Die "besten" Prognosen für die Zukunft liefern regelmäßig die sogenannten "Wirtschaftsweisen" ab. Der Vergleich ihrer Zukunfts-Prognosen aus der Vergangenheit mit der Realität hat schon fast was satirisches.
Naja gut, die Formulierungen waren jetzt nicht reif für nen Literaturpreis, was vermutlich auch nicht sein Anspruch ist, aber ich hatte keine Mühen zu verstehen was er geschrieben hat. Kann gut sein, dass ein gutes Stück subjektive Wahrnehmung dabei ist. Das bedeutet nicht, dass es nicht grundsätzlich stimmt. Es bedeutet, dass wir die Verteilung falsch einschätzen könnten und wahrscheinlich auch tun. Ne Studie darüber wär mal nice, aber ich glaub nicht, dass irgendein Student seinen Prof dazu bringt, das zu erlauben. ♦ Wir müssen also das "viele" relativieren. Aber beim Rest der Einschätzungen sehe ich nicht, was so verkehrt sein soll. x Professoren und Studenten haben A) gewaltig einen an der Murmel, B) wissen bescheid, haben Angst und sind überhaupt nicht glücklich, C) wissen bescheid und sind glücklich, weils sie nicht juckt, da sie ja auf der Siegerseite stehen, das sind die richtig teils arroganten Schnösel. Jene auf die Punkt A) zutrifft, sind jetzt aber nicht dumm im Sinne von niedrige Intelligenz. Sie sind ebenso geblendet wie der "Normalbürger", nur auf höherem Niveau. Ich kann nur für 2 Unis sprechen, an denen ich studiert habe, bzw. studiere. Ich geh aber davon aus, dass es an anderen Unis nicht anders abläuft. Man möge mir widersprechen. Ich fänds nämlich toll, wenn ich falsch läge. Dann wär die Welt etwas hellgrauer. Ich glaub aber, dass ich ziemlich ins Schwarze treffe, weil auch ein paar Profs oder ehemalige Profs meine Meinung teilen. Die Frage ist also die der Verteilung von A), B) und C). Und pwnadine hat eigentlich auch nichts anderes gesagt. Dafür braucht man auch nicht weise zu sein, sondern nur etwas aufmerksamer sein. Der weise Mensch würde wohl zum selben Schluss kommen, nur mit etwas mehr "könnte", "dürfte", "aber", "vll". Schafe war vll. etwas böse. Aber hat imo auch nichts mit Herabsehen und Löffeln zu tun.
Original von D4niD4nsen
Irgendwie kann ich dem roten Faden eurer Argumentationsreihen nicht folgen.Die Menschheit passt sich doch an die Jobsituation an !?
Früher : Es gibt im Einzelhandel/Handwerk viele einfache solide bezahlte Jobs -> Viele Menschen machen eine einfache Ausbildung.
Heute : Es werden weniger Handwerkliche/Ausbildungsberufe benötigt bzw. der Expected Value ist im Vergleich zu früher gesunken -> Die Universitäten werden mit Studenten überfüllt ; Die Crap-Ausbildungsberufe finden nicht genug Lehrlinge
Zukunft : Es gibt zuwenig "einfache" Jobs allerdings haben wir doch heute auch in nicht "einfachen" Jobs viel zu wenig Fachkräfte ... Polizist ; Erzieher ; Pfleger ; Lehrer ;
Alleine in den 4 Berufen könnten wir heute 3-4 Millionen Menschen mehr einstellen wenn der Staat es so wollen würde das er diese Berufe vernünftig fördern/vergüten würde und diese Zahl wird auch in 50 Jahren noch gebraucht.
Und das sind ja jetzt alles nicht wirklich besonders "schwer" zu erlernende Berufe, SOFERN man eben vom Kindesalter bis zum Studium/Ausbildungsbeginn eine halbwegs normale Förderung und Unterstützung durch intakte Sozialstrukturen erhält.
Bei der Berufswahl geht es nicht nur darum das der Großteil der Menschen verstanden hat womit man über die Runden kommt sondern auch das sie ( durch Bildung bis zum 18en Lebensjahr ) ihre Situation/Interessen mit den Anforderungen des "Marktes" heute und mit Blick auf die nächsten 40 Jahre abschätzen können, deshalb findet die Bäckerei und der Fleischer keine Auszubildenden.
Und das Bildungsniveau der Gesamtbevölkerung ist ( auch wenn das einem subjektiv in seiner zeit natürlich nie so vorkommt ) konstant steigend, Intelligenz ist da auf der ersten Ebene erstmal nur das Erkennen und Abwägen aller möglichen Handlungsalternativen.
Ich denke, dass du einige wichtige Punkte vergessen hast, z.B. das Ansehen, das bestimmten Berufen entgegen gebracht wird.
Vor einigen Jahren/Jahrzehnten war Polizist bspw. noch ein angesehener Beruf und diejenigen, die ihn ausübten, wurden größtenteils mit Respekt behandelt. Heutzutage sehen sich Polizisten immer öfter in Situationen mit völlig respekt- und hemmungslos auftretenden Personen, müssen sich beschimpfen und bespucken lassen, und haben kaum eine Möglichkeit sich ohne Furcht vor Repressalien dagegen zur Wehr zu setzen. Zudem ist die Arbeitslast aufgrund von mangelndem Personal erheblich gestiegen und durch Schichtdienste ist die Freizeitgestaltung stark beeinträchtigt. Dass sich immer weniger junge Menschen auf diesen nervenaufreibenden Job einlassen möchten, kann ich daher absolut nachvollziehen.
