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Zatox11
Beigetreten: 09.01.2011

Original von DarkZonk
Ich verstehe die Kritik an der Inzidenz nicht.
[...]
Die Inzidenz ist damit der am wenigsten zeitverzögerte Indikator, den wir haben. Ich sehe nicht, wo die Kritik an dem Wert herkommt, ich finde es richtig, diesen zu nutzen.

Weil anhand der Inzidenz alleine keine adäquate Einschätzung der Gefährlichkeit im Hinblick auf die aktuelle Situation getroffen werden kann. Aktuell haben laut Impfmonitor ~40% der Altersgruppe 60+ ihre erste Impfung erhalten. Es scheiden also nun 40% aus der Gruppe, die mit Abstand den größten Teil der Intensivbettenbelgung ausmachen, mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit für einen Aufenthalt dort aus. Das ist ein sehr großer Fortschritt im Vergleich zum Jahresbeginn und bedeutet zwangsläufig (unter Vernachlässigung anderer Faktoren wie Mutationen etc.) dass die Zahl 100 heute zu weniger Auslastung führt als vor Impfbeginn. In einigen Wochen/Monaten wird die Gefahr, die von einer 100er Inzidenz ausgeht voraussichtlich weiter deutlich gesunken sein. Aus diesem Grund halte ich es für völlig falsch, heute ein Gesetz zu verabschieden, dass bei einer bestimmten 7-Tage-Inzidenz eine "Notbremse" auslöst.


Antwort
Zitat
FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010

Original von DarkZonk
Ich verstehe die Kritik an der Inzidenz nicht.

Die Durchimpfung der Bevölkerung ist noch zu gering, um einen Nennenswerten Einfluss zu haben, es gibt noch mehr als ausreichend Personen mit deutlich erhöhten Risiko, die noch nicht geimpft wurden (sehen wir ja auch aktuell grade schon wieder an den Hilferufen der Krankenhäuser).

Die ITS-Plätze sind doch einfach nur eine weitere Verzögerung der Abbildung des Infektionsgeschehens. Bereits Inzidenz/R-Wert sind ja 7-14 Tage "lagging". Bis jemand von der Inzidenz auf die ITS kommt, dauert es nochmal 1-3 Wochen. Aber eine steigende Inzidenz bedeutet auch immer mit einer gewissen Zeitverzögerung ein gleichgerichteter Anstieg der ITS-Plätze.

Die Inzidenz ist damit der am wenigsten zeitverzögerte Indikator, den wir haben. Ich sehe nicht, wo die Kritik an dem Wert herkommt, ich finde es richtig, diesen zu nutzen.

Reales Beispiel:
NRW hat Mitte Februar ein Inzidenz von knapp über 50 und ungefähr 1000 Infizierte Ü80 pro Woche.
Mitte März war die Inzidenz knapp 100 und es waren 600 Infizierte pro Woche.
Mitte April ist die Inzidenz bei 150 und es sind etwa 800 Infizierte pro Woche.

Das muss man genau so berücksichtigen wie die Entwicklung im Altersband 60 bis 79, denn da sind die Infektionen von Mitte März bis Mitte April um 100% gestiegen.

Ebenso kann man auch die Entwicklung der letzten Tage in NRW betrachten, innerhalb einer Woche sind die Infektion bei Ü90 und bei 70 bis 79 deutlich schneller gestiegen als die Inzidenz.

Ich hoffe damit wird die Kritik für dich nachvollziehbar und auch deutlich, dass es nicht darum geht Lockerungen zu fordern, sondern um eine bessere Entscheidungsgrundlage.


Antwort
Zitat
domano
Beigetreten: 04.08.2006

Fakt ist, dass sowohl Inzidenz, als auch Intensivstationsbelgung aktuell stark steigen. Die Wissenschaft und die Ärzte sind sich einig, dass wir nun eine Notbremse brauchen, verstehe nicht warum man das dann noch in zweifel zieht und versucht irgendwas rumzurechnen oder zu deuten. Wenn man damit argumentiert, dass die alten nun ja schon zum Teil geimpft sind, macht es das noch nur schlimmer, das zeigt ja dass es nun mehr jüngere erwischt, die auf Intensiv müssen. Man darf auch nicht vergessen, dass wir es mit einer neuen Variante zu tun haben die 50% übertragbarer und 50% tödlicher ist. Deshalb wirken auch unsere alten Maßnahmen nicht mehr ausreichend.

