Zum Forum springen
Fürst von und zu Go...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Sollte Guttenberg zurücktreten oder sollte er weiter im Amt bleiben? Die Umfrage wurde am Feb. 23, 2011 erstellt

  
  

Fürst von und zu Googleberg beim Abschreiben seiner Dissertation erwischt - Discuss

2,180 Beiträge
349 Benutzer
0 Reactions
104.2 K Ansichten

warum sollten für den verteidigungsminister andere regeln gelten als die welche er bei seinen untergebenen anwendet?

btw. es gibt bisher noch keine bundeswehrreform also ist das auch kein verdienst den sich herr guttenberg anrechnen lassen kann. bisher ist auch die wehrpflicht nicht abgeschafft. die strukturellen probleme durch eine eventuelle aussetzung (bisher gibt es ja nur den ministerialerlaß aber noch keine durchführungsverordnung dazu) hat bisher auch noch keiner plausibel gelöst. der letzte vorschlag ausländische söldner anzuheuern unseres verteidigungsministers dürfte wohl an den vorschriften des soldatengesetzes scheitern. das der halbjurist guttenberg daran noch was ändert, darf bezweifelt werden nach den jüngsten ereignissen.

und nur weil die bild-zeitung schreibt das jemand der beliebteste ist, bedeutet noch lange nicht das es auch so ist. befähigung hat er bisher noch keine besondere gezeigt.


Antwort
Zitat

Original von Scooop
diesem aus dem Ruder gelaufenen System knechten und ausbeuten lassen.
Wie schon gesagt, ne blutige Straßenschlacht wo Millionen marschieren kann ich mir bei uns auch nicht vorstellen, aber was z.B. bei Stuttgart21 passiert ist und was überhaupt langsam an Unrechtsbewußtsein im Volk aufkommt, dass die Leute wieder glauben etwas bewegen zu können und zu müssen sind zumindest Anzeichen dafür, dass auch bei uns allmählich eine Veränderung ansteht, wie auch immer sie sich vollziehen wird.
Denn endlos kann dieses verlogene und korrupte System in dem wir leben nicht so weiterlaufen und die Spitze dieses Systems bilden gerade die Politiker die ständig in den Medien zu sehen sind, allen voran ein Guttenberg....

Nicht böse gemeint, aber selten so einen realitätsfernen Optimismus gelesen :)


Antwort
Zitat
venusflytrap
Beigetreten: 21.12.2007
PokerStrategist

Original von donpokers
Hat jemand Merkels Stellung-Nahme heute mitbekommen?

Lautete in etwa so: "Ich habe Herrn Guttenberg nicht als Doktor sondern als Verteidigungsminister ernannt"

Der Typ muss ein Wahnsinns Netzwerk haben, dass er selbst Merkel dazu bewegt zu kuschen.
Wie schon gesagt,... so einen wie Guttenberg könnte DE im moment wirklich gebrauchen.

Merkel und vielen anderen konservativen Politikern kommt das nur entgegen. Der Typ war mit seinen Beliebtheitswerten vielen ihm nahen Politikern ein Dorn im Auge, jetzt hat er einen ordentlichen Dämpfer verpasst bekommen, daneben sehen die wieder besser aus. Ganz absägen können sie ihn natürlich nicht, dann wäre der Effekt weg und eventuell ständ sogar die ganze Partei irgendwie doof da.


Antwort
Zitat
derf0s
Beigetreten: 08.11.2008
PokerStrategist

Auf einer Pro-Guttenberg-Seite im sozialen Netzwerk Facebook haben inzwischen mehr als 130 000 Internetnutzer den „Gefällt mir"-Button gedrückt.

Viele der Schreiber sind entrüstet. Eine Frau beklagt „Stasi-Niveau“, ein Nutzer sieht „eine moderne Inquisition“, ein weiterer fordert: „Schluss mit der Hetze!“. Andere wenden sich an den Gescholtenen selbst: „Ob Doktor oder nicht, bleiben Sie stark, Herr Guttenberg“, heißt es beispielsweise und an anderer Stelle: „Sie sind in einer langweiligen Politikumgebung ein Rockstar mit klaren Visionen.“


Antwort
Zitat

Original von Scooop

Original von donpokers
Hat jemand Merkels Stellung-Nahme heute mitbekommen?

