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DNA phenotyping bei Ermittlungsarbeit

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Rydizzle
Beigetreten: 14.05.2008

Hier im Freiburger Raum gab es innerhalb von drei Wochen zwei Vergewaltigungen mit Tötung. Im ersten Fall wurde Täter-DNA festgestellt und Abgleiche haben bisher noch nichts ergeben.
Nun entbrennt eine Diskussion, ob man anhand der DNA die Tätermerkmale (Ethnie, Haarfarbe, Augenfarb) feststellen dürfen sollte.

Artikel in der Badischen Zeitung

Kommentar in der Badischen Zeitung

Gut so wie es ist? Oder nicht mehr zeitgemäß?


Antwort
Zitat
25 Antworten
Cobai
Beigetreten: 04.01.2010

"Es soll unterbinden, dass ganze Bevölkerungsgruppen durch fehlerhafte Verfahren – die es in der Tat schon gab – irrtümlich unter Verdacht geraten"
"Menschen, auch Mörder, dürfen nicht auf ihr Aussehen reduziert werden"

Passiert bei Phantombildern nicht genau dasselbe? Ersetze "fehlerhafte Verfahren" durch "fehlerhafte Erinnerung"


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Pokersaft
Beigetreten: 02.03.2006

Oha wusste gar nicht, dass das geht.
Soll definitiv gemacht werden.


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scrappyyyy
Beigetreten: 23.01.2011

Funktioniert ja auch in anderen Ländern der EU und ist nun hilfreich bei der Suchen nach einem Verbrecher.

Es soll ja nicht eine ethnische Gruppe unter generalverdacht gestellt werden, es könnte sie ja sogar aus dem Kreuzfeuer nehmen. Wer weiß wie viele Stimmen sagen, dass es die FLÜCHTLINGE SIND! die unsere Blonden Frauen vergewaltigen und umbringen. Und dann stellt sich raus, dass es n blonder bläuiger Europäer ist 8[

Vielmehr ist das Ziel einer solchen Analyse doch das Einschränken des Umfelds in dem die Ermittlungen laufen.

(Falls es ja wirklich so eine DNA Probe gibt, wieso wird dann nicht einfach so ein riesiger Speicheltest gemacht? Gab es doch auch schon mehrmals?)


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Zitat
Onken
Beigetreten: 29.06.2007

So Speicheltests sind halt auch nur freiwillig.


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gammastrahler
Beigetreten: 05.01.2010

Original von Cobai
"Es soll unterbinden, dass ganze Bevölkerungsgruppen durch fehlerhafte Verfahren – die es in der Tat schon gab – irrtümlich unter Verdacht geraten"
"Menschen, auch Mörder, dürfen nicht auf ihr Aussehen reduziert werden"

:why:

ich kann nicht mehr, diese ganzen nichtsnutze müssen doch vom staat beauftragt worden sein den halbwegs intelligenten pöbel in wahnsinn und selbstmord zu treiben


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Zitat
Rydizzle Themenstarter
Rydizzle
Beigetreten: 14.05.2008

Zumindest den Ermittlern sollte diese Information zugänglich gemacht werden und nicht per Gesetz verboten sein. Wie man damit in der Öffentlichkeit umgeht kann man ja gerne diskutieren, aber sich der Sache grundsätzlich zu verweigern ist in meinen Augen nicht mehr zeitgemäß.
Das tut einfach weh, dass man in diesem Mordfall die Möglichkeiten hätte das Täterfeld für die Ermittler einzuschränken, aber man es hier einfach nicht machen darf. Es entspricht ja auch nicht mehr als einer Täterbeschreibung wie von einem Augenzeugen. Auch Augenzeugen sind fehlbar und trotzdem wichtig.


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Cuoco199
Beigetreten: 23.02.2009

OK, angenommen es war ein Syrer, der seit ein paar Monaten in Deutschland lebt. Was dann?


Antwort
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scrappyyyy
Beigetreten: 23.01.2011

Glaube nicht, dass die DNA sagt wie lange er in Deutschland lebt.