Im besten Fall haben wir noch 3 Monate bis jeder der will die erste Impfung bekommen hat, deshalb lohnt es aus meiner Sicht nun auf die Bremse zu drücken, damit nicht unnötig Menschen (gerade jüngere) sterben oder schwere Verläufe mit langfristigen schäden haben. Wenn wir nun richtig bremsen können wir auch schneller öffnen.


Antwort
Zitat
schmandbacke
Beigetreten: 26.10.2007

das was zatox sagt! vor allem wenn die grünen jetzt sogar geringere schwellwerte von 35-50 fordern. sobald die risikopatienten geimpft sind wird die reine inzidenz immer weniger aussagekräftig.

find auch sehr gut das fdp und freie wähler klagen wollen. wer ein gesetzt macht was teilweise gegen gesprochenes recht verstößt (ausgangssperre, reine inzidenzbetrachtung) muss damit rechnen. außerdem bremst es ja nichts, aber auch gar nichts aus. die länder haben alle die möglichkeit die maßnahmen umzusetzen laut landesverordnung, es steht ja nix neues im gesetz.

€: das mit dem tödlicher wurde bereits widerlegt. außerdem sagt auch kaum einer das wir keine notbremse brauchen, aber die besteht halt nur aus unseren alten regeln die ganz offensichtlich die ganze zeit schon eher mäßig wirken und von neuen sinnvollen regeln ist im gesetz nichts vorgesehen.


Antwort
Zitat
domano
Beigetreten: 04.08.2006

Es sagt ja auch keiner, dass für immer die Inzidenz aussagekräftig bleibt, es werden immer alle relevanten KPIs angeschaut. Die Inzidenz ist aber aktuell die beste Kennzahl, da sie der erste Indikator ist, schauen wir nur auf Tote oder Intensivpatentienten habe wir mehrere Wochen Verzögerung bis wir Probleme sehen und in der Zeit ein schönes Expotenzielles Wachstum...


Antwort
Zitat
schmandbacke
Beigetreten: 26.10.2007

naja steht im gesetzt das die zahl im laufe der zeit angepasst werden sollte an weitere faktoren? solange es da erst mal so stumpft steht bin ich halt dagegen weils dann potentiell ewig dauern kann bis es geändert wird und lockern extrem lange dauern könnte.


Antwort
Zitat
FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010

Beispiel NRW:
Am 31.03. waren dort 60% Ü80 und 5% Ü70 geimpft. Das sind ca. 800.000.
Stand heute sind 40% der Ü60 geimpft.
Das sind ca. 2.000.000.

Zahl der ITS Patienten ist dort seit dem 06.04. um ungefähr 80 auf knapp unter 1000 gestiegen.

Es macht einfach keinen Sinn da jetzt derart harte Maßnahmen wie Ausgangssperren einzuführen nur weil die Inzidenz über 100 liegt.
Man kann das aus anderen Gründen erwägen, keine Frage.

Als Kirsche auf der Torte kommt dann noch oben drauf, dass die Wirkung der Ausgangssperre gar nicht so klar ist.

Edit:
Die Inzidenz ist nicht die beste Kennzahl, das ist einfach falsch.


Antwort
Zitat
Wody
Beigetreten: 23.01.2007

Original von domano
Es sagt ja auch keiner, dass für immer die Inzidenz aussagekräftig bleibt, es werden immer alle relevanten KPIs angeschaut. Die Inzidenz ist aber aktuell die beste Kennzahl, da sie der erste Indikator ist, schauen wir nur auf Tote oder Intensivpatentienten habe wir mehrere Wochen Verzögerung bis wir Probleme sehen und in der Zeit ein schönes Expotenzielles Wachstum...

Wie schon gesagt, man hat keine Verzögerung wenn man das Alter und Geschlecht der positiv Getesteten mitbetrachtet. Sachsen hat zB sein eigenes Tool "DISPENSE" für die Intensivbettenbelegung entwickelt.