Lautete in etwa so: "Ich habe Herrn Guttenberg nicht als Doktor sondern als Verteidigungsminister ernannt"

Der Typ muss ein Wahnsinns Netzwerk haben, dass er selbst Merkel dazu bewegt zu kuschen.
Wie schon gesagt,... so einen wie Guttenberg könnte DE im moment wirklich gebrauchen.

er hat den Axel Springer Verlag (Bild) hinter sich. Das ist eine der größten Mächte in diesem Land.
Zudem schwingen sich im Normalfall die konservativen Wirtschaftsgrößen (Energiekonzerne, Siemens, Mercedes, etc.) schnell auf die Seite dessen der potenziell die konservative Zukunft ist.
Von daher hat er in der Tat mächtige Verbündete im Rücken, aber wieso er genau deshalb der richtige Mann für unser Land sein soll - jetzt mal völlig unabhängig von dem Plagiat - ist mir schleierhaft. Genau weil diese Mächte hinter ihm stehen würde ich ihm nie über den Weg trauen und alles wählen, nur nicht ihn...

Ja Scoop aber auf Axel Springer und große Konzerne alleine kommts nicht an. Die haben schneller einen Nachfolger gefunden als Guttenberg copy+paste drücken kann.
Warum jemand wie er der Beste wäre? Deutschland steht europaweit und in gewissem Maße auch weltweit derzeit ökonomisch sehr stark dar. Ohne uns würde die europäische Wirtschaft zusammenbrechen. Das ist eine Situation die wir schon lange nicht mehr hatten. Deutschland war oft nur in 2ter oder dritter Reihe und konnte dementsprechend (auch wegen unserer Vergangenheit und schwachen Politikern) nur wenig Einfluss geltend machen.
Merkel hat unsere derzeitige Lage zwar partiell ausgenutzt, aber eher um ihre eigene Person und Macht zu stärken, weniger um den Einfluss Deutschlands zu pushen.

Jemand wie Guttenberg ist bereits mächtig genug und muss seine eigene Position nicht mehr stärken. Im Gegenteil er würde seine Macht eher nutzen um mehr zu erreichen und durch Leistung seine Position zu stärken (das ist übrigens eine Männer/Frauen-Sache,... weswegen ich auch nichts von der FrauenQuote halte). Wie hier schon öfters gesagt, hat Guttenberg einfach das Auftreten und die Ellenbogen, sowie die Kompetenz sich in seinen Kreisen bewegen zu können, um sich bei nationalen und internationalen Entscheidungen durchsetzen zu können, bzw. seine Mittel und Wege um die derzeitige Rolle und den Einfluss Deutschlands geschickt ausspielen zu können.
Bei den anderen potentiellen Kandidaten auf den Kanzler Posten sehe ich das einfach nicht, den traue ich nicht mal halbsoviel zu.


Antwort
Zitat
Mathiss
Beigetreten: 25.02.2008
Elite Grinder

krass wie die FAZ ihn fertigmacht:

http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~EFD4E1E1A128C4A388760CEE978C4A7A1~ATpl~Ecommon~Scontent.html

hier mal die Sahnestücke :

Der Ausdruck „mühevollste Kleinarbeit“, den der Minister in seiner Erklärung zu dem Umständen seiner Promotion bemühte, passt. Eine so aufwendige und liebevoll hergestellte Täuschung findet man in der jüngeren deutschen Universitätsgeschichte nicht so leicht. Wer hier am Werk war, wusste, was er tat, und dass es nicht gestattet ist.

Das führt zur Frage, ob es denn nichts Wichtigeres gibt als Fußnotenschwindel und akademische Unehrlichkeit. Selbstverständlich gibt es Wichtigeres. Es gibt auch Wichtigeres als Steuerhinterziehung, Fahren im angetrunkenen Zustand, das Heraustelefonieren von Lustmädchen aus Untersuchungsgefängnissen durch Ministerpräsidenten, Vulgarität und was nicht noch alles. Soll man darum nicht mehr sagen dürfen, worum es sich handelt? Hier um Täuschung großen Stils, um Unehrlichkeit also. Wer die toten Soldaten in Afghanistan oder die Bundeswehrreform aufbietet, um den Verdacht einer Täuschung mit anschließender Lüge als Petitesse darzustellen, sollte sich mit Vorwürfen, das Plagiat werde politisch instrumentalisiert, zurückhalten. Der Bundestagsabgeordnete Lauterbach (SPD) hat es richtig gesagt: Man kann das Prüfen an den Universitäten einstellen, wenn das Argument, es gebe Wichtigeres, Schule macht. Ein solches Argument ist sogar geeignet, dem Rechtsstaat in die Kniekehlen zu treten.


