Zum Forum springen
Diskussionsthread A...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

[Geschlossen] Diskussionsthread Atomkraft

1,140 Beiträge
151 Benutzer
0 Reactions
36.9 K Ansichten

Original von dhw86
kann man nicht irgendwie den radioaktiven abfall aus den akws im weltraum entsorgen?

also außerhalb des anziehungsbereichs der erde bringen, dann von der erde weg beschleunigen (obv nicht auf unsere nachbarplaneten) und dann fliegts immer weiter von der erde weg.

weil sonst fällt mir kein ort ein wo man das zeugs loswird, und eine alternative zu atomstrom gibts mittelfristig nicht.

ja könnte man aber wenn du mal bedenkst das so ein einzelner reaktor so 50-70 tonnen brennstäbe hat und aktuell die payload z.b einer ariane 5 keine 10 tonnen ist kannst du dir ausrechnen weiviel raketen du da hochschiessen müßtest um von allen kernkraftwerken das zeug ins all zu bringen.
dann musst du noch die gefahr bedenken wenn so ein ding beim start explodiert


BionicSam
Beigetreten: 12.06.2006

Kommentar im Spiegel:

Sicherheit in Deutschland


Powaaah
Beigetreten: 20.01.2007

oder in der atmosphäre. Ist aber alles nur ne kostenfrage. Ist nicht so schwer einen behälter zu entwickeln der einer solchen explosion stand hält + sicherheitssystem das es auch heil auf dem boden ankommt. Das gewicht wäre dann allerdings höher und die kosten damit nochmal viel höher.


PrenzelDante
Beigetreten: 23.05.2008

hallo zusammen, wollte hier auch mal meine meinung posten, vllt wollen einige meine antworten aufgreifen und weiterführen, oder wiederlegen, also hoffe insgeheim auf viele antworten da mich diese "atomfrage" schon seit langem beschäftigt,

-zunächst muss ich mich vorerst für diese form der energie gewinnung in deutschland ausprechen, ich bin mir durchaus dem risiko bewusst, dennoch bin ich der überzeugung das wir zur zeit anders nicht im stande wären die hohe energielast zu tragen, strom aus AKWs in frankreich zu kaufen ist für mich eine sehr paradoxe lösung, ein problem nur zu verschieben ist nun gar nicht im europäischem sinne

-gleichermaßen bin ich der meinung, dass für AKWs die höchst möglichen sicherheitsvorkehrungen getroffen werden müssen, da eine katastrophe nie zu 100% ausgeschlossen werden kann, daher sollte man die gefahr maximal einschränken

- aus dem oben genannten punkt finde ich die lage der AKWs in japan sehr kritisch,
eine anlage mit so großem zerstörerischem potential in ein erdbebengefährdetes gebiet zu bauen ist einfach untragbar, dann muss man eben in kauf nehmen lange leitungen zu verlegen und den strom in sicheren gebieten gewinnen,

- langfristig spreche ich mich definitiv für die erneuerbaren energiene aus, ich hoffe dass der plan unserer derzeitigen regierung aufgeht, und die atomkraftwerke sich selbst irgenwann abschaffen, indem die betreiber die subventionen für windkraftanlagen etc. tragen, (finde ich insgeheim auch keine schlechte idee) vllt verzögert sich dadurch trotzdem der übergang, da nicht genug geld in die kasse kommt

-vllt hat irgendjmd gestern noch anne will geguckt?, da war ein AKW beführworter, der in etwa das gesagt hat, " die katastrophe in japan war das beste was uns je passieren konnte, denn jetzt können wir diese debatte wieder aufgreifen", sowas finde ich unverschämt, ich finde man kann dem nichts gutes abgewinnen, außerdem werden die Grünen nie müde das thema weiterzuführen

- zuletzt will ich noch auf politisches/popularistisches eingehn, ich habe oft die vermutung das einige politiker ohne namen zu nennen, sich bei diesem thema häufig blind auf die seite der demonstranten stellen, nur der stimmen wegen, oder um sein ego durch applaus etwas aufzustocken, so etwas macht mich wütend, ein so wichtiges thema sollte mit aller erlichkeit diskutiert werden, denn nur so kann der
beste kompromiss erarbeitet werden

das waren jetzt einige punkte die ich mal loswerden wollte, würde mich sehr freuen wenn einige darauf eingehen, insgesamt ist dies eine ewige diskussion, ich hoffe trotzdem das sie irgendwann mal ein ende findet, auch in der politik


Powaaah
Beigetreten: 20.01.2007

Zu diesem McTwist noch.

