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Fantomas741
Joined: 13.08.2006

Original von dRe1337
Morgen,

höre immer wieder aus den Medien, dass das Alter der Patienten auf den Intensivstationen signifikant sinkt. Finde dazu leider keine Aussagekräftigen Statistiken. Kann mir da einer weiterhelfen?

Ja ich glaube es steigt auch nur der relative Anteil an Jüngeren Menschen, was ja auch ganz logisch ist schließlich sind die alle Ü70 ja inzwischen geimpft...


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shaddiii
Joined: 05.04.2009

@dRe1337 Solche Statistiken habe ich vor allem letztes Jahr immer wieder gesucht und leider nicht gefunden. Es gibt nur immer mal wieder Aussagen in Interviews.

@Fantomas741 Wie viel % der Ü70 sind denn aktuell geimpft?

Hirnvenenthrombose bei mRNA-Impfstoff fast so häufig wie bei AstraZeneca
https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/nebenwirkung-hirnvenenthrombose-bei-mrna-impfstoff-fast-so-haeufig-wie-bei-astrazeneca-10020692

Oha, falls das stimmt ist meine Aussage von letzter Woche wohl hinfällig. Und vor allem hätte man AZ Unrecht getan.


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Moderator
krong
Joined: 26.12.2005

Die Studie kommt quasi vom Entwickler (zumindest aus dessen Umfeld) des Astra Impfstoffs. Ich bin da aktuell noch skeptisch und warte lieber auf ne unabhängige/unbefangene Studie...

Mich wundert auch, dass das in den USA anscheinend noch nicht groß aufgefallen ist, schließlich haben die Biontech bereits im dreistelligen Miobereich verimpft...
In DE das gleiche Spiel. Biontech wurde hierzulande ungefähr drei mal so häufig verimpft wie Astra. Bei Astra sind die Hirnthrombosen quasi sofort aufgefallen und bei Biontech nicht?


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topspit
Joined: 07.02.2008

Da AZ und BNT verschiedene Impfstoffe sind, könnte das darauf hinweisen, dass diese Thrombosen einfach natürlich sind? Gibt es denn Daten wie häufig solche Thrombosen in der ungeimpften Bevölkerung auftreten vs. AZ vs. BNT... je Altersgruppe?

Mir schon klar, dass ihr die Daten auch nicht habt. Ich gehe aber davon aus, dass die verschiedenen Institutionen (PEI, EMA, etc...) sich das genau ansehen. Wenn sie das nicht sowieso schon die ganze Zeit machen. Interessieren würden mich diese Zahlen trotzdem....

Spoiler

Was ein inhaltloser Post :facepalm:

Hab doch mal noch was mit Inhalt gefunden:

Wie die Studie zudem aufzeigt, ist das Risiko einer Hirnvenenthrombose im Falle einer COVID-19-Infektion um ein Vielfaches höher: Es liegt demnach bei 39 von einer Million Erkrankten.

Sekundärquelle

Falls das stimmt, dass das Risiko einer Thrombose OHNE Impfung etwa Faktor 8 höher ist, wäre es ja eigentlich ein NoBrainer auch mit AZ zu impfen...


Antwort
Zitat
Wody
Joined: 23.01.2007

Original von topspitHab doch mal noch was mit Inhalt gefunden:

Wie die Studie zudem aufzeigt, ist das Risiko einer Hirnvenenthrombose im Falle einer COVID-19-Infektion um ein Vielfaches höher: Es liegt demnach bei 39 von einer Million Erkrankten.

Sekundärquelle

Falls das stimmt, dass das Risiko einer Thrombose OHNE Impfung etwa Faktor 8 höher ist, wäre es ja eigentlich ein NoBrainer auch mit AZ zu impfen...

Das kann man anhand dieser Daten nicht sagen. Man müsste zB noch wissen ob das Risiko einer Hirnvenenthrombose bei einer Corona Erkrankung in allen Alters- bzw. Risikogruppen gleich ist (dagegen spricht dass im Alter von 10-19 nur eine Frau in Deutschland an Corona gestorben ist). Außerdem spielt noch rein, wie hoch man sein Risiko einer Corona Infektion einschätzt und wie viel länger man auf einen mRNA Impfstoff warten müsste.


