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[Geschlossen] unsinnige Regeln/Gesetze oder Habitus in Deutschland

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Effi101
Beigetreten: 20.11.2007
PokerStrategist

@ wuertschenwilli

Dir wurde ja schon aufgezeigt, dass man als betrunkener Radfahrer durchaus anderen Verkehrsteilnehmer gefährden kann.
Darüber hinaus, selbst wenn nur dir etwas passieren sollte und beispielsweise zum Invaliden wirst, geht dies nicht nur dich etwas an, sondern ebenso die Allgemeinheit da du die Sozialsysteme belasten würdest und damit indirekt auch wieder andere Leute.
Freiheit hört halt da auf wo andere gefährdet werden, deswegen finde ich die Regel gar nicht verkehrt.
Habs zugegebenermaßen vor 5-10 Jahren, auch noch anders gesehen bzw gehandhabt, aber man wird ja älter, leider

Außerdem gibs ja nicht nur die Alternative Radfahren oder Autofahren, man kann auch einfach laufen oder am besten einfach mit nem Taxi fahren. :)

MfG


Kranker
Beigetreten: 09.04.2007
PokerStrategist

Original von efde55
Als Fußgänger sind rote Ampeln Nachts doch gar kein Problem, gibt kein Gesetzt dafür, dass man eine Straße an einer Ampel überqueren muss und nicht an Stellen wo keine Ampel ist drüber darf.
Einfach neben der Ampel die Straße überqueren, solange der Verkehr dadurch nicht gefährdet wird, was Nachts obv. nicht so wirklich der Fall ist, sollte es damit auch keine Probleme geben.

Die Ampel gilt 30 Meter in beide Richtungen soweit ich weiß.


wuerstchenwilli Themenstarter
wuerstchenwilli
Beigetreten: 07.04.2008
BlackMember

Original von Meph1977
du gefärdest jeden anderen Verkehrsteilnehmer egal ob Fußgänger, Auto oder LKW. Wenn ein autofahrer dir ausweichen muss weil du schlangenlinien fährst und in ein entgegenkommendes auto rauscht ist das doch wohl gefahr genug. Was die fußgänger angeht es wäre nicht der erste Fußgänger der stirbt weil irgendein Vollidiot meint er müsste besoffen Radfahren

Stimmt! Ich habe die Schlagzeilen der letzten Wochen wohl verdrängt:

"Besoffener Radfahrer kracht um 2 Uhr nachts in einen Sandkasten. 4 Säuglinge sterben!"

"Volltrunkener Radfahrer auf der A3! LKW weicht aus und fliegt über die Leitplanke. Massenkaramboulage!"

"verrückter Radfahrer brettert in Fußgängerzone! 42 schwerverletzte! 1,8 Promille!"

Hingegen wurden folgende Zeilen nie gelesen: "40 überlebende, da Besoffener klaren Kopf behielt und vom aufs Rad umstieg!"

Jetzt wo ich es mir recht überlege stimme ich euch natürlich voll und nüchtern zu. Betrunkenes Radfahren ist Lebengefährlich. Zumal es auch x Studien gibt, wie viele Unfälle durch Nüchternheit bei Fahradfahrern hätten verhindert werden können.

Ich will ja nicht sagen, dass es super ist, wenn man besoffen fährt. Aber ich will zu Bedenken geben, dass es eine super Alternative zum Autofahren ist. Und jeder betrunkene Radfahrer ist mir 10.000 lieber als ein besoffener Autofahrer. Und wenn man keine betrunkenen radfahrer und Fußgänger haben will, dann sollte man evtl. den Alkohol verbieten.

und nochmal zur Erinnerung:

Es geht hier nicht nur um Verkehrsrecht!!!!


Es sagt ja auch keiner was, wenn Du 2 Bier getrunken hast und dann mit 0.8 Promille lieber fahrrad fährst als Dich hinter das Lenkrad zu setzen, auch die Polizei hat nichts dagegen. Mit aber meinethalben 1.5 Promille, also stockbesoffen, sollte man sich- und den anderen zu liebe halt entweder laufen oder Taxi fahren.