Durch die sozialen Medien und den damit verbundenen Hang zum sehen-und-gesehen-werden scheinen insbesondere junge Menschen auch oft nur noch an Karrieren interessiert zu sein, die mit geringem (Ausbildungs-) Aufwand viel Geld, Ansehen und/oder maximale Freiheiten versprechen. Fleischer, Bäcker, u.ä. gehören natürlich nicht in diese Kategorie und werden daher als Berufe verschmäht.
Original von tw2005
...dann hört man so ziemlich die selbe Systemkritische scheiße wie hier teilweise.Ausser anderen zu unterstellen, dass man blind durch die Gegend läuft und zu jammern, macht hier aktiv doch sowieso niemand etwas...
Du meinst das ist nur die sogenannte verkürzte Kapitalismuskritik, richtig? Damit hast du vollkommen recht. Sie ist verkürzt, also kurz zusammengefasst. Ist ja auch keine wissenschaftliche Arbeit zu dem Thema. Die Frage ist also die, ob diese Zusammenfassung den Kern trifft oder nicht. Was meinst du?
Die Frage ob Obdachlose u/o Alkoholiker dazu fähig sind in solchen Zusammenhängen zu denken, was du ihnen nicht zuzutrauen scheinst, würd ich ihnen nicht grundsätzlich absprechen, falls du das so gemeint hast. Teilweise haben die, die du meinst, auch recht, mit dem was sie sagen. Teilweise haben sie aber auch ein paar Zusammenhänge nicht begriffen, weil sie vll medial geblendet sind, sodass sie nicht auf die "richtige Gesamtlösung" kommen.
Das mit dem Raunzen und Jammern ist ne andere Geschichte. Das ist glaub ich etwas, was Österreicher und Deutsche gerne tun. Ich weiß nicht inwieweit das anderswo auch zutrifft. Ich persönlich mach etwas, indem ich anderen neue Blickwinkel aufzeige. Wenn ich das bei 2 von 100 Leuten schaff, bin ich schon zufrieden. Das ist eine wichtige Aufgabe, die eigentlich die Medien erfüllen müssten, gemeint ist Aufklärung, also eine Ebene höher als "normales" Raunzen. Außerdem versuche ich mich schrittweise vom System abzuwenden, was zugegebenermaßen nicht so einfach ist. Demos udg. sind zum Teil auch sinnvoll. Viel mehr kann ich ohne Waffengewalt nicht machen. Also konzentriere ich mich primär darauf mich selbst auf den richtigen Weg zu begeben. Ich denke, dass viele andere Systemkritiker das teilweise auch versuchen, mit mehr oder weniger Erfolg als ich.
Srry, hab jetzt die letzten Seiten nicht gefolgt und antworte deshalb auf einen etwas älteren Beitrag.
Original von Renne01
@Shore
Als ob die Mehrzahl der Nichtreichen dumm wären... Wer hat dir das erzählt? Und dumm ist nicht gleich ungebildet. Afrikaner sind nicht dumm, sie haben nur unzureichenden Zugang zu Bildung, weil sie ausgebeutet werden. Hätten sie den selben Zugang wären sie auf dem selben Level. Intelligenz hat zwar auch was mit Wissen zu tun, Wissen ist dabei aber nur eine einzelne Komponente. Gibt aber viele verschiedene Intelligenzmodelle. Da brauchen wir uns nicht einigen. Gibt zu wenig Wissen darüber, was Intelligenz wirklich ausmacht bzw. zu viele Meinungen darüber. Nur, so kommt es für mich zumindest rüber, finde ich es definitiv falsch hier pauschal von Dummheit zu reden, weil man in der heutigen Zeit mit Intelligenz alleine nicht weit kommt. Wichtiger ist Schlitzohrigkeit, Skrupellosigkeit udg. Schauen wir uns ein paar Beispiele der Wohlhabenden an... Ich bin mir sicher, dass jedem zig Beispiele einfallen, wo man sich fragt, wie er oder sie überhaupt in eine solch hohe Position kommen konnte, wo man ihm oder ihr nicht mal zutraut unfallfrei gradeaus zu laufen. Dh. für mich, dass unsoziale Charaktereigenschaften sehr viel wichtiger sind als Intelligenz. Oder warum haben viele Führungskräfte soziophatische Tendenzen?
Kannst du auch irgendwelche Beweise bringen, dass man einfach nur Bildung benötigt, um Menschen auf ein gleiches IQ-Level zu bringen?
Hier mal eine Tabelle des Durchschnitts-IQ nach Ländern:
https://qph.is.quoracdn.net/main-qimg-0eb6dc9dd49ef712f00518a3f0b7dfc8?convert_to_webp=true
Ob IQ änderbar ist, wird gerade noch debattiert. Was aber ganz sicher nicht möglich ist, ist den Durchschnitts-IQ der Länder mit einem IQ von 60 bis 80 um 20 bis 40 Punkte zu steigern, damit sie mit den Bildungs-Anforderung des Westen mithalten können.
Den Menschen aus Afrika fehlt im Durchschnitt die biologische Fähigkeit, um intelligent zu sein. Klar, gibt es Ausnahmen, da IQ ja eine Normalverteilung ist. Aber ist es wirklich nur Zufall, dass gerade in den 60 bis 80 IQ Ländern die Gewalt am höchsten ist, die Rechte von Frauen und Homosexuellen am geringsten sind, die Korruption alltäglich ist und die Religion am weitesten verbreitet ist? Muss man denen einfach nur die richtigen Schulbücher und Lehrer schicken und das ganze Ding ist gelöst?
Zeig mal Beweise für deine These, dass der Afrikaner einfach nur eine ordentliche Bildung benötigt. Ich bin mir sicher, du würdest dafür beachtliche Auszeichnungen bekommen.