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soulfly187
Joined: 05.02.2007

Gibts das neue Gesetz schon irgendwo nachzulesen?


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sUi
sUi
Joined: 28.10.2006

Original von topspit
Da AZ und BNT verschiedene Impfstoffe sind, könnte das darauf hinweisen, dass diese Thrombosen einfach natürlich sind? Gibt es denn Daten wie häufig solche Thrombosen in der ungeimpften Bevölkerung auftreten vs. AZ vs. BNT... je Altersgruppe?

normal sind wohl 4-8 Hirnvenentrombosen +- im Jahr. Hab grad keine Quellen, aber das war der Grund warum es auffiel als quasi schon im März mehr Fälle bekannt wurden und jeweils vorher geimpft wurde.

Es ist eine spezielle Art von Schlaganfall. Ein guter Freund hatte schon mit 32 einen klassischen Schlaganfall.


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domano
Joined: 04.08.2006

Hirnvenentrombosen kommen in der bevölkerung ca. 3-5 mal pro 1 mio menschen vor. quelle hier: https://www.ndr.de/nachrichten/info/coronaskript280.pdf
AZ und auch eine Covid erkrankung führen wohl sehr sicher zu einem erhöhten auftreten.

Die studie aus oxford wundert mich, habe die woche noch eine veröffentlichung aus den USA gesehen, da gabs bei ca. 100 mio biontech impfungen keinen fall von Hirnvenentrombosen.

Generell muss man aber bei den zahlen etwas vorsichtig sein, da die Hirnvenentrombosen so selten sind hat das auch alles etwas unschärfe. Ggf. findet man auch in der Gesamtbevölkerung mehr Fälle, wenn überall genau darauf geachtet wird.

edit: gerade noch zahlen aus deutschland gefunden, quelle ist Kai Kupferschmidt, der unter andem für Science schreibt:
First Pfizer/Biontech (Cominarty) vs. AZ (Vaxzevria):

About 4 million doses of Vaxzevria have been given in Germany
55 CVST cases reported (at least 30 with thrombocytopenia)

About 15 million doses of Cominarty have been given
7 CVST cases reported (none with thrombocytopenia)


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Original von soulfly187
Gibts das neue Gesetz schon irgendwo nachzulesen?

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/284/1928444.pdf


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Super Moderator
Spiike
Joined: 10.07.2014

Verwarnung an Mofatoy wegen Spam.

MfG Spiike


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FiftyBlume
Joined: 06.06.2010

Original von RomeroSerao

Original von soulfly187
Gibts das neue Gesetz schon irgendwo nachzulesen?

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/284/1928444.pdf/blockquote >

Danke.

Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll.
Wieso unterbreitet man so einen Gesetzesvorschlag?

Es steht sogar explizit drin, dass man weiß, dass die Inzidenz alleine keine Maßstab ist.

In der Form wird das wahrscheinlich keinen Bestand haben - damit ist wieder eine Woche unnötig verstrichen.


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DarkZonk
Joined: 21.12.2008

Das Gesetz ist sehr löchrig und schwach, keine Frage. Und gleichzeitig haben wir keine Alternativen. Die Ministerpräsidenten etc haben doch Politik gegen die Pandemie inzwischen komplett aufgegeben und machen gar nix mehr. Die SPD macht auch nix mehr. Es kommt einfach nichts mehr, es wird tatenlos zugeguckt und gehofft, dass die Impfungen in 2-3 Monaten einen Erfolg haben.

Es ist doch inzwischen ein kompletter Stillstand in alles eingetreten.


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meistermieses
Joined: 31.12.2006

Zumal die FDP angekündigt hat, dagegen vor das Bundesverfassungsgericht zu ziehen.


