Nein, ist weniger. Aber ich versteh die Bezahlung eh nicht so recht, teilweise gibt es für weniger Zeitaufwand mehr Geld. ZB 80% des Betrags für die Hälfte der Zeit.
Möglich. Aber man muss ja auch mal den Zeitaufwand kalkulieren. 20 Tage und Nächte im Krankenhaus find ich schon recht viel. Im Endeffekt sind das quasi zwei Monate mit einer 40 Stunden Woche. Für eine arbeitslose Person mag ein Betrag mit einer 2 vorne dran vielleicht okay sein, aber ich bin nicht erwerbslos und finde das daher wenig ansprechend.
Mein letzter stationärer Aufenthalt im KH ist lange her. Damals waren es 5 Tage, wovon ich 1-2 Tage dank Narkose fast nur geschlafen habe. Trotz TV, Büchern und Gameboy war die restliche Zeit einfach todeslangweilig.
Kann man in der Zeit im Krankenhaus grinden? Denn dann wäre das für mich wirklich interessant.
Mit Sicherheit nicht.
Vielleicht kriegst du es hin ab und zu kurz zu spielen, aber ernsthaft grinden ganz sicher nicht.
gab doch mal bei 2+2 nen blog von einem, der ne 42taegige studie mitgemacht hat. der war zwar der uebelste degen, aber grinden sollte doch da locker moeglich sein. zumindest wenn man cg oder hu sngs spielt und schnell quitten kann.
http://de.wikipedia.org/wiki/TGN1412
vielleicht interessiert es hier ja den ein oder anderen (weiß nicht obs schon gepostet wurde)...
Original von erdbeeer
http://de.wikipedia.org/wiki/TGN1412vielleicht interessiert es hier ja den ein oder anderen (weiß nicht obs schon gepostet wurde)...
im schlaf geld verdienen - profit
Die oben verlinkte Geschichte ist von 2006. Wenn man mit Begriffen aller Art nach Problemen bei Medikamentenstudien googelt, stößt man eigentlich nur auf dieses eine Thema. Daher würde ich das nicht gerade als repräsentativ ansehen.
Ich habe noch ein neues Angebot zu einer Studie erhalten, 2x 4 Tage stationär und 2 ambulante Termine. Werd wohl zur angesetzten Info-Veranstaltungen gehen und mal schauen, was die sagen. Laptop ist laut tel. Auskunft kein Thema und WLAN solls auch geben. Ergo arbeiten, grinden und Hearthstone spielen wohl möglich
Ja sicher ist das von 2006 und sicher sind die Regelungen danach angepasst worden.
Allerdings ist man vorher auch davon ausgegangen, dass nichts passieren kann.
Nur leider wusste man nicht, dass die Affen an denen man das Medikament getetest hat eine genetisch andere Variante haben und deshalb hat es die heftige Immunreaktiong gegeben. (Unmedizinisch ausgedrückt). Natürlich müssen die Medikamententests eine gewisse Sicherheit haben. (Was in Entwicklungsländern läuft will man lieber nicht wissen)
Der Test damals ist auch von deutschen Instituten genehmigt worden (und war im Übrigen auch von einer deutschen Firma finanziert). Das Medikament an sich ist eine super Idee und es ist wirklich schade, dass es damals so schief gegangen ist (haben sich auch viele Studien danach mit beschäftigt).
Doch in einer Zeit wo zunehmen mit Biologicals und Zytostatika Tests gemacht werden würd ich es mir halt sehr gut überlegen. Es gibt halt noch viele Dinge, die wir nicht wissen und nicht verstehen. Und das Beispiel zeigt halt, dass man auch in nem Land wie Deutschland nicht vor sollchen Unglücken sicher ist.
Was ist das denn für ne Studie? Was für ein Medikament?
Ein Risiko ist immer dabei...
Das Risiko lässt sich vermutlich nicht beziffern. Aber es ist wahrscheinlich wahrscheinlicher einen schlimmer Autounfall zu haben, als sich ernsthaft was schlimmes einzufangen bei den Tests.
