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[Geschlossen] robert enke's tod zu sehr glorifiziert?

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Original von kobeyard
hey leute,

normal mach' ich ja fast nie threads im small talk - könnte fast mein 1. sein - aber dieses mal liegt mir wirklich eine kontroverse frage auf der seele.

bei allem, was robert enke für fußballdeutschland getan hat (war objektiv betrachtet auch nicht so viel, aber zu mindestens für hannover 96 war er doch sehr lange aktiv - 6 jahre afaik), stellt sich mir doch die frage, ob er nicht jetzt doch zu sehr glorifiziert wird?

natürlich ist es eine tragödie, aber wird im grunde nicht inzwischen fast eine falsche botschaft gesendet? gerade für leute, die selbst mit objektiv betrachtet größeren problemen leben müssen und die eventuell auch suizidgedanken haben, wird evtl unterbewusst folgende quintessenz ankommen: bring dich um und alle werden dir aufmerksamkeit schenken, dich bemitleiden, deine familie unterstützen usw usf.

es soll jetzt in hannover sogar ein platz nach robert enke benannt werden. ich meine, hallo? was hat er denn großartiges für hannover als stadt geleistet? ich wette, dass es produktivere söhne und töchter der stadt gibt, die eines natürlichen todes starben und bei weitem nicht diese aufmerksamkeit bekommen.

fast 50000 menschen gehen zu seiner trauerfeier, es ist fast eine art robert-enke-kult entstanden.

wie gesagt: robert enke in allen ehren, aber ich finde, dass es inzwischen zu weit geht.

stimme dir zu. ich fand so einige tendenzen der letzten tage ziemlich ekelhaft.

ein beispiel ist, dass immer wieder von einer "tragödie" die rede war, ganz so, als ob das ganze etwas zwangsläufiges, schicksalhafter gehabt hätte. hatte es nicht. hier hat sich ein mensch BEWUSST für ein option entschieden, mit all ihren konsequenzen. das kann man respektieren oder auch nicht. man sollte ihm aber nicht post mortem noch jede würde nehmen, indem man ihn einfach so als opfer abqualifiziert.

der ganze journalistische abschaum, der wegen exakt EINES derartigen falles in 46 jahren bundesliga (gerade deshalb gibts ja so einen buzz darum) nun fordern, dass grundlegende umgedacht werden müsse in dieser "maschine", diesem "haifischbecken" rabarber rabarber. dieses system funktioniert für alle beteiligten, aber der journalistische abschaum will auf dem rücken eines menschen propagandistischer erfolge erzielen. wir kennen das von fall marwa.

die führung des weltgrößten sportverbandes, die gutmenschlich mehr respekt für depressive und homosexuelle fordert, ganz so, als ob das eine was mit dem anderen zu tun hätte. ein bierhoff, der es nicht auf die reihe bekommt, eine pressekonferenz zum thema ohne tränenausbruch zu beenden. einfach nur würdelos.

all die bekannten und freunde, die von nichts irgendwas gewusst haben wollen. und gleichzeitig habe ich in x verschiedenen medien x unterschiedliche bilder gesehen, auf denen man es auf den allerersten blick zu erkennen meint, dass da jemand wirklich mit dämonen kämpft.

der kicker, der allen ernstes die gesamte titelseite seiner donnerstags-ausgabe ausschließlich enke widmet, als ob das hier nun 9/11 wäre. hallo, gehts noch? ich will hier über sport informiert werden, mit fakten und nüchternen bewertungen, behaltet euren blöden emo-scheiß bitte für euch selbst ...

die kirchen, die aus dem selbstmord eines multimillionärs natürlich auch wieder allerlei forderungen ableiten und ihre eigenen traditionen zum thema selbstmord komplett verraten. ekelhaft.

usw usf.


Original von xyxelxs2
ein Volk heuchelt...

Das Problem ist, dass es eben keine Heuchelei ist.

Den Leuten geht der Tod von Robert Enke wirklich (und das ist ja das Schlimme) näher als der Tod von Dominik Brunner.

Man könnte sich ja auch mal die Mühe machen die R.I.P. hier im Forum von beiden zu zählen. Da würde wohl ähnliches rauskommen, wie auf den Bildern.

"Fußballdeutschland" sollte sich endlich mal darüber klar werden, dass Fußball eben NICHT über Allem steht, wie man leider viel zu oft den Eindruck gewinnt.