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FiftyBlume
Joined: 06.06.2010

Merkel war am 28.3. bei Anne Will und hat dieses Gesetz angekündigt.
Wenn das Ergebnis von 3 Wochen Arbeit dieses Gesetz ist und es keine Alternativen gibt, dann können wir auch direkt aufhören irgendwas gegen die Pandemie zu unternehmen.

Die schlimmsten Punkte an dem Gesetz:
- Ausgangssperren
- wider besseren Wissens wird die Inzidenz als Maßstab genommen
- Kernbotschaft "Draußen lauert die Gefahr"

Aus der Begründung bezogen auf die Inzidenz ein paar Highlights:
- Werte stehen für jeden einsehbar zur Verfügung
- mit weiteren Faktoren kann man die Zahl schwere Verläufe prognostizieren
- ab 100 gibt es keine Kontaktnachverfolgung mehr

Ist es wirklich so schwer einfach eine nachvollziehbare ITS-Prognosezahl o.ä. zu ermitteln?
Man müsste doch sagen können, wie hoch bei einem pos. Test getrennt nach symptomatisch/asymptomatisch die altersbezogene Wahrscheinlichkeit auf der ITS zu landen ist. Anhand der durchschnittlichen Verweildauer kann man dann abschätzen, wie viele Fälle in den nächsten Tagen dazu kommen und wie viele wohl gehen.

Das ist nicht komplizierter als der R-Wert (Nowcasting!) und auch für jeden verständlich.


Antwort
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Recherchiere gerade mal ein bisschen für mich bezüglich Friseurbesuche und dem dann nach Gesetz zwingend notwendigen negativen Testergebnis.

Laut Gesetz sind alle vom RKI zugelassenen Tests zugelassen - das impliziert laut Website auch Schnelltests (LAMP und TMA). Bekommt man denn dann von den Testzentren (die ja zumindest bei dem einen, dass ich kenne, nicht von medizinischem Personal betrieben werden) bei Schnelltests einen Wisch, dass man negativ ist? Habe bisher nur Schnelltests innerhalb meines Betriebs gemacht und da natürlich nichts bekommen.


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DarkZonk
Joined: 21.12.2008

Ich verstehe die Kritik an der Inzidenz nicht.

Die Durchimpfung der Bevölkerung ist noch zu gering, um einen Nennenswerten Einfluss zu haben, es gibt noch mehr als ausreichend Personen mit deutlich erhöhten Risiko, die noch nicht geimpft wurden (sehen wir ja auch aktuell grade schon wieder an den Hilferufen der Krankenhäuser).

Die ITS-Plätze sind doch einfach nur eine weitere Verzögerung der Abbildung des Infektionsgeschehens. Bereits Inzidenz/R-Wert sind ja 7-14 Tage "lagging". Bis jemand von der Inzidenz auf die ITS kommt, dauert es nochmal 1-3 Wochen. Aber eine steigende Inzidenz bedeutet auch immer mit einer gewissen Zeitverzögerung ein gleichgerichteter Anstieg der ITS-Plätze.

Die Inzidenz ist damit der am wenigsten zeitverzögerte Indikator, den wir haben. Ich sehe nicht, wo die Kritik an dem Wert herkommt, ich finde es richtig, diesen zu nutzen.


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Moderator
krong
Joined: 26.12.2005

Ich verstehe die Kritik auch nur bedingt. Inzidenz, tägliche Positivtests, Belegung Intensivbetten, Todesfälle, whatever korelliert alles miteinander, wenn auch teilweise mit zeitlichem Verzug.

Einige billigen hier offenbar nur Einschränkungen, wenn die Krankenhäuser auf 100% drehen. Weil alles drunter ist ja noch akzeptabel und kein Problem, weil die Alten sind ja alle geimpft...
Das ist aber viel viel zu spät. Das ist es je nach Krankenhaus jetzt schon, wenn bei einem Verkehrsunfall Patienten schon quer durch DE geflogen werden müssen...

