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Ereignisse an der westlichen Pazifikküste und ihre Folgen

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'Jod 134 kann nicht im Abklingbecken entstehen, sondern ist ein "Abfallprodukt" einer atomaren Kettenreaktion. Wird also Jod 134 außerhalb des Reaktors gemessen ist jedem logisch denkenden Menschen klar, daß erstens der Reaktorkern frei liegt (Sicherheitsbehälter undicht ist) und zweitens eine Kettenreaktion stattfindet, bei der dieses Isotop mit sehr kurzer Halbwertszeit von ca. 53 Minuten ständig nachgeliefert wird.'

Stimmt das?
Zweifelt Tepco deshalb an den Daten? Haben die sich vielleicht wirklich vermessen?
(Kettenreaktion würde heissen die geschmolzenen Brennstäbe haben sich trotz Bor und H²O wieder 'eingeschaltet' und geben Gas! Jod134 könnte noch von Regelbetrieb übrig sein, die Restmenge müsste sich aber in 16 Tagen ca 430x halbiert haben.)

Das hier ist ev. für Auskenner, Physiker interessant:

NISA Messungen der Strahlung und der Isotopenkonzentration im Reaktor-Kellerwasser:
http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110327-1-5.pdf

Status und Parameter der Reaktoren:
http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110327-1-2.pdf

http://www.nisa.meti.go.jp/english/


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Zitat

derstandard:
'Andere Schreckensmeldungen erwiesen sich als überzogen. Als Tepco am Sonntag vermeldete, in Wasserlacken in Reaktor 2 sei Jod 134 gefunden worden, schien der Super-GAU ein Stück nähergerückt. Noch näher lag glücklicherweise eine Verwechslung. Man prüfe erneut und habe wahrscheinlich Jod und Kobalt durcheinandergebracht, hieß es später.
Jod 134 ist ein sehr kurzlebiges Spaltprodukt, das in laufenden Reaktoren entsteht, Kobalt hingegen kann auch im Kühlwasser eines gestoppten Reaktors gefunden werden. Die Reaktoren in Fukushima waren nach dem Beben am 11. März abgeschaltet worden.'

Ich hoffe sehr die lügen wahrscheinlich nicht und sind wahrscheinlich wirklich zu dumm einfache Messungen durchzuführen! :facepalm:


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+++ 18.30 Tepco: Strahlung in Reaktorwasser 100.000-fach erhöht +++
Die Strahlung im Wasser aus dem Fukushima-Reaktor 2 liegt nach neuen Angaben des Betreibers Tepco 100.000 Mal höher als normal. Damit berichtigt das Unternehmen laut einem Bericht der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo frühere Angaben. Tepco hatte in ersten Angaben berichtet, dass das Wasser in dem Turbinenhaus zehn Millionen Mal höher als sonst belastet gewesen sein soll. Tepco macht Messfehler verantwortlich.

+++ 19.28 Tepco-Vize Muto entschuldigt sich für Messfehler +++
Der Vizepräsident des AKW-Betreiber Tepco entschuldigt sich für den Fehler, dass die Strahlung im Wasser des Turbinengehäuses von Reaktor 2 mit einer tödlichen Dosis von zehn Millionen Mal der Normalstrahlung angegeben wurde. "Es tut mir sehr leid", sagt der Manager Muto zu der neuen Panne des Konzerns, der für sein Krisenmanagement und wegen mangelhaften Wartungen in der Kritik steht. "Ich werde sicherstellen, dass solche Fehler nicht mehr vorkommen."


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McTwist
Beigetreten: 28.02.2006
PokerStrategist

+++ 21.07 Greenpeace: Evakuierungszone ausweiten +++
Greenpeace fordert eine Ausweitung der Evakuierungszone rund um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima. Nach Angaben der Umweltschutzorganisation herrscht in dem Ort Iitate 40 Kilometer nordwestlich des Kraftwerks eine Strahlenbelastung von bis zu zehn Microsievert pro Stunde. Ein solcher Wert mache eine Evakuierung notwendig. Vor allem für Kinder und Schwangere sei es nicht sicher, weil sie bereits innerhalb weniger Tage der jährlich erlaubten Strahlenbelastung ausgesetzt seien.


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Tunnelblicker
Beigetreten: 31.10.2007
Elite Grinder

Wow, wenn das stimmt, dann scheint das ja eher Richtung Tschernobyl Organisation zu gehen. Ich meine kann doch nicht so schwer sein nen paar Geigerzähler in 1km Schritten vom Kraftwerk aufzustellen.


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Naja je nach Genauigkeit, brauchst du da in einem Radius von 40-50km schon ein paar mehr Messgeräte.


