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Warum gehn alle arbeiten

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Renne01
Beigetreten: 15.05.2007
Elite Grinder

Ein Zins > 0 bedeutet automatisch, dass das System langfristig kollabiert bzw. es zu Verwerfungen aller Art kommt. Wenn der Zins klein ist, heißt das nur, dass es länger dauert. Da spielt Angebot und Nachfrage nur ne zeitliche Rolle.
Freiwilligkeit ist eine Illusion. Und mit freiem Tauschhandel hat das schon lange nichts mehr zu tun. Das zu glauben ist blauäugig. Und du lebst lieber mit den Arschlöchern, die über Leichen gehen zusammen als mit sozialen, humanistischen Menschen? Einfach nur LOL.

Und du willst einfach jeden erschießen, der aus Hunger stiehlt und plündert, indem du dir ne Knarre oder nen Wachdienst leistet? Dann musst du deine Dienerschaft aber gut bezahlen, damit sie dir nicht in den Rücken fallen. Und um deine Villa musst du Meter hohe Zäune oder Mauern bauen, mit Stacheldraht und dich mit nem Heli ausfliegen lassen. Keiner deiner Familie darf sich noch außerhalb der schützenden Mauern aufhalten und kann sich auch nicht innerhalb 100% sicher fühlen. Der Unterschied zu nem normalen Häftling ist dann nur, dass du ne schönere Zelle und mehr Ausgang hast. Und wenn die breite Masse sich auflehnt, reichen ein paar Knarren nicht aus. Aber einige Verrückte Kapitalisten versuchens ja mit Völkermord, indem sie Kampfjets Bomben abwerfen lassen. Das halt ich für bedenklich. Und das kann doch bitte nicht dein Ernst sein? In so einer Zukunft will ich nicht leben, und es wäre sehr schlimm, wo es doch auch anders sein könnte. Und in einem sozialen Wirtschaftsmodell muss dir garkeiner vorschreiben, mit wem du zusammenarbeiten willst. Wie kommst du darauf? Gibts da Beispiele, die dir dazu einfallen?

Btw. studier ich Wirtschaft. Ein bisschen mehr als laienhaftes Halbwissen ist das dann schon, was ich so von mir gebe. Falls es jemanden interessiert. Mit meinen Ansichten bin ich unter den Studienkollegen in der Minderheit. Kann jeder interpretieren wie er will. Ist in jedem Fall interessant zu fragen, warum das so ist.


Antwort
Zitat
KalleTorsten
Beigetreten: 21.07.2006
PokerStrategist

Original von Shore
Bitte werfe anderen nicht fehlendes Verständnis vor, wenn deine Beschreibungen von Kapitalismus nicht über Standard-Vorurteile hinausgehen. Alleine schon der angebliche Beweis durch Zins ist so lächerlich. Zins ist einfach nur der Preis, den der Kreditnehmer für das geliehne Geld bezahlt. Seine Höhe ist abhängig von Angebot und Nachfrage. Wenn nicht viele Kredite nachgefragt werden, dann sinken die Zinsen. Umgekehrt steigen sie. Ein Reicher Mensch befriedigt also die Bedürfnisse der Kreditnehmer, wenn er in sie investiert. Umgekehrt werden seine Bedürfnisse nach einer rentablen Geldanlage befriedigt. Gäbe es keinen Zins, würde niemand investieren und der Fortschritt käme zu einem Stillstand.

All das ändert nichts daran, dass das System aus mathematischer Notwendigkeit nicht langfristig funktionieren kann. Du argumentierst auf ethischer Ebene, was aus deiner Sicht fair ist. Über Wirtschaftsethik kann man immer gerne diskutieren. Aber das hier ist kein solcher Punkt. Die Mathematik zeigt faktisch auf, das ein Zinseszinssystem nicht langfristig möglich ist. Selbst wenn du das System für noch so gerecht halten magst, musst du hier bereit sein dich den Fakten zu stellen. Das ein zweijähriges Kind bereits an Leukämie erkrankt, mag ethisch auch nicht fair erscheinen. Trotzdem muss man sich dem stellen, wenn man damit umgehen will.

Außerdem hast du einen Dreher drin. Nicht Angebot und Nachfrage bestimmen den Zinssatz, sondern der Zinssatz wird staatlich verordnet (nicht sehr kapitalistisch) durch die Notenbanken, womit wiederum das Angebot und die Nachfrage nach Geld reguliert wird.

Es ist auch nicht richtig, das Zins der einzige Anreiz ist, Geld zu verleihen. Ein Anreiz Geld zu verleihen, besteht dann, wenn man dadurch besser gestellt ist, als wenn man es nicht verleihen würde. Das funktioniert mit Zinsen, aber es kann auch anders funktionieren.

Beispiel: Wir haben eine Gesellschaft ohne Zinsen, aber mit einer 20% Steuer auf Tages- und Bargeld. Du hast heute 1000€. Du benötigst das Geld nicht und es gibt keine Güter und Dienstleistungen, mit denen du deinen Nutzen signifikant steigern könntest. Du hast zwei Möglichkeiten:

a) Du leihst mir dein Geld zinsfrei. Ich investiere das Geld in mein Unternehmen und gebe dir am Ende des Jahres 1000€ zurück. Rechnet man eine Ausfallwahrscheinlichkeit mit ein ist dein Erwartungswert ca. 950€

b) Du behältst dein Geld und zahlst die Abgabe. Am Ende des Jahres hast du noch 800 €

Im Grunde hat der Gesetzgeber zwei Möglichkeiten einen Anreiz für Investitionen zu schaffen. Man lässt den "Armen" der Geld leiht dafür zahlen sich Geld zu leihen (Zins oder man lässt den "Reichen" der Geld verleihen könnte, dafür zahlen, wenn er es nicht tut. Beides schafft einen Anreiz. Zweiteres sorgt aber dafür, das die Schere zwischen Arm und Reich nicht zu weit auseinander geht, die Gesamtverschuldung im System gleich und das System somit langfristig stabil bleibt. Ersteres hat natürlich eine stärkere Lobby.


Antwort
Zitat
Shore
Beigetreten: 11.11.2007
PokerStrategist

Original von Renne01
Ein Zins > 0 bedeutet automatisch, dass das System langfristig kollabiert bzw. es zu Verwerfungen aller Art kommt. Wenn der Zins klein ist, heißt das nur, dass es länger dauert. Da spielt Angebot und Nachfrage nur ne zeitliche