Antwort
Zitat

Original von Mathiss
krass wie die FAZ ihn fertigmacht:

http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~EFD4E1E1A128C4A388760CEE978C4A7A1~ATpl~Ecommon~Scontent.html

hier mal die Sahnestücke :

Der Ausdruck „mühevollste Kleinarbeit“, den der Minister in seiner Erklärung zu dem Umständen seiner Promotion bemühte, passt. Eine so aufwendige und liebevoll hergestellte Täuschung findet man in der jüngeren deutschen Universitätsgeschichte nicht so leicht. Wer hier am Werk war, wusste, was er tat, und dass es nicht gestattet ist.

Das führt zur Frage, ob es denn nichts Wichtigeres gibt als Fußnotenschwindel und akademische Unehrlichkeit. Selbstverständlich gibt es Wichtigeres. Es gibt auch Wichtigeres als Steuerhinterziehung, Fahren im angetrunkenen Zustand, das Heraustelefonieren von Lustmädchen aus Untersuchungsgefängnissen durch Ministerpräsidenten, Vulgarität und was nicht noch alles. Soll man darum nicht mehr sagen dürfen, worum es sich handelt? Hier um Täuschung großen Stils, um Unehrlichkeit also. Wer die toten Soldaten in Afghanistan oder die Bundeswehrreform aufbietet, um den Verdacht einer Täuschung mit anschließender Lüge als Petitesse darzustellen, sollte sich mit Vorwürfen, das Plagiat werde politisch instrumentalisiert, zurückhalten. Der Bundestagsabgeordnete Lauterbach (SPD) hat es richtig gesagt: Man kann das Prüfen an den Universitäten einstellen, wenn das Argument, es gebe Wichtigeres, Schule macht. Ein solches Argument ist sogar geeignet, dem Rechtsstaat in die Kniekehlen zu treten.

dies ist sogar anzunehmen.

FALLS (und nur falls) Herr Guttenberg mit diese Chose durchkommt, wird es für diverse Unis ganz schwer, selbst ihre Master/Bachelor-Prüfungsordnungen gegen klagewütige Studis (=Eltern mit genügend Money für guten Verwaltungsrechtler im Rücken) gegen Verwaltungsgerichte zu verteidigen. Dann gilt <=50% copy/paste = bestanden.


Antwort
Zitat
weirdal
Beigetreten: 20.02.2007
PokerStrategist

Bin ehrlich erschrocken über manche Äußerungen hier. Man stelle sich vor, einem Gregor Gysi würde Plagiatismus vorgeworfen... Die gleichen Leute, die einen Fürst von Guttenberg hier in Schutz nehmen, würden mit Sicherheit eiligst Holz für den Scheiterhaufen zusammentragen.

CDU/CSU Fanboys :f_mad:

@Siegfried88:
Den kann man ja schon wegen seines Nicks überhaupt nicht ernst nehmen.
[x] vote 4 global

Original von Scooop
[...]

Da wäre mir ganz ehrlich die Palin aus den USA lieber, denn die ist dumm wie Brot und macht was ihr gesagt wird, [...]

Jo, haben wir ja bei George W. Bush gesehen wie das enden kann :facepalm:


Antwort
Zitat

Original von weirdal
Bin ehrlich erschrocken über manche Äußerungen hier. Man stelle sich vor, einem Gregor Gysi würde Plagiatismus vorgeworfen... Die gleichen Leute, die einen Fürst von Guttenberg hier in Schutz nehmen, würden mit Sicherheit eiligst Holz für den Scheiterhaufen zusammentragen.

CDU/CSU Fanboys :f_mad:

@Siegfried88:
Den kann man ja schon wegen seines Nicks überhaupt nicht ernst nehmen.
[x] vote 4 global

Original von Scooop
[...]

Da wäre mir ganz ehrlich die Palin aus den USA lieber, denn die ist dumm wie Brot und macht was ihr gesagt wird, [...]

Jo, haben wir ja bei George W. Bush gesehen wie das enden kann :facepalm:

Er braucht halt einen anständigen Deutschen um ihn gepflegt anzuhimmeln, ein bisschen harmloser Führerkult wird ja wohl noch erlaubt sein.