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'Im Reaktor 2 des nach der Beben- und Tsunami-Katastrophe havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima eins hat nach Einschätzung der Regierung vorübergehend eine Kernschmelze eingesetzt. Das sagte Regierungssprecher Yukio Edano am Montag. Die im dortigen Turbinengebäude im Wasser entdeckte hochgradige Radioaktivität sei auf diese teilweise Kernschmelze zurückzuführen, sagte der Sprecher. In dem Wasser waren mehr als 1.000 Millisievert pro Stunde gemessen worden. Der Regierungssprecher übte scharfe Kritik an dem Umgang Tepcos mit den Messwerten. Das sei "inakzeptabel", sagte Edano.
Laut Tepco könnte es sein, dass die Druckkessel aller drei Reaktoren beschädigt seien. Grund sei, dass die Kessel noch nicht mit Wasser gefüllt seien. Einen genauen Überblick über die momentane Situation in den Kesseln habe man sich noch nicht verschaffen können, so Tepco.
Nach den zahlreichen Rückschlagen, die Reaktoren am Unglücks-AKW Fukushima unter Kontrolle zu bringen, räumte der Tepco die unsicheren Aussichten für seine Versuche ein, eine Kernschmelze zu verhindern. Leider gebe es keinen konkreten Zeitplan, um klar zu sagen, in wie vielen Monaten oder Jahren die Krise vorbei sei, sagte der Tepco-Vizepräsident Sakae Muto.'

Richtig ehrlich scheinen die TEPCO-Kerle heute. Aber warum hätte die Kernschmelze wieder aufhören sollen, wenn fast kein Wasser im verdammten Kessel ist? Wegen ein bischen Wasser aus einem Feuerwehrschlauch das aussen in den Keller rinnt?

http://derstandard.at/1297821587081/Regierung-Teilweise-Kernschmelze-in-Block-2-in-Fukushima---Wieder-starkes-Erdbeben


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Zitat

Unfassbar, die managen das wie die UDSSR. Während TEPCO lügt und pfuscht, vertraut die Bevölkerung in 40km Entfernung auf die Regierung und wird bei ca 10mSv/h (oder sind es 10 µSv/h?) mit Jod und Cäsium-Isotopen verseucht, ein neues Leukämie und Krebsmekka entsteht!

Selbst bei 10 µSv/h wäre in Deutschland eine langfristige Umsiedlung aus der 'Todeszone' angesagt:

Unbedenkliche Dosisleistung
1 mSv (1.000 µSv) pro Jahr
0,02 mSv (20 µSv) pro Woche
0,003 mSv (3 µSv) pro Tag
0,000 1 mSv (0,1 µSv) pro Stunde

Eingreifrichtwert für langfristige Umsiedlung
100 mSv (100.000 µSv) pro Jahr
2 mSv (2.000 µSv) pro Woche
0,3 mSv (300 µSv) pro Tag
0,01 mSv (10 µSv) pro Stunde


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Nakaschi
Beigetreten: 17.02.2008
Oldschool Grinder

Sieht ganz so aus, als ob sich weder die japanische Regierung noch irgendein AKW Betreiber auf das vorbereitet hat, was statistisch erst "frühestens" in 10.000 Jahren eintreffen dürfte.

Ich habe längst erwartet, dass dort Fachleute aus anderen AKW´s am Werk sind und dass ein Netz von Sensoren im Umkreis von mind. 100km aufgestellt worden ist, um zu wissen, was sich wohin bewegt. Desweiteren hätte man längst entscheiden müssen, wie man das AKW von der Aussenwelt abschließt, damit da nicht noch monatelang Strahlung entweicht. bzw. für so einen Fall sollte ein Plan vorhanden sein.

Wenn das da noch monatelang so weitergeht, dann riskiert Japan den wirtschaftlichen Untergang. Nicht umsonst wird der Hafen von Tokio bereits von den Handelsschiffern gemieden und wenn ein Mitglied der Regierung sich hinstellt und darauf aufmerksam machen muss, dass Handelspartner erst nach Beweis vom Export radioaktiv verseuchter Produkte Handelsschranken erlassen dürfen, dann zeigt sich deutlich, dass das Vertrauen stark geschwunden ist.

Sollte ein höheres Maß an Strahlung in Tokio gemessen werden, werden die Immobilienpreise fallen und dann gibts erstmal kein Halten mehr fürchte ich...