Du redest von wind, sonnen und wasserenergie.

Wenn ich bedenke das ökofutzis bei wind und wasserenergie die ersten sind die dagegen sind weil die windräder die vögel irritieren und wasserkraftwerke die fischwanderung stören und und und. Ja da bleibt nur noch die sonnenenergie.

Die frage ist halt ob solche energieträger alle frei von folgen sind. Da man dem system ja irgendwo immer energie entzieht. Wenn es auf der ganzen welt nur nochWindkraftwerke gäbe. Ob die luftzirkulation dann nicht so gestört wird, das es irgendwelchen folgen hat. Oder bei solar das dort zum einen der boden auskühlt und zum anderen mehr sonne reflektiert wird und somit alles abkühlt.

Genauso wie das wasserstoff auto immer als so klimafreundlich gepriesen wurde, weil es nur wasserdampf ausspuckt. Wasserdampf ist allerdings auch ein klimagas quasi. Merkt man vorallem bei sonnenklaren nächten und nächten mit wolkendecke.


Das Problem bei der Grünenfraktion ist, das die Meisten (sicher nicht alle) es nicht schaffen um 2 Ecken zu denken.

1. Atomkraft ist gefährlich, Atomkraft muss weg
2. Autos sind böse, schaden der Umwelt, Erlektroautos müssen her
3. Erneuerbare Energien sind toll, alles muss darüber laufen

Jede dieser 3 Thesen ist sicher, für sich alleine gesehen, berechtigt. Zusammen aber einfach nicht umsetzbar. Noch exportieren wir in Deutschland mehr Strom als wir importieren. Schalten wir aber alle AKWs ab, wird sich das drastisch ändern. Wie schon erwähnt kaufen wir unseren Strom dann aus dem Ausland zu, bevorzugt dem Osten Europas, und dort werden neue AKWs gebaut, schön an der Grenze zu Deutschland mit wesentlich schlechteren Sicherheitsstandards als unsere derzeitigen, das ist sicher.

Alle AKWs weltweit abstellen und sie verbieten, so könnte man es machen, und wo kommt dann der Strom her ? Erneuerbare Energien reichen nichtmal bis 2050 aus um den weltweiten Strombedarf zu decken.

Und wenns nach den Ökos geht dann soll am besten 2050 auch schon jeder ein Elektroauto haben. Elektroauto ? Jaha, wenn dann jeder noch sein Auto an den Stromkreislauf hängt, dann kann man sich denken wie der Bedarf gegenüber heute steigt. Also noch mehr Strom der benötigt wird. Und das ohne AKWs ?? Träumt weiter...

Die Dinger sind nicht schön, erzeugen Atommüll wo keiner weiß wohin damit, das ist alles richtig. Mir wäre es auch lieber die gäbs nicht mehr, aber wenn man realistisch ist wird man eingestehen müssen das es noch viele Jahrzehnte ohne gar nicht geht.


derf0s
Beigetreten: 08.11.2008

Was ich mich immer frage (unabhängig jetzt ob ich Pro oder Contra Kernkraft bin) ist das Praktische also die Realität.

Angenommen wir schalten hier alle "Atommeiler" ab. Was passiert dann? Gibts dann in Deutschland schlagartig zehntausende Windkrafträder, überall Solarzellen etc.? Wohl kaum.

Die Energiekonzerne werden sich weiter auf Kernkraftwerke in Frankreich und Tschechien konzentrieren und dort vermutlich weitere bauen, die höchstwahrscheinlich geringere Sicherheitsanforderungen (insbesondere in CZ) haben als in Deutschland.