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AbbAUbaR
Beigetreten: 26.02.2007

Verstehe die Bedenken nicht so ganz. Bei einem Phantombild, das an die Öffentlichkeit geht, kann ich's ja nachvollziehen, dass man besorgt ist, dass da die weniger intellenten Bürger zur Verallgemeinerung tendieren könnten. Aber DNA-Ergebnisse dienen doch nicht zur öffentlichen Fahndung und gelangen auch im Normalfall nicht an die Öffentlichkeit. Vielleicht bin ich auch einfach nur dum/naiv, aber wäre schon praktisch, wenn die Ermittler so viele Hinweise auf den Täter wie möglich zur Verfügung hätten.


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Zitat
enni77
Beigetreten: 10.02.2014

Original von Cuoco199
OK, angenommen es war ein Syrer, der seit ein paar Monaten in Deutschland lebt. Was dann?

die dümmste frage die ich hier gelesen habe ehrlich :f_mad: wenns ein syrer war wird man nun nicht gleich die ganzen syrer einsperren was würdest du sagen wenns deine tochter oder frau wäre die nun tot daliegt ?


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AbbAUbaR
Beigetreten: 26.02.2007

Solche Dinge immer auf eine emotionale Ebene zu heben (was wäre, wenn es dein Kind wäre?), ist aber auch nicht unbedingt einer sachlichen Diskussion dienlich.


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cptbanano
Beigetreten: 08.03.2009

DNA-Test sagt, Täter ist ein Asiate --> Personen asiatischer Herkunft werden vermehrt kontrolliert. Blickfeld der Polizei beschränkt auf Asiaten, obwohl der Test möglicherweise fehlerhaft ist.

DNA-Test sagt, Täter ist ein weißer Europäer --> nichts passiert


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Pokersaft
Beigetreten: 02.03.2006

Original von Rydizzle
Zumindest den Ermittlern sollte diese Information zugänglich gemacht werden und nicht per Gesetz verboten sein. Wie man damit in der Öffentlichkeit umgeht kann man ja gerne diskutieren, aber sich der Sache grundsätzlich zu verweigern ist in meinen Augen nicht mehr zeitgemäß.
Das tut einfach weh, dass man in diesem Mordfall die Möglichkeiten hätte das Täterfeld für die Ermittler einzuschränken, aber man es hier einfach nicht machen darf. Es entspricht ja auch nicht mehr als einer Täterbeschreibung wie von einem Augenzeugen. Auch Augenzeugen sind fehlbar und trotzdem wichtig.

Ich denke, dass ist ein Grund warum auch in Kooperation mit Frankreich ermittelt wird, die schicken das Material rüber mit dem Kommentar "schaut mal ob ihr was damit anfangen könnt".


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Zitat
CURVASUDMILANO
Beigetreten: 05.01.2010

Original von cptbanano
DNA-Test sagt, Täter ist ein Asiate --> Personen asiatischer Herkunft werden vermehrt kontrolliert. Blickfeld der Polizei beschränkt auf Asiaten, obwohl der Test möglicherweise fehlerhaft ist.

DNA-Test sagt, Täter ist ein weißer Europäer --> nichts passiert

Ich glaube du hast da etwas verwechselt...


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Zitat
KingCrazy93
Beigetreten: 02.10.2010

Da die Polizei wahrscheinlich bester Kunde des Labores ist glaube ich kaum dass das erfragen dieser info und die herausgabe größere Probleme darstellt.

Am Telefon: schaut gleicht mal dies, schaut gleich mal das... "ok"

Das man als Onlineblatt daraus ein Thema machen kann ist normal in Zeiten wo sich Montagsmitläufer an jeden Strohhalm klammern.


Antwort
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Schnicker
Beigetreten: 03.03.2006

Hat eigentlich sonst noch jemand aus Freiburg so ein widerliches Hetzblatt im Briefkasten gehabt?


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Zitat
scrappyyyy
Beigetreten: 23.01.2011

Original von KingCrazy93
Da die Polizei wahrscheinlich bester Kunde des Labores ist glaube ich kaum dass das erfragen dieser info und die herausgabe größere Probleme darstellt.