Krupsinator
Beigetreten: 24.05.2010
PokerStrategist

Ich persönlich fahre (insbesondere wenn ich betrunken fahren würde) keine Strecke mit dem Fahrrad, die ich nicht auch laufen könnte (auch 3-4 Kilometer kann man locker gehen). Von daher wird es das Argument "Dann geh doch einfach zu Fuß wenn du besoffen bist" für mich immer geben und Leute die sturzbesoffen Fahrradfahren sind halt selber schuld.


Original von Speckftw
Bring es einem Kind bei, dass Rot nur als Richtzeichen zu betrachten ist.
Ich finde es schon korrekt, dass das bei uns nicht wie in UK gehandhabt wird.

Willst du damit sagen dass es nicht möglich ist einem Kind das beizubringen und trotzdem noch eine Kindersterblichkeitsrate <90% zu haben oder dass du zu bequem dafür bist das deinem Kind ordentlich beizubringen?

Versteh mich nicht falsch, aber ich sehe da einfach kein Argument für deine Position.

Hingegen habe ich schon zwei Bußgelder gezahlt weil ich 100m von dem Haus in dem ich aufgewachsen bin nachts um 4 über eine handvoll roter Ampeln gelaufen bin (Tramhaltestelle Romanplatz in München falls das jemandem was sagt) - und die Kollegen in weiß/grün waren dann noch so lieb nach der obligatorischen Personenkontrolle ein Bußgeld für jede rote Ampel die ich da überquert habe zu veranschlagen, also 3*20€.

Da kann ich wirklich nicht verstehen wo der Sinn steckt.


PaxiFixi
Beigetreten: 19.03.2007
PokerStrategist

Original von FlammenULI
Es sagt ja auch keiner was, wenn Du 2 Bier getrunken hast und dann mit 0.8 Promille lieber fahrrad fährst als Dich hinter das Lenkrad zu setzen, auch die Polizei hat nichts dagegen. Mit aber meinethalben 1.5 Promille, also stockbesoffen, sollte man sich- und den anderen zu liebe halt entweder laufen oder Taxi fahren.

this, deswegen ist ja die Grenze höher eingestellt als wie beim Autofahren.

Ich musste deswegen schon eine MPU machen (1,77 auf dem Rad) und wusste von der Regelung nicts. Hab natürlich auch geraged ohne Ende (Begründung warum sie mich aufgehalten haben war nicht Schlangenlinien fahren o.ä. sondern weil ich kein Licht an hatte :facepalm: ) und es nicht eingesehen, insgesamt ist diese Regelung aber schon ok....

Mittlerweile geh ich nur noch zu Fuß oder Taxi, den Stress tu ich mir nich mehr an... ;)


wuerstchenwilli Themenstarter
wuerstchenwilli
Beigetreten: 07.04.2008
BlackMember

Original von PaxiFixi

Original von FlammenULI
Es sagt ja auch keiner was, wenn Du 2 Bier getrunken hast und dann mit 0.8 Promille lieber fahrrad fährst als Dich hinter das Lenkrad zu setzen, auch die Polizei hat nichts dagegen. Mit aber meinethalben 1.5 Promille, also stockbesoffen, sollte man sich- und den anderen zu liebe halt entweder laufen oder Taxi fahren.

this, deswegen ist ja die Grenze höher eingestellt als wie beim Autofahren.

Ich musste deswegen schon eine MPU machen (1,77 auf dem Rad) und wusste von der Regelung nicts. Hab natürlich auch geraged ohne Ende (Begründung warum sie mich aufgehalten haben war nicht Schlangenlinien fahren o.ä. sondern weil ich kein Licht an hatte :facepalm: ) und es nicht eingesehen, insgesamt ist diese Regelung aber schon ok....