Wow...
Dass man seinen IQ nicht so mir nichts dir nichts um 20-40 Punkte erhöhen kann, ist logisch. Das ist ein langsamer Prozess, wenn man annimmt, dass es über das simple Trainieren, um Tests besser zu lösen, hinausgeht. Der IQ steigt in Europa um 2 Punkte innerhalb von 10 Jahren, wenn ichs richtig im Kopf hab und zwar sehr wahrscheinlich aufgrund der zunehmenden Bildung. Zumindest korrelieren die Beiden sehr stark miteinander. Die Forschungen und Tests basieren auf Daten zu fast 100% aus Europa und Amerika. Menschen anderer Kulturen ticken aber anders als wir, also müssen auch andere Tests entwickelt werden oder welche, die generalisierbar für alle Menschen sind. Vorher muss aber erstmal geklärt werden, was Intelligenz überhaupt ausmacht, wie sie funktioniert usw. Da gibts viele verschiedene Theorien, die aber allesamt noch in den Kinderschuhen stecken. Also sind alle IQ Tests und Schätzungen eher für die Tonne.
Zu den Afrikanern: Die Annahme, dass mehr Bildung zu einem steigenden IQ führt, bedeutet im Umkehrschluss, dass ein Mangel sich negativ auf den IQ auswirkt oder ihn zumindest nicht so ansteigen lässt, wie es bei uns der Fall ist. Zumindest wenn man annimmt, dass solche IQ Schätzungen oder IQ Tests insgesamt seriös sind. Für mich persönlich ist Intelligenz sehr facettenreich. Ein einfaches Beispiel: Du kannst vermutlich besser rechnen als der Durschnittsafrikaner. Umgekehrt ist er aber sicherlich der bessere Überlebenskünstler. Im Schnitt dürften Afrikaner und Asiaten auch die höhere soziale Kompetenz aufweisen als wir, weil dort im Schnitt mehr Menschen in einem Haus/Hütte gemeinsam leben und miteinander arbeiten. Was spielt jetzt die wichtigere Rolle, Matheskills oder soziale Skills? Wer kann sich anmaßen das zu beurteilen und in Tests zu gewichten? Unterm Strich ist es sehr schwer zu beurteilen, ob weniger gebildete Menschen wirklich weniger intelligent sind oder ob sie durch ihre höhere Intelligenz in anderen Bereichen den Mangel auf der anderen Seite wettmachen. Oder sie sind insgesamt tatsächlich weniger intelligent, weil sie kaum Zugang zu vernünftiger Bildung haben, wobei vernünftig relativ ist.
Dass dort mehr Gewalt herrscht als hier, liegt sicher nicht an den Afrikanern. Ihr Pech ist, dass es dort viele wertvolle Rohstoffe gibt und dass wir damals technologisch fortgeschrittener und schneller waren (weil fruchtbarere Böden), Stichwort Kolonialismus. Gäbs dort nichts, würden wir aka der sogenannte Westen aka die NATO und Großkonzerne sie nicht ausbeuten, bombardieren und versklaven. Daran hast du wohl noch nicht gedacht. Und was soll die Bemerkung "Den Menschen aus Afrika fehlt im Durchschnitt die biologische Fähigkeit, Intelligent zu sein." Sind Afrikaner etwa keine Menschen? Ich denke doch. Also haben sie auch die selben biologischen Voraussetzungen wie wir. Und die Bemerkung über Korruption? Gibts die bei uns nicht?
Religion, Unterdrückung von Frauen und Verfolgung von Homosexuellen und sonstig Andersseienden hängen zusammen. Wenn du nicht gebildet bist, musst du vieles von dem, was dir aufgetischt wird, glauben. Bei uns gibts auch noch immer sehr viele gläubige Menschen, obwohl sie so gebildet sind. Warum ist das so? Und die, die aus der Kirche ausgetreten sind, haben die alle die Bibel (AT und NT) gelesen und die Widersprüche entdeckt? Oder wollen sie eine so korrupte, kriminelle, perverse und verschwenderische Institution nicht weiter unterstützen?
Es kann also niemand beweisen, ob die mangelnde Bildung für das schlechtere Abschneiden verantwortlich ist. Die Werte korrelieren aber miteinander. So viel weiß man. Wenn du willst, kann ich dir ein paar Quellen raussuchen. Gewalt wird größtenteils durch den Westen verursacht. Ich denke das steht für die Meisten nicht zur Debatte. Afrikaner und Europäer sind beides Homo Sapiens. Darüber brauchen wir hoffentlich auch nicht diskutieren, höchstens darüber, wie vernünftig der Mensch wirklich ist. Korruption gibts überall. Religion und Intelligenz korellieren wohl nicht so sehr positiv miteinander, weil es auch im Westen sehr viele Gläubige gibt. In dem Zusammenhang werd ich mal schaun, ob es dazu gute Studien gibt. Wenn ich rein nach meinem Hausverstand gehe, dann glaub ich, dass ich nicht so weit daneben liege, mit dem was ich schreibe, und damit, dass du mir ein bisschen rassistisch und schlecht recherchiert rüberkommst. Vll. drückst du dich aber nur unglücklich aus... hoff ich mal. Denn Rasissmus ist sicher unbestritten ein Zeichen für niedrige Intelligenz.
Edit: Bist du mir nicht noch zum Thema Angebot und Nachfrage, Unterschied Micro und Makro, was schuldig? Oder war das jemand anderes, der in seinem Mankiw nachblättern wollte?
