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Warum gehn alle arbeiten

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Egozocker
Beigetreten: 26.08.2006
Elite Grinder

Original von pokermop1337
Ich check nicht was daran so schwer zu verstehen ist. Wenn wir alle 1200 euro mehr haben. erstes fehlannahme. natürlich muss das bge ja irgendwie finanziert werden. jobs in der verwaltung werden wegfallen, steuern werden erhöht etc. Sind 1200 euro fuer die meisten weniger wert da sie 1200 zum rausblasen in die freie wirtschaft haben wenn du also einen besseren job bekommen würdest (also unabhängig von der ganzen bge-diskussion) und dadurch1200 netto mehr im monat hast, dann würdest du das alles "rausblasen in die freie wirtschaft?. Was ja einerseits die steuereinnahmen erhoehen wuerde. Aber uns von der restlichen Welt ausgrenzt weil hier alles doppelt soviel kostet da jeder doppelt soviel geld hat. ach so, im moment hat jeder hier 1200 € und das würde durch das bge verdoppelt ? wo genau lebst du?

Vollkommen fuck egal wie viel die produktion kostet. Wenn alle mehr geld haben wird ales teurer weil die unternehmen nach max gewinn wirtschaften um auch verlustphasen ertragen zu koennen. Und das steht auf seite 2 jedes einfuehrungsbuch fuer BWL.

vielleicht solltest du deine bwl-einführungsbücher noch mal lesen. und die eine oder andere einführung in die vwl am besten auch.


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Zitat
scrappyyyy
Beigetreten: 23.01.2011
PokerStrategist

Original von Justus

Original von pokermop1337
Ich check nicht was daran so schwer zu verstehen ist. Wenn wir alle 1200 euro mehr haben. Sind 1200 euro fuer die meisten weniger wert da sie 1200 zum rausblasen in die freie wirtschaft haben. Was ja einerseits die steuereinnahmen erhoehen wuerde. Aber uns von der restlichen Welt ausgrenzt weil hier alles doppelt soviel kostet da jeder doppelt soviel geld hat.

Ist totaler Quatsch.
Der deutsche Binnenmarkt ist nicht der Nabel der Welt. Die Wirtschaft ist globalisiert und agiert und reagiert auch global. Sollte sich also in Deutschland die Kaufkraft deutlich erhöhen, verdoppeln sich hier nicht die Preise. Sie steigen vielleicht kurzfristig ein paar Prozent bei kurzfristigen Lieferengpässen, aber was du hier schreibst lässt einen ja nur den Kopf schütteln. Die Einfuhren erhöhen sich dann deutlich, aber das hat mit den Preisen ja nichts zu tun.
Um dir das vielleicht ganz einfach zu erklären (Zahlen frei erfunden):
China stellt 100 Millionen LED-TV im Jahr her, davon geht 1 Million nach D. Nach dem Kaufkraftgewinn steigt hier die Nachfrage auf 2 Millionen TV. Verdoppeln sich jetzt die Preise in D? Natürlich nicht, der Preis steigt 1-2%, China liefert nun 2 Mio. statt nur noch 1 Mio. nach Deutschland, durch den kleinen globalen Preisanstieg können sich Afrikaner und arme Asiaten zusammen aber 1 Mio. weniger LED-TV leisten.
In der Realität würde der Preis nur kurzfristig ansteigen, weil die Chinesen ein neues Werk bauen und nächstes Jahr aufgrund der grösseren Nachfrage dann 101 Mio. LED-TV herstellen, schon ist Angebot/Nachfrage wieder in Waage, und deine Preisverdoppelung in D ist Hirngespinst in einer heutigen globalisierten Welt, in der so ziemlich jedes Gut und jede Ware in kürzester Zeit um den Globus - auch nach Deutschland - transportiert werden kann.

Beweist der Big Mac Index nicht genau das Gegenteil von dem, was du behauptest?