Mittlerweile geh ich nur noch zu Fuß oder Taxi, den Stress tu ich mir nich mehr an... ;)

imo kann man auch schon mit weniger Alkohol auf dem Rad den Lappen weg bekommen, nämlich dann, wenn die Kollegen meinen, du seist eine Gefährdung für den Straßenverkehr, was jede Oma über 70 auf dem Fahrrad allerdings auch ist.


gforce85
Beigetreten: 10.11.2007
Oldschool Grinder

Original von wuerstchenwilli

Original von PaxiFixi

Original von FlammenULI
Es sagt ja auch keiner was, wenn Du 2 Bier getrunken hast und dann mit 0.8 Promille lieber fahrrad fährst als Dich hinter das Lenkrad zu setzen, auch die Polizei hat nichts dagegen. Mit aber meinethalben 1.5 Promille, also stockbesoffen, sollte man sich- und den anderen zu liebe halt entweder laufen oder Taxi fahren.

this, deswegen ist ja die Grenze höher eingestellt als wie beim Autofahren.

Ich musste deswegen schon eine MPU machen (1,77 auf dem Rad) und wusste von der Regelung nicts. Hab natürlich auch geraged ohne Ende (Begründung warum sie mich aufgehalten haben war nicht Schlangenlinien fahren o.ä. sondern weil ich kein Licht an hatte :facepalm: ) und es nicht eingesehen, insgesamt ist diese Regelung aber schon ok....

Mittlerweile geh ich nur noch zu Fuß oder Taxi, den Stress tu ich mir nich mehr an... ;)

imo kann man auch schon mit weniger Alkohol auf dem Rad den Lappen weg bekommen, nämlich dann, wenn die Kollegen meinen, du seist eine Gefährdung für den Straßenverkehr, was jede Oma über 70 auf dem Fahrrad allerdings auch ist.

Die Argumentation ist aber doch wenig zielführen wenn du ehrlich bist, oder?
Wieviele Leute haben sich totgekifft? 0! Ist das ein Argument für die Legalisierung? NEIN!
Und auch wenn du es in der Zeitung selten liest - es sterben immer wieder Fahrradfahrer weil sie besoffen von nem Auto erwischt wurden etc.
Da wir ja obv :coolface: alle über 18 sind kann ich nur folgendes sagen: Wenn du meinst mehr trinken zu müssen als der Durchschnittsbürger verträgt bzw erlaubt ist hinterm Steuer oder auf dem Sattel <- RUF DIR EIN TAXI!
Denk dich doch mal bitte in die Situation rein: Du fährst abends /nachts gemütlich im Auto heim und überfährst (völlig schuldlos) einen anderen Menschen. Damit musst du dann auch erst mal klarkommen, egal ob du was dafür kannst oder nicht. Und ich persönlich hab keinen Bock dass mir irgendeiner besoffen reinfährt oder ich einen zusammenfahre. Und ja: Alkohol im Auto macht es noch schlimmer - das heißt aber nicht dass es am Radl kein Problem ist.

In diesem Sinne: Geb halt bitte das Geld für den letzten Cocktail einfach für n Taxi aus und gut ists... Schadet dir nicht und hilft deiner Umwelt..


wuerstchenwilli Themenstarter
wuerstchenwilli
Beigetreten: 07.04.2008
BlackMember

Original von gforce85

In diesem Sinne: Geb halt bitte das Geld für den letzten Cocktail einfach für n Taxi aus und gut ists... Schadet dir nicht und hilft deiner Umwelt..

taxi kostet mich 50€ nach Hause. Muss schon ein teurer Cocktail sein. Und der Umwelt ist mit dem Taxi, dass hin und her fährt auch nicht geholfen. Ich habe noch nie von einem totgefahrernen Besoffski gehört. Und da bleibt immer noch abzuwägen, ob er nüchtern nicht auch totgefahren worden wäre.


gforce85
Beigetreten: 10.11.2007
Oldschool Grinder

Original von wuerstchenwilli

Original von gforce85

In diesem Sinne: Geb halt bitte das Geld für den letzten Cocktail einfach für n Taxi aus und gut ists... Schadet dir nicht und hilft deiner Umwelt..

taxi kostet mich 50€ nach Hause. Muss schon ein teurer Cocktail sein. Und der Umwelt ist mit dem Taxi, dass hin und her fährt auch nicht geholfen. Ich habe noch nie von einem totgefahrernen Besoffski gehört. Und da bleibt immer noch abzuwägen, ob er nüchtern nicht auch totgefahren worden wäre.