Original von domano
Die Wissenschaft und die Ärzte sind sich einig, dass wir nun eine Notbremse brauchen, verstehe nicht warum man das dann noch in zweifel zieht und versucht irgendwas rumzurechnen oder zu deuten.

Viele von denen (Lauterbach als Beispiel) waren immer gegen Öffnungen bzw. für Verschärfungen, also auch letzten Sommer wo es offensichtlich nicht nötig war. Das Gesetz tritt frühestens in 2 Wochen in Kraft und beeinflusst damit die Belegung der Intensivstationen frühestens in 4 Wochen. Das zeigt, dass auch Merkel keine akute Gefahr einer Überlastung der Intensivstationen sieht, denn andernfalls hätte sie diese Woche eine MPK einberufen.


Antwort
Zitat
Zatox11
Beigetreten: 09.01.2011

Original von domano
Fakt ist, dass sowohl Inzidenz, als auch Intensivstationsbelgung aktuell stark steigen. Die Wissenschaft und die Ärzte sind sich einig, dass wir nun eine Notbremse brauchen, verstehe nicht warum man das dann noch in zweifel zieht und versucht irgendwas rumzurechnen oder zu deuten. Wenn man damit argumentiert, dass die alten nun ja schon zum Teil geimpft sind, macht es das noch nur schlimmer, das zeigt ja dass es nun mehr jüngere erwischt, die auf Intensiv müssen. Man darf auch nicht vergessen, dass wir es mit einer neuen Variante zu tun haben die 50% übertragbarer und 50% tödlicher ist. Deshalb wirken auch unsere alten Maßnahmen nicht mehr ausreichend.

Im besten Fall haben wir noch 3 Monate bis jeder der will die erste Impfung bekommen hat, deshalb lohnt es aus meiner Sicht nun auf die Bremse zu drücken, damit nicht unnötig Menschen (gerade jüngere) sterben oder schwere Verläufe mit langfristigen schäden haben. Wenn wir nun richtig bremsen können wir auch schneller öffnen.

Ich sehe das Problem nicht darin, dass man jetzt aktuell die Maßnahmen verschärfen will, sondern darin, dass man via Gesetz zukünftige Einschränkungen an eine einzige Zahl koppelt, die in keinem direkten kausalen Zusammenhang für die Notwendigkeit dieser Einschränkungen steht.

Harte Grundrechtseingriffe sind nur dann zu rechtfertigen, wenn eine akute Gefahr droht und keinerlei mildere Mittel ausreichend sind, um diese Gefahr abzuwenden. Ich hoffe, darin sind wir uns alle einig. Wenn wir jetzt wollen, dass bestimmte Schutzmechanismen in Zukunft automatisch greifen, wenn so ein Fall eintritt, dann benötigen wir auch sinnvolle Kennzahlen, um diese Gefahr messen und einstufen zu können. Wie bereits mehrfach ausgeführt, ist die Inzidenz alleine kein geeignetes Mittel dafür. Der Grund aus dem die aktuelle Situation mehr (oder bessere) Einschränkungen erfordert besteht auch nicht darin, dass wir eine 7-Tage-Inzidenz von über 100 haben, sondern dass diese momentan rasant weiter ansteigt.

Der aktuelle Gesetzesentwurf sieht vor, dass ich auch im Juli oder August dieses Jahres Freitag Abends, bei bestem Wetter nicht nach 21 Uhr in einem Biergarten sitzen darf, falls in meinem Landkreis der Inzidenzwert bei 102 liegt. Eine bereits geimpfte oder negativ getestete Person soll dennoch ihre Wohnung nach 21 Uhr nicht verlassen dürfen. Das ist in meinen Augen einfach absoluter Unfug sollte schleunigst gestoppt werden.


Antwort
Zitat
Sascha2911
Beigetreten: 05.10.2007

Original von Wody

Original von alwayswinning1111
https://twitter.com/jenshealthde/status/1383030998296895493?s=21

Erneut zeigt das Politikbarometer, dass nur 24% der Bevölkerung für Lockerungen sind. 73% finden Massnahmen ok oder wollen härtere Massnahmen. Umfragen sehen schon seit Monaten fast gleich aus. Hoffe diese „Modellprojekte“ aka Menschenversuche werden endlich gestoppt!

Deine Quelle sagt, dass die Mehrheit, nämlich 53%, gegen härtere Maßnahmen ist.