Die Zahlen sind JETZT viel zu hoch. Die Zahlen müssen JETZT gedrückt werden.
Da ein erheblicher Teil keinen Bock mehr auf jegliche Maßnahmen hat, gibt es imo keine Alternative zur Ausgangssperre, weils das einzige ist, was sich gut durch die Behörden durchsetzen lässt.

Das hätte btw. schon vor einem Monat kommen müssen. Die Politik hat seit der letzten MPK einfach nur gepennt...


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Wody
Joined: 23.01.2007

Das RKI hat vor einem Monat für diese Woche eine Inzidenz von 350 vorausgesagt. Experten wie Drosten haben dem zugestimmt.
https://www.welt.de/kultur/plus230297525/Corona-Was-von-der-dramatischen-RKI-Prognose-uebrig-blieb.html
In Wirklichkeit sind wir aber bei weniger als der Hälfte. Nur weil optimistischeren Virologen immer vorgeworfen wird, wie falsch sie bei ihren Aussagen doch immer lagen.

Ich bezweifle, dass uns in Deutschland ohne Verschärfung der Corona Maßnahmen eine Überlastung der Intensivbetten droht, jedenfalls wenn wir die Notfallreserve in die Kapazität mit reinrechnen. Laut DIVI haben wir 2898+10232 freie Betten. In den letzten 2 Wochen hat sich die Anzahl der Intensivpatienten von 3849 um 23% auf 4740 (laut zeit.de) erhöht. Wenn das in dem Tempo weitergeht, wären unsere Intensivbetten erst Mitte bis Ende Juni voll. Zusätzlich erhalten jetzt ~3% in Deutschland pro Woche ihre Erstimpfung und landen danach praktisch nicht mehr auf der Intensivstation. Da diese 3% nicht zufällig ausgewählt werden, sondern gerade ein hohes Risiko für einen schweren Corona Verlauf haben, entlastet man damit die Intensivstationen deutlich überproportional. Ich würde grob schätzen um 10%.
Ich denke also, dass die Zahlen auf den Intensivstationen in drei Wochen nicht mehr steigen werden, also noch bevor ein mögliches neues Infektionsschutzgesetz vom Bund darauf Einfluss haben könnte. Meine Prognose wäre ein Peak von Intensivpatienten von deutlich unter 7000 und wir damit nicht auf die Notreserve zurückgreifen müssten.

Noch zum Thema Inzidenz: Ein viel besserer Wert wäre eine Inzidenzsumme die nach Alter (und auch ob man schon eine Erstimpfung vor mindestens 1,5 Wochen erhalten hat) der infizierten Personen berechnet wird.
Es kann durchaus passieren, dass wir bis zu den Sommerferien eine Inzidenz von über 100 haben, da der Großteil der Menschen unter 30 sich nicht impfen lassen wird. Da in dieser Altersgruppe aber kaum jemand in den Intensivstationen landet ist das völlig unproblematisch und rechtfertigt keinesfalls Ausgangssperren, Verbot von Amateursport draußen oder Außengastronomie.


Antwort
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https://twitter.com/jenshealthde/status/1383030998296895493?s=21

Erneut zeigt das Politikbarometer, dass nur 24% der Bevölkerung für Lockerungen sind. 72% finden Massnahmen ok oder wollen härtere Massnahmen. Umfragen sehen schon seit Monaten fast gleich aus. Hoffe diese „Modellprojekte“ aka Menschenversuche werden endlich gestoppt!


Antwort
Zitat
Wody
Joined: 23.01.2007

Original von alwayswinning1111https://twitter.com/jenshealthde/status/1383030998296895493?s=21

Erneut zeigt das Politikbarometer, dass nur 24% der Bevölkerung für Lockerungen sind. 73% finden Massnahmen ok oder wollen härtere Massnahmen. Umfragen sehen schon seit Monaten fast gleich aus. Hoffe diese „Modellprojekte“ aka Menschenversuche werden endlich gestoppt!

Deine Quelle sagt, dass die Mehrheit, nämlich 53%, gegen härtere Maßnahmen ist.


Antwort
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