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[Geschlossen] robert enke's tod zu sehr glorifiziert?

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ich kann enke beim besten willen nicht verstehen. und den mitleidshype schonmal gar nicht.

er hatte eigentlich alles, wofür es sich zu leben gelohnt hat. zudem seine möglichkeiten, er hätte nun wirklich alles machen können. keine lust auf stationäre behandlung, lass ich mir halt jeden tag nen spitzenpsychologen nach hause kommen. lebensträume hätte er sich auch alle erfüllen können, wenn es sein traum gewesen wäre, eine kneipe auf goa aufzumachen, er hätte ALLES machen können, was ihn glücklich macht, ged war kein problem. in seinem job zählte er zu den besten in deutschland. er hatte ne frau, ein adoptiertes kind, welches noch kein jahr alt ist...

mir tut eigentlich nur seine frau leid.


Original von KotteTHC
ich kann enke beim besten willen nicht verstehen. und den mitleidshype schonmal gar nicht.

er hatte eigentlich alles, wofür es sich zu leben gelohnt hat. zudem seine möglichkeiten, er hätte nun wirklich alles machen können. keine lust auf stationäre behandlung, lass ich mir halt jeden tag nen spitzenpsychologen nach hause kommen. lebensträume hätte er sich auch alle erfüllen können, wenn es sein traum gewesen wäre, eine kneipe auf goa aufzumachen, er hätte ALLES machen können, was ihn glücklich macht, ged war kein problem. in seinem job zählte er zu den besten in deutschland. er hatte ne frau, ein adoptiertes kind, welches noch kein jahr alt ist...

mir tut eigentlich nur seine frau leid.

hast offensichtlich noch nicht verstanden, dass glück nicht zwangsläufig du materielle dinge zu erreichen ist... und das ist enke mit ziemlicher sicherheit nicht der einzige... oft sind die die wenig haben und dumm sind womöglich sogar glücklicher, leider.


glück nicht, das mag sein. aber er hatte alle möglichkeiten um professionelle hilfe in anspruch zu nehmen. zudem erwähnte ich auch seine familie und seinen erfolg im job, weswegen ich seine entscheidung nicht nachvollziehen kann.
ich kann nicht verstehen, wie sich ein im job erfolgreicher familienvater der ZUDEM noch "alles" geld der welt hat einfach mal so vor nen zug springt.


Original von KotteTHC
ich kann enke beim besten willen nicht verstehen.

Vielleicht deswegen, weil du ihn nicht gekannt hast? Ich denke keiner hier kann wirklich sagen, was in ihm vorgegangen ist, daher würde ich persönlich mir nicht herausnehmen, über ihn zu urteilen.

Original von KotteTHC
...er hätte ALLES machen können, was ihn glücklich macht

Wie Adstriker schon richtig gesagt hat, kann man sich mit Geld nun wirklich kein Glück kaufen. Immerhin hat Enke ein Kind verloren und ich kann mir schon vorstellen, dass dieses Schicksal jemanden so straucheln lassen kann, dass er nicht wieder auf die Beine kommt. Und "einfach mal so" wird er ja nun schon mal gar nicht vor den Zug gesprungen sein.


Original von KotteTHC
glück nicht, das mag sein. aber er hatte alle möglichkeiten um professionelle hilfe in anspruch zu nehmen. zudem erwähnte ich auch seine familie und seinen erfolg im job, weswegen ich seine entscheidung nicht nachvollziehen kann.
ich kann nicht verstehen, wie sich ein im job erfolgreicher familienvater der ZUDEM noch "alles" geld der welt hat einfach mal so vor nen zug springt.

Du solltest aber nachvollziehen können, dass nicht jeder, der an einer Depression leidet und sie auch erkennt automatisch Hilfe sucht. Sei es aus Scham, der Angst nicht verstanden zu werden oder anderen Gründen.

Und auch wenn er nach Außen hin alles zu haben und in seiner kleinen perfekten Welt zu leben schien ... eine Garantie für Zufriedenheit ist das noch lange nicht. Wenn die Seele leidet, dann hilft weder Geld noch Familie, zumal letztere anscheinend auch keine Ahnung hatte, was in ihm vorging.