Was heißt das dann für uns? 1. Der Strom wird teurer 2. Die Gefahr wird nur weniger Kilometer über die deutsche Grenze "verlagert". Denn wenn jetzt in CZ ein Kernkraftwerk "hochgeht", hat das fast die gleichen verheerenden Folgen wie wenn eins in Hessen hochgeht.

Wenn man von der Kernkraft ernsthaft weg will, sollte dass auf EU-Ebene passieren. Das wird aber höchstwahrscheinlich nie passieren. Außerdem wird Deutschland/Europa dann immer weiter von China abgehängt werden (dann auch in Energiefragen).

Was uns bleibt, ist zu hoffen dass es findige Physiker gibt, die akribisch an neuen und ganzheitlichen Energiequellen arbeiten und dort Fortschritte machen (Stichwort: Kalte Fusion).

Da solche TOP-Forscher allerdings entweder in den USA oder vllt sogar in China sind (aus vielerlei Gründen) wird wohl, selbst wenn die "kalte Fusion" entwickelt ist, wir in Deutschland wohl erst Dekaden später davon erste Prototypen sehen.

Ergo: Kernkraft ist kritisch zu betrachten, insbesondere auch die Endlagerung. Aber wir haben zurzeit nun mal keine andere (ernsthafte -> siehe Kernkraftwerke in CZ) Wahl.


Jetzt setzt nach jeder Katastrophe die für Deutschland so typische Heuchlerei ein: diejenige die schon immer dagegen waren hab es ja immer gewußt und die, die dafür sind werden mit billiger Polemik verteufelt.


Original von derf0s

Da solche TOP-Forscher allerdings entweder in den USA oder vllt sogar in China sind (aus vielerlei Gründen) wird wohl, selbst wenn die "kalte Fusion" entwickelt ist, wir in Deutschland wohl erst Dekaden später davon erste Prototypen sehen.
.

Es gibt momentan 3 Erfolgsversprechende Kernfusionsprojekte. Der ITER steht zum Beispiel in Frankreich und daran sind die EU sowie Japan, Russland, Volksrepublik China, Südkorea, Indien und USA gleichermaßen beteiligt. Die 3 Projekte stehen allerdings nichts in einem Kongurrenzkampf untereinander sondern tauschen Daten und Forschungsergebnisse untereinander aus um sich gegenseitig vorranzubringen. Auch wenns noch ein paar Jahrzehnte dauern wird. Die Mühen ist es aufjedenfall wert wenn dadurch alle Energieprobleme auf der Welt gelöst werden können. Unerschöpfliche Ressourcen, umweltfreundlich, keine strahlenden Abfälle...
Der Wendelstein 7-X (weltweit größte Fusionsreaktor dieser Bauweise) wird außerdem gerade in Deutschland gebaut.


BoneCS
Beigetreten: 14.10.2006

Original von Powaaah
Die frage ist halt ob solche energieträger alle frei von folgen sind. Da man dem system ja irgendwo immer energie entzieht. Wenn es auf der ganzen welt nur nochWindkraftwerke gäbe. Ob die luftzirkulation dann nicht so gestört wird, das es irgendwelchen folgen hat. Oder bei solar das dort zum einen der boden auskühlt und zum anderen mehr sonne reflektiert wird und somit alles abkühlt.

Genauso wie das wasserstoff auto immer als so klimafreundlich gepriesen wurde, weil es nur wasserdampf ausspuckt. Wasserdampf ist allerdings auch ein klimagas quasi. Merkt man vorallem bei sonnenklaren nächten und nächten mit wolkendecke.

- man kann nur 40-60% der windkraft "gewinnen"
- wieso sollte der boden auskühlen? hab auch noch nie was davon gehört, dass z.B. im regenwald der boden auskühlt weil die sonne nich drauf strahlt -.-
- bei der imho einfachsten/billigsten solarkraftwerken wird das licht auf röhren mit öl gerichtet die sich erhitzen und dann gehts wie gewohnt weiter. das licht wird also nich in den weltraum reflektiert... und selbst wenn, glasfaßaden, autos und was weiß ich was reflektieren doch alles das licht und was soll da bei solarkraftwerken jetzt schlimmer sein? dann kommt die nächste eiszeit oder wie :rolleyes:

@pro atomkraft
ich war bis vor japan auch noch atomkraftbefürworter. allerdings dachte ich bis dahin auch, dass die kettenreaktion schneller beendet werden kann im notfall und nich so abhängig von versorgung von außen ist. imho müssen da ganz andere sicherheitsstandards her. kleinere brennstäbe oder was weiß ich aber das wenn einfach "nur" die kühlung ausfällt das ganze nicht mehr zu beherschen ist, find ich schon zu krass.