AGGROFORST
Beigetreten: 26.04.2008
Oldschool Grinder

Original von Brieftraeger

aber keiner spricht es wirklich aus. die reizüberflutung und der leistungsdruck unserer gesellschaft. immer mehr muss geleistet werden. immer höhere profite müssen erzielt werden. tausende von arbeitsplätzen werden gekürzt. jeder beharrt auf seinen persönlichen vorteil. die unternehmer wollen mehr und mehr gewinne erzielen. aber das hat nunmal die freie marktwirtschaft so an sich. zu hohe anforderungen. kein platz für schwäche.

Das ist die Diskusion, die ich vermisse. Ich glaube auch das viele der Menschen, die jetzt, für manche unverständlich, öffentlich trauern unterbewusst diese Problematik erkennen und deswegen eine solche Solidarität entsteht.

Die Anforderungen, die unsere Gesellschaft an die Bürger stellt fördern aus meiner Sicht das entstehen einer Depression. Immer mehr Menschen, vor allem Berufsanfänger, müssen des öfteren den Arbeitsort wechseln. Somit sind stabile Beziehungen immer schwerer und gleichzeitig ist die familiäre Anbindung immer geringer.

Leistungsdruck, arbeiten unter künstlichem Licht mit unzureichender Bewegung, Zukunftsängste aus unsicheren Arbeitsverhältnissen, das Leben in anonymen Wohnblöcken all dies sind Ergebnisse unserer modernen Industriegesellschaft. Desweiteren erscheint es vielen so, als ob beruflicher und finanzieller Erfolg sowie Popularität die einzig wahren Zielen sind nach denen es zu streben lohnt. Diese Einstellung wird gerade bei sehr jungen Menschen durch die Medien mit Formaten alla DSDS auch noch gefördert.

Und nun begeht ein Menscher, der vermeindlich all diese erstrebenswerten Dinge hat Suizid. Darin sehe ich eine Erklärung für diese Massentrauer, da diese Umstände den Suizid für viele noch viel unerklärlicher machen.

Hier wird aus meiner Sicht nicht um einen Menschen getrauert, sondern um ein Ideal und das die Medien so ein Phänomen fördern und ausschlachten ist heutzutage nunmal so.

Ein zweiter Gedanke, der mir bei der Geschichte mit dem Platz kam, ist, dass die Politik heute vielen Aufgaben hilflos gegenüber steht und der natürliche Reflex der Politik Handlungsfähigkeit zu demonstrieren immer öfter nicht mehr möglich ist. Dies könnte ein Grund sein warum auf solche öffentlichkeitswirksame "Züge" aufgesprungen wird.

Auffallend ist auf jeden Fall, dass es keine Diskusion/Ratschläge darüber gibt wie man Menschen mit solchen psychischen Problemen zur Seite stehen kann, sondern die Diskusion eher in die Richtung gehen "Hätte man was merken können/müssen?" also wer ist schuld. Gleichzeitig wird das Phänomen Depression nur im Kontext Profisportler besprochen, was auch nicht gerade zu einer gesamtheitlichen Enttabuisierung beiträgt.


Leute ihr wollte es nicht verstehen.
Er hat sich nicht umgebracht weil er feige war und nicht aus langer weile....er war schwer krank...mit massiven seelischen Schmerz den keiner von euch nachvollziehen kann. Er hatte sich seit Jahren therapieren lassen.
Er wird doch nicht glorifiziert weil er sich umgebracht hat oder weil er ein besonders herausragender Fußballer war,sondern weil sein Schicksal so unendlich tragisch ist und weil diese Krankheit bei jedem anderen Menschen auch vorkommen kann.
Einfach zu sagen er hätte sich nicht umbringen dürfen ist so leicht zu sagen von Leuten die keine Ahnung haben was in ihm Vorging. In seiner Irrationalität hat er es sicher als die einzige Lösung für alle..also auch für sein Umfeld und seine Frau und das Kind gesehen,sein Leben zu beenden und damit die Belastung die er angeblich für alle ist.

Ihr seit doch Pokerspieler und müsstet eigentlich 3 ebenen weiter denken als andere...aber hier schreibt ihr nur oberflächlichen scheiß.

Und das Volk heuchelt sicher nicht!!


Original von Marddin
Den Leuten geht der Tod von Robert Enke wirklich (und das ist ja das Schlimme) näher als der Tod von Dominik Brunner.