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Zitat
ine23
Beigetreten: 11.10.2009
Oldschool Grinder

der big mac index soll doch die unter und überbewertung von währungen beweisen. hier ist aber nicht die rede von währung, wie soll er das gegenteil beweisen?

(fragen stellen ist immer so schön einfach, hast dir den trick wohl bei sokrates geklaut du bengel du)


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Zitat

Jo, soll doch jeder so leben wie er mag. ich muss dazu sagen, dass ich gerne arbeite. :) Wichtig ist mir halt, dass ich die Erfolge meiner Arbeit schwarz auf weiß sehen kann, deswegen wäre zb ein reiner Bürojob auch nichts für mich


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Zitat
Schwembo
Beigetreten: 30.11.2009
PokerStrategist

Also zu der ganzen BGE Diskussion kann ich nichts beitragen da ich kein BWL'er bin, und kann mich in die ganze Sache auch nicht so ganz reinversetzen da ich wohl zu den besserverdienenden Menschen in D gehöre.
Ich gehe Arbeiten weil es mir die 40h pro Woche auf Arbeit Wert ist, das ich jedes Jahr einen fetten Urlaub machen kann, mir die ganze Welt anschauen kann ohne jeden Cent umdrehen zu müssen, in einer Wohnung leben und diese Einrichten kann, so dass ich mich richtig Wohl fühle, etc. pp. Außerdem wäre mir Stinklangweilig wenn ich nicht arbeiten würde.
Kann aber auch jeden verstehen, der das alles nicht braucht und deshalb sagt ihm ist es das nicht wert, 40h/Woche auf arbeit zu verbringen.


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Zitat
Renne01
Beigetreten: 15.05.2007
Elite Grinder

Original von scrappyyyy
Du produzierst aber auch mehr und kannst deine Fixkosten (maschinen, personal, hallen..) auf mehr Produkte verteilen. Wieso sollte da das einzelne Produkt teurer werden?
Produzierst du jedoch nur noch wenig dann hast du (wenn die produktion vorher größer war) Fixkosten die du auf weniger Prdukte vertielen kannst. Und wenn du so wenig Produzierst, dass du die Nachfrage nicht bedienen kannst, steigen die Preise.

Leih dir ma n Mankiw in der Bib aus und les die ersten paar Kapitel..

Lies mal nach, was ich bis jetzt geschrieben habe. Dann können wir weiter diskutieren. Ich will nicht alles 10x wiederkäuen.


Antwort
Zitat
Renne01
Beigetreten: 15.05.2007
Elite Grinder

Original von Schwembo
Also zu der ganzen BGE Diskussion kann ich nichts beitragen da ich kein BWL'er bin, und kann mich in die ganze Sache auch nicht so ganz reinversetzen da ich wohl zu den besserverdienenden Menschen in D gehöre.
Ich gehe Arbeiten weil es mir die 40h pro Woche auf Arbeit Wert ist, das ich jedes Jahr einen fetten Urlaub machen kann, mir die ganze Welt anschauen kann ohne jeden Cent umdrehen zu müssen, in einer Wohnung leben und diese Einrichten kann, so dass ich mich richtig Wohl fühle, etc. pp. Außerdem wäre mir Stinklangweilig wenn ich nicht arbeiten würde.
Kann aber auch jeden verstehen, der das alles nicht braucht und deshalb sagt ihm ist es das nicht wert, 40h/Woche auf arbeit zu verbringen.

Warum kannst du dich nicht hineinversetzen in das Thema? Stell dir einfach vor, dass der Konkurrenzkampf um Arbeitsplätze (von dem du wahrscheinlich auch betroffen sein wirst) insgesamt zunehmen wird, weil es weniger Arbeit geben wird. Mehr Menschen streiten sich um weniger. Was kommt dabei raus, wenn Geld dabei eine wichtige Rolle spielt?