Mit Umwelt meinte ich deinen Mitmenschen...
Ok, also nach deiner Argumentation: Ich habe noch nie gehört (und nicht weil ich wie du zu faul bin zu googlen wieviele Menschen auf´m Radl besoffen draufgegangen sind) dass jemand auf einer Mischung aus Pilzen und LSD auf´m Radl gestorben ist -> also sollten
a) Pilze und LSD legal sein und
b) weil ja noch nie jemand auf´m Radl deswegen gestorben ist kann das im Auto ja auch kein Problem sein.. :rolleyes:
Google halt mal bitte 2 min und du wirst (ohne dass ich mich vorher davon überzeugt habe) sicher finden warum du nicht besoffen Fahrrrad fahren darfst.
Taxi für 50€ ist bitter, aber dann gibts ja noch die öffentlichen und Taxi-sharing... Oder einer muss halt fahren...


Was ich total unsinnig finde, ist dass es keine abgestuften Gesundheitstarife(Krankenversicherung) nach Bedarf gibt. Meiner Meinung nach sind wir viel zu stark in der Gruppenkuschelphilosophie gefangen und haben keinen Bock mehr uns um uns selbst zu kümmern. Wenn einer mehr braucht soll er mehr zahlen, wie auch bei der Straßenbahn, der Kneipe, der Lebensversicherung, der Autoversicherung oder im Restaurant.

Wenn ich regelmäßig Sport treibe und mich gesund ernähre sollte ich mir einen anderen Schutz aussuchen dürfen als jemand der raucht säuft und 100 Frauen mit der Syphilis ansteckt.

Oder wenn ich sage ich bezahle alles bis 200€ selbst und versichere mich nur alles darüber hinaus dann soll das doch auch in Ordnung sein. Warum soll ich das nicht dürfen?


wuerstchenwilli Themenstarter
wuerstchenwilli
Beigetreten: 07.04.2008
BlackMember

das Problem ist, dass wir dann schnell in einer 2-Klassen Gesellschaft sind. Die, die es sich leisten können, sind gut versichert und die Sozialhilfeempfänger kämpfen ums Überleben. Ist ja heute teilweise schon so.


Dazu macht es das auch noch für die "besseren" teurer.
Man braucht bloss in die USA zu schauen. In Deutschland kostet die KV im Mittel den Bürger etwas mehr als 4k/Jahr+Bürger, damit sind wir auf Pl. 4 in der Welt (Schweiz+glaube Schweden sind 2+3), in den USA mit seinem Versicherungssystem wo de facto jeder sich nach eigenem Gusto versichert, kostet das >8k im Jahr für jeden Bürger.

Der entscheidende Unterschied ist eben, dass die "freiwillig Unterversorgten" erst im Notfall zum Arzt gehen (und dann dort wenigsten behandelt werden müssen, selbst wenn sie es nicht bezahlen können). Das ist aber insgesamt viel teurer als viele Vorsorgemaßnahmen und auch viele kleine, aber preiswerte Extraleistungen (Rückenkurs, Pilates, Schwangerschaftskurs und was weiß ich noch), als halt eben mit Schlaganfällen, diabetischen Schocks, Erblindungen, verschleppten Entzündungen, verfaulten Zähnen usw. umzugehen. Wenn man die gesellschaftlichen Kosten noch dazu addiert, wird's noch teurer.