Es ist einfach nicht zu vergleichen. Dominik Brunner ist als Held ermordet worden. Er war vorher niemanden bekannt, daher setzt keine Trauer ein sondern man ist erschüttert und entsetzt von dem Mord.
Robert Enke ist an einer Krankheit gestorben. Ob er bewusst den Tod gewählt hat oder das eben nur Teil seiner Depression ist kann ich nicht beurteilen, ich kenne mich mit Depression nicht aus. Aber nach dem was ich nun von Leuten gehört hab, soll zweiteres durchaus möglich sein, auch wenn ich es nicht verstehen kann.
Und ihn "kannte" man eben vorher und hat seine Krankheit einfach nicht erkannt obwohl man ihn jedes Wochenende gesehen hat. Daher setzt Trauer und Selbstreflexion ein. Ganz normales, menschliches Verhalten.


Gecko1996
Beigetreten: 16.04.2006
PokerStrategist

Original von Faustfan
Der Vergleich mit Dominik Brunner ist auch nicht ganz fair. Brunner hat immerhin posthum das bundesverdienstkreuz erhalten, was ja nun eine besondere ehrung darstellt.

Ohne die Zivilcourage von Dominik Brunner schmälern zu wollen, aber glaubst du ernsthaft, er hätte das Bundesverdienstkreuz bekommen, wenn er bei der Aktion nicht tot geblieben wäre?
Niemals! Und wenn die Medien nicht tagelang "Skandal", "Sauerei" und was weis ich nicht noch alles skandiert hätten wohl, auch eher nicht.


dertakman
Beigetreten: 23.09.2007
Oldschool Grinder

Also ich finde den ganzen Wirbel gut. Ich kann mich in meine EnkeTM Bettwäsche reinkuscheln, meine offizielle EnkeTM CD hören und im Fernsehen die Trauerrede anhören. Naja das kann ich ja auch später machen- mit der offiziellen EnkeTM Trauerfeier auf Blu Ray. Inzwischen kann ich mein EnkeTM Puzzle zusamenbauen.
Politiker waren auch anwesend (!), also Enke Partei kommt auch bald.

Naja daran ist wohl die Lady Di(e) schuld. Die Medien fanden das so toll, dass man einfach jeden Tod so ausschlachten möchte.
Egal ob Papst, Jackson oder eben Enke. Sogar bei dem Flugzeugunglück hat Stern die Bilder der Opfer im Netz zsammengeklaut ("Internet darf kein rechtsfreier Raum sein"- böse kostenlose Newsseiten die alles von der Qualitätspresse abschreiben)
Und wenn man gerade nichts zu tun hat, gehen viele zu so einem Megaereignis hin. Gehört irgendwie dazu- Diana, Papst, Jackson, Enke. Man muss so ein Ereignis erlebt haben.

Irgendwie finde ich den Umgang der Titanic am würdevollsten Zumindestens besserals die Dauerberieselung von allen Sendern.


ich verstehe gar nicht, wie jemand der nicht aus Hannover kommt, glaubt beurteilen zu können, ob der Tod R. Enkes zu sehr glorifiziert wird...

Was hat die 40.000 am Mittwoch dazu getrieben an die Marktkirche zu kommen und in irgendeiner Form Anteilname auszudrücken/ Emotionen verarbeiten? Kann mich diesbzgl. an keine Bild-Einladung erinnern.

Manchmal muss man akzeptieren, dass in der Gesellschaft nicht alles nach rationalen Gesichtspunkten abläuft und soziologische sowie psychologische Phänome in der Form existieren.
Dass das in einem Pokerforum misserkannt wird, mag zwar verständlich sein, glücklich kann es einen aber dennoch kaum machen.


andi23
Beigetreten: 04.06.2006
Oldschool Grinder

Original von SchweineDude
Leute ihr wollte es nicht verstehen.
Er hat sich nicht umgebracht weil er feige war und nicht aus langer weile....er war schwer krank...mit massiven seelischen Schmerz den keiner von euch nachvollziehen kann. Er hatte sich seit Jahren therapieren lassen.
Er wird doch nicht glorifiziert weil er sich umgebracht hat oder weil er ein besonders herausragender Fußballer war,sondern weil sein Schicksal so unendlich tragisch ist und weil diese Krankheit bei jedem anderen Menschen auch vorkommen kann.
Einfach zu sagen er hätte sich nicht umbringen dürfen ist so leicht zu sagen von Leuten die keine Ahnung haben was in ihm Vorging. In seiner Irrationalität hat er es sicher als die einzige Lösung für alle..also auch für sein Umfeld und seine Frau und das Kind gesehen,sein Leben zu beenden und damit die Belastung die er angeblich für alle ist.