Nein tut sie nicht! Das Leute die Maßnahmen gerade richtig finden, heißt nicht zwingend, dass sie gegen härtere sind


Antwort
Zitat
FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010

Was ist das denn für eine Logik? Natürlich ist man gegen härtere Maßnahmen, wenn man die Maßnahme aktuell genau richtig findet.

Nebenbei sind solche Umfragen ohnehin kaum aussagekräftig, weil ja nicht konkret zu einzelnen Maßnahmen gefragt wird.

Was vermutlich Mehrheiten hat:
- HO Pflicht
- sinnvolle Kontaktbeschränkungen
- Testpflicht in Betrieben
- offene Gastro
- offener Einzelhandel
- Kontakte im Freien

Also sowohl Verschärfungen als auch Lockerungen :-)


Antwort
Zitat
Sascha2911
Beigetreten: 05.10.2007

Original von FiftyBlume
Was ist das denn für eine Logik? Natürlich ist man gegen härtere Maßnahmen, wenn man die Maßnahme aktuell genau richtig findet.

Nebenbei sind solche Umfragen ohnehin kaum aussagekräftig, weil ja nicht konkret zu einzelnen Maßnahmen gefragt wird.

Was vermutlich Mehrheiten hat:
- HO Pflicht
- sinnvolle Kontaktbeschränkungen
- Testpflicht in Betrieben
- offene Gastro
- offener Einzelhandel
- Kontakte im Freien

Also sowohl Verschärfungen als auch Lockerungen :-)

Die Fragestellung und Antworten sind entscheidend.

Ich kann sagen, dass es mMn keine Verschärfungen geben MUSS(Stand in der Antwort) aber sie mMn ok wären.

Grundsätzlich hast du aber recht, dass die Umfragen häufig zu einfach gestrickt sind.


Antwort
Zitat
hagbard666
Beigetreten: 31.12.2010

Das der Zusammenhang zwischen Aufklärung der Dunkelziffer durch Massentestungen und dem Anstieg der, dann einfach mehr und mehr entdeckten Neuinfektionen bzw. des daraus berechneten Inzidenzwertes, in einem Pokerforum noch diskutiert bzw. geleugnet wird erschüttert mich jetzt doch ein wenig.
Ansagen, basierend auf Erfahrungen aus den Anfängen der Pandemie, nach denen wir zurück zu 35er oder 50er Inzidenzen kommen müssten, lassen mich einfach nur noch sprachlos zurück.
In den Zeiten, als diese Werte zum (politischen) Maßstab einer Handlungsableitung gemacht worden sind war das Einstiegskriterium für die Suche nach dem Virus mittels PCR Test "ATEMNOT". Die Dunkelziffer war folglich riesig und die Zahl der entdeckten Neuinfektionen sehr, sehr klein im Vergleich zu heute.

"Wenn die Zahl der Tests erhöht wird, kann die Inzidenz steigen, ohne dass das tatsächliche Infektionsgeschehen zunimmt. "Das ist nichts Besonderes, das ist bei allen Untersuchungen so, die wir in der Epidemiologie kennen: Sobald man anfängt, ganz genau nach etwas zu schauen, findet man mehr", sagt Zeeb."
https://web.de/magazine/news/coronavirus/schnelltests-corona-tests-inzidenz-fragen-antworten-35719938


Antwort
Zitat
n0gg
Beigetreten: 27.01.2007

NRW hat jetzt erstimpfungen mit Astrazenica gestoppt. Nur noch kleine Mengen für zweitimpfungen werden geliefert. Ansonsten moderna und biontec.

Verstehe nicht was das soll... Wieso muss man sich so beschränken. Wer sich mit AZ impfen will und der Stoff zu haben ist, warum nicht....

Fdp ist mit ihrer klientelpolitik durch. Jetzt wieder groß Stimmung gegen das Gesetz aber bei testpflicht für Betriebe blocken weil Wirtschaft.... Für mich einfach nur eine oportunistenpartei


Antwort
Zitat
FidiFlush
Beigetreten: 14.04.2009

Original von Wody
Das RKI hat vor einem Monat für diese Woche eine Inzidenz von 350 vorausgesagt. Experten wie Drosten haben dem zugestimmt.
https://www.welt.de/kultur/plus230297525/Corona-Was-von-der-dramatischen-RKI-Prognose-uebrig-blieb.html
In Wirklichkeit sind wir aber bei weniger als der Hälfte. Nur weil optimistischeren Virologen immer vorgeworfen wird, wie falsch sie bei ihren Aussagen doch immer lagen.