Zum Thema Langeweile: Ich glaube, dass sich jeder selbst beschäftigen kann, wenn er das möchte. Wenn sich jemand mit Arbeit beschäftigen möchte, kann er das idR. auch machen, heutzutage. In erster Linie denken wir da an bezahlte Arbeit, nen klassichen 40 Stunden Job. Wie das in 20 Jahren aussieht, muss man sich dann anschauen. Dann werden vermutlich viel mehr Menschen freiwillige und unentgeltliche Arbeit machen. Da denke ich an Rotes Kreuz, Altenbetreuung, Feuerwehr, Naturfreunde, etc. Könnte eine sehr soziale Welt werden.


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Zitat
Palmero92
Beigetreten: 23.05.2010
Elite Grinder

Interessant finde ich die Frage was mit den "menschenunwürdigen" Jobs im Billiglohnsektor passieren würde. Nehmen wir mal als Beispiel, weil schon ein paar mal genannt, einen Müllmann. Ich denke man kann mit einiger Sicherheit behaupten, dass es bei aktuell gegebenem Lohnniveau und vorhandenem BGE zu wenig Leute gibt, die die Arbeit erledigen würden. Logischerweise müssten mehr Anreize geschafft werden (höherer Lohn), finanziert durch höhere Müllentsorgungsgebühren weil Nachfrage relativ unelastisch (ein Teil der Leute entsorgt dann den Müll evtl selbst weil genügend Zeit). Gleichzeitig würde die Anerkennung unserer Müllmänner in der Gesellschaft vermutlich steigen. Ich würde gerne die These zur Diskussion stellen, dass das Lohnniveau langfristig über dem eines Gärtners, Lehrers oder evtl. auch eines Arztes liegen würde. Begründen würde ich das mit der intrinsischen Motivation der Menschen etwas Sinnvolles, Erfüllendes tun zu wollen. Wenn es das BGE gäbe wäre die primäre Motivation für Arbeit nicht mehr die Existenzsicherung, sondern der Wille etwas Gutes, Sinnvolles zu tun (für einen selbst und auch für die Gesellschaft) was einem nebenbei auch noch Spaß macht - und das wäre vermutlich eher Arbeit mit anderen Menschen, Arbeit die einen geistig fordert oder naturverbundene Arbeit - und nicht das Entsorgen von Müll (was obv auch sinnvoll ist und erledigt werden müsste, aber eben vermutlich keine Erfüllung bringt, etc, ausser bei großem Wandel im Gedankengut in der Gesellschaft). Das Erledigen von "niederen" Arbeiten würde durch andere Vorteile (z.b. einem Extraurlaub im Jahr) entlohnt werden. Steht natürlich im krassen Widerspruch zu der aktuellen Realität, wo unser kapitalistisches System garantiert, dass es genügend Leute gibt, die diese Art von Jobs erledigen - und andere Leute mit dem effektiv selben Arbeitsaufwand aber besserer Ausbildung das >100-fache verdienen bzw. ererbtes Vermögen für sich "arbeiten" lassen.

Noch ein zweiter Punkt den ich gerne anmerken würde (wird offtopic aber finde den Thread ganz geil weil er sehr zum Nachdenken anregt und mich die Meinung beider Parteien interessieren würde): Die "Verbitterung" der contra BGE Leute lässt sich doch darauf zurückführen, dass sie nicht für andere "Schmarotzer" ihren Buckel krumm schuften wollen und nicht mit ihrer Arbeit/Steuern diese Leute finanzieren wollen? (legitime Sichtweise) Ich finde diesen Gedanken äquivalent dazu, dass diese Leute nichts für die Gesellschaft tuen und keine wirtschaftliche Leistung erbringen, obwohl sie könnten. Nun sind wir hier ja jetzt in einem Pokerforum...: Was haltet ihr von Pokerprofis? Würden die Leute hier im Thread die contra BGE sind sagen, Pokerprofis sollten genauso geächtet werden wie dieses Sozialschmarotzer oder wäre das OK für euch? Obv ist der kleine aber feine Unterschied, dass der Pokerprofi (im Normalfall) keine Sozialleistungen bezieht. Aber letztendlich lebt er genauso auf Kosten der Gesellschaft, genau wie der Harzler, da er nichts erschafft. Für mich ist der Punkt entscheidend. Er zieht seine Kohlen halt über andere Wege aus dem System. In gewissem Sinne ist der Pokerspieler sogar schlimmer, da er viel höhere Summen der Gesellschaft auf den Kopf haut als eine Person die Sozialleistungen bezieht, ohne etwas dafür zu tun. €0 Produktivität, €100.000 Konsum im Jahr. Ungerecht, aber eine der harmloseren Facetten des Kapitalismus imo.