Ihr seit doch Pokerspieler und müsstet eigentlich 3 ebenen weiter denken als andere...aber hier schreibt ihr nur oberflächlichen scheiß.

Und das Volk heuchelt sicher nicht!!

so ist es!

am Beispiel von Robert Enke wurde ein Tabuthema aufgegriffen, da sich viele Menschen (ich selbst inklusive) der Gefahr und der weiten Verbreitung dieser Krankheit gar nicht bewusst waren. Und wenn das Opfer (ja ich sehe Enke hier ganz klar als Opfer, nämlich als Opfer einer tödlichen Krankheit) einem Großteil der Bevölkerung bekannt ist, löst das nunmal solche Wellen der Anteilnahme und Bestürzung aus. Dass einige den ganzen Rummel nicht ganz nachvollziehen können verstehe ich. Doch diese Leute sollten widerum auch verstehen, warum der Tod Enkes anderen Menschen sehr nahe geht und warum es wichtig ist ein bisher tabuisiertes Thema offen zu diskutieren!

Davon abgesehen muss ich gestehen, dass eine TV-Liveübertragung mit Zoom auf die trauernde Witwe an der Grenze des guten Geschmacks ist. Von Titelthemen einiger Boulevardblätter ganz zu schweigen.


venusflytrap
Beigetreten: 21.12.2007
PokerStrategist

hab nicht alles gelesen aber imho ist die Gefahr einfach, das mit den Depressionen alles so dargestellt wird als sei es okay. Immer wenn jemand sagt:"so vor seiner Verantwortung weglaufen ist nicht i.O." sagt jemand:"aber du kann das nicht so sagen, der hatte doch Depressionen, da trifft man seine Entscheidungen nicht rational".

Die Gefahr hier ist das Leute es sich viel zu leicht machen ihre Probleme auf ihre Depressionen zu schieben und nicht versuchen ihre Probleme in den Griff zu kriegen. Ich dachte nach der PK mit der Frau sofort an den Werther-Effekt, genau wie jemand hier zuvor.

http://de.wikipedia.org/wiki/Werther-Effekt

Ist sehr interessant, vor allem unten der Abschnitt mit den Medien. Natürlich ist es eine Person öffentlichen Interesses aber das ist einfach too much.


Kampfzwerg2k
Beigetreten: 18.03.2007
PokerStrategist

Original von HeldvomFeld
also selbst ich als Hobbyfussballer finds lächerlich wie jetzt total auf "die armen Profifussballer" gemacht wird...........die Jungs haben jawohl den lockersten Job auf gottesweiter Erde. Die kriegen das 30457234576fache an Kohle was andere Sportler bekommen mit wesentlichweniger aufwand, die US-Sport Profis mal ausgeschlossen aber selbst die haben wesentlich mehr Stress als Fussballprofis (NBA 82Spiele/Saison).
Klar ist der psychische Druck evtl nicht gerade klein aber gewiss auch nciht heftiger als in anderen Berufen......

Genau das ist doch das Problem! Nur weil einer viel Kohle verdient wird von einem Menschen erwartet keine menschlichen reaktionen zu zeigen und wie eine Maschine zu funktionieren.
Der lockerste Job der Welt? Über einzelne Fehler eines Spieleres wird teilweise mehrere Tage in den Medien durchleuchtet und der SPieler an den PRanker gestellt. Es gibt Spieler die von den eigenen Fans ausgepfiffen werden und aufs übelste beschimpft werden. Wenn zB. ein Albert Streit eine labile Persönlichkeit wäre, dann ist es nicht unwahrscheinliuch, dass er ein ähnliches Schicksl erleiden könnte. Der Druck im Fußball ist pervers! Manche Spieler steckend das weg, aber wer in der hinsicht nicht so gefestigt wird kann schnell daran kaputt gehen!