Original von Shore
Srry, hab jetzt die letzten Seiten nicht gefolgt und antworte deshalb auf einen etwas älteren Beitrag.Original von Renne01
@Shore
Als ob die Mehrzahl der Nichtreichen dumm wären... Wer hat dir das erzählt? Und dumm ist nicht gleich ungebildet. Afrikaner sind nicht dumm, sie haben nur unzureichenden Zugang zu Bildung, weil sie ausgebeutet werden. Hätten sie den selben Zugang wären sie auf dem selben Level. Intelligenz hat zwar auch was mit Wissen zu tun, Wissen ist dabei aber nur eine einzelne Komponente. Gibt aber viele verschiedene Intelligenzmodelle. Da brauchen wir uns nicht einigen. Gibt zu wenig Wissen darüber, was Intelligenz wirklich ausmacht bzw. zu viele Meinungen darüber. Nur, so kommt es für mich zumindest rüber, finde ich es definitiv falsch hier pauschal von Dummheit zu reden, weil man in der heutigen Zeit mit Intelligenz alleine nicht weit kommt. Wichtiger ist Schlitzohrigkeit, Skrupellosigkeit udg. Schauen wir uns ein paar Beispiele der Wohlhabenden an... Ich bin mir sicher, dass jedem zig Beispiele einfallen, wo man sich fragt, wie er oder sie überhaupt in eine solch hohe Position kommen konnte, wo man ihm oder ihr nicht mal zutraut unfallfrei gradeaus zu laufen. Dh. für mich, dass unsoziale Charaktereigenschaften sehr viel wichtiger sind als Intelligenz. Oder warum haben viele Führungskräfte soziophatische Tendenzen?Kannst du auch irgendwelche Beweise bringen, dass man einfach nur Bildung benötigt, um Menschen auf ein gleiches IQ-Level zu bringen?
Hier mal eine Tabelle des Durchschnitts-IQ nach Ländern:
https://qph.is.quoracdn.net/main-qimg-0eb6dc9dd49ef712f00518a3f0b7dfc8?convert_to_webp=trueOb IQ änderbar ist, wird gerade noch debattiert. Was aber ganz sicher nicht möglich ist, ist den Durchschnitts-IQ der Länder mit einem IQ von 60 bis 80 um 20 bis 40 Punkte zu steigern, damit sie mit den Bildungs-Anforderung des Westen mithalten können.
Den Menschen aus Afrika fehlt im Durchschnitt die biologische Fähigkeit, Intelligent zu sein. Klar, gibt es Ausnahmen, da IQ ja eine Normalverteilung ist. Aber ist es wirklich nur Zufall, dass gerade in den 60 bis 80 IQ Ländern die Gewalt am höchsten ist, die Rechte von Frauen und Homosexuellen am geringsten sind, die Korruption alltäglich ist und die Religion am weitesten verbreitet ist? Muss man denen einfach nur die Richtigen Schulbücher und Lehrer schicken und das ganze Ding ist gelöst?
Zeig mal Beweise für deine These, dass der Afrikaner einfach nur eine ordentliche Bildung benötigt. Ich bin mir sicher, du würdest dafür beachtliche Auszeichnungen bekommen.
Dafür braucht man keine Beweise,
man muss einfach nur wissen was der IQ ist, was Intelligenz ist, oder was ein Intelligenztest misst.
Ohne das zu wissen sollte man vielleicht auch keine Diskussionen führen.
Um das an einem sehr einfachen Beispiel deutlich zu machen, die PISA-Studie die vielleicht kennst ist im weitesten Sinne ein Intelligenztest.
Die Frage ist nun, kann man die Ergebnisse der PISA-Studie beeinflussen?
Ist die Antwort ja, dann kann man zumindest die Intelligenz, auf die in diesem "Intelligenztest" untersuchten Faktoren beeinflussen.
Und das ist wichtig zu wissen, dass bei einem Intelligenztest nicht die gesamte Intelligenz untersucht wird, sondern lediglich Faktoren der Intelligenz.
Wobei wir beim nächsten Punkt sind, die meisten Intelligenztests haben eine sehr starke Bildungskomponente.
Die wenigsten Intelligenztests sind reine Logiktests oder messen ausschließlich die geistige Reaktionsfähigkeit
Was uns zur nächsten Frage führt wenn ich den Grad der Bildung erhöhe, verbessere ich dann auch das Ergebnis der Intelligenztests?
Edit:
Original von Renne01
Es kann also niemand beweisen, ob die mangelnde Bildung für das schlechtere Abschneiden verantwortlich ist. Die Werte korrelieren aber miteinander. So viel weiß man.
Hier muss ich ganz klar widersprechen, anzunehmen in einem Test mit einer Bildungskomponente, würde das Fehlen von Bildung, nicht zu einem schlechteren Ergebnis führen ist, ist nicht logisch.
Original von Jadino
...
Edit:Original von Renne01
Es kann also niemand beweisen, ob die mangelnde Bildung für das schlechtere Abschneiden verantwortlich ist. Die Werte korrelieren aber miteinander. So viel weiß man.Hier muss ich ganz klar widersprechen, anzunehmen in einem Test mit einer Bildungskomponente, würde das Fehlen von Bildung, nicht zu einem schlechteren Ergebnis führen ist, ist nicht logisch.
Ich bezog mich eigentlich auf Intelligenz nicht auf die Tests oder wollte mich darauf beziehen... Schaut im Satz irgendwie anders aus. Ist wohl irgendwie schief gegangen, vll. aufgrund der späten Stunde. Denn in dem Satz widersprech ich mir selber.
Ab ins Bett jetzt!
Habe den Thread nur überflogen und bin etwas verwundert, wie hier plötzlich über Rassenbegriffe diskutiert wurde. Hat jemand Cliffs, wie es dazu kam?
