Original von Knudsen
Original von efde55
Ist wahrscheinlich ne blöde Frage, aber mir geht die ganze Zeit folgendes im Kopf um:
Es gibt zwar endlich viele Stellungen und jeweils endlich viele Züge, dass bedeutet jedoch doch aber nicht, dass jedes Spiel mit endlich vielen Zügen beendet werden kann oder in eine sich wiederholende Schleife gerät.
Doch, das bedeutet es. Denn angenommen, es gibt ein Spiel, das nciht in endlich vielen Zügen beendet ist, und bei dem keine Schleife auftritt, dann muss es natürlich unendlich viele Stellungen geben.
Ich glaube nicht.
Ordne jeder Stellung eine Ziffer aus einem Zahlensystem an, vereinfacht nehmen wir ein Spiel an, welches aus 10 Stellungen besteht.
Dann kann ich daraus eine Stellungsfolge generieren, die den Nachkommazahlen von PI entspricht. Unendlich lange ohne periodische Wiederholung.
Natürlich kommen beim Schach noch andere Regeln der Bildung dieser Reihe hinzu.
Aber ein Beispiel:
Endspiel Weiß hat nur noch einen König und Schwarz einen König und einen Springer. In diesem Fall kann Schwarz Weiß natürlich nicht mehr Matt setzen und man hätte ein Kriterium festzustellen, dass jede Stellungsfolge nun unendlich wäre. Da nun aber alle möglichen Königszüge "gleichgut" wären könnte man ohne Probleme aus einer endlichen Anzahl an Stellungen eine unendliche Stellungsserie ohne periodische Wiederholungen generieren.
Theoretisch denkbar ist es nun, dass soetwas auch Auftreten kann wenn man nicht zeigen kann, dass es sich um eine unendliche Reihe handelt.
Momentan wäre ich aber zuversichtlich, dass solche Reihen Aufgrund der Regeln nur in Fällen entstehen können, indem offensichtlich ist, dass es keine Gewinnstellung mehr gibt, allerdings müsste man das mathematisch Beweisen ansonsten wäre Schach nicht gelöst.
Edit: Nach nochmaligem Nachdenken bin ich zu dem Schlussgekommen, dass zwar ein unendliches Spiel ohne Schleife möglich sein sollte, es aber für die Berechnung erstmal kein so großes Problem darstellt wie ich im ersten Moment annahm. Da es andere Wege gibt entsprechende Situationen aufzulösen. (Indem man zeigt, dass es unendliche Spiele und damit Remis sind.)