Ich finde es arm den trauernden Menschen Heuchelei vorzuwerfen und sich sogar noch über diese lustig zu machen.
Robert Enke war ein Mann, der in der Öffentlichkeit stand. Da liegt es in der Natur der Sache, dass viele Menschen zu ihm eine Identifikation aufgebaut haben und sich ihm emotional verbunden fühlen. Enke war kein gewöhnlicher Fußballprofi, der den typischen Klischees entsprach. Er spielte für einen durchschnittlichen Bundesligaverein und hätte bei anderen Vereinen spielen und deutlich mehr verdienen können. Er war für Hannover nicht irgendein Spieler. Er war das Aushängeschild und der seit Jahren beliebteste Spieler und Mensch. Er engagierte sich zudem für soziale Projekte und nutzte seine Stellung in der Gesellschaft um auf Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen.
Zudem enthält es immer eine besondere Tragik, wenn ein junger Mensch, der nach außen hin sehr gefestigt schien, so verzweifelt ist und sich das Leben nimmt (Besonders wenn man die Hintergründe über den Tod seiner kleinen Tochter kennt).
Wer nicht verstehen kann, dass man in so einer Situation eine persönliche Bindung aufbauen und Mitgefühl empfinden kann, auch wenn man die Peson nicht persönlich kannte, der tut mit leid. Man kann natürlich anders zu der Sache stehen und kann das ganze unemotional betrachten, aber wiederlich wird es dann, wenn man anfängt auf Kosten des Verstorbenen und der Hinterbliebenen (mit Samt der ehrlich Trauernden) möchtegern-kritisch sich mit der Sache auseinanderzusetzen und das ganze auf einem Niveau, das jedem 10 Jährigen die Schamesröte ins Gesicht treiben würde. (Meine damit gezielt Kommentare, wie von dertakman, xyxelxs oder idreamofmoni)


andi23
Beigetreten: 04.06.2006
Oldschool Grinder

Original von Kampfzwerg2k...wiederlich wird es dann, wenn man anfängt auf Kosten des Verstorbenen und der Hinterbliebenen (mit Samt der ehrlich Trauernden) möchtegern-kritisch sich mit der Sache auseinanderzusetzen und das ganze auf einem Niveau, das jedem 10 Jährigen die Schamesröte ins Gesicht treiben würde. (Meine damit gezielt Kommentare, wie von dertakman, xyxelxs oder idreamofmoni)

1000%ige Zustimmung.
Möchtegern-kritisch ist hier das entscheidende. Die Leute die hier glauben sie denken besonders weit, weil sie klug feststellen, dass Fußballer viel Geld verdienen und deswegen ja eigentlich glücklich sein müssten, sind die Oberflächlichen!


Original von Romeryo

Original von maz1337
Ich wusste nichtmal wer das ist, bevor das losging, lol

#2 ^^°

dann seid ihr obv ziemlich dumm


kingf2sher
Beigetreten: 25.02.2007
Oldschool Grinder

Original von soneji

Original von Romeryo

Original von maz1337
Ich wusste nichtmal wer das ist, bevor das losging, lol

#2 ^^°

dann seid ihr obv ziemlich dumm

und du recht ignorant - es stellt sich nun die frage was besser ist.


Fistor
Beigetreten: 05.01.2009
Oldschool Grinder

Original von soneji

Original von Romeryo

Original von maz1337
Ich wusste nichtmal wer das ist, bevor das losging, lol

#2 ^^°

dann seid ihr obv ziemlich dumm

jo, echt sinnvoller kommentar.....echt mal.
klar, man ist dumm, wenn man einen x-beliebigen spieler irgendeiner sportart nicht kennt, bis zu dem tag, als er sich vor den zug wirft. hä??

mal zum thema: mich kotzt diese ganze heuchelei auch an. weder die leude hier, noch die leude in der kirche in hannover oder die 40k fans , die just in diesem moment im stadion sitzen, um sich zu verabschieden, wussten/wissen, was wirklich vorgefallen ist.
es ist offensichtlich traurig, wenn einem menschen scheinbar kein ausweg mehr bleibt, nur hier ständig das wort "tragisch" in den mund zu nehmen, finde ich doch arg übertrieben.....

und nur weil alle meinen "ja, nur weil man millionär ist, muss man nicht glücklich sein" ......nee, das vielleicht nicht, aber wer in der lage ist, regelmäßig aufs spielfeld zu gehn, und seine "krankheit zu verbergen" sollte in der lage sein, sich einweisen zu lassen, zu seinem eigenen schutz.
ein weltfremdes "wir dachten mit liebe schaffen wir das" passt zwar gut auf die BILD-titelseite, is aber nicht gerade realitätsnah.......

lange rede, kurzer sinn: selbstmord wird durch die medien wieder mal als "perfekter ausweg" für gescheiterte präsentiert, erhält man doch hier die mangelnde aufmerksamkeit, die im leben nicht gewährt wurde.

das problem ist nicht robert enke, das problem ist die gesellschaft, welche die leute ERST in den tod treibt, und DANN sich noch dran ergötzt, weils so herzzerreissend "tragisch" is.....fast wie im kino.


gforce85
Beigetreten: 10.11.2007
Oldschool Grinder

Original von kingf2sher

Original von soneji

Original von Romeryo

Original von maz1337
Ich wusste nichtmal wer das ist, bevor das losging, lol

#2 ^^°

dann seid ihr obv ziemlich dumm

und du recht ignorant - es stellt sich nun die frage was besser ist.