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Zitat
Renne01
Beigetreten: 15.05.2007
Elite Grinder

Viele der sogenannten "niedrigen" Arbeiten werden in Zukunft wegfallen. Ein selbstbe- und entladender Müllwagen ist denk ich kein Problem. Den Müll, der irgendwo neben den Straßen oder in Böschungen etc. liegt müsste man vll. noch länger händisch aufsammeln. Das können aber auch Häftlinge machen. Auf die Art könnten sie etwas Gutes für die Gesellschaft tun, solange die Leute noch so dumm sind und Müll irgendwo wegwerfen.Unter der Annahme, dass der Müllmann auch noch in Zukunft gebraucht wird, müsste man dem in der Tat mehr bezahlen, damit er nicht zuhaues bleibt oder sich andere Arbeit sucht, die ihn mehr mit Freude erfüllt. Wenn der besagte Mensch, der das machen soll, per default sein BGE von kA. 1.500 € (aus heutiger Sicht) bezieht, dann kann man ihm als Bonus für diese Arbeit noch mal 1.000 € extra bezahlen. Ich könnte mir aber auch vorstellen, das Arbeiten für die Allgemeinheit auch von der Allgemeinheit verrichtet werden, also im Sinne von Jeder kommt einmal dran zum Müll entsorgen. Das würde auch das Bewusstsein für Müllvermeidung, Naturschutz etc. schaffen bzw. schärfen. Auf längere Sicht würden die Menschen dann vll. weniger Müll produzieren, wobei man an der Stelle auch sagen muss, dass die Recyclingmöglichkeiten immer weiter zunehmen. Dh. es wird in Zukunft generell weniger "echten" Müll geben.

In einem neuen Modell würde das "System" für die Grundversorgung sorgen (durch Steuereinnahmen, Spenden, Crowdfunding, Kooperationen, Sharing, etc.). Jeder bekäme seine X Geldeinheiten oder auch Sachleistungen. Geld im klassischen Sinn wird vll. nicht mehr benötigt. Jedenfalls hätte so niemand das Gefühl, dass er sog. Schmarotzer mitfüttern muss.

Es gibt sicherlich ein paar Leute die Hartz 4 und Co. ausnutzen. Das ist aber sicherlich die Minderheit. Denn so lustig ist das nicht mit dem Hartzen. Ich verstehe natürlich, dass man keinen faulen Sack mitfinanzieren will, wenn man selbst hart für seine Brötchen arbeitet. Insgesamt gesehen finde ich diese Argumentation nicht gut, weil es eben sehr viele Menschen auf der Welt gibt, die nicht mithalten können oder keine Chance bekommen. Nur weil ein paar Leute ein Sozialsystem ausnutzen, sollte man selbiges nicht abschaffen bzw. nicht nicht ausbauen. Scharze Schafe wird es wohl immer geben. Die können wir gemeinsam aber doch locker mitfinanzieren. Es gibt so ziemlich Alles im Überfluss, nur so verteilt, dass einige sehr viel haben, viel mehr, als sie gebrauchen können, während andere sehr wenig bis nichts haben.