Eher auf den Beginn des Threads bezugnehmend, möchte ich hier meinen gernzitierten Niko Paech mit seiner Postwachstumsökonomie anbringen. Viele Argumente und auch Gegenargumente für ein entschleunigtes Leben erläutert der Oldenburger Professor ganz nett.
Original von Shore
Srry, hab jetzt die letzten Seiten nicht gefolgt und antworte deshalb auf einen etwas älteren Beitrag.Original von Renne01
@Shore
Als ob die Mehrzahl der Nichtreichen dumm wären... Wer hat dir das erzählt? Und dumm ist nicht gleich ungebildet. Afrikaner sind nicht dumm, sie haben nur unzureichenden Zugang zu Bildung, weil sie ausgebeutet werden. Hätten sie den selben Zugang wären sie auf dem selben Level. Intelligenz hat zwar auch was mit Wissen zu tun, Wissen ist dabei aber nur eine einzelne Komponente. Gibt aber viele verschiedene Intelligenzmodelle. Da brauchen wir uns nicht einigen. Gibt zu wenig Wissen darüber, was Intelligenz wirklich ausmacht bzw. zu viele Meinungen darüber. Nur, so kommt es für mich zumindest rüber, finde ich es definitiv falsch hier pauschal von Dummheit zu reden, weil man in der heutigen Zeit mit Intelligenz alleine nicht weit kommt. Wichtiger ist Schlitzohrigkeit, Skrupellosigkeit udg. Schauen wir uns ein paar Beispiele der Wohlhabenden an... Ich bin mir sicher, dass jedem zig Beispiele einfallen, wo man sich fragt, wie er oder sie überhaupt in eine solch hohe Position kommen konnte, wo man ihm oder ihr nicht mal zutraut unfallfrei gradeaus zu laufen. Dh. für mich, dass unsoziale Charaktereigenschaften sehr viel wichtiger sind als Intelligenz. Oder warum haben viele Führungskräfte soziophatische Tendenzen?Kannst du auch irgendwelche Beweise bringen, dass man einfach nur Bildung benötigt, um Menschen auf ein gleiches IQ-Level zu bringen?
Hier mal eine Tabelle des Durchschnitts-IQ nach Ländern:
https://qph.is.quoracdn.net/main-qimg-0eb6dc9dd49ef712f00518a3f0b7dfc8?convert_to_webp=trueOb IQ änderbar ist, wird gerade noch debattiert. Was aber ganz sicher nicht möglich ist, ist den Durchschnitts-IQ der Länder mit einem IQ von 60 bis 80 um 20 bis 40 Punkte zu steigern, damit sie mit den Bildungs-Anforderung des Westen mithalten können.
Den Menschen aus Afrika fehlt im Durchschnitt die biologische Fähigkeit, um intelligent zu sein. Klar, gibt es Ausnahmen, da IQ ja eine Normalverteilung ist. Aber ist es wirklich nur Zufall, dass gerade in den 60 bis 80 IQ Ländern die Gewalt am höchsten ist, die Rechte von Frauen und Homosexuellen am geringsten sind, die Korruption alltäglich ist und die Religion am weitesten verbreitet ist? Muss man denen einfach nur die richtigen Schulbücher und Lehrer schicken und das ganze Ding ist gelöst?
Zeig mal Beweise für deine These, dass der Afrikaner einfach nur eine ordentliche Bildung benötigt. Ich bin mir sicher, du würdest dafür beachtliche Auszeichnungen bekommen.
Mich wuerde mal interessieren, wie diese Tabelle erschaffen worden ist und wie legit sie ist.
Ich meine, zum Teil gibt es ja schon solide Unterschiede zwischen Laendern aus der selben Ethnischen Gruppe -waere mit solchen Tabellen vorsichtig.
Ganz ehrlich - es ist auch schwer vorzustellen, dass die average IQs reell so low in Afrika sind - ich mein, da sind IQ-Werte abgezeichnet, die wohl an einem kognitivem starkem Handicap grenzen?
Zur IQ-Debatte:
Afaik ist es nicht so schwarz/weiss und ihr beide habt anteilig recht.
So wie atm Intelligenz gemessen wird, geht die jetzige IQ-Forschung davon aus,
dass der Hauptteil genetisch (indogen) bedingt ist.
Jedoch weiss man wohl mittlerweile, dass der IQ nicht zu 100% genetisch determiniert ist und man da gerade in den ersten Lebensjahren eines Kindes noch was um paar Punkte (also nicht super signifikant) was machen kann (exogener Einfluss).
Spaeter ist geht da afaik sehr wenig bis kaum was?
Alles ohne Garantie hier - ist schon laenger her, als ich mich damals mal mit dem Thema kurz befasst habe.
Original von Renne01
[...]
Denn Rasissmus ist sicher unbestritten ein Zeichen für niedrige Intelligenz.![]()
[...]
Denke mal, der Smiley zeigt, dass die Aussage nicht 100%ig ernst gemeint ist.
Dennoch möchte ich widersprechen: Zwar sind Kinder mit niedrigem IQ erwiesenermaßen eher für rassistische Ideologien anfällig, die Behauptung, dass alle Rassisten dumm sind, ist jedoch Unsinn.
Bei den Nürnberger Prozessen wurden z.B. IQ-Tests durchgeführt und ein nicht unerheblicher Teil der NS-Führungsriege (Göring, Dönitz, Schacht, etc.) schnitt mit Werten von deutlich über 130 ab. Auch heutzutage wäre es fahrlässig anzunehmen, dass die Strippenzieher von NPD, der identitären Bewegung und anderen offen rassistischen Organisationen allesamt Vollidioten sind.