Original von BJsucker
Ein Risiko ist immer dabei...Das Risiko lässt sich vermutlich nicht beziffern. Aber es ist wahrscheinlich wahrscheinlicher einen schlimmer Autounfall zu haben, als sich ernsthaft was schlimmes einzufangen bei den Tests.
Diese Studien sind einfach sicher. Da riskiert wirklich niemand das Lebender Probanden. Jeder Job auf der ner Baustelle ist gefaehrlicher als Medikamentenstudien. Haben keinen guten Ruf, aber sind notwendig und ich finde es super, wenn jemand das freiwillig macht.
Original von BJsucker
Ein Risiko ist immer dabei...Das Risiko lässt sich vermutlich nicht beziffern. Aber es ist wahrscheinlich wahrscheinlicher einen schlimmer Autounfall zu haben, als sich ernsthaft was schlimmes einzufangen bei den Tests.
Die sache ist halt die, dass die risiken sich addieren. Vielleicht ist die chance höher, einen schweren autounfall zu haben. Wenn man an solch einer studie teilnimmt, kann man den unfall trotzdem noch haben, das risiko aus der studie kommt allerdings noch hinzu.
Auch wenn viele das ganz offensichtlich nicht verstehen wollen...
Die meisten posten hier basierend auf Vorurteilen und Vorstellungen, ohne sich mit dem Thema mal wirklich auseinander zu setzen.
Ja, natürlich gibt es ein Restrisiko. Bei den vielen Risiken, denen man im Leben ausgesetzt ist (Auto Unfall, Flugzeug Absturz, EHEC Gurken, zig seltsame Viren, Brände, Smog, Überfälle, Massenpaniken auf Großveranstaltungen, und so weiter und so weiter), ist das dann aber dennoch verschwindend gering. Nach der Logik meines Vorposters könnte man auch sagen "Ne ich fliege nie wieder Flugzeug, da die Risiken sich addieren".
Es würde mich nicht wundern, wenn ein Teil der gegen die Studienteilnahme argumentierenden Leute sich am Wochenende ab und an irgendwelches Zeug reinzieht. Das ist natürlich total sicher und stammt immer aus vertrauenswürdigen Quellen.
Fakt ist, dass die am häufigsten auftretenden Probleme unangenehme aber harmlose Dinge wie Übelkeit, Schwindel, Müdigkeit und co sind. Wenn ihr das nächste mal ein Medikament nehmt, dann lest mal den Packungszettel... das ist auch bei zugelassenen Präparaten nicht anders.
Naja. Jedenfalls war ich gestern zu der Infoveranstaltung. Da wurde das betreffende Medikament, und was mit der Studie erreicht werden soll, vorgestellt. Es gibt insgesamt 24 Teilnehmer, in dem Fall alle männlich. Alter und sozialer Schnitt waren Äußerlichkeiten nach zu urteilen bunt durchgemischt von jung (18-20 sowas) bis hin zu über 40 und vom Feuerwehrmann bis zum Akademiker alles dabei.
Ich habe mich mit zwei Leuten unterhalten, die schon an Studien teilgenommen haben. Der eine an zweien, der andere an dreien. Das ging prinzipiell recht easy und problemfrei über die Bühne, sprich sie hatten nichts negatives zu berichten. Man muss sich halt bewusst sein, dass man die Zeit über eingesperrt ist. Aus dem Gebäude kann man, außer zu geführten Spaziergängen, nicht raus. Die Gänge sind Video-überwacht. Essen, Trinken und co wird vorgeschrieben. In der mich tangierenden Studie ist beispielsweise kein Kaffee erlaubt, Alkohol und co sowieso nicht.