Das mit dem Schmarotzer alias Pokerspieler ist so ne Sache. Da tu ich mich schwer mit, das zu diskutieren... Auf der einen Seite ist Poker ne komplett sinnlose Arbeit. Sinnloser wäre vll. noch ein Loch auszuheben, um es dann wieder zuzuschaufeln. Dafür anderen Menschen Geld aus der Tasche zu ziehen, mag man falsch finden. Poker ist Kapitalismus pur. Ich hole raus, was möglich ist, egal ob mein Gegenüber pleite geht, wertneutral sozusagen. Sozialleistungen bekomm ich keine. Ich bin auch selbstständig versichert und muss selbst für meine Pension einzahlen bzw. müsste ich das, mach ich aber nicht. Durch den Konsum gibt man wieder was zurück, aber natürlich weniger, als man rausholt. Btw. finde ich das Konzept des Konsums aber sehr bescheiden. Alleine das Wort drückt ja schon aus, dass man etwas verbraucht. Viel zu verbrauchen halte ich aber für nicht gut. Das ist auch etwas an dem man in einem neuen Modell arbeiten müsste. Zurück zum Pokerspieler. Auf der anderen Seite kann man Pokerspieler auch als Entertainer betrachten. Der Hobbyspieler weiß ja idR., dass er den Kürzeren ziehen wird. Für ihn ist das Unterhaltung, wie ein Kinobesuch, nur mit mehr Nervenkitzel. Der Pro bietet dem Hobbyspieler seine Zeit und sein Spiel quasi als Dienstleistung an und wird dafür entlohnt, wobei der Kunde die Chance hat dem Pro was wegzunehmen. Naja, vll. ist das ne schwache Argumentation. Wäre vertretbarer, wenn man als Pro gegen das Haus spielen würde. Dagegen wärs jedoch schwer ne Edge zu haben. ;)


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scrappyyyy
Beigetreten: 23.01.2011
PokerStrategist

Original von Renne01

Original von scrappyyyy
Du produzierst aber auch mehr und kannst deine Fixkosten (maschinen, personal, hallen..) auf mehr Produkte verteilen. Wieso sollte da das einzelne Produkt teurer werden?
Produzierst du jedoch nur noch wenig dann hast du (wenn die produktion vorher größer war) Fixkosten die du auf weniger Prdukte vertielen kannst. Und wenn du so wenig Produzierst, dass du die Nachfrage nicht bedienen kannst, steigen die Preise.

Leih dir ma n Mankiw in der Bib aus und les die ersten paar Kapitel..

Lies mal nach, was ich bis jetzt geschrieben habe. Dann können wir weiter diskutieren. Ich will nicht alles 10x wiederkäuen.

Die Ursache für den höheren Preis ist aber der erhöhte Kostenfaktor für das Unternehmen. Wenn im Betrieb etwas teurer wird, wird das idR. an den Kunden weitergeben. Ob jetzt ein Mitarbeiter, Strom, Maschinen, etc. teurer wird, ist egal. So lautet eben die Theorie. Wenn mehr produziert wird, fallen mehr Kosten an, weil mehr Maschinen, Personal etc. angeschafft werden muss. Das führt dann zum Preisanstieg, in der Theorie.


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Zitat
ine23
Beigetreten: 11.10.2009
Oldschool Grinder

Original von ine23
der big mac index soll doch die unter und überbewertung von währungen beweisen. hier ist aber nicht die rede von währung, wie soll er das gegenteil beweisen?

(fragen stellen ist immer so schön einfach, hast dir den trick wohl bei sokrates geklaut du bengel du)

hast diese frage noch nicht beantwortet.