Valyrian
Beigetreten: 26.03.2009
PokerStrategist

Da hier nicht der Ort für eine Abhandlung sein kann, die wissenschaftlichen Standards genügt, stelle ich die Zusammenhänge wie sie sich mir darstellen mal als Thesen auf.
Steht daher obv. jedem frei diese zu teilen oder nicht, aber ich hoffe es wird einiges klarer.

1. Fussball ist Religion (nicht eine neben anderen, sondern die Religion - nämlich die an die die Leute noch glauben)

2. Die Vergötterung der Profis, insbesondere der Nationalspieler baut einen unmenschlichen Druck auf, dem man nicht standhalten kann. Entweder man verdrängt dies oder man geht zu Grunde.

3. Enke hat es nicht verdrängt, nicht verdrängen können und ist an den Druck zerbrochen.

4. Letztlich hat also die Öffentlichkeit, das System Fussball mit allem was dazugehört - nicht zuletzt auch die Massenmedien die die Meute steuert - ihn in den Tod getrieben.

5. Unbewußt ist dies den meisten Menschen die von seinem Tod so bewegt sind klar und eben daher ist der Suizid für sie zugleich auch völlig unbegreiflich, weil eben das worin sie ihre Hoffnung gesteckt haben, das woran sie in diesen Zeiten noch glauben - der Fussball - dazu geführt hat, dass sich einer der Stars, der zudem ein bescheidener und kluger Mensch war, das Leben genommen hat.

6. Daher diese Massenhysterie, denn den Leuten ist unbewiußt klar, dass sie in letzter Instanz mitverantwortlich dafür sind was passiert ist, dass das System Fussball so außer Kontrolle geraten ist, dass die Stars darin zerdrückt werden.
Dass der Fußball nicht der Heilsweg, keine schöne heile Welt, sondern eine glitzernde Fassade ist, die nur auf Kosten der Menschen darin so aufrechterhalten werden kann.

7. Diese Prozesse im Kollektivbewußtsein laufen weitgehend unbewußt ab, gibt nur wenige denen diese so klar sind, aber es sind eben diese unbewußten Prozesse die diese Massenbewegungen in Gang setzen.

just my 2 cents


ja gut, zum thema geld habe ich mich schonmal nachträglich geäußert, ich werde mich jetzt hier nicht wiederholen.

"Du solltest aber nachvollziehen können, dass nicht jeder, der an einer Depression leidet und sie auch erkennt automatisch Hilfe sucht. Sei es aus Scham, der Angst nicht verstanden zu werden oder anderen Gründen."
so wie ich es mitbekommen habe war er in behandlung.

"Vielleicht deswegen, weil du ihn nicht gekannt hast? Ich denke keiner hier kann wirklich sagen, was in ihm vorgegangen ist, daher würde ich persönlich mir nicht herausnehmen, über ihn zu urteilen."
das ist richtig, ich kannte ihn nicht und über seine beweggründe habe ich keine ahnung. dennoch nehme ich mir die freiheit heraus, über ihn zu "urteilen", wie du es nennst. das thema depressionen ist mir nicht unbekannt, aber alles, was bei mir zu depressionen geführt hat, hatte enke. er hatte liebe, glück, selbstverwirklichung, freiheiten, möglichkeiten, ja auch das beschissene geld...
deswegen stößt sein suizid bei mir einfach nur auf unverständnis.


dwdb
Beigetreten: 12.02.2006
BlackMember

http://mobil.stern.de/op/stern/de/ct/-a6f05b330cba31e76ac8274ba57e0158/detail/sport/Gedenkfeier-Robert-Enke-Keine-Trauer/1521890/home/

link von der iPhone Version von Stern, hoffe mal geht auch am pc...

Nur um mal ne andere Sichtweise zu sehen ;)


Original von KotteTHC
er hatte liebe, glück, selbstverwirklichung, freiheiten, möglichkeiten, ja auch das beschissene geld...

Sicher, für so manchen wären Dinge wie Geld, intakte Familie, jede Menge Möglichkeiten und Engagement für einen guten Zweck (hatte hier was über seine Aktivität im Tierschutz gelesen) ein wichtiger Beitrag zum Seelenfrieden.
Dennoch kommen dann wieder ganz neue Aspekte wie Leistungsdruck oder Selbstzweifel, die eben, wie Scoop es schon ausführlich dargelegt hat, nicht zuletzt vom Profi-Fußball herrühren. Dann noch der Verlust seiner Tochter ...