Es gibt wohl auch richtige Freaks, die regelmäßig an Studien von 1-3 Monaten teilnehmen. Für die langen gibt es dann mal 10-15k Euro. Einige Rentner machen wohl immer den Wechsel Studie / 2-3 Monate Thailand
Langer Rede, kurzer Sinn. Die Risiken bei den Studien sind sehr unterschiedlich und daher sollte man bei der Info Veranstaltung gut hinhören und dann entscheiden. In meinem Fall geht es nur um die Halbwertszeit im Blut und Verträglichkeit bei zweimal einer Einzeldosis. Das Risiko von Nebenwirkungen ist hier sehr gering. Der Typ der schon bei 3 Studien war meinte, dass er auf 10 Info Veranstaltungen war und dann die 3 rausgepickt hat.
WLAN gibt es und Laptop nutzen ist prinzipiell auch kein Problem. Es kann, wenn der Laden voll belegt ist, aber zu sehr geringen Datenraten kommen. Da hilft dann ggf ein UMTS Stick.
Danke für die ausführlichen Informationen shaddiii!
Finde es cool, dass du hier diese fleißig mit uns teilst. Kann bald wahrscheinlich auch mehrere Informationen über den "Vorgang" hier mitteilen.
wieviel bekommst du dafür? wie läuft das mit der versicherung ab falls doch was passiert? und nimmt man sich einfach von der arbeit frei für sowas?
Es gibt eine Haftpflichtversicherung, die potenzielle Probleme und auch den Todesfall abdeckt. Diese ist Teil des Vertrags.
Die Prämie für Studien variiert und ist abhängig von der Dauer und scheinbar auch anderen Faktoren wie mögliche Nebenwirkungen, Verträglichkeit, Menge potenzieller Probanden, etc (reine Vermutung meinerseits).
Die Zeitgestaltung obliegt dir logischerweise selber. Wichtig ist, dass du zu den Terminen da bist. Ist halt ideal für Studenten und Selbstständige wie u.a. mich. Ich finds interessant, wenn ich nebenher regulär etwas per Laptop arbeiten kann. Der eine Typ ist ebenfalls Selbstständig und hat halt Arbeit mit ins "Medizincamp" genommen.
Versteht mich übrigens bitte nicht falsch, ich will nicht Werbung für die Studien machen, sondern das in erster Linie neutral schildern.
Ich bin selber noch unentschlossen, ob ich teilnehme oder nicht. Hab am Dienstag einen Termin für den Medizincheck, denke den werde ich wahrnehmen und dann entscheiden. Wenn ich die Anforderungen nicht erfülle, brauche ich mir auch keinen Kopp zu machen. Und der kostenlose Rundum-Check hat auch was
Falls sich jemand für Studien interessiert und in Berlin wohnt: Parexel bietet noch bis Ende des Monats 100 Euro für Probanden, die Probanden werben.
Original von shaddiii
Die meisten posten hier basierend auf Vorurteilen und Vorstellungen, ohne sich mit dem Thema mal wirklich auseinander zu setzen.Ja, natürlich gibt es ein Restrisiko. Bei den vielen Risiken, denen man im Leben ausgesetzt ist (Auto Unfall, Flugzeug Absturz, EHEC Gurken, zig seltsame Viren, Brände, Smog, Überfälle, Massenpaniken auf Großveranstaltungen, und so weiter und so weiter), ist das dann aber dennoch verschwindend gering. Nach der Logik meines Vorposters könnte man auch sagen "Ne ich fliege nie wieder Flugzeug, da die Risiken sich addieren".
Gut, dann dürfte man garnicht mehr aus dem haus gehen. Wo man die grenze setzt, muss natürlich jeder für sich entscheiden.
Ich bin ja auch garnicht gegen die studien (auch wenn ich sie selbst nicht mitmachen würde), nur die begründung, dass andere alltägliche dinge ja ein viel höheres risiko darstellen ist eben blödsinn. Denn vernachlässigbar gering ist das risiko bei diese studien ganz sicher nicht. Es muss ja nicht immer gleich um leben und tot gehen, auch mittelfristige "schäden" würde ich persönlich eben nicht in kauf nehmen wollen.
