Ich denke, dass der Hauptgrund für die vielen Marssonden im Gegensatz zu den Sonden zu anderen Planeten der ist, dass wir den Mars von allen Planeten am leichtesten erreichen können und dass die Sonden, die man auf der Oberfläche absetzen kann, mehr als nur ein paar Stunden überdauern. Auf der Venus sind die Temperaturen für eine längere Funktionsdauer zu hoch, auf den Jupitermonden gibt es ein Problem mit der Energieerzeugung. Das gilt noch mehr für den Saturnmond Titan. Die Jupitermonde haben keine Atmosphäre, so dass das Bremsmanöver zum Absetzen einer Sonde mit Raktentreibstoff ausgeführt werden muss. Das zu transportieren ist viel teurer als eine Mission, die sich über Atmosphärenreibung und Fallschirm absetzen lässt. Auf dem Mars gibt es eine Chance, fossile Überreste von Leben auf der Oberfläche zu finden und eine Chance, bakterielles Leben nur Meter unter der Oberfläche zu finden. Das gibt es bei den Jupitermonden nicht. Dort muss man Kilometer unter die Oberfläche, für eine Chance, etwas finden zu können.
Ich bin nicht sicher, woher die Zahl von 4 Mrd. Jahren Alter für den Mars kommt. Der Mars ist der deutschen Wikipedia nach ca. 4,5 Mrd Jahre alt. Eine feste Kruste hat sich aber erst vor ca. 4 Mrd. Jahren gebildet, wie auf der Erde auch.
Die habitable Zone der Sonne reicht der Wikipedia nach bis in den Asteroidengürtel. Prinzipiell kann es aber auch ausserhalb davon geeignete Bedingungen von Leben geben, wenn andere Energiequellen zur Verfügung stehen, die flüssiges Wasser ermöglichen, wie z. B. Gezeitenkräfte bei den vier grossen Jupitermonden (der innerste Mond Io ist sogar zu heiss) und beim Saturnmond Enceladus. Selbst der Neptunmond Triton ist kein hoffnungsloser Kandidat, da er Geysire besitzt. Da muss es flüssiges Wasser unter der Oberfläche geben. Die Uranusmonde Titania und Oberon sind Kandidaten für einen mondumspannenden Ozean von 40-50 km Tiefe, ähnlich wie die Jupitermonde Europa und Ganymed. Auch Pluto ist ein Kandidat für einen Ozean aus Wasser unter der Eiskruste. Der momentan enfernteste Kandidat für einen Wasserozean ist der Kleinplanet Eris, doppelt so weit draussen wie Pluto.