IronMaiden666
Beigetreten: 27.11.2007

Original von BoneCS

@pro atomkraft
ich war bis vor japan auch noch atomkraftbefürworter. allerdings dachte ich bis dahin auch, dass die kettenreaktion schneller beendet werden kann im notfall und nich so abhängig von versorgung von außen ist. imho müssen da ganz andere sicherheitsstandards her. kleinere brennstäbe oder was weiß ich aber das wenn einfach "nur" die kühlung ausfällt das ganze nicht mehr zu beherschen ist, find ich schon zu krass.

Die Kettenreaktion dürfte schon nach dem Erdbeben gestoppt worden sein...
Was du meinst ist die Nachzerfallswärme.

http://de.wikipedia.org/wiki/Nachzerfallsw%C3%A4rme


knuddelhundi
Beigetreten: 26.09.2007

Was uns bleibt, ist zu hoffen dass es findige Physiker gibt, die akribisch an neuen und ganzheitlichen Energiequellen arbeiten und dort Fortschritte machen (Stichwort: Kalte Fusion). Da solche TOP-Forscher allerdings entweder in den USA oder vllt sogar in China sind (aus vielerlei Gründen) wird wohl, selbst wenn die "kalte Fusion" entwickelt ist, wir in Deutschland wohl erst Dekaden später davon erste Prototypen sehen.

Wenn du nicht weisst wie der Wissenschaftsbetrieb funktioniert dann spar dir Kommentare darüber und bediene dich nicht wieder in deiner Klischeeschublade..

Wie schon gesagt sind Projekte wie Fusionskraftwerke so aufwendig in Sachen Kosten und Know-How das viele Länder daran beteiligt sind.

Wenn man von der Kernkraft ernsthaft weg will, sollte dass auf EU-Ebene passieren. Das wird aber höchstwahrscheinlich nie passieren. Außerdem wird Deutschland/Europa dann immer weiter von China abgehängt werden (dann auch in Energiefragen).

Das is wohl deine Argumentation bei allen globalen Problemen. Die andern machen nicht mit also müssen wir auch nichts tun. So kann man sich natürlich aus jeder Verantwortung herauswieseln.


derf0s
Beigetreten: 08.11.2008

Original von knuddelhundi

Was uns bleibt, ist zu hoffen dass es findige Physiker gibt, die akribisch an neuen und ganzheitlichen Energiequellen arbeiten und dort Fortschritte machen (Stichwort: Kalte Fusion). Da solche TOP-Forscher allerdings entweder in den USA oder vllt sogar in China sind (aus vielerlei Gründen) wird wohl, selbst wenn die "kalte Fusion" entwickelt ist, wir in Deutschland wohl erst Dekaden später davon erste Prototypen sehen.

Wenn du nicht weisst wie der Wissenschaftsbetrieb funktioniert dann spar dir Kommentare darüber und bediene dich nicht wieder in deiner Klischeeschublade..

Wie schon gesagt sind Projekte wie Fusionskraftwerke so aufwendig in Sachen Kosten und Know-How das viele Länder daran beteiligt sind.

Wenn man von der Kernkraft ernsthaft weg will, sollte dass auf EU-Ebene passieren. Das wird aber höchstwahrscheinlich nie passieren. Außerdem wird Deutschland/Europa dann immer weiter von China abgehängt werden (dann auch in Energiefragen).

Das is wohl deine Argumentation bei allen globalen Problemen. Die andern machen nicht mit also müssen wir auch nichts tun. So kann man sich natürlich aus jeder Verantwortung herauswieseln.