Am Telefon: schaut gleicht mal dies, schaut gleich mal das... "ok"

Das man als Onlineblatt daraus ein Thema machen kann ist normal in Zeiten wo sich Montagsmitläufer an jeden Strohhalm klammern.

Genau, weil so ein Labor einfach mal fix ien Paar gesetze bricht.


Antwort
Zitat
nemesis0381
Beigetreten: 25.12.2014

So wie ich Deutschland kenne wird es etwas Dauern bis so etwas gesetzlich geändert und umgesetzt wird, wenn überhaupt.

Wenn (Fremd) DNA an einem Tatort gefunden wird dann muss die nicht von dem Täter sein.
Hier wird so viel gesprochen über die DNA kann das Profil eines Täters gemacht werden. Ich würde eher Sagen eines Verdächtigen und solange keiner schuldig gesprochen wurde ist er kein Täter.

Stell ich mir verrückt vor wenn ein Profil ermittelt wird und dann in der Öffentlichkeit gesagt wird es ist der Täter, es wird ein Verdächtiger gesucht.

Selbst wenn man ein eingegrenztes Profil hat wird man wohl nicht von jeder Person einer ganzen Gruppe an Verdächtige einfach so eine Speicherprobe nehmen dürfen.

Ich kann mich ganz dunkel an einem Fall erinnern wo eine Studentin ermordet wurde und ein Spürhund in ein Vorlesungssaal gelaufen ist. Ich glaube alle mussten eine Speichelprobe abgeben, schon lange her ich kann mich nicht mehr genau erinnern.


Antwort
Zitat
Rydizzle Themenstarter
Rydizzle
Beigetreten: 14.05.2008

Original von nemesis0381

Spoiler

So wie ich Deutschland kenne wird es etwas Dauern bis so etwas gesetzlich geändert und umgesetzt wird, wenn überhaupt.

Wenn (Fremd) DNA an einem Tatort gefunden wird dann muss die nicht von dem Täter sein.
Hier wird so viel gesprochen über die DNA kann das Profil eines Täters gemacht werden. Ich würde eher Sagen eines Verdächtigen und solange keiner schuldig gesprochen wurde ist er kein Täter.

Stell ich mir verrückt vor wenn ein Profil ermittelt wird und dann in der Öffentlichkeit gesagt wird es ist der Täter, es wird ein Verdächtiger gesucht.

Selbst wenn man ein eingegrenztes Profil hat wird man wohl nicht von jeder Person einer ganzen Gruppe an Verdächtige einfach so eine Speicherprobe nehmen dürfen.

Ich kann mich ganz dunkel an einem Fall erinnern wo eine Studentin ermordet wurde und ein Spürhund in ein Vorlesungssaal gelaufen ist. Ich glaube alle mussten eine Speichelprobe abgeben, schon lange her ich kann mich nicht mehr genau erinnern.

Der Fall war gerade so hier in Freiburg eben bezüglich der Studentin. Sie mussten nicht, sondern das basierte auf freiwilliger Basis. Mit der Begriffsabgrenzung Täter/Verdächtiger hast du natürlich vollkommen recht. Anlass zur Diskussion ist jetzt aber nicht wirklich ob und wie sehr man diese Fund oder die Daten gewichtet, sondern dass man sie überhaupt verwenden darf bzw. die Polizei es verwenden darf.
Angaben zur Haarfarbe, Augenfarbe, ethnischer Herkunft sind einfach Hinweise, die bei den Ermittlungen enorm helfen. Beim ersten Mordfall hier in Freiburg sind jetzt, glaube ich, 4 Wochen vorbei. DNA an der Leiche + an einem zweiten liegengelassenen Fahrrad sind die gleichen. Dementsprechend ob Täter oder nicht würde es enorm weiterhelfen, wenn man diese Suche nach der Person einschränken könnte. Das DNA-Material ist vorhanden - nur in Deutschland ist es gesetzlich verboten.
Artikel in der FAZ über DNA Phenotyping


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