Aber wie gesagt, das ist meine einstellung dazu, wenn andere das anders sehen, kann ich es auch gut verstehen.
Ich bin als gesund bewertet und habe sogar eine kleinere Leber als gedacht
Damit bin ich zur am Sonntag startenden Studie eingeladen. Nachdem ich gestern alle Unterlagen nochmal durchgewälzt habe, werde ich vermutlich teilnehmen.
Original von pg89
nur die begründung, dass andere alltägliche dinge ja ein viel höheres risiko darstellen ist eben blödsinn.
Das ist kein Blödsinn, sondern sogar faktisch belegbar. Ich denke, du hast diese Aussage einfach mal in den Raum gestellt, ohne überhaupt zu wissen, wie hoch das Risiko von Langzeitschäden bei medizinischen Studien überhaupt ist. Vielleicht hast du auch nicht genau verstanden, auf was ich konkret hinaus wollte.
Ich möchte dir auch nicht zu Nahe treten, denke allerdings, dass du zu jenen gehörst, die sich nicht wirklich mit der Thematik auseinandergesetzt haben (so wie ich vor dem Thread hier ebenfalls nicht) und einfach instinktiv die Haltung "Studie = gefährlich" einnehmen.
Wir bewerten die meisten Risikofaktoren in unserem Leben deutlich niedriger als sie sind, weil sie einfach zum Alltag gehören.
Hast schon recht, intensiv mit dem thema beschäftigt habe ich mich nicht.
Allerdings würden mich diese fakten, die meine aussage widerlegen, mal interessieren...
Es geht nicht darum, dass alltägliche dinge nicht wirklich risokoreicher sind (das kann ich mir gut vorstellen) sondern darum, dass die studien wirklich so risikoarm sind, dass es gegenüber den anderen dingen vernachlässigbar klein ist. Vernachlässigbar ist für mich irgendwo im bereich um die 2% und weniger.
Dass ich in meinem alltag ein >50x höheres risiko auf mittelfristige schäden/krankheiten/...habe als bei einigen solcher studien, kann ich mir ehrlich gesagt nur schwer vorstellen. Ich sehe da auch probleme in der nachweisbarkeit, falls solche sachen nicht sofort auftreten.
Man kann generell alle Studienergebnisse auf der Webseite http://www.pharmnet-bund.de/dynamic/de/index.html nachlesen. Wichtig ist dabei, zwischen den verschiedenen Phasen zu unterscheiden. Phase 0 bzw 1 sind beispielsweise Studien mit Medikamenten, die bis dato noch nicht an Menschen getestet wurden. An sowas würde ich selber vermutlich nicht teilnehmen.
In der entsprechenden "Kategorie" und dem Anwendungsgebiet kannst du nun nach Nebenwirkungen und deren Häufigkeit schauen und das mit "Standard Risiken" vergleichen.
Die Nachweisbarkeit ist natürlich ein zu hinterfragender Punkt. Allgemein werden die Studien streng überwacht und müssen auch immer durch eine Ethikkommission abgesegnet werden. Trotzdem gibt es Auffälligkeiten bei den Auslegungen der unabhängigen Studienunternehmen. Das betrifft, wenn ichs recht verstehe, allerdings nur die prozentualen Ergebnisse und nicht die Nennung der konkreten Vorkommnisse.
In den Informationen, die man vorab zur Studie bekommt, müssen alle bisherigen Studien und deren Ergebnisse genannt werden. Wenn einen Tag vor Studienbeginn noch irgendein Vorfall bekannt wird, muss mir der mitgeteilt werden.
Mehr Informationen zu den Phasen: http://www.uniklinikum-regensburg.de/imperia/md/content/zentren/klinische-studien-zentrum/studienphasen.pdf
Allgemeine Informationen zur Sicherheit: http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/4837.php
Noch eine Seite zum Recherchieren von Studienergebnissen: https://drks-neu.uniklinik-freiburg.de/drks_web/