Antwort
Zitat
lolyourmama
Beigetreten: 11.07.2009
PokerStrategist

Original von Mave34

Original von Mathiss
krass wie die FAZ ihn fertigmacht:

http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~EFD4E1E1A128C4A388760CEE978C4A7A1~ATpl~Ecommon~Scontent.html

hier mal die Sahnestücke :

Der Ausdruck „mühevollste Kleinarbeit“, den der Minister in seiner Erklärung zu dem Umständen seiner Promotion bemühte, passt. Eine so aufwendige und liebevoll hergestellte Täuschung findet man in der jüngeren deutschen Universitätsgeschichte nicht so leicht. Wer hier am Werk war, wusste, was er tat, und dass es nicht gestattet ist.

Das führt zur Frage, ob es denn nichts Wichtigeres gibt als Fußnotenschwindel und akademische Unehrlichkeit. Selbstverständlich gibt es Wichtigeres. Es gibt auch Wichtigeres als Steuerhinterziehung, Fahren im angetrunkenen Zustand, das Heraustelefonieren von Lustmädchen aus Untersuchungsgefängnissen durch Ministerpräsidenten, Vulgarität und was nicht noch alles. Soll man darum nicht mehr sagen dürfen, worum es sich handelt? Hier um Täuschung großen Stils, um Unehrlichkeit also. Wer die toten Soldaten in Afghanistan oder die Bundeswehrreform aufbietet, um den Verdacht einer Täuschung mit anschließender Lüge als Petitesse darzustellen, sollte sich mit Vorwürfen, das Plagiat werde politisch instrumentalisiert, zurückhalten. Der Bundestagsabgeordnete Lauterbach (SPD) hat es richtig gesagt: Man kann das Prüfen an den Universitäten einstellen, wenn das Argument, es gebe Wichtigeres, Schule macht. Ein solches Argument ist sogar geeignet, dem Rechtsstaat in die Kniekehlen zu treten.

dies ist sogar anzunehmen.

FALLS (und nur falls) Herr Guttenberg mit diese Chose durchkommt, wird es für diverse Unis ganz schwer, selbst ihre Master/Bachelor-Prüfungsordnungen gegen klagewütige Studis (=Eltern mit genügend Money für guten Verwaltungsrechtler im Rücken) gegen Verwaltungsgerichte zu verteidigen. Dann gilt <=50% copy/paste = bestanden.

ich sag jetzt einfach mal: nein


Antwort
Zitat
Tunnelblicker
Beigetreten: 31.10.2007
Elite Grinder

Laut Reuters hat Guttenberg auf ner Wahlkampfveranstaltung gerade verkündet seinen Dr. Titel dauerhaft abzugeben.
Wird IMHO nicht großartig was ändern. Warten wir mal ab was die nächsten Tage noch zum Vorschein kommt.


Antwort
Zitat
murdock04
Beigetreten: 09.02.2009
PokerStrategist

Original von Tunnelblicker
Laut Reuters hat Guttenberg auf ner Wahlkampfveranstaltung gerade verkündet seinen Dr. Titel dauerhaft abzugeben.
Wird IMHO nicht großartig was ändern. Warten wir mal ab was die nächsten Tage noch zum Vorschein kommt.

Gestern bei AW hat dieser Prof gemeint, dass er nicht selbst den Titel ablegen kann. Nur die, die ihm diesen verliehen haben können ihn auch wieder aberkennen.

Kann das jemand bestätigen?


Antwort
Zitat
Praepman
Beigetreten: 03.11.2006
Oldschool Grinder

Wenn ich das richtig verstanden habe kann man den Doktorgrad nicht ablegen. Er kann aber sehr wohl auf den Dr-Titel verzichten und ihn nicht führen.

Aber halbwissen!


Antwort
Zitat

Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg verzichtet allem Anschein nach für immer auf seinen akademischen Titel. Der Verzicht schmerzt ihn, wie er auf einer Wahlkampfveranstaltung in Hessen bekannte.
Guttenberg sagte am Montagabend bei einer Wahlveranstaltung im hessischen Kelkheim:. „Ich habe mich am Wochenende nochmals mit meiner Doktorarbeit beschäftigt und es war richtig, dass ich gesagt habe, dass ich den Doktortitel nicht mehr führen werde.“ Am Freitag hatte der CSU-Politiker angekündigt, den Titel vorübergehend nicht mehr führen zu wollen, bis die Universität Bayreuth die Plagiatsvorwürfe geprüft habe. Diese Einschränkung machte er am Montag nicht mehr. „Die Entscheidung, den Doktortitel nicht zu führen, schmerzt.“