Oder wenn ich sage ich bezahle alles bis 200€ selbst und versichere mich nur alles darüber hinaus dann soll das doch auch in Ordnung sein. Warum soll ich das nicht dürfen?

Darfst Du ja auch in Deutschland. Private KV mit hoher Selbstbeteiligung z.B.. Aber als gesellschaftliche Allgemeinlösung ist das schlecht, weil es halt eben bei den Leuten, die knapp bei Kasse sind, dazu führt, dass sie im Mittel viel zu spät zum Arzt gehen, was insgesamt deutlich teurer ist und die Lebensqualität zudem noch senkt und zwar für die gesamte Gesellschaft.


Ja wenn man arm ist kann man sich weniger Leisten. Wie überall.


Nochmals: Das läßt aber auch die Kosten für die Reichen steigen, es sei denn Du läßt die Leute auch im Notfall vor dem Krankenhaus verrecken. Sobald Du sie aber wenigstens im Notfall behandeltst, entstehen Kosten, die weitaus höher sind, als wenn Du ihnen vorher eine normale KV gegeben hättest. In irgendeiner Form werden die Kosten bezahlt werden, die Armen können diese dann hohen Kosten (1 Woche Intensivstation ist etwas teuerer als 1 Woche Malle) nicht tragen, also trägt es die Allgemeinheit, sprich die Einzahler. Das führt dann zu etwa doppelt so hohen Mehrkosten für die Leute, die sich das leisten können. Also, auch der kapitalistische Freigeist, muß/sollte da für eine gute Grundversorgung aller (auch der Säufer/Raucher/Fresssüchtigen usw.) plädieren aus reinem Eigennutz.


wuerstchenwilli Themenstarter
wuerstchenwilli
Beigetreten: 07.04.2008
BlackMember

Original von Talarion
Ja wenn man arm ist kann man sich weniger Leisten. Wie überall.

Es geht aber darum, dass es auch für die Allgemeinheit teurer wird.
Aber ich habe nochwas:

Ich hatte einen Unfall, habe der Versicherung gesagt, dass ich es selber zahlen werde, da ich zu 10% Schuld hatte und die haben mich trotzdem hochgestuft. Nachdem ich mit Austritt gedroht habe, haben sie die Schadenfreiheitsklasse immerhin beibehlaten. Argument: Sie hatten mit der Abwicklung Aufwand!

Autoversicherungen sind eh der letzte Scheiß. Zu 90% fährt man besser, wenn es selber zahlt. Was ist das eigentlich für ein System? Man zahlt jedes Jahr und wenn die Versicherung dann greifen soll, hat man Selbstbeteiligung plus höhere Kosten im Anschluss. Super Sache!


Moderator
Speckftw
Beigetreten: 20.03.2008
Elite Grinder

Original von Hadi

Willst du damit sagen dass es nicht möglich ist einem Kind das beizubringen und trotzdem noch eine Kindersterblichkeitsrate <90% zu haben oder dass du zu bequem dafür bist das deinem Kind ordentlich beizubringen?

Ich habe kein Kind.
Ich habe nur einen kleinen Bruder und bringe auch noch anderen kleinen Kindern das Verhalten im Straßenverkehr bei. Ich kann nur sagen, dass praktisch jedes Kind sehr ungeduldig ist, was Warten überhaupt angeht. Wenn man jetzt anfängt, denen zu erklären, dass sie bei Rot eventuell doch laufen dürfen, wenn kein Fahrzeug kommt, dann rennen sie einfach auf die Straße. Kinder können Geschwindigkeit und Distanz der Fahrzeuge nicht so gut einschätzen wie wir Erwachsene. Daher ist es eben tatsächlich etwas schwierig, wenn nicht unmöglich, ihnen Sonderreglungen beizubringen.
Es ist schon schwierig genug, sie vom Losrennen abzuhalten, wenn das Lichtzeichen auf Grün wechselt (Erst gucken, ob alle auch anhalten, dann gehen)... Einige rennen direkt los, andere warten, bis die Fahrzeuge wirklich komplett stehenbleiben; bis das geschieht, ist es auch wieder rot...
Es ist also in der Tat wesentlich sicherer und vor allem einfacher, wenn man ganz klar sagt: Bei Rot wird gewartet, egal was passiert, bei Grün wird passiert, wenn alles steht bzw. langsam heranrollt.