Original von DerBobs
Zeigt nur umso mehr dass ein hoher IQ alleine noch kein Qualitätsmerkmal ist.
Jo, seh ich auch so. Vermutlich sind wir im Schnitt auch alle eher unintelligent oder unsere Intelligenz wird durch andere Faktoren geknebelt. Wie sonst kann man sich erklären, dass wir als Menschen insgesamt den Planeten so hart zerstören? Würde ein intelligentes Wesen seine Lebensgrundlage und damit sich selbst vorsätzlich zerstören? Rassenhass wirkt sich ebenfalls sehr negativ auf das Gemeinwohl, die Gesellschaft, die Zivilisation, die Art aus. Würde sich ein intelligentes Wesen selbst schädigen wollen? Spricht also entweder für schlichte Dummheit oder für teilweise Dummheit, weil sich die Intellienz irgendwo knebeln lässt. Aber nichtsdestotrotz gibt es nur, teilweise recht schwache, Theorien zum Thema Intelligenz. Es gibt keine harten Fakten. Dh. wir diskutieren nur über Meinungen. Die genannten Theorien, die Tabellen, Tests usw. basieren auf Theorien, die teilweise sogar dämlich anmuten, aber zumindest in den Kinderschuhen stecken und noch lange nicht als wahr und belegt gelten werden. Also können wir das Thema imo abschließen. Das Augenzwinkern war eher wohlwollend gemeint, weil viele Rassisten einfach verblödet und unwissend sind. Ein paar von der Sorte mögen in irgendwelchen Tests gut abschneiden. Da sie sich am Ende doch selbst schädigen, halte ich sie dennoch für zumindest überwiegend dämlich. Würde ihre Intelligenz dominieren, würden sie begreifen, dass Hass nur Hass hervorbringt und dass das schädlich für alle ist.
@hidi
Wie das Thema aufgekommen ist, weiß ich nicht mehr. Ich will es auch gern abschließen. Wenn in 50 Jahren mal fundierteres Wissen am Tisch liegt, kann man darüber auch sinnvoller diskutieren.
Von dem Prof hab ich schon gehört und seinem Begriff der Postwachstumsökonomie. Cooler Link. Werd ich mir gleich mal anschauen. Bin gespannt, wie er die offensichtlichen und unlösbaren Probleme des Kapitalismus' angehen will. Gibt ja einige Ökonomen, die ihre eigenen Ideen dazu präsentiert haben. Die, die ich mir bis jetzt angeschaut hab, klingen alle recht vernünftig und plausibel. Vll. sollten wir die einfach alle ausprobieren. Denn mehr als nicht funktionieren, so wie auch der Kapitalismus nicht funktioniert, können sie auch nicht. Und wie Einstein schon treffend sagte, ist es dumm, wenn man 100 mal dasselbe macht und sich immer noch ein anderes Ergebnis erhofft. Und ich denke am Kapitalismus haben wir schon lange genug rumgedoktert.
Original von Renne01
Menschen anderer Kulturen ticken aber anders als wir, also müssen auch andere Tests entwickelt werden oder welche, die generalisierbar für alle Menschen sind. Vorher muss aber erstmal geklärt werden, was Intelligenz überhaupt ausmacht, wie sie funktioniert usw. Da gibts viele verschiedene Theorien, die aber allesamt noch in den Kinderschuhen stecken. Also sind alle IQ Tests und Schätzungen eher für die Tonne.
Das sollte so viel öfter geschrieben werden, auch von offizieller Seite.
Dieser permanente Drang nach einem erstellten Konstrukt, mit dem Zweck dieses in Zahlen ableitbar erscheinen zu lassen, nur um Menschen einer Selektionsmaschinerie zu unterwerfen, hat etwas stark krankhaftes an sich.
Die Allermeisten wissen auch nicht, dass der Beginn des IQ-Tests nicht das Ziel hatte, Intelligenz zu messen, sondern nur die Leistungsfähigkeit von Schülern entsprechender Stufen. Deswegen auch das Q für Quotient.
Original von DerBobs
du kannst nicht auf etwas, das in 500 jahren sein wird, hinarbeiten. im jahre 1516 konnte auch noch keiner präventiv dafür sorgen, dass wir heute weniger probleme mit uran-endlagern haben, oder dass bürokräfte keine rückenschmerzen bekommen.
Vom Hypothetischen her hast du recht, vom Kategorischen her vielleicht nicht. Rückenschmerzen gab es früher nicht, Bürokratie hingegen schon. Nahrungsmittelspekulation war vor 500 Jahren auch aktuell. Ungebildete Menschen, machtgierige Menschen, Expansionen, Repressionen, Gesetze, Die Frage wie ein gemeinsames Leben ablaufen soll, Geld, Glück, Sklaverei usw. das sind alles Elemente, über die schon immer nachgedacht wurden.
Wir wissen zwar nicht, ob der Mensch in 100 Jahren mehr aus Metalllegierungen als aus Haut und Fleisch bestehen wird, aber die Geschichte zeigt, dass der Drang ins Transzendentale immer vorhanden war, Optimierungen jeglicher Art sind eine permanente Veränderungskultur, die ewig Bestand haben wird. Percings, Tattoos, Verkleidungen gibt es so lange wie die Menschheit selbst. Heute ist es Botox, künstliche Hüftgelenke, Brillengläser oder eben Bildschirme, von denen die Leute nicht mehr los kommen.
Marshall McLuhan formulierte, dass das Medium die Erweiterung der menschlichen Sinne, des Körpers und des Geistes sind. Platon erdachte, dass wir gefangen im Körper seien.