Dass du dir da gezielt die Sachen aus dem Zusammenhang reißt finde ich bischen unfair. Ich habe nirgendwo gesagt, dass ich Für oder Gegen Kernkraft bin. Außerdem frag ich mich wieso du bewusst nicht auf die Argumentation bezüglich CZ und Frankreich eingehst. Insbesondere hierzu hätte ich gerne mal eine Stellungnahme bzw. eine Diskussion. Also was es "bringt" wenn es in Deutschland keine Kernkraftwerke mehr gibt, aber dann umso mehr in CZ, die dann nicht so sicher sind etc.

Original von derf0s
Was ich mich immer frage (unabhängig jetzt ob ich Pro oder Contra Kernkraft bin) ist das Praktische also die Realität.

Angenommen wir schalten hier alle "Atommeiler" ab. Was passiert dann? Gibts dann in Deutschland schlagartig zehntausende Windkrafträder, überall Solarzellen etc.? Wohl kaum.

Die Energiekonzerne werden sich weiter auf Kernkraftwerke in Frankreich und Tschechien konzentrieren und dort vermutlich weitere bauen, die höchstwahrscheinlich geringere Sicherheitsanforderungen (insbesondere in CZ) haben als in Deutschland.

Was heißt das dann für uns? 1. Der Strom wird teurer 2. Die Gefahr wird nur weniger Kilometer über die deutsche Grenze "verlagert". Denn wenn jetzt in CZ ein Kernkraftwerk "hochgeht", hat das fast die gleichen verheerenden Folgen wie wenn eins in Hessen hochgeht.

Theoretisch ist eine Welt die auf Kernkraft verzichten kann natürlich anzustreben und wäre wünschenstwert. Aber man muss realistisch bleiben und sich überlegen, was wäre wenn etc.


knuddelhundi
Beigetreten: 26.09.2007

Also was es "bringt" wenn es in Deutschland keine Kernkraftwerke mehr gibt, aber dann umso mehr in CZ, die dann nicht so sicher sind etc.

Warum glaubst du dass neue Atomkraftwerke in anderen Ländern weniger sicher sind als hier? Es ist ja nicht so dass die die Technik selber entwickeln und bauen, das meiste wird wohl von Firmen wie Toshiba geliefert und aufgestellt. Zudem gibt es ja noch internationale Übereinkommen, Kontrollen, Standards etc.


dezi
Beigetreten: 13.11.2006

Original von knuddelhundi

Also was es "bringt" wenn es in Deutschland keine Kernkraftwerke mehr gibt, aber dann umso mehr in CZ, die dann nicht so sicher sind etc.

Warum glaubst du dass neue Atomkraftwerke in anderen Ländern weniger sicher sind als hier? Es ist ja nicht so dass die die Technik selber entwickeln und bauen, das meiste wird wohl von Firmen wie Toshiba geliefert und aufgestellt. Zudem gibt es ja noch internationale Übereinkommen, Kontrollen, Standards etc.

Richtig. Wohl jedes Kernkraftwerk, das heute irgendwo gebaut würde, wäre "sicherer" als viele der Uraltkraftwerke, die bei uns in D stehen.
s.a. http://www.ngo-online.de/2007/07/17/wasserstoffexplosionen/


RuthlessRabbit
Beigetreten: 13.03.2007

Original von NoLimitProjekt

Original von Mathiss
jo klar, du weißt aber schon, das die 4 Energiekonzerne 2010 ca 30 Milliarden Gewinn gemacht haben? Man stelle sich vor auch nur ein drittel davon würde jedes Jahr in erneuerbare Energie investiert

Es macht so oder so keinen sinn soviel geld in EE zu investieren, da die Technik noch nicht so weit ist. Diese ganzen sinnlosen Subventionen für Solarenergie hat die Steuerzahler auch Milliarden gekostet, obwohl es sich ganz offensichtlich in deutschland nicht lohnt.

zugegeben der gewinn ist zu groß aber die alternative zu dem gewinn sind doch keinen EE. AKWs sind nunmal die billigste Art strom zu produzieren !

Deine Aussage, ist leider falsch und ziemlich unbedacht.
Atomstrom ist nicht der günstigste Strom! Recherchiere doch erstmal und glaub nicht alles was dir die Energiekonzerne oder Parteien wie die CDU weiß machen wollen.