Hingegen habe ich schon zwei Bußgelder gezahlt weil ich 100m von dem Haus in dem ich aufgewachsen bin nachts um 4 über eine handvoll roter Ampeln gelaufen bin (Tramhaltestelle Romanplatz in München falls das jemandem was sagt) - und die Kollegen in weiß/grün waren dann noch so lieb nach der obligatorischen Personenkontrolle ein Bußgeld für jede rote Ampel die ich da überquert habe zu veranschlagen, also 3*20€.

Haben die das Geld auch noch bar verlangt?
Das Missachten der Ampel kostet 5 Euro bei fahrlässigem Vergehen.
Wenn du jetzt nicht grade so was gesagt hast wie: "Ich habe es gesehen, mir war es egal", sollte es auch bei 5 Euro bleiben... Oder es waren keine Polizisten und du wurdest abgezockt.

Da kann ich wirklich nicht verstehen wo der Sinn steckt.

Der Sinn ist halt, dass man vorher auch wirklich schaut, dass keiner da ist. Da war aber eben die Polizei, die dich gesehen hat, du sie aber nicht. Vielleicht dachten die ja auch, dass du sie verarschen willst, indem du einfach absichtlich vor ihrer Nase rübergehst? Das hat mal mein Bruder gemacht. Ich weiß nur, dass unsere Polizei zu Tageszeiten auch durchgreift, in der Nacht bei keinem Verkehr aber den Fußgängern sagt, "dass sie nichts sieht und diese einfach gehen können", wenn die Fußgänger vorher auch stehenbleiben.

Wie schon erwähnt wurde, brauchst du gar nicht über die Ampel zu gehen in der Nacht. 15 Meter links oder rechts reichen in der Nacht völlig, damit man über die Straße legal darf. Nur wenn man dann an der Ampel ist, muss man darauf achten.
Und seien wir doch mal ehrlich: Wie oft bist du ungestraft bei Rot über die Ampel gegangen? Die ganzen Male einfach durch die Strafe teilen... Bei den Meisten kommt dann so was wie 3 Cent raus, was sie im Durchschnitt zahlen.


Original von FlammenULI
Nochmals: Das lässt aber auch die Kosten für die Reichen steigen, es sei denn Du lässt die Leute auch im Notfall vor dem Krankenhaus verrecken. Sobald Du sie aber wenigstens im Notfall behandelst, entstehen Kosten, die weitaus höher sind, als wenn Du ihnen vorher eine normale KV gegeben hättest.

"Es sei denn" ist das Entscheidende Wort hier. Glaubt ihr denn nicht eine reine Notfallversicherung für diese Personen wäre nicht günstiger für sie und die Allgemeinheit, als das bisherige Verfahren? Und selbst wenn es nicht so ist und ein Tarif mit Vorsorge und gesunder Lebensführung günstiger ist als der "Notfalltarif", bietet das nicht die gewünschte Disziplinierung nicht über seine Stränge zu schlagen?
Es geht doch darum das jeder seine Risiken selber wählt, sie versichert(oder nicht) und auch bezahlt. Wenn man sie nicht bezahlen kann sollte man sie nicht wählen. Und wenn ich es mir nicht leisten kann eine Notfallbehandlung zu zahlen würde ich mir überlegen ob ich rauche, trinke, fixe....