Die ersten Fragen der Welt werden die Letzten sein.
albert wenger: studierte in harvard wirtschaft und promovierte am MIT über computer science (nicht ganz sicher ob das zweite stimmt, kann auch mathematik gewesen sein)
gibt noch ein paar talks mit ihm auf yt zum bge, hier mal so kurz zusammen gefasst. für mich war nur das power law wirklich neu, teile ansonsten sehr viele ansichten.
manche nennen ihn einen marktradikalen, kann ich nicht nachvollziehen. aber bin halt auch jemand der glaubt freie märkte sind am effizientesten.
Lol, der Glauben der Menschen... fast jeder glaubt an irgendeinen Blödsinn. Manche Glauben kann man gutheißen, andere nicht, ist ein bisschen relativ. Der Glaube an effiziente und freie Märkte ist aber völliger Quatsch. Erstens sind die Märkte nicht frei und zweitens nicht effizient. Wären sie frei, hätten alle die gleichen Chancen erfolgreich zu sein. Das ist aber perse schon unmögich, weil die Märkte machtorientiert und gewinnorientiert arbeiten. Um wenigstens für ein bisschen Pseudochancengleichheit zu sorgen, braucht es staatliche oder institutionelle Regulierungen, was die Freiheit der Märkte auch wieder einschränkt. Effizient sind sie nicht, weil es so viele verschiedene Parameter gibt, auch psychologische, die nicht richtig einschätzbar sind. Dazu kommt noch das unrealistische und damit ineffiziente Bewertungssystem in der Bilanzierung und noch weitere Faktoren, an die ich gerade nicht denke. Einfache Frage: Es gibt zwei Positionen, die von sog. Wirtschaftsexperten vertreten werden. Die häufigste Ansicht ist die, dass man an den Märkten nur mittels Spekulationsgeschäften langfristig Gewinne erzielen kann. Die seltenere Ansicht ist die, dass man nur mit langfristigen Investitionen an den Märkten Gewinn erzielen kann. Letztere wird zB. von Warren Buffett und seinem langjährigen Mentor, Benjamin Graham, vertreten. Und wenn wir uns die vielen Krisen (oder Dilemma) anschauen, dürften die beiden genannten Herren richtig liegen. Dazu kommen noch die vielen Ungerechtigkeiten und ausbeuterischen Praktiken, die durch das Zins- und Zinseszins-Geldsystem vorgegeben werden. Darüber haben wir aber schon viel geschrieben. Auf alle Fälle sind die Märkte überhaupt nicht effizient, sonst würds nicht überall so drunter und drüber gehen und würden keine Gewinne abseits der Realwirtschaft erzielt werden können.
der freie markt ist effizienter als alles anderen wirtschaftsformen. bitte ein gegenbeispiel nennen, wenn die aussage negiert wird.
das problem hierbei ist dass wir nicht in einem wirtschaftssystem leben, es gibt noch viele andere bereiche (zufriedenheit, ein endlicher planet, dinge die keinen preis aber einen wert haben) welches es kompliziert macht.
ich bezog mich hier rein auf die wirtschaft, nicht auf unsere gesellschaft bzw die menschen auf den planeten.
imho liegt die herausforderung darin zu erkennen wo der freie markt begrenzt werden muss (weil er einfluss auf andere bereiche hat, zb bildung) und wo man ihn laufen lassen kann.
bin wirklich niemand der glaubt die wirtschaft löst alle unsere probleme.
Der Glaube an effiziente und freie Märkte ist aber völliger Quatsch. Erstens sind die Märkte nicht frei und zweitens nicht effizient. Wären sie frei, hätten alle die gleichen Chancen erfolgreich zu sein. Das ist aber perse schon unmögich, weil die Märkte machtorientiert und gewinnorientiert arbeiten.
Die Frage nach der Effizienz freier Märkte ist eine essentiell wichtige im Zusammenhang mit dem BGE. Ja, total freie Märkte wird es nie geben. Das ist nur eine abstrakte, theoretische Idee, die uns helfen soll unsere Wirtschaft besser zu verstehen. Was also sagen die wissenschaftlichen Theorien über freie Märkte? Sie sind hocheffizient und in aller Regel regulierten Märkten vorzuziehen. Wieso in aller Regel? Weil Nash gezeigt hat, dass Kooperation im abstrakten Raum noch effizienter ist. So zumindest meine Interpretation der Spieltheorie: Unabhängiges, nur auf Egoismus und eigene Nutzenmaximierung ausgelegtes Handeln führt nicht zur maximalen kollektiven Wohlfahrt, sondern zu einer geringeren Effizienz als optimal kooperatives Handeln.
Wo ist das Problem? "Optimal kooperatives Handeln" wird in der Realität in der wir leben nie auch nur ansatzweise erreicht werden. Das wissen wir alle aus der Geschichte und aus dem Nachdenken über unser eigenes wirtschaftliches Handeln.
Lösen wir uns also von der Theorie, können wir sagen "freie Märkte sind praktisch fast immer regulierten Märkten vorzuziehen wenn wir Wohlfahrtsmaximierung anstreben". Und genau hier setzt meine Idee eines BGE an: Wir brauchen BGE um möglichst viel Marktwirtschaft praktisch zu erzeugen. Das mag nun vielleicht landläufig eher DAS Argument gegen ein BGE sein (es ist marktwirtschaftshemmend), aber die Argumentationen überzeugen mich aus den unterschiedlichsten Gründen nicht. Das BGE soll versuchen das Problem der modernen Arbeit zu lösen. Also die Tatsache, dass die Produktivität nachgefragter Arbeit sinkt im Laufe der Zeit/Technologisierung. Produktivitäten verschieben sich vom menschlichen Arbeiter, der dafür Lohn erhält, zu Maschinen (alles was produktiv ist und kein Mensch ist; Tiere wären danach leider auch Maschinen, bzw sind es, denn sie erfüllen die gleichen wirtschaftlichen und eigentumstechnischen Voraussetzungen wie "echte "Maschinen"), also zum Kapitalisten.