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Zitat
Shore
Beigetreten: 11.11.2007
PokerStrategist

Original von Palmero92
Noch ein zweiter Punkt den ich gerne anmerken würde (wird offtopic aber finde den Thread ganz geil weil er sehr zum Nachdenken anregt und mich die Meinung beider Parteien interessieren würde): Die "Verbitterung" der contra BGE Leute lässt sich doch darauf zurückführen, dass sie nicht für andere "Schmarotzer" ihren Buckel krumm schuften wollen und nicht mit ihrer Arbeit/Steuern diese Leute finanzieren wollen? (legitime Sichtweise) Ich finde diesen Gedanken äquivalent dazu, dass diese Leute nichts für die Gesellschaft tuen und keine wirtschaftliche Leistung erbringen, obwohl sie könnten. Nun sind wir hier ja jetzt in einem Pokerforum...: Was haltet ihr von Pokerprofis? Würden die Leute hier im Thread die contra BGE sind sagen, Pokerprofis sollten genauso geächtet werden wie dieses Sozialschmarotzer oder wäre das OK für euch? Obv ist der kleine aber feine Unterschied, dass der Pokerprofi (im Normalfall) keine Sozialleistungen bezieht. Aber letztendlich lebt er genauso auf Kosten der Gesellschaft, genau wie der Harzler, da er nichts erschafft. Für mich ist der Punkt entscheidend. Er zieht seine Kohlen halt über andere Wege aus dem System. In gewissem Sinne ist der Pokerspieler sogar schlimmer, da er viel höhere Summen der Gesellschaft auf den Kopf haut als eine Person die Sozialleistungen bezieht, ohne etwas dafür zu tun. €0 Produktivität, €100.000 Konsum im Jahr. Ungerecht, aber eine der harmloseren Facetten des Kapitalismus imo.

Der große Unterschied zwischen einem Hartz4-Schmarotzer und einem Pokerspieler ist, dass der Pokerspieler nicht den Staat dazu nutzt, um andere Menschen dazu zu zwingen, ihm Geld zu geben. Er interagiert freiwillig mit anderen Menschen. Er zwingt niemanden mit ihm zu spielen. Anders ist es bei einem Schmarotzer, der oft über die (vermeindlichen) Grausamkeiten des Kapitalismus herumheult, selbst aber kein Problem damit hat, das Gewaltmonopol des Staates dazu einzusetzen, um Gewalt gegen andere Menschen zu initieren.


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Renne01
Beigetreten: 15.05.2007
Elite Grinder

@srappy
Nicht nur den einen Absatz. Werden irgendwelche veränderlichen Unternehmenskostem (die im Vergleich zur Effizienz linear, proportional etc. steigen oder sinken) in ökonomischen Modellen berücksichtigt? Wenn ja, in welchen und in welchen nicht? Jetzt kannst du mal in deinem Mankiw oder Blanchard blättern. 😉


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Renne01
Beigetreten: 15.05.2007
Elite Grinder

@Shore
Ein bisschen übertrieben und schwarz-weiß-malerisch hier von Gewalt und Zwang seitens des Hartzers zu reden, findest du nicht?
Hartzer sind ja idR. Verlierer des Kapitalismus', die durch die Bezahlung des Hartz 4 Geldes ruhig gestellt werden und so nicht für Unruhe innerhalb der Gesellschaft werden. Würden sie garnichts bekommen, gingen sie vll auf die Straße um zu demonstrieren, zu plündern etc. Vll. ist Hartz 4 deshalb eher als sowas wie ne Valiumpille? Gibt natürlich auch welche, die auf Valium stehn...


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Zitat
Shore
Beigetreten: 11.11.2007
PokerStrategist

Hart4 Leute finden es in Ordnung, dass der Staat unter implizieter Androhung von Gewalt, für sie das Geld von produktiven Menschen gegen deren Willen wegnimmt. Es ist auch nicht schwarz-weiß Denken sondern einfach die Beschreibung der Faktenlage. Steuern sind Zwang. Wer nicht Steuern zahlt, bekommt die Gewalt des Staates zu spüren.