Bitte nicht falsch verstehen; ich möchte Robert Enke nicht vollkommen in Schutz nehmen, sondern (wie viele andere auch) versuchen zu verstehen. Vor allem, dass er sich der Verantwortung, die er seiner Familie gegenüber hatte, entzog, ist unverzeihlich.


Areacodes18
Beigetreten: 26.01.2008
Oldschool Grinder

danke kobeyard du triffst es genau auf den punkt! bin verwundert dass du bis jetz noch nich geflamt wurdest o0


"Bitte nicht falsch verstehen; ich möchte Robert Enke nicht vollkommen in Schutz nehmen, sondern (wie viele andere auch) versuchen zu verstehen. Vor allem dass er sich der Verantwortung, die er seiner Familie gegenüber hatte, entzog, ist unverzeihlich."

mir geht es doch nicht anders, in meinen postings bring ich ja nur mein unverständnis für seine tat zum ausdruck.
den zweiten satz würde ich insta unterschreiben.

dem leistungsdruck hat er sich doch freiwillig ausgesetzt. er hätte auch seinen vertrag vor jahren auslaufen lassen können, seine familie nehmen können und ab nach miami ziehen, wo ihn kein schwein kennt und es ihm egal sein kann, was 2 wochen lang in der bild steht. naja, er hat halt den falschen weg gewählt.


Ich bin schon etwas entsetzt wie ignorant und oberflächlich hier über dieses Thema diskutiert wird.
Nur weil euch das Thema langweilt oder ihr die Konsequenzen dieses "Aufbauschen" nicht versteht müsst ihr doch nicht abfällig darüber schreiben.
Es geht doch nicht um Robert Enkes Erfolge oder Verdienste, sondern um einen Menschen, der nun mal in der Öffentlichkeit stand und offensichtlich keine Mängel durch seinen Erfolg hatte, den Freitod gewählt hat. Keiner versteht warum und ich kann mir vorstellen das viele mit dem Kopf schütteln und denken "so ein Idiot, hatte doch alles was er brauchte". Das der Mann sehr schwer krank war wird völlig ignoriert anscheinend.
Was in seinem Kopf vor ging kann niemand nachvollziehen der nicht selber an dieser Krankheit leidet oder gelitten hat...ich leider auch nicht. Aber wenn man etwas über Depressionen liest muss er unheimliche Schuldgefühle gegenüber anderen Menschen gehabt haben. So stark das er es nicht mehr aushalten konnte. Das müssen seelische Schmerzen sein die für uns unvorstellbar sind. Er glaubte ständig alles zu verlieren was ihm etwas bedeutete, dass er eine Belastung für andere ist. Vielleicht war die Entscheidung sich das Leben zu enhmen eine unheimliche Erlösung für ihn. Das finde ich sehr gruselig.
Und niemand hatte es gemerkt. Selbst sein Psychiater konnte es nicht erkennen. Ich finde den Gedanken erschreckend das vielleicht ein geliebter Mensch von mir das selbe durchmacht ,ich mit ihm feiern,lachen ,leben kann, er aber tod unglücklich ist oder von etwas zerfressen wird was ohne hilfe nicht aufzuhalten ist.
Das betrifft doch nicht nur diesen Menschen, sonder Millionen andere auch "normale"Menschen wie wir.
Diesem Thema muss Aufmerksamkeit zu teil kommen.
Das dies höhste Zeit ist, merkt man an den hier teilweise gedankenlosen hingeballerten Sätzen. 2-3 User haben das Problem erkannt und den positiven Effekt. lasst der Krankheit doch ihren Monat an "übertriebener" Aufmerksamkeit...das wird für viele Menschen reichen dem Thema sensibler zu begegnen und vielleicht wird in diese Richtung mehr geforscht...was ist daran schlecht?

Fühlt euch nicht beleidigt, aber erschrocken war ich schon über einige Einstellungen.