Auf solch niedrige Kosten pro Kilowattstunde kommen AKW-Betreiber allerdings nur, wenn sie versteckte Subventionen berücksichtigen", sagte Wolfgang Irrek, Energieexperte am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie dem Zeit-Ableger. Zu den von Irrekt erwähnten versteckten Subventionen gehören beispielsweise besonders günstige Kredite, wie sie Finnland bietet. Wer dort einen EPR baut, bekommt einen Zinssatz von nur 2,6 Prozent. Auf die von den Betreibern angenommene Laufzeit von 60 Jahren gerechnet, kostet der Kredit 5 Milliarden Euro. Nimmt man hingegen einen marktüblichen Zinssatz von 7 Prozent an, liegen die Finanzierungskosten bei 13 Milliarden Euro.

Dazu kommt, dass die Betreiber ihre Kraftwerke nicht ausreichend versichern. Im Falle eines Unfalls haftet der Betreiber in unbegrenzter Höhe. Experten schätzen die Schäden eines sogenannten größten anzunehmenden Unfalls (GAU) auf bis zu 5 Billionen Euro (€5.000.000.000.000). Der tatsächlich versicherte Wert liegt jedoch meist darunter. In Deutschland etwa brauchen die Kraftwerkbetreiber nur einen Schaden bis zu einer Höhe von 2,5 Milliarden Euro (€2,500.000.000) zu versichern. Auch das ist eine Subvention: Müssten die Betreiber den geschätzten Schaden eines Unfalls in voller Höhe versichern und würden diese Kosten auf den Strompreis umlegen, stiege der nach den Berechnungen von Zeit Wissen um 5,5 Cent pro Kilowattstunde. Um einen weiteren halben Cent schließlich steigt der Preis, wenn die Bedingungen der Stromerzeugung berücksichtigt werden: Die Betreiber rechneten damit, dass ihre Kraftwerke 60 Jahre mit einer jährlichen Auslastung von 87 Prozent liefen. Realistisch seien jedoch Laufzeiten von 40 Jahren mit einer Auslastung von 80 Prozent. Bezieht man alle diese Faktoren mit ein, so Zeit Wissen, koste die Kilowattstunde Atomstrom zwischen 8,7 und 10,3 Cent. Die Baukosten eines EPR liegen bei etwa 4,7 Milliarden Euro. Über seinen gesamten auf 60 Jahren ausgelegten Lebenszyklus kostet ein Reaktor jedoch mehr als das 15fache: Die Kosten für Instandhaltung, die Wartung und das Personal beziffert die Zeit mit etwa 6 Milliarden Euro über die gesamte Laufzeit. Um die Technik des Kraftwerks und der Sicherungssysteme auf dem aktuellen Stand zu halten, werden gut 800 Millionen Euro fällig. Für den Brennstoff, das spaltbare Uran 235, müssen die Betreiber etwa 2,6 Milliarden Euro zahlen, für die Zwischen- sowie die spätere Endlagerung der ausgebrannten Brennstäbe weitere 3,9 Milliarden Euro. Ist das Kraftwerk am Ende seiner Laufzeit angekommen, muss es aufwendig abgebaut werden - das kostet etwa 600 Millionen Euro. Rechnet man schließlich die Finanzierungskosten von 13 Milliarden Euro sowie eine nichtsubventionierte Versicherung, die 40,2 Milliarden Euro betragen würde, ein, zahlt der Betreiber für sein Atomkraftwerk knapp 72 Milliarden Euro.

http://www.golem.de/0905/66933.html

Es ist wesentlich sinnvoller, erneuerbare Energien zu subventionieren, als die veraltete Kernenergie. Erneuerbare Energien schaffen 10.000 von Arbeitsplätze und die Technik kann ins Ausland exportiert werden.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1178708/Was-kostet-Atomstrom%253F

Seit 1950 über €300 Milliarden Subventionen!!


RuthlessRabbit
Beigetreten: 13.03.2007

Original von zickei
wer gegen atomstrom ist, ist für die abhängigkeit von russischem gas, chinesischer kohle und atomstrom aus dem ausland.

wer funktionierende anlagen abschalten will hat sie nicht mehr alle.