Ich bezweifle, dass uns in Deutschland ohne Verschärfung der Corona Maßnahmen eine Überlastung der Intensivbetten droht, jedenfalls wenn wir die Notfallreserve in die Kapazität mit reinrechnen. Laut DIVI haben wir 2898+10232 freie Betten. In den letzten 2 Wochen hat sich die Anzahl der Intensivpatienten von 3849 um 23% auf 4740 (laut zeit.de) erhöht. Wenn das in dem Tempo weitergeht, wären unsere Intensivbetten erst Mitte bis Ende Juni voll. Zusätzlich erhalten jetzt ~3% in Deutschland pro Woche ihre Erstimpfung und landen danach praktisch nicht mehr auf der Intensivstation. Da diese 3% nicht zufällig ausgewählt werden, sondern gerade ein hohes Risiko für einen schweren Corona Verlauf haben, entlastet man damit die Intensivstationen deutlich überproportional. Ich würde grob schätzen um 10%.
Ich denke also, dass die Zahlen auf den Intensivstationen in drei Wochen nicht mehr steigen werden, also noch bevor ein mögliches neues Infektionsschutzgesetz vom Bund darauf Einfluss haben könnte. Meine Prognose wäre ein Peak von Intensivpatienten von deutlich unter 7000 und wir damit nicht auf die Notreserve zurückgreifen müssten.

Noch zum Thema Inzidenz: Ein viel besserer Wert wäre eine Inzidenzsumme die nach Alter (und auch ob man schon eine Erstimpfung vor mindestens 1,5 Wochen erhalten hat) der infizierten Personen berechnet wird.
Es kann durchaus passieren, dass wir bis zu den Sommerferien eine Inzidenz von über 100 haben, da der Großteil der Menschen unter 30 sich nicht impfen lassen wird. Da in dieser Altersgruppe aber kaum jemand in den Intensivstationen landet ist das völlig unproblematisch und rechtfertigt keinesfalls Ausgangssperren, Verbot von Amateursport draußen oder Außengastronomie.

Lt. Divi bla bla bla noch so und so viele freie Betten
Und Personal ?
Covid Intensiv Patienten liegen auf dem Bauch.
Die müssen regelmäßig umgelagert werden.
Eine Umlagerung dauert 30 Minuten mit 4 Krankenschwestern.
Die sind am Anschlag und gehen auf dem Zahnfleisch ihr Rechenkünstler!


Antwort
Zitat
alwayswinning1111
Beigetreten: 22.07.2008

Original von schmandbacke
das was zatox sagt! vor allem wenn die grünen jetzt sogar geringere schwellwerte von 35-50 fordern. sobald die risikopatienten geimpft sind wird die reine inzidenz immer weniger aussagekräftig.

find auch sehr gut das fdp und freie wähler klagen wollen. wer ein gesetzt macht was teilweise gegen gesprochenes recht verstößt (ausgangssperre, reine inzidenzbetrachtung) muss damit rechnen. außerdem bremst es ja nichts, aber auch gar nichts aus. die länder haben alle die möglichkeit die maßnahmen umzusetzen laut landesverordnung, es steht ja nix neues im gesetz.

€: das mit dem tödlicher wurde bereits widerlegt. außerdem sagt auch kaum einer das wir keine notbremse brauchen, aber die besteht halt nur aus unseren alten regeln die ganz offensichtlich die ganze zeit schon eher mäßig wirken und von neuen sinnvollen regeln ist im gesetz nichts vorgesehen.

finde sehr gut dass fpd und afd dann um 24% der wählerschaft bei der bundestagswahl kämpfen. der rest der wähler wird unter den demokratischen fraktionen aufgeteilt.