Blaumav
Beigetreten: 01.09.2006
Oldschool Grinder

Original von Outbreaker5832
@Blaumav

Ohne diese übertrieben Berichterstattung nach dem Amoklauf ion Colombine hätte es weder in Deutschland noch in den USA so viele Nachahmer gegeben. Sind wir doch mal ehrlich:

Wer hätte sich denn sonst für die Typen interessiert, die Amok gelaufen sind? Wen interessiert der Typ aus Erfurt oder Winnenden denn wirklich? Niemand.. durch diesen Amoklauf haben sie aber die Aufmerksamkeit bekommen, die sich lebend gewünscht haben.

Wenn ich mich richtig erinnere hat der Typ von Erfurt die Columbine Amokläufer als Vorbilder genommen und der von Winnenden den Typ aus Erfurt und Columbine. Oder eine so große Berichterstattung, wäre es zumindest nicht zu so vielen Amokläufen gekommen.

Aha und woher hast du deine Infos? Aus den Medien natürlich. Ein Kreis schließt sich.

Von wegen Aufmerksamkeit. Die Aufmerksamkeit nützt denen tot garnichts also warum soll das der Grund gewesen sein?

Amokläufer sind immer ein Spiegelbild der Gesellschaft. Die beiden Amokläufer in Deutschland sind amok gelaufen weil Kinder die fiesesten und abscheulichsten Geschöpfe sein können, da deren Gewissen noch garnicht ausgeprägt ist. Jeder wird sich, wenn er an seine Kindheit zurück denkt, mindestens eine Situation erkennen in der man sich über jemanden lustig gemacht hat, jemanden gehänselt hat oder einfach nur aus Spaß irgeneinen Blödsinn machte der auf Kosten eines Klassenkameraden ging.

Und die Klassenkameraden, die dann das Opfer sind, laufen Amok. Die haben genug Aufmerksamkeit und genau das ist das Problem. Die hassen ihre Mitschüler für das was sie ihnen angetan haben und die Eltern und Lehrer unternehmen nichts weil es ja nur Kinder sind und man ja genug eigene Probleme hat. Die Laufen Amok weil ihnen keiner Hilft....

Die Ignoranz der Leute ist doch immer wieder erstaunlich. Am besten kommt jetzt noch einer und sagt: "Ist doch seine eigene Schuld". :rolleyes:


Ich hab ja im andern Thread auch viel geschrieben, aber bin mittlerweile auch davon überzeugt das es einfach nur noch übertrieben ist...
Wenn ich mir die "Holzkiste" anschau, hab ich nur noch Mitleid mit der freiwilligen Feuerwehr...
Ich bin davon überzeugt wenn er jetzt sieht was das ausgelöst hat, dann hätte er es nicht gemacht!


Outbreaker5832
Beigetreten: 03.10.2008
Oldschool Grinder

Original von Blaumav
Aha und woher hast du deine Infos? Aus den Medien natürlich. Ein Kreis schließt sich.

Erster Fail ;) Der Typ hat ein "Mertyrervideo" gedreht und hat darin gesagt, dass er sich Columbine als Vorbild genommen hat. Und ja, ich hab das Video damals auf Youtube gesehen.

Von wegen Aufmerksamkeit. Die Aufmerksamkeit nützt denen tot garnichts also warum soll das der Grund gewesen sein?

Warum sollten sie sonst in den Videos behaupten, dass sie sich Columbine als Vorbild nehmen?

Amokläufer sind immer ein Spiegelbild der Gesellschaft. Die beiden Amokläufer in Deutschland sind amok gelaufen weil Kinder die fiesesten und abscheulichsten Geschöpfe sein können, da deren Gewissen noch garnicht ausgeprägt ist.

Ähm... ja und nein... Wieso sie so einen "Hass" auf die Mitschüler/Menschheit haben, ist das eine, aber warum sie Amoklaufen das andere. Denkst du wirklich, dass ohne Columbine tatsächlich Amok gelaufen wären? Meine Meinung nach: Vielleicht. Aber durch die hinterfragung der Gründe durch die Medien, konnten sich evtl. einige mit den Columbine - Amokläufern identifizieren und haben das als Ausweg für ihre Probleme/hass gesehen... als einzigen Ausweg. Wer so psychisch labil ist, denkt wahr. nicht, dass es noch andere Auswege geben könnte.