Guttenberg räumte erneut Fehler ein: „Ich habe Fehler gemacht, ich habe sie nicht bewusst gemacht.“ Zugleich entschuldigte Guttenberg sich bei denen, die er mit seiner Arbeit verletzt habe. Er wies erneut die Vermutung zurück, die Arbeit nicht selbst geschrieben zu haben. „Ich habe diese Arbeit selbst geschrieben. Ich stehe dazu, aber ich stehe auch zu dem Blödsinn, den ich geschrieben habe.“ An seinem Amt will Guttenberg weiter festhalten. Er gehe im Sturm nicht von Deck, sagte er.

ala/Reuters/dpa

FOCUS Online liegt ein weiteres Gutachten der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestags vor, das Verteidigungsminister zu Guttenberg fast eins zu eins in seine Doktorarbeit übernahm.
Auf den ersten Blick wirkt die Quellenangabe auf Seite 199 außergewöhnlich präzise. Der damalige Bundestagsabgeordnete und Doktortitel-Anwärter Karl-Theodor zu Guttenberg berichtet in Fußnote 564 von einem Vortrag, den er im November 2005 in Washington gehalten habe. „Die nachfolgenden Thesen“, so der CSU-Politiker in der Anmerkung, würden sich auf diesen Vortrag „stützen“. Damit reklamiert er die Urheberschaft also explizit für sich.

„Wesentliche Impulse“ zu dem Vortrag, so schreibt Guttenberg weiter in der Fußnote, habe eine Ausarbeitung der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages gesetzt. Diese Interpretation erscheint allerdings arg untertrieben. In Wahrheit sind die nachfolgenden 15 Seiten, die Guttenberg auf Seite 199 mit der Fußnote einleitet, fast zur Gänze wörtliche Kopien des Gutachtens, das FOCUS Online vorliegt.

Nur an wenigen Stellen griff Guttenberg marginal ein, änderte zum Beispiel ein „obwohl“ durch ein „obgleich“. Zudem kürzte er die Expertise leicht: Auf mehreren Seiten strich er jeweils ein paar Zeilen oder einen Absatz.

Der wahre Verfasser der Ausarbeitung heißt Wilhelm Weege. Am 25. Oktober 2005 hatte er das Gutachten im Auftrag des CSU-Politikers erstellt. Der Titel: „Die Rolle der USA im europäischen Einigungsprozess bis zum Ende des Ost-West-Konflikts“.

von FOCUS-Korrespondent Hubert Gude und FOCUS-Online-Redakteur Ansgar Siemens

Im Falle des Herrn Guttenberg ist mit dem Titel noch etwas mehr verbunden. Der feine Herr hat nämlich nur das 1. Staatsexamen gemacht. Somit ist er bei Aberkennung des Titels kein Volljurist mehr. Den Titel ablegen kann man im übrigen nicht. Der Titel wird verliehen von einer Fakultät. Nur diese kann Ihn wieder entziehen.

Damit schwinden dann übrigens die restlichen 30% gewaltig dahin. Wird Zeit für ne Sidebet. Ich sage mit den beiden Arbeiten des wissenschaftlichen Dienstes sind am Ende 94% der Arbeit Plagiate. Wer bietet mehr oder weniger? Machen wir nen extra Fred? Einsatz?

72,77% GOGOGOGO


Antwort
Zitat
Roxi1983
Beigetreten: 08.01.2009
Poker Player

Original von vvolf69

Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg verzichtet allem Anschein nach für immer auf seinen akademischen Titel. Der Verzicht schmerzt ihn, wie er auf einer Wahlkampfveranstaltung in Hessen bekannte.
Guttenberg sagte am Montagabend bei einer Wahlveranstaltung im hessischen Kelkheim:. „Ich habe mich am Wochenende nochmals mit meiner Doktorarbeit beschäftigt und es war richtig, dass ich gesagt habe, dass ich den Doktortitel nicht mehr führen werde.“ Am Freitag hatte der CSU-Politiker angekündigt, den Titel vorübergehend nicht mehr führen zu wollen, bis die Universität Bayreuth die Plagiatsvorwürfe geprüft habe. Diese Einschränkung machte er am Montag nicht mehr. „Die Entscheidung, den Doktortitel nicht zu führen, schmerzt.“