Weiß du eigentlich woher das Uran kommt, das wir für den so tollen Atomstrom benötigen? Aus Deutschland sicher nicht.
Oh siehe da, es kommt aus Russland, Afrika und anderen Ländern.
Deutschland ist davon genau so abhängig.


diego666
Beigetreten: 19.02.2006

Original von RuthlessRabbit

Original von zickei
wer gegen atomstrom ist, ist für die abhängigkeit von russischem gas, chinesischer kohle und atomstrom aus dem ausland.

wer funktionierende anlagen abschalten will hat sie nicht mehr alle.

Weiß du eigentlich woher das Uran kommt, das wir für den so tollen Atomstrom benötigen? Aus Deutschland sicher nicht.
Oh siehe da, es kommt aus Russland, Afrika und anderen Ländern.
Deutschland ist davon genau so abhängig.

Ich schätze, er denkt, dass Uran von deutschen Biobauern angepflanzt wird.


In anderen Ländern sind die Sicherheitsstanddarts wirklich nicht so hoch. Brasilien baut auch noch AKWs aufm Stand von vor 30 Jahren... Übridings dt Technologie...

Ihr müsst zwischen Atomstromsubventionierung und Atomforschungssubventionierung unterscheiden!!!

Vorallem letzteres sollte man deutlich weiter fördern, Atomkraft ist die Energie der Zukunft, leider nicht in Deutschland, aber in Brasilien, Indien, China usw usw. Die Anzahl der AKWs wird sich noch vervielfältigen. Mit dem Verkauf von Patenten und Technik würde dt sehr viel verdienen, und hat es auch schon!
Das dt dadurch Milliarden wieder rein geholt hat wird verschwiegen.

Klar, auch Erneuerbare Energien können so etwas veredienen, die aufsteigenden und kaufkräftigen Länder werden aber nicht teure Solarenergie kaufen, siehst ja wie sie ihre heimische Natur und Bevölkerung ausbeuten.

Und hier steht das Atomstrom garnicht, Erneuerbare Energie aber mit bis zu 50c/kWh subventioniert wird:
http://www.buerger-fuer-technik.de/body_subventionen_bei_stromerzeugun.html

Ist eine Zusammenfassung der Wikibeiträge zu dem Thema.

Btw at BoneCS: Wenn du nur 40% von der Windenergie nutzt, aber dann wieder 40% und dann wieder 40% bist du ganz schnell bei keinem Wind mehr. Das wäre fatal für unsere Natur und unser Klima!
Ich kann nicht verstehen wie sogenannte Umweltschützer dies verantworten können, oder einfach nicht über den Tellerrand gucken.


RuthlessRabbit
Beigetreten: 13.03.2007

Original von sdersein

Und Atomstrom wird garnicht so subventioniert. Kann mich auch nicht erinnern das es ne extra Solarstromsteuer gibt wodurch der Staat Milliarden ein nimmt.

Es ist einfach nichts ineffizienter als Solarstrom oder WIndkraft.

Ps: Wenn Deutschland weiter Atomkraftwerke bauen würde hätten wir wohl bald Atomkraftwerke gehabt die niemals nen GAU verursachen würden, aber nein, dt baut keine mehr, also lohnt die Forschung für diese nicht mehr weil Brasilien und co die alten wirtschaftlicheren Atomkraftwerke weiter bauen wird.

1. Es gibt wohl nichts anderes in Deutschland, das so stark subventioniert wird wie Kernenergie.

2. Selbst CDU Politiker sagen, dass Kernenergie nur eine Brückenlösung ist. Fakt ist einfach, Kernenergie ist eine veraltete Technik. Uran ist begrenzt. Die ganze Welt setzt auf Kernenergie und baut fleißig weitere Kraftwerke. Uran wird immer knapper und teurer werden.
In 10 Jahren können erneuerbare Energien um einiges leistungsfähiger sein. Es macht deshalb keinen Sinn, Kernkraftwerke noch weitere 20+ Jahre laufen zu lassen.