Und die Klassenkameraden, die dann das Opfer sind, laufen Amok. Die haben genug Aufmerksamkeit und genau das ist das Problem. Die hassen ihre Mitschüler für das was sie ihnen angetan haben und die Eltern und Lehrer unternehmen nichts weil es ja nur Kinder sind und man ja genug eigene Probleme hat. Die Laufen Amok weil ihnen keiner Hilft....

Siehe oben: Die Frage ist einfach welchen Ausweg sie suchen. Da sie sich mit den anderen Amokläufern identifizieren können, nehmen sie eher diesen Weg. Und daran ist die Medienberichterstattung schuld.

Die Ignoranz der Leute ist doch immer wieder erstaunlich. Am besten kommt jetzt noch einer und sagt: "Ist doch seine eigene Schuld". :rolleyes:

Der Satz kommt nicht, denn ich sehe bei Amokläufern die Schuld bei den Medien, Eltern und Lehrern, die weggeschaut haben.


ickern
Beigetreten: 03.04.2007
Elite Grinder

Bild.de is auch übel

normalerweise zeigt die Seite immer 5 verschiedene Themen sich abwechseln

Heute 5X Robert Enke ... sich abwechseln


Geht weniger um Glorifizierung als um Profit denke ich bzw. eines macht das andere erst möglich. Bei Jacko (und endlosen anderne Beispeilen ("Lady Di" lol?!) doch der gleiche Scheiß auf int. Ebene - Brot und spiele fürs dumme Volk - wobei es bei Jacko zusätzlich noch ums große abkassieren durch die Familie selbst ging und ausschließlich weiter gehen wird.
Sehr guter Artikel zum Thema, vor allem auch am Ende über die Verlogenheit von Fans, Journaille, Sportfunktionäre/Kollegen etc., besonders aber die der "Fans"/etc. die ihn nicht mal persönlich kannten und ihn nur zu willig bei passender Gelegenheit zum Teufel gewüsncht hätten:

http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1147/der-freitod-eines-torwarts-und-die-ethik


Original von maz1337
Ich wusste nichtmal wer das ist, bevor das losging, lol

Ich auch nicht, aber Fußball geht mir auch halt kplt. am Arsch vorbei. Sepp Herberger ist doch noch Bundestrainer oder?:-)


Brieftraeger
Beigetreten: 15.11.2006
Oldschool Grinder

also ich habe gerade den fernseher angemacht und bisserl durchgezappt. auf 3-4 sendern die gleichen bilder, von der trauerfeier aus einem fast vollen stadion.

keiner kann aus der maschinerie der berichterstattung ausbrechen, nehmen wir zb. an, die persönliche meinung von diesem bürgermeister der gerade spricht ist "selber schuld kein mitleid". so darf er seine eigene meinung nicht sagen, sondern er muss einfach bei dem tross der medialen richtung mitschwimmen.

keiner von den ganzen leuten redet frei, alles wird runtergelesen, geschrieben und 100fach ausgebessert, bis es passend gemacht ist.

schreibt hier jemand im forum etwas was gegen diesen mainstream abzielt, wird er harsch attackiert.

aber keiner spricht es wirklich aus. die reizüberflutung und der leistungsdruck unserer gesellschaft. immer mehr muss geleistet werden. immer höhere profite müssen erzielt werden. tausende von arbeitsplätzen werden gekürzt. jeder beharrt auf seinen persönlichen vorteil. die unternehmer wollen mehr und mehr gewinne erzielen. aber das hat nunmal die freie marktwirtschaft so an sich. zu hohe anforderungen. kein platz für schwäche.

auf was ich hinaus will...

anteilnahme schön und gut, aber das ist doch blos ein medienhype inzeniert, vielleicht vor allem von seiner frau die vielleicht ganz andere dinge reinwaschen will und das unschuldsopfer spielen will. ganz so unschuldig mag sie vielleicht gar nicht sein, denn keiner stand ihm näher als seine familie. hätte sie nicht noch mehr darauf pochen müssen das er hlp erhält? auszeit ala deissler und dann wieder neu durchstarten? ich mein er war zwar schon 32, wenn ich mich nicht täusche, aber er hatte alle möglichkeiten. und ja, geld ist nicht immer das wichtigste und davon spreche ich auch nicht.

aber freitod ist niemals eine lösung.


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