Antwort
Zitat
Wody
Beigetreten: 23.01.2007

Original von FidiFlush
Lt. Divi bla bla bla noch so und so viele freie Betten
Und Personal ?
Covid Intensiv Patienten liegen auf dem Bauch.
Die müssen regelmäßig umgelagert werden.
Eine Umlagerung dauert 30 Minuten mit 4 Krankenschwestern.
Die sind am Anschlag und gehen auf dem Zahnfleisch ihr Rechenkünstler!

Sorry, aber du bist nicht schlauer als die Verantwortlichen vom DIVI. Die Krankenhäuser melden dem DIVI nämlich die tatsächlich betreibbaren Intensivbetten, sprich wenn sie kein Personal dafür haben dann melden sie das Bett nicht.

Die Tabelle „Intensivmedizinische Behandlungskapazitäten“ bietet eine Übersicht über die aktuell freien betreibbaren sowie die aktuell
belegten Kapazitäten für Erwachsene, unterteilt nach den verschiedenen Versorgungsstufen Low-Care, High-Care und ECMO. Die ITSKapazitäten für Kinder werden separat in den eckigen Klammern gezeigt.

https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/reports


Antwort
Zitat
FidiFlush
Beigetreten: 14.04.2009

Original von Wody

Original von FidiFlush
Lt. Divi bla bla bla noch so und so viele freie Betten
Und Personal ?
Covid Intensiv Patienten liegen auf dem Bauch.
Die müssen regelmäßig umgelagert werden.
Eine Umlagerung dauert 30 Minuten mit 4 Krankenschwestern.
Die sind am Anschlag und gehen auf dem Zahnfleisch ihr Rechenkünstler!

Sorry, aber du bist nicht schlauer als die Verantwortlichen vom DIVI. Die Krankenhäuser melden dem DIVI nämlich die tatsächlich betreibbaren Intensivbetten, sprich wenn sie kein Personal dafür haben dann melden sie das Bett nicht.

Die Tabelle „Intensivmedizinische Behandlungskapazitäten“ bietet eine Übersicht über die aktuell freien betreibbaren sowie die aktuell
belegten Kapazitäten für Erwachsene, unterteilt nach den verschiedenen Versorgungsstufen Low-Care, High-Care und ECMO. Die ITSKapazitäten für Kinder werden separat in den eckigen Klammern gezeigt.

https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/reports/blockquote >

Hab auch nicht geschrieben ob ein Bett betrieben werden kann oder nicht, sondern mit welchem Aufwand bei gleichbleibender Man Power. Verstehst du das nicht?
Wenn du auf einer Intensivstation 10 Herzinfarktpatienten hast oder 10 Covid Patienten ist das ein riesiger Unterschied, da hast du mind. den doppelten Aufwand körperlich, zzg. erschwerter Arbeitsbedingungen, Masken etc. + mehr psychische Belastung wegen Ansteckung.
Ja ich bin schlauer als du, meine Frau arbeitet da.


Antwort
Zitat
FidiFlush
Beigetreten: 14.04.2009

Von Doc Caro gerade eben :f_love:

Wenn wir vergessen, worum es geht!!

Seit Wochen geht es um Spitzenpolitiker, Stimmenfang, Öffentlichkeitsgefallen und Parteiposten.

Vor Monaten schon warnten Wissenschaftler und Ärzte vor der dritten Welle. Was ist passiert?

Nichts.
Ausser ein andauernder Brückendauerwellenbrecherlightlockdown.

Ein vermeintlicher Gründonnerstagslockdown very special light medium rare wurde zurückgenommen.
Und statt dessen NICHTS! gemacht.
Ich wiederhole. NICHTS!

Wir rennen offenen Auges ins Verderben. Die Fallzahlen steigen, die Intensivkapazitäten oder vielmehr alle Krankenhauskapazitäten sind im Sturzflug !
(..und jetzt kommt mir bitte hier nicht wieder mit dem "die Krankenhäuser sind leer blablabla". Einfach falsch)

Der Rettungsdienst weiß mittlerweile nicht mehr, welche Krankenhäuser er überhaupt noch anfahren kann, soll oder darf, Intensivstationen sind weitestgehend abgemeldet. Patienten, ja, auch vor allem die NON-COVID Patienten werden Kilometer weit durchs Land gefahren!