Original von Speckftw
Ich habe kein Kind.
Ich habe nur einen kleinen Bruder und bringe auch noch anderen kleinen Kindern das Verhalten im Straßenverkehr bei. Ich kann nur sagen, dass praktisch jedes Kind sehr ungeduldig ist, was Warten überhaupt angeht. Wenn man jetzt anfängt, denen zu erklären, dass sie bei Rot eventuell doch laufen dürfen, wenn kein Fahrzeug kommt, dann rennen sie einfach auf die Straße.

Und man darf, das Gesetz nicht ändern, weil du deine Kinder nicht "anlügen" darfst oder ihnen deine "Regeln" auferlegen willst? Was hält dich davon ab, deinen Kindern zuerst zu sagen "bei Rot bleibst du stehen" und später die Ausnahmen hinzuzufügen?


Original von Talarion[/i
"Es sei denn" ist das Entscheidende Wort hier. Glaubt ihr denn nicht eine reine Notfallversicherung für diese Personen wäre nicht günstiger für sie und die Allgemeinheit, als das bisherige Verfahren?

Nein, ist es nicht. Es ist fast doppelt so teuer (siehe USA), weil Notfälle überprotional viel mehr kosten als "normale" Vorsorge-Medizin.

Es geht doch darum das jeder seine Risiken selber wählt, sie versichert(oder nicht) und auch bezahlt. Wenn man sie nicht bezahlen kann sollte man sie nicht wählen.

Die Leute müssen auch Miete, Essen, Schulzeug, Kinderkleidung usw. zahlen. Was meinst Du wohl, wo sie anfangen zu sparen, wenn man ihnen die Wahl läßt. Leider ist das meistens sowohl für die Leute, wie auch für die Gesellschaft die schlechtere Wahl.

Und wenn ich es mir nicht leisten kann eine Notfallbehandlung zu zahlen würde ich mir überlegen ob ich rauche, trinke, fixe....

Ach, das sind jetzt logische Handlungen wo vorher eine Kosten-/Nutzen-Rechnung erstellt wird ?(

Nehmen wir ein anderes Beispiel.
Angenommen, der Besuch beim Frauenarzt wäre nicht kostenfrei, was meinst Du wohl, wie viele ungewollte Teenie-Schwangerschaften es dann mehr gebe, gerade im sozial schwachen Bereich? Und die Pille kostet 15,-/Monat oder so, die "Pille danach" ~40,-; eine Abtreibung irgendwas 3stelliges, eine ausgetragene Teenie-Schwangerschaft sehr viel mehr.

Ähnlich sind Rechnungen mit grippalen Sachen, mit Zahnbehandlung, mit Krebs, mit Diabetis, mit Geschlechtskrankheiten (die man sich auch ohne jeden Tag woanders zu schlafen holen kann), usw.

Ohne eine allgemeine Grundversorgung wird das schnell sehr kostenintensiv, von den gesellschaftlichen Folgekosten (wie Arbeitsausfall, Pflegeaufwand, ...) ganz zu schweigen und von der Moral ganz zu schweigen (lol @ USA, 1. bei den Kosten, im Gesundheitsranking irgendwo zwischen 60-80 in der Welt).

Wenn Du selber nur Dein direktes Risiko versichern willst, kannst Du das auch in Deutschland tun. Dafür gibt es u.a. die privaten Krankenkassen. Freilich mußt Du dafür entweder selbstständig sein oder Besserverdiener, aber wie man an obigen Punkten sieht, ist das besser sowohl für Dich wie für die Allgemeinheit.

BTW, die unterversicherste Gruppe in den USA sind btw nicht die Armen, sondern die gerade erwachsen Gewordenen. (Fallen aus der KV ihrer Eltern heraus, können sich aber meist selber [und auch ihre Fam.] die horrenden Kosten für eine eigene KV nicht leisten; das sind größtenteils keine Kiffer/Fixer/Säufer/Rumficker/...., sondern junge Menschen, die im Prinzip keine Wahl haben, als unversichert zu sein. Das ist dort ein durchaus größeres gesellschaftliches Problem und hat nichts mit eigener Risiko-Abschätzung zu tun, sondern eher was mit Geldproblemen).


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