Viele der sogenannten "niedrigen" Arbeiten werden in Zukunft wegfallen. Ein selbstbe- und entladender Müllwagen ist denk ich kein Problem. Den Müll, der irgendwo neben den Straßen oder in Böschungen etc. liegt müsste man vll. noch länger händisch aufsammeln. Das können aber auch Häftlinge machen. Auf die Art könnten sie etwas Gutes für die Gesellschaft tun, solange die Leute noch so dumm sind und Müll irgendwo wegwerfen.Unter der Annahme, dass der Müllmann auch noch in Zukunft gebraucht wird, müsste man dem in der Tat mehr bezahlen, damit er nicht zuhaues bleibt oder sich andere Arbeit sucht, die ihn mehr mit Freude erfüllt. Wenn der besagte Mensch, der das machen soll, per default sein BGE von kA. 1.500 € (aus heutiger Sicht) bezieht, dann kann man ihm als Bonus für diese Arbeit noch mal 1.000 € extra bezahlen. Ich könnte mir aber auch vorstellen, das Arbeiten für die Allgemeinheit auch von der Allgemeinheit verrichtet werden, also im Sinne von Jeder kommt einmal dran zum Müll entsorgen. Das würde auch das Bewusstsein für Müllvermeidung, Naturschutz etc. schaffen bzw. schärfen. Auf längere Sicht würden die Menschen dann vll. weniger Müll produzieren, wobei man an der Stelle auch sagen muss, dass die Recyclingmöglichkeiten immer weiter zunehmen. Dh. es wird in Zukunft generell weniger "echten" Müll geben.
In einem neuen Modell würde das "System" für die Grundversorgung sorgen (durch Steuereinnahmen, Spenden, Crowdfunding, Kooperationen, Sharing, etc.). Jeder bekäme seine X Geldeinheiten oder auch Sachleistungen. Geld im klassischen Sinn wird vll. nicht mehr benötigt. Jedenfalls hätte so niemand das Gefühl, dass er sog. Schmarotzer mitfüttern muss.
Es gibt sicherlich ein paar Leute die Hartz 4 und Co. ausnutzen. Das ist aber sicherlich die Minderheit. Denn so lustig ist das nicht mit dem Hartzen. Ich verstehe natürlich, dass man keinen faulen Sack mitfinanzieren will, wenn man selbst hart für seine Brötchen arbeitet. Insgesamt gesehen finde ich diese Argumentation nicht gut, weil es eben sehr viele Menschen auf der Welt gibt, die nicht mithalten können oder keine Chance bekommen. Nur weil ein paar Leute ein Sozialsystem ausnutzen, sollte man selbiges nicht abschaffen bzw. nicht nicht ausbauen. Scharze Schafe wird es wohl immer geben. Die können wir gemeinsam aber doch locker mitfinanzieren. Es gibt so ziemlich Alles im Überfluss, nur so verteilt, dass einige sehr viel haben, viel mehr, als sie gebrauchen können, während andere sehr wenig bis nichts haben.
Das mit dem Schmarotzer alias Pokerspieler ist so ne Sache. Da tu ich mich schwer mit, das zu diskutieren... Auf der einen Seite ist Poker ne komplett sinnlose Arbeit. Sinnloser wäre vll. noch ein Loch auszuheben, um es dann wieder zuzuschaufeln. Dafür anderen Menschen Geld aus der Tasche zu ziehen, mag man falsch finden. Poker ist Kapitalismus pur. Ich hole raus, was möglich ist, egal ob mein Gegenüber pleite geht, wertneutral sozusagen. Sozialleistungen bekomm ich keine. Ich bin auch selbstständig versichert und muss selbst für meine Pension einzahlen bzw. müsste ich das, mach ich aber nicht. Durch den Konsum gibt man wieder was zurück, aber natürlich weniger, als man rausholt. Btw. finde ich das Konzept des Konsums aber sehr bescheiden. Alleine das Wort drückt ja schon aus, dass man etwas verbraucht. Viel zu verbrauchen halte ich aber für nicht gut. Das ist auch etwas an dem man in einem neuen Modell arbeiten müsste. Zurück zum Pokerspieler. Auf der anderen Seite kann man Pokerspieler auch als Entertainer betrachten. Der Hobbyspieler weiß ja idR., dass er den Kürzeren ziehen wird. Für ihn ist das Unterhaltung, wie ein Kinobesuch, nur mit mehr Nervenkitzel. Der Pro bietet dem Hobbyspieler seine Zeit und sein Spiel quasi als Dienstleistung an und wird dafür entlohnt, wobei der Kunde die Chance hat dem Pro was wegzunehmen. Naja, vll. ist das ne schwache Argumentation. Wäre vertretbarer, wenn man als Pro gegen das Haus spielen würde. Dagegen wärs jedoch schwer ne Edge zu haben.