Wenn wir über BGE reden geht es aber über Arbeit und folglich reden wir hier ganz zentral über weite Teile des Arbeitsmarkts: Der Arbeitsmarkt im Berich des Niedriglohns und der Geringqualifizierten, ist der Grund wieso es notwendig ist im Sinne der Theorie der freien Märkte ein BGE einzuführen. Heute ist es nämlich so, dass der Arbeitsmarkt in diesen Segmenten schlichtweg nicht existent ist. Das was wir Arbeitsmarkt nennen, ist gar kein Markt und frei ist er ganz bestimmt nicht. Es ist eher eine Auktion. Denn die Akteure die auf diesem Markt Leistungen anbieten sollen für einen bestimmten Preis (die Arbeiter), die haben gar keine Möglichkeit ihren Preis zu verhandeln. Denn faktisch ist es so, dass aufgrund der Arbeitspflicht oder des Arbeitszwanges der zweifelsohne in unserer Gesellschaft existiert (denn es existiert ja kein bedingungsloses Anspruch auf das zum Leben Notwendige) die Anbieter verkaufen MÜSSEN, die Nachfrager aber nicht. Das widerspricht der Idee des freien Marktes im Kern. Im freien Markt KANN jeder Akteur entweder verkaufen/kaufen, oder es aber bleiben lassen. Und das ist das Entscheidende: Ohne Alternative zum Verkauf der eigenen Arbeit, nämlich dem Nichtverkaufen, gibt es keinen Markt. Frei oder nicht, die Frage stellt sich nicht einmal. Es ist einfach kein Markt, es ist eine Arbeitsauktion. Und Auktionen sind eben nicht hochgradig effizient so wie es die Märkte sind, sondern hochgradig regulierte Formen des Leistungsaustausches und in Folge ineffizent. [Man könnte behaupten an der Stelle, dass der Anbieter seine Leistung ja einem anderen Nachfrager anbieten könnte und somit durchaus Alternativen hat usw; man könnte behaupten die gleichgewichtigen Marktpreise seien nie Ergebnis individueller Preisverhandlungen, sondern "irgendwelche" aggregierten und kollektiven Werte. Darüber lässt sich im Detail sicher streiten und wenn da jemand Lust zu hat, ich bin bereit dazu. Aber führt wohl erstmal zu weit...]
An sich ist das Problem meiner Meinung nach ökonomisch noch verkraftbar, aber in Kombination mit der durch die Technologisierung verursachten Angebotsüberschuss (es gibt viel zu viel Menschen die Arbeit anbieten (weil sie müssen) und gleichzeitig wird immer weniger menschliche Arbeit nachgefragt, weil Maschinen kosteneffizienter sind) bringt es unsere Gesellschaft zum Wanken. Was ich meine wird deutlich wenn man sich andere Teile des Arbeitsmarktes zum Vergleich anschaut, die weitgehend (noch) funktionieren: Denken wir an Profisportler zum Beispiel. Dort existiert kein Angebotsüberschuss, dort werden Preise knallhart und sogar durch Vertretungen verhandelt und man einigt sich auf ganz spezifische, individuelle und marktfaire Lösungen. Dort funktioniert also der Arbeitsmarkt noch und das gilt für viele professionelle Bereiche die durch die Technologisierung weniger hart getroffen, oder sogar profitiert haben und wo folglich und gleichzeitig kein Angebotsüberschuss besteht. Die Löhne sind dort nicht nur hoch, sie sind vor allem fair und "maximal effizient", zumindest aber viel effizienter als die im angesprochenen, problematischen Bereich des Arbeitsmarktes.
Es wird oft im Zusammenhang mit Arbeit und BGE von Lohnsklaven gesprochen und ich mag den Begriff nicht besonders, weil er polemisch ist und die Debatte unnötig emotionalisiert, weil er implizit Opfer und Schuldige benennt, aber genau an dieser Stelle der Argumentation ist der Begriff sehr passend, denn Sklaven sind nun mal nicht Menschen die nicht arbeiten, sondern Menschen die arbeiten MÜSSEN und gleichzeitig nicht über ihren Lohn und die weiteren Arbeitskonditionen verhandeln dürfen. All das also, was für einen immer größer werdenden Teil unserer Gesellschaft Realität ist.
Wie löst nun das BGE das beschriebene Problem? Indem jedem potenziellen Anbieter von Arbeiter ein BGE zugesichert wird, hat dieser Mensch eine Alternative und eine Grundlage für eine Verhandlung über Lohn und andere Arbeitskonditionen. Erst jetzt kann er sagen "nö, für 8euro/Stunde werde ich das nicht machen, da investiere ich meine Freizeit doch lieber in Sport und Bildung oder oder oder" und dann muss (wenn das genügend viele Anbieter so oder so ähnlich sagen) der Nachfrager seine Preisgestaltung überdenken und bessere Löhne zahlen, weil sich plötzlich das Problem des Angebotsüberschusses aufgelöst hat. Und das was da sehr exemplarisch beschrieben ist, ist dann ein Marktmechanismus der funktioniert und nicht das was wir heute haben. Ein ökonomischer Traum im positiven Sinne wenn man bedenkt wie wirtschaftliche Effizienz tatsächlich (individuelle Bedürfnisbefriedigung, individuelle Zahlungsbereitschaften und individuelle Opportunitätskosten) und nicht durch unsere Eliten angeblich (Wachstum, Einkommen etc) erzeugt wird.