LOL, muss man Fussballspieler kennen um nicht dumm zu sein? Dann bin ich die dümmste Sau der Welt.. Weiß auch nicht was ich von RE halten soll, aber wieso ist sein Vater - der wohl Psychotherapeut ist - nicht in der Lage dem Junior zu helfen?


Gunius
Beigetreten: 28.04.2009
PokerStrategist

Ich finde es absolut klasse, dass von der Gruppe Leuten die aufgrund des Todes von Robert Enke gesagt haben der Selbstmord-Thread ist geschmacklos weil er eben dieses Thema behandelt, nun hier behaupten das der Tod auf seine Krankheit und die Umstände hinweist und deshalb nicht besser in den Medien behandelt werden könnte.


Original von venusflytrap
hab nicht alles gelesen aber imho ist die Gefahr einfach, das mit den Depressionen alles so dargestellt wird als sei es okay. Immer wenn jemand sagt:"so vor seiner Verantwortung weglaufen ist nicht i.O." sagt jemand:"aber du kann das nicht so sagen, der hatte doch Depressionen, da trifft man seine Entscheidungen nicht rational".

Die Gefahr hier ist das Leute es sich viel zu leicht machen ihre Probleme auf ihre Depressionen zu schieben und nicht versuchen ihre Probleme in den Griff zu kriegen. Ich dachte nach der PK mit der Frau sofort an den Werther-Effekt, genau wie jemand hier zuvor.

http://de.wikipedia.org/wiki/Werther-Effekt

Ist sehr interessant, vor allem unten der Abschnitt mit den Medien. Natürlich ist es eine Person öffentlichen Interesses aber das ist einfach too much.

Es sagt ja auch niemand das es Ok ist. Genau das ist doch das Problem. Für Enke war es "OK" bzw. der einzig mögliche Ausweg. Er hatte sich Jahre lang immer wieder behandeln lassen. Für uns ist der Freitod absolut unverständlich...für ihn, trotz seines "Erfolges" und dem Rückhalt seiner Frau der einzige Ausweg.
Darauf muss aufmerksam gemacht werden. Keiner glorifiziert ihn wegen des Selbstmordes. So weit darf es für keinen Menschen kommen. Wäre er an die Öffentlichkeit gegangen, hätte er Riskiert vielleicht seinen Sport zu verlieren. Diese Angst sich zu seiner Krankheit zu bekennen muss verschwinden..deshalb ist es wichtig aus diesen "Fehler(n)" zu lernen....das ist auch das was seine Frau will.


RaiserBlade
Beigetreten: 17.10.2007
Oldschool Grinder

würde es niemanden interessieren, käme auch nichts in den medien.
iwas is halt in vielen menschen, dass die auf sowas abfahren.

vorhin bissl die trauerfeier gesehen und iwie fand ichs schon lächerlich bzw fast schon abstoßend wie da alle 2 minuten applaudiert wurde.

es ist nunmal wie es ist. worüber hätten wir jetzt diskutiert, wenn sich robert enke nicht das leben genommen hätte.

letztenendes sind wir auch nicht besser ;)


Original von RaiserBlade
würde es niemanden interessieren, käme auch nichts in den medien.
iwas is halt in vielen menschen, dass die auf sowas abfahren.

vorhin bissl die trauerfeier gesehen und iwie fand ichs schon lächerlich bzw fast schon abstoßend wie da alle 2 minuten applaudiert wurde.

es ist nunmal wie es ist. worüber hätten wir jetzt diskutiert, wenn sich robert enke nicht das leben genommen hätte.

letztenendes sind wir auch nicht besser ;)

Es gibt halt Leute die auf sowas "abfahren" und solche die wirklich trauern und Mitgefühl zeigen.

Wenn man der Witwe ins Gesicht zoomed finde ich es pervers. Die Trauerfeier an sich aber sehr angebracht.
Außerdem wird gerade mal 3 Tage davon berichtet in den Medien..und heute ist mit der Beisetzung der Abschluss. Wem das schon zu viel ist dem fehlt was.


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