Ich persönlich finde es absolut schwachsinnig Intelligenz oder Pokerkönnen an der besuchten Schule festzumachen.
Ich selber bin 35 und es wurde damals in der Grundschule nicht einmal angesprochen, ob jemand aufs Gymnasium geht oder nicht.
Irgendwann vermisste ich eine Schülerin und fragte die Lehrerin, was denn aus der geworden ist, davor hab ich nichtmals gewusst, dass es so etwas gibt. Es wurde auch nie in der Klasse angesprochen und wenn nichts vom Umfeld kommt, interessiert das einen Viertklässler auch nicht wirklich.
Gut, ich ging dann irgendwann auf die Realschule, bestand auch die Aufnahmeprüfung als Jahrgangsbester.
Doch die wollten mich nicht lange haben
Dachte, die lassen mir meine Ruhe, wenn ich gute Noten schreibe, doch das war ein Irrtum. Die duldeten einfach nicht, daß ich nie meine Hausaufgaben machte, oder oft nichtmal Schreibzeug mitnahm und mir war das damals völlig egal.
Kann mich gut an eine Beurteilung erinnern :"Der äusserst begabte Schüler hat es leider immernoch nicht gelernt seine Hausaufgaben zu erledigen oder seine Schulunterlagen zu pflegen. Er wirkt meisst abwesend".
Plötzlich war ich Hauptschüler, obwohl ich auch ohne zu lernen oder mitzuarbeiten gute Noten in der Realschule hatte .
In der achso bösen Hauptschule hatte ich dann aber endlich eine Lehrerin, die mich wahnsinnig unter Druck setze und mir auch die Augen öffnete. Wer z.B. Hausaufgaben nicht erledigte, musste die am gleichen Nachmittag mehrfach nachholen, wer im Unterricht nicht mitarbeitete, musste auch nachsitzen, etc.
Zusätzlich durften Schüler, die z.B. dem Stoff in Mathe vorraus waren, schon an Aufgaben arbeiten, die erst in Zukunft Thema waren ... Plötzlich machte mir die Schule sogar Spaß....
Die Lehrerin erkannte, dass ich schlichtweg unterfordert war und mir deshalb die Schule in Vergangenheit egal war und kümmerte sich darum, dass ich mitten in der 7. Klasse eine Aufnahmeprüfung zum Gymnasium machen konnte (Wobei ich das eigentlich gar nicht wollte, meine Kumpels waren woanders. Aber nachdem meine Eltern davon erfuhren, hatte ich keine Wahl mehr *g*)
Die Aufnahmeprüfung lief so gut, dass ich 2 Wochen später kein Hauptschulschüler mehr war und brav mein Abi machte. Auch wenn ich immernoch nicht im Unterricht mitarbeitete, ... es langweilte mich einfach.
Hätte ich aber die eine Lehrerin nicht gehabt, wäre ich sicherlich Hauptschüler geblieben und hätte auch nie studiert ... Wäre ich deshalb dümmer?