Man kann mit Steuern keine moralische Taten begehen. Der Steuerzahler ist nicht moralisch, da er zur Moral gezwungen wird und man nicht nachvollziehen kann, ober sich auch freiwillig zur Hilfe entschieden hätte. Der Steuereintreiber ist nicht moralisch, weil er seine Moral auf Kosten anderer finanziert und auch Gewalt anwendet, wenn er seinen Altruismus nicht ausleben kann (also wenn jemand keine Steuern zahlen will). Von dem her ist die Frage, ob man durch Hartz4 Vandalismus und Plünderein einschränken kann, nur eine pragmatische. Darübehinaus muss diese Hypothese auch erstmal nachgewiesen werden. Ich finde so eine Denkweise moralisch verwerflich, weil es ja letztendlich bedeutet, dass man potentiell gewaltätige Menschen dafür bezahlt, keine Gewalt aus zu üben.


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Zitat
AbbAUbaR
Beigetreten: 26.02.2007
Oldschool Grinder

Original von Renne01
Viele der sogenannten "niedrigen" Arbeiten werden in Zukunft wegfallen. Ein selbstbe- und entladender Müllwagen ist denk ich kein Problem.

Sorry für off topic, aber das muss jetzt sein :coolface:


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Zitat
Renne01
Beigetreten: 15.05.2007
Elite Grinder

Original von Shore
Hart4 Leute finden es in Ordnung, dass der Staat unter implizieter Androhung von Gewalt, für sie das Geld von produktiven Menschen gegen deren Willen wegnimmt. Es ist auch nicht schwarz-weiß Denken sondern einfach die Beschreibung der Faktenlage. Steuern sind Zwang. Wer nicht Steuern zahlt, bekommt die Gewalt des Staates zu spüren.

Man kann mit Steuern keine moralische Taten begehen. Der Steuerzahler ist nicht moralisch, da er zur Moral gezwungen wird und man nicht nachvollziehen kann, ober sich auch freiwillig zur Hilfe entschieden hätte. Der Steuereintreiber ist nicht moralisch, weil er seine Moral auf Kosten anderer finanziert und auch Gewalt anwendet, wenn er seinen Altruismus nicht ausleben kann (also wenn jemand keine Steuern zahlen will). Von dem her ist die Frage, ob man durch Hartz4 Vandalismus und Plünderein einschränken kann, nur eine pragmatische. Darübehinaus muss diese Hypothese auch erstmal nachgewiesen werden. Ich finde so eine Denkweise moralisch verwerflich, weil es ja letztendlich bedeutet, dass man potentiell gewaltätige Menschen dafür bezahlt, keine Gewalt aus zu üben.

Versteh deine Standpunkte. Das mit den Steuern ist natürlich Zwang. Ursprünglich wars mal anders gedacht, nämlich im Sinne von "das Zusammenleben der Gesellschaft steuern". Die Gelder wurden dann sozial mehr oder weniger gerecht eingetrieben und sinnvoll zum Allgemeinwohl verwendet, zumindest in der Theorie.

Dass man den Armen Geld gibt, damit sie brav bleiben ist von deinem Standpunkt aus auf jeden Fall verwerflich. Da stimm ich dir voll und ganz zu. Die Frage ist aber auch, ob sie nicht zurecht gegen ihre Unterdrücker und Ausbeuter auf die Straßen gingen um zu demonstrieren. Plündern wär keine gute Idee, aber der Zorn und die Not würde sich wohl auf diese Weise entladen. So pragmatisch finde ich die Theorie garnicht. Wenn wir zB. nach Griechenland schauen, sehen wir, dass genau das passiert. Die Leute randalieren, demonstrieren, weil ihnen so viel genommen wird. Auch in Spanien und anderswo war bzw. ist die Folge von Ausbeutung irgendwann Krawall.

@aBBa
Ok, Müllmänner brauchen wir vll. doch noch länger.


Antwort
Zitat
Renne01
Beigetreten: 15.05.2007
Elite Grinder

@scrapy
Und, hast du schon nachgeschlagen oder soll ich dir ne Ausgabe leihen? ;)


Antwort
Zitat
scrappyyyy
Beigetreten: 23.01.2011
PokerStrategist

Mach ich morgen fertig.


Antwort
Zitat
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