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Original von harmen23
Selbst bei 10 µSv/h wäre in Deutschland eine langfristige Umsiedlung aus der 'Todeszone' angesagt:

also meinst du mit langfristig umsiedeln das es lange dauern wird bis die aus der todeszone rauskommen, denn du kannst nicht mal eben millionen da rausholen

deutschland war ja so schlau und hat die akws nicht irgendwo an landesgrenzen mit dünner besiedelung gebaut sondern mittenrein da wo es am meisten wehtut

guck mal hier ist ne schöne karte da kannste die größe der zone einstellen und dann sehen wieviel leute da evakuiert werden müßten

http://opendata.zeit.de/atomreaktoren/#/de/


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R0r5chach
Beigetreten: 16.11.2007
Oldschool Grinder

Stuttgart evakuieren :f_love:


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FuaVarra
Beigetreten: 03.09.2006
Elite Grinder

Original von harmen23
Unfassbar, die managen das wie die UDSSR. Während TEPCO lügt und pfuscht, vertraut die Bevölkerung in 40km Entfernung auf die Regierung und wird bei ca 10mSv/h (oder sind es 10 µSv/h?) mit Jod und Cäsium-Isotopen verseucht, ein neues Leukämie und Krebsmekka entsteht!

Selbst bei 10 µSv/h wäre in Deutschland eine langfristige Umsiedlung aus der 'Todeszone' angesagt:

Unbedenkliche Dosisleistung
1 mSv (1.000 µSv) pro Jahr
0,02 mSv (20 µSv) pro Woche
0,003 mSv (3 µSv) pro Tag
0,000 1 mSv (0,1 µSv) pro Stunde

Eingreifrichtwert für langfristige Umsiedlung
100 mSv (100.000 µSv) pro Jahr
2 mSv (2.000 µSv) pro Woche
0,3 mSv (300 µSv) pro Tag
0,01 mSv (10 µSv) pro Stunde

es wurden 0,01 mSV gemessen.

m = milli
µ = mikro!


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Ich weiß ja nicht, wie die da noch weitermachen wollen.. wie wollen sie denn die Strahlungslecks finden und abdichten, wenn sie seit Wochen immer wieder sagen, dass es kein Leck gibt und dann doch wieder und dann wieder nicht mehr?! Und dazu noch das ganze radioaktiv verstrahlte Wasser.. das wird ja nicht weniger, wenn die weiterhin Kühlversuche unternehmen und das Wasser hat immerhin 1+Sv, was pervers viel ist.

Tepco sagt ja selbst, dass sie keinen Plan haben, was sie in den nächsten Monaten tun sollen.. das ist einfach ein Witz.


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McTwist
Beigetreten: 28.02.2006
PokerStrategist

das ist halt atompolitik, geld geld geld, supergau? sowas passiert nicht also wozu nen notfall plan machen, ohne gibts mehr geld geld geld.


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Die müssen die Schrott-Reaktoren und Abkühlbecken die nächsten Monate um jeden Preis mit Borsäure und Wasser kühlen, egal was es kostet und wie viele noch draufgehn und wie viel radioaktiver Dreck sich durch den Dampf und das Abwasser noch ausbreitet!

Es kann nämlich tatsächlich noch schlimmer werden. Wenn ungekühlte Brennstäbe Re-Kritikalität erreichen und eine neue Kettenreaktion einsetzt und sich das ganze wegen der Hitzeentwicklung per Explosion als Wolke, oder bei einem Feuer über Rauch großflächig verteilt, gibts nen Hyper-GAU. Kein Plan wie wahrscheinlich das ist bei ca 0,3% Restzerfallswärme.


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+++ 12.31 Tepco bittet Frankreich um Hilfe +++
Der Betreiber des Katastrophen-Kraftwerks, Tokyo Electric Power (Tepco), bittet französische Firmen um Hilfe und spricht dabei Unternehmen wie EDF und Areva an. Tepco versucht vergeblich, die Lage in Fukushima unter Kontrolle zu bringen.


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Wir hatten vielleicht doch eine Kernschmelze schon vor 2 Wochen, aber jetzt sollte sie wieder aus sein. Wir bitten die Franzosen um Hilfe. Wir wissen nicht wie es weiter geht und wie lange es dauert.

Das waren die TEPCO-Nachrichten von heute...

Die pro-Atom IAEA hält auch einfach mal die Fresse, gar keine Updates heute. Die überlegen noch wie sie das schönreden können.

:rage:


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fw16
Beigetreten: 31.10.2007
Oldschool Grinder

Plutonium im Boden um das AKW gefunden. Gesundheitsgefahr soll aber nicht bestehen. Ich frage mich, ob sie wirklich glauben, dass sie irgendjemanden verkaufen können, dass bei Plutonium im Boden keine Gefahr für die Gesundheit besteht. Vor ein paar Tagen habe ich gelesehen, dass ein 40 Milliardstel Gramm tödlich wirken kann und die behaupten, dass keine Gesundheitsgefahr besteht :rolleyes:


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bensen3k
Beigetreten: 02.09.2009
PokerStrategist

dat ding geht schief :/


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