentierst du contra Wissenschaft. Wenn Wissenschaft nichts bringt, weil wir immer nur Rückblickend schauen können, dann sind auch jegliche Argumentationen pro Lockdown hinfällig.

Was willst du eigentlich sagen?

Dass der Lockdown im Frühjahr unnötig war und man hätte das wissen müssen? Woher? Die Studie ist doch erst jetzt erschienen?
Oder dass der Lockdown jetzt seit Nov/Dez unnötig war? Falls ja, woher weißt du das?

siehe meine Antwort an emo

Hättest du die Studie gelesen, müsstest du auch nicht Fragen, denn deine Fragen sind dort beantwortet.

Und wie gesagt, wenn du der Meinung bist, man kann aus den vorhandenen Daten nichts für die Zukunft ableiten, zweifelst du an Wissenschaft generell. Woher will ich wissen das mein Apfel zu Boden fällt und nicht gen Himmel fliegt wenn ich ihn loslasse?
Weil es kluge Leute gab die festgestellt haben das dinge zu boden fallen, daraus abgeleitet haben dass es sowas wie Schwerrkraft gibt und man heute solche Dinge sogar berechnen kann.

Okay, du hast Recht, niemand weiß ob sich die Schwerkraft nicht morgen umkehrt. Nur was ist deine Schlussfolgerung, nichtmehr beobachten?


Antwort
Zitat
shaddiii
Beigetreten: 05.04.2009

Original von schmandbacke

Original von shaddiii
Das was krong sagt. Schuld sind eh immer die anderen und im Zweifelsfall die böse Politik.

und man muss in seiner politik eben auch ganz natürliches menschliches verhalten mit einbeziehen. es ist völlig klar das die selbe gefahr nach fast einem jahr nicht mehr so ernst genommen wird bzw die leute lockerer damit umgehen, so tickt der mensch einfach. mit immer mehr superlativen bei der warnung um sich zu schmeißen bringt auch nix mehr wenn man im sommer bei minimalsten zahlen fast genauso geklungen hat.

ich kann einfach wirklich nicht mehr verstehen wie man noch in irgendeiner form die entscheidungen der politik verteidigen kann und das gesamte handeln.

Ich finde es sehr schade, dass du diese Haltung hast und damit eigentlich so ziemlich dem entsprichst was krong angedeutet hat.

Ganz anders als beispielsweise die Finanzkrise ist die jetzige keine, die durch die Politik entstanden ist oder verhinderbar gewesen wäre. Man muss die Situation einfach akzeptieren. Und damit leider auch akzeptieren, dass es für mindestens ein Jahr (seit März 2020 gerechnet) keine andere Lösung für sie gibt, als Kontakte zu vermeiden wo und wann immer es nur geht.

Dagegen kann man sich sperren wie man will und sich eine andere Form der Kommunikation wünschen oder auch einen anderen Zustand. Die einzig richtige ist aber eben diese. Kontakte vermeiden. Und wenn das nicht geht, zumindest eine sichere Maske tragen und Abstand halten. Daran kannst du rütteln, anderes Verhalten rechtfertigen, Ausnahmen für dich definieren, Politiker doof finden oder nicht.

Ändern wird sich dadurch aber nichts.


Antwort
Zitat
meistermieses
Beigetreten: 31.12.2006

Einige meiner Bekannte, die sich beim ersten Lockdown noch an alle Regeln gehalten haben, scheißen jetzt auf fast alles. Zum einen halten sie es nicht mehr anders aus, zum anderen wollen Sie es den Politikern so richtig zeigen, weil sie die für die jetzige Situation verantwortlich machen.


Antwort
Zitat