Und versteht mich nicht falsch: COVID geht uns an dieser Stelle alle an. Ob ihr es glaubt, erlebt, leugnet oder verharmlost: Denn uns Intensivmedizinern ist es letzten Endes egal, ob der Patient, der auf Station liegt COVID hat oder nicht (gut, der Aufwand ist erheblich mehr, was die Hygiene angeht); Uns ist es wichtig, dass wir behandeln KÖNNEN!
Können wir aber nicht, wenn es bald weder freie Betten und - noch wichtiger - Pflegekräfte, Ärzte usw gibt.

Und es ist eine einfache Rechnung: Betten = endlich.

Gesamtbetten = COVID + Non COVID
Oder eben auch
Gesamtbetten - COVID = Non COVID.

Also nochmal deutlich: Je mehr COVID Patienten es gibt, desto weniger Intensivbetten. FÜR ALLE ANDEREN!!

Immer mehr Ärzt*innen und Pfleger*innen schmeißen hin. Sind selbst krank. Können und wollen nicht mehr kompensieren.

Warum? Klar, wenn man ständig auf die Bedingungen hinweist, NICHTS passiert und man es am Ende ausbaden soll, dass sich manch anderer lieber damit beschäftigt, wo er sich wann wählen lässt. Und vor allem von wem.

Die K-Frage interessiert hier niemanden!!
Wir befinden und nämlich immer noch bei A!! AM ANFANG.

Da braucht es auch keine Rede zu bundeseinheitlichen Lösungen (die im Übrigen schon lange von diversen Stellen gefordert wurden) in der auf das Flehen der Intensivmediziner hingewiesen wird. Ein Flehen, was schon vor Wochen immer mehr Nachdruck bekam.. ALLE prophezeiten ein Drama. Und jetzt ist es da.

Ich hatte keinen Mathe-Leistungskurs, aber ich weiß, dass ein exponentielles Wachstum, was über den Kurvenanstieg hinaus geht, nicht mal eben linear zu durchbrechen ist. Ob mit Lockdown oder Impfung.

Ich weiß nicht mehr, wo das enden soll. Außer im Dauerlockdown und schachern um Krankenhauskapazitäten.
Aber vielleicht muss es erst soweit kommen, dass man selbst familiär betroffen ist, damit man versteht, dass JEDER, der nicht behandelt werden kann einer zu viel ist. JEDER. OB MIT ODER OHNE COVID. Aber vielleicht müssen Tote erst ein Gesicht bekommen? Die reinen Statistiken helfen ja offenbar nicht bei der Argumentation.

Erzählt mir nichts mehr von Triage. Wir sind mitten drin. Und zwar seid Monaten.
Triage heißt nur, dass die Ressourcen knapp sind, man weniger von Etwas hat, als benötigt wird. Das könnt ihr auf alles beziehen. Jeder für sich in seinen Gedanken.

Ich habe keine Lust mehr auf K-Fragen.

Ich hätte gerne die Antwort auf die P-Frage.
P wie Pandemie.

Von mir:
Was es gar nicht braucht sind Sofa Furzer die zu Hause im Sessel sich die Zahlen zusamnen reimen wie sie es brauchen.


Antwort
Zitat
mustangpower
Beigetreten: 20.02.2008

Original von RomeroSerao
Recherchiere gerade mal ein bisschen für mich bezüglich Friseurbesuche und dem dann nach Gesetz zwingend notwendigen negativen Testergebnis.

Laut Gesetz sind alle vom RKI zugelassenen Tests zugelassen - das impliziert laut Website auch Schnelltests (LAMP und TMA). Bekommt man denn dann von den Testzentren (die ja zumindest bei dem einen, dass ich kenne, nicht von medizinischem Personal betrieben werden) bei Schnelltests einen Wisch, dass man negativ ist? Habe bisher nur Schnelltests innerhalb meines Betriebs gemacht und da natürlich nichts bekommen.

der arbeitgeber kann aber einen wisch ausstellen, dass man an tag xy negativ getestet wurde...voraussetzung ist, dass der test unter aufsicht im betrieb durchgeführt wird
wird bei uns auf arbeit so gehandhabt und der wisch wird auch akzeptiert (mit unterschrift und firmenstempel)

edit:
für berlin https://www.berlin.de/sen/gpg/service/oft-gesucht/artikel.1070319.php


Antwort
Zitat
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