Guttenberg räumte erneut Fehler ein: „Ich habe Fehler gemacht, ich habe sie nicht bewusst gemacht.“ Zugleich entschuldigte Guttenberg sich bei denen, die er mit seiner Arbeit verletzt habe. Er wies erneut die Vermutung zurück, die Arbeit nicht selbst geschrieben zu haben. „Ich habe diese Arbeit selbst geschrieben. Ich stehe dazu, aber ich stehe auch zu dem Blödsinn, den ich geschrieben habe.“ An seinem Amt will Guttenberg weiter festhalten. Er gehe im Sturm nicht von Deck, sagte er.

ala/Reuters/dpa

FOCUS Online liegt ein weiteres Gutachten der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestags vor, das Verteidigungsminister zu Guttenberg fast eins zu eins in seine Doktorarbeit übernahm.
Auf den ersten Blick wirkt die Quellenangabe auf Seite 199 außergewöhnlich präzise. Der damalige Bundestagsabgeordnete und Doktortitel-Anwärter Karl-Theodor zu Guttenberg berichtet in Fußnote 564 von einem Vortrag, den er im November 2005 in Washington gehalten habe. „Die nachfolgenden Thesen“, so der CSU-Politiker in der Anmerkung, würden sich auf diesen Vortrag „stützen“. Damit reklamiert er die Urheberschaft also explizit für sich.

„Wesentliche Impulse“ zu dem Vortrag, so schreibt Guttenberg weiter in der Fußnote, habe eine Ausarbeitung der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages gesetzt. Diese Interpretation erscheint allerdings arg untertrieben. In Wahrheit sind die nachfolgenden 15 Seiten, die Guttenberg auf Seite 199 mit der Fußnote einleitet, fast zur Gänze wörtliche Kopien des Gutachtens, das FOCUS Online vorliegt.

Nur an wenigen Stellen griff Guttenberg marginal ein, änderte zum Beispiel ein „obwohl“ durch ein „obgleich“. Zudem kürzte er die Expertise leicht: Auf mehreren Seiten strich er jeweils ein paar Zeilen oder einen Absatz.

Der wahre Verfasser der Ausarbeitung heißt Wilhelm Weege. Am 25. Oktober 2005 hatte er das Gutachten im Auftrag des CSU-Politikers erstellt. Der Titel: „Die Rolle der USA im europäischen Einigungsprozess bis zum Ende des Ost-West-Konflikts“.

von FOCUS-Korrespondent Hubert Gude und FOCUS-Online-Redakteur Ansgar Siemens

Im Falle des Herrn Guttenberg ist mit dem Titel noch etwas mehr verbunden. Der feine Herr hat nämlich nur das 1. Staatsexamen gemacht. Somit ist er bei Aberkennung des Titels kein Volljurist mehr. Den Titel ablegen kann man im übrigen nicht. Der Titel wird verliehen von einer Fakultät. Nur diese kann Ihn wieder entziehen.

Damit schwinden dann übrigens die restlichen 30% gewaltig dahin. Wird Zeit für ne Sidebet. Ich sage mit den beiden Arbeiten des wissenschaftlichen Dienstes sind am Ende 94% der Arbeit Plagiate. Wer bietet mehr oder weniger? Machen wir nen extra Fred? Einsatz?

72,77% GOGOGOGO

er ist auch mir dr. kein volljurist.


Antwort
Zitat
busfahrer09 Themenstarter
busfahrer09
Beigetreten: 12.07.2006
Oldschool Grinder

Gutti taumelt...fällt er?^^

warum haben wir bei 25K hits eigentlich noch kein Poll? ?(


Antwort
Zitat

so wie der bild poll? so lol?

edit: bin auch für n poll


Antwort
Zitat
busfahrer09 Themenstarter
busfahrer09
Beigetreten: 12.07.2006
Oldschool Grinder

kp, wie ist denn der poll bei den hartzern und rtl zuschauern?


Antwort
Zitat

Original von busfahrer09
kp, wie ist denn der poll bei den hartzern und rtl zuschauern?

blöd poll lol 3 Antwortmöglichkeiten für die Kritiker, und die Pro Kallefraktion ist dann vorne weg. Außerdem glaube ich deren poll eh nicht (aus verschiedenen Gründen. :coolface: )
edit: edith war hier


Antwort
Zitat
busfahrer09 Themenstarter
busfahrer09
Beigetreten: 12.07.2006
Oldschool Grinder

haha der Poll ist geil

einfachnurbildzeitungsniveau


Antwort
Zitat
Teilen: