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Experiment zum rationalen Umgang mit Geld

17 Beiträge
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DealmeOut
Beigetreten: 05.01.2008
Oldschool Grinder

Gerade in einer interessanten Doku ein Experiment gesehn. Ein gewisser Geldbetrag wird versteigert - sagen wir 10k$ - der meistbietende bekommts und der zweitmeistbietende muss sein Gebot an den Auktionator zahlen.

Würdet ihr mitmachen und wenn ja wie hoch würdet ihr gehen?


Antwort
Zitat
16 Antworten
TimBus
Beigetreten: 06.10.2007
BlackMember

Ich geh bis 10001. Den Dollar ist mir der Spaß wert.


Antwort
Zitat
IIrabaukeII
Beigetreten: 12.12.2006
Oldschool Grinder

dann geh ich bis 10002. Die zwei Dollar ist mir der Spaß wert.


Antwort
Zitat
TimBus
Beigetreten: 06.10.2007
BlackMember

Achja? 10003.


Antwort
Zitat

ist ohne collusion nicht schlagbar


Antwort
Zitat
Quabbe
Beigetreten: 18.09.2007
Poker Player

Original von TimBus
Achja? 10003.

10500!


Antwort
Zitat
idude
Beigetreten: 12.08.2006
Oldschool Grinder

dieses experiment wurde vor jahren mal bei stern tv im publikum durchgeführt.

muss der meistbietende eigentlich auch was zahlen, oder nur der, der am zweitmeisten bietet?

aber obv. hat pwnadine recht.


Antwort
Zitat
Effi101
Beigetreten: 20.11.2007
PokerStrategist

Kommt auf die Randbedingungen an, gibt es nur 2 Spieler? Sind 0€ Gebote erlaubt? Was passiert bei Gebotsgleichheit?

Je nachdem lässt sich natürlich ein Pareto-Effizientes Ergebnis ermitteln, ansonsten halt obv. nicht mitmachen.


Antwort
Zitat
jekuff
Beigetreten: 28.09.2006
PokerStrategist

läuft halt wenn man einmal mitgbeoten hat immer darauf hinaus:

Die Extremversion davon ist das spieltheoretische Experiment, bei dem ein 10 €-Schein versteigert wird. Auktionsteilnehmer müssen in 1 €-Schritten bieten und sobald der Höchstbietende feststeht, muss jeder, der ein Gebot abgegeben hat, den Preis seines höchsten Gebotes bezahlen. Damit ist - das wird nach kurzer Überlegung schnell klar - 9 € das einzige rational vernünftige Gebot. Jedes Gebot darunter könnte mit Gewinn durch jemand anders überboten werden und dem Bieter einen Schaden in Höhe des Gebots anrichten. Nur 9 € kann nicht mit Gewinn überboten werden, weil jemand, der 10 € auf einen 10 € Schein bietet, keinerlei Gewinn macht. Seine einzige Motivation kann daher sein, dem 9 €-Bieter einen Schaden in der Höhe zuzufügen. Das ist zwar höchst irrational, aber eben das lehrt das Experiment: Menschen handeln irrational - und irgendjemand bietet immer 10 €. Wenn der 9 €-Bieter dann auf Rache sinnt und mit einem 11 €-Gebot lieber 1 € bezahlt und dem anderen 10 € "reinwürgt", läuft das ganze aus dem Ruder - denn natürlich erscheint es für ihn oberflächlich ebenso rational, 1 € statt 9 € zu bezahlen wie es für den nächsten rational erscheint, 2 € statt 10 € zu bezahlen usw.


Antwort
Zitat
StephanN
Beigetreten: 18.08.2007
Oldschool Grinder

Wenn keiner über 1/2 x bietet ist es -EV für den Auktionator => es ist +EV für mich.

Würde also einfach etwas weniger als 1/2 x bieten und fertig.


Antwort
Zitat
NiceToMeetYou
Beigetreten: 01.07.2007
Oldschool Grinder

dafür müsstest du aber wissen, dass alle anderen es auch tun. Du kannst den ev ja nur so berechnen, wenn alle Ereignisse genauso wahrscheinlich sind und das sind sie natürlich nicht.


Antwort
Zitat
cYde
Beigetreten: 04.12.2006
BlackMember

Original von jekuff
läuft halt wenn man einmal mitgbeoten hat immer darauf hinaus:

Die Extremversion davon ist das spieltheoretische Experiment, bei dem ein 10 €-Schein versteigert wird. Auktionsteilnehmer müssen in 1 €-Schritten bieten und sobald der Höchstbietende feststeht, muss jeder, der ein Gebot abgegeben hat, den Preis seines höchsten Gebotes bezahlen. Damit ist - das wird nach kurzer Überlegung schnell klar - 9 € das einzige rational vernünftige Gebot. Jedes Gebot darunter könnte mit Gewinn durch jemand anders überboten werden und dem Bieter einen Schaden in Höhe des Gebots anrichten. Nur 9 € kann nicht mit Gewinn überboten werden, weil jemand, der 10 € auf einen 10 € Schein bietet, keinerlei Gewinn macht. Seine einzige Motivation kann daher sein, dem 9 €-Bieter einen Schaden in der Höhe zuzufügen. Das ist zwar höchst irrational, aber eben das lehrt das Experiment: Menschen handeln irrational - und irgendjemand bietet immer 10 €. Wenn der 9 €-Bieter dann auf Rache sinnt und mit einem 11 €-Gebot lieber 1 € bezahlt und dem anderen 10 € "reinwürgt", läuft das ganze aus dem Ruder - denn natürlich erscheint es für ihn oberflächlich ebenso rational, 1 € statt 9 € zu bezahlen wie es für den nächsten rational erscheint, 2 € statt 10 € zu bezahlen usw.

Du hast das Experiment nicht verstanden. Da der "Verlierer" sein zuletzt abgegebenes Gebot auch zahlen muss, macht es auch Sinn ein €10 Gebot zu überbieten, weil du sonst €9 verlierst und bei einem erfolgreichen Gebot von €11 nur €1. Es ist also alles andere als irrational. Das einzig sinnvolle Gebot ist €0 wenn man den anderen nicht einschätzen kann und nicht kennt, alles andere führt mit großer Wahrscheinlichkeit zu einer -EV Spirale.


Antwort
Zitat
Maxg0r
Beigetreten: 23.02.2009
PokerStrategist

Original von cYde

Original von jekuff
läuft halt wenn man einmal mitgbeoten hat immer darauf hinaus:

Die Extremversion davon ist das spieltheoretische Experiment, bei dem ein 10 €-Schein versteigert wird. Auktionsteilnehmer müssen in 1 €-Schritten bieten und sobald der Höchstbietende feststeht, muss jeder, der ein Gebot abgegeben hat, den Preis seines höchsten Gebotes bezahlen. Damit ist - das wird nach kurzer Überlegung schnell klar - 9 € das einzige rational vernünftige Gebot. Jedes Gebot darunter könnte mit Gewinn durch jemand anders überboten werden und dem Bieter einen Schaden in Höhe des Gebots anrichten. Nur 9 € kann nicht mit Gewinn überboten werden, weil jemand, der 10 € auf einen 10 € Schein bietet, keinerlei Gewinn macht. Seine einzige Motivation kann daher sein, dem 9 €-Bieter einen Schaden in der Höhe zuzufügen. Das ist zwar höchst irrational, aber eben das lehrt das Experiment: Menschen handeln irrational - und irgendjemand bietet immer 10 €. Wenn der 9 €-Bieter dann auf Rache sinnt und mit einem 11 €-Gebot lieber 1 € bezahlt und dem anderen 10 € "reinwürgt", läuft das ganze aus dem Ruder - denn natürlich erscheint es für ihn oberflächlich ebenso rational, 1 € statt 9 € zu bezahlen wie es für den nächsten rational erscheint, 2 € statt 10 € zu bezahlen usw.

Du hast das Experiment nicht verstanden. Da der "Verlierer" sein zuletzt abgegebenes Gebot auch zahlen muss, macht es auch Sinn ein €10 Gebot zu überbieten, weil du sonst €9 verlierst und bei einem erfolgreichen Gebot von €11 nur €1. Es ist also alles andere als irrational. Das einzig sinnvolle Gebot ist €0 wenn man den anderen nicht einschätzen kann und nicht kennt, alles andere führt mit großer Wahrscheinlichkeit zu einer -EV Spirale.

und du hast imo seinen text nicht verstanden. genau diesen fall beschreibt er doch?
was er als irrational betrachtet ist, wenn einer nach einem 9€ gebot just 4 fun mit einem 10€ gebot einsteigt nur um den 9€ bieter schaden zuzufügen.


Antwort
Zitat
cYde
Beigetreten: 04.12.2006
BlackMember

Original von Maxg0r

Original von cYde

Original von jekuff
läuft halt wenn man einmal mitgbeoten hat immer darauf hinaus:

Die Extremversion davon ist das spieltheoretische Experiment, bei dem ein 10 €-Schein versteigert wird. Auktionsteilnehmer müssen in 1 €-Schritten bieten und sobald der Höchstbietende feststeht, muss jeder, der ein Gebot abgegeben hat, den Preis seines höchsten Gebotes bezahlen. Damit ist - das wird nach kurzer Überlegung schnell klar - 9 € das einzige rational vernünftige Gebot. Jedes Gebot darunter könnte mit Gewinn durch jemand anders überboten werden und dem Bieter einen Schaden in Höhe des Gebots anrichten. Nur 9 € kann nicht mit Gewinn überboten werden, weil jemand, der 10 € auf einen 10 € Schein bietet, keinerlei Gewinn macht. Seine einzige Motivation kann daher sein, dem 9 €-Bieter einen Schaden in der Höhe zuzufügen. Das ist zwar höchst irrational, aber eben das lehrt das Experiment: Menschen handeln irrational - und irgendjemand bietet immer 10 €. Wenn der 9 €-Bieter dann auf Rache sinnt und mit einem 11 €-Gebot lieber 1 € bezahlt und dem anderen 10 € "reinwürgt", läuft das ganze aus dem Ruder - denn natürlich erscheint es für ihn oberflächlich ebenso rational, 1 € statt 9 € zu bezahlen wie es für den nächsten rational erscheint, 2 € statt 10 € zu bezahlen usw.

Du hast das Experiment nicht verstanden. Da der "Verlierer" sein zuletzt abgegebenes Gebot auch zahlen muss, macht es auch Sinn ein €10 Gebot zu überbieten, weil du sonst €9 verlierst und bei einem erfolgreichen Gebot von €11 nur €1. Es ist also alles andere als irrational. Das einzig sinnvolle Gebot ist €0 wenn man den anderen nicht einschätzen kann und nicht kennt, alles andere führt mit großer Wahrscheinlichkeit zu einer -EV Spirale.

und du hast imo seinen text nicht verstanden. genau diesen fall beschreibt er doch?
was er als irrational betrachtet ist, wenn einer nach einem 9€ gebot just 4 fun mit einem 10€ gebot einsteigt nur um den 9€ bieter schaden zuzufügen.

Hast Recht. Bin davon ausgegangen, dass €9 nicht das Erstgebot ist sondern davor schon kleinere Gebote abgegeben wurden. Er schreibt ja, dass in €1 Schritten geboten werden muss, also müsste es davor auch ein €8-Gebot gegeben haben. Wenn wir anfangen und mit €9 einsteigen können, wäre das in der Tat wohl die einzig sinnvolle bet.


Antwort
Zitat
NiceToMeetYou
Beigetreten: 01.07.2007
Oldschool Grinder

1-Euro-Schritte heißt imo nur, dass man eben nicht 2,56 bieten kann sondern nur ganze Euros.


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