Original von Peteyb
Original von SmartDevil
Original von cuPsn
Ich hatte bei der Barmer GEK 2x angerufen um zu erfragen wie es mit Hilfe bezüglich der Suche nach einem Therapeuten etc aussieht.Beide Male abgewiegelt und letztenendes aufgelegt.
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dann hast du dir sehr wahrscheinlich leider für den rest deines lebens ein grosses problem eingehandelt!!!
NIEMALS (in worten N I E M A L S) die krankenkasse anrufen und um hilfe bitten. du hast umgehend einen lebenslangen eintrag in deiner akte, weil du psychologische betreuung haben wolltest/benötigt hast. mit diesem eintrag kannst du riesige probleme bekommen, wenn du jemals die krankenkasse wechseln solltest. du wirst entweder nicht angenommen oder bekommst entsprechende zuschläge!!!
Genau das sind Aussagen, die Menschen davon abschrecken, sich Hilfe zu holen, obwohl sie es evtl. wirklich nötig hätten.
Um das mal zu relativieren... So schlimm ist es auch nicht. Die pure Nachfrge nach den Informationen erzeugt erstmal keine Eintragung oder irgendetwas in der Art. Auch die ersten fünf Gespräche beim jeweiligen Berater/Therapeuten in den meisten Fällen noch nicht, da diese erstmal dem Zweck dienen zu erfassen, ob wirklich eine längere Therapie, oder nur ein kurzer "Ruck zurück auf den richtigen Weg" nötig ist. Was allerdings stimmt ist, dass sobald man sich über einen längeren Zeitraum in psychologische Betreuung jeglicher Art begibt, das Abschließen von z.B. Arbeitsunfähigkeitsversicherungen quasi unmöglich wird. Das bleibt für circa 5 Jahre ab Beeindigung der Therapie so. Dann kriegt man wieder eine AU zu vernünftigen Konditionen. Also entweder vorher abschließen, oder eine Weile warten.
Die AU-Versicherungen nehmen halt nur Leute, die zum Zeitpunkt der Aufnahme zu 100% gesund und arbeitsfähig sind. Da in Deutschland das Wissen und die Aufklärung im Bereich psychischer Störungen relativ gut ist, ist es auch für Krankenkassen nicht besonders einfach, dich mal eben so wegen einer Therapie in der Vergangenheit abzulehnen (außer die Privaten, die können machen, was sie wollen). Das können die gesetzlichen Krankenkassen sich überhaupt nicht leisten, da sonst bereits 1000 Moralapostel sie auf Biegen und Brechen verklagt hätten. Also sollte der Leidensdruck hoch genug sein, würde ich immer eher zu einer Therapie raten, als dagegen.
Solltest jemand noch weitere Fragen zu der Thematik haben, die er nicht unbedingt öffentlich posten will, kann er mich immer gerne im Comtool anschreiben.
A. Ich habe für eine Krankenkasse gearbeitet.
B. Ich habe den beschriebenen Fall am eigenen Leib erlebt.
Zu behaupten die ges. können/wollen dich nicht ablehnen, weil sie dich als Kunden brauchen ist ziemlicher Blödsinn. Wer einmal einen Psychologen benötigt hat, der wird mit ziemlicher Sicherheit wieder einen brauchen und dementsprechend hoch ist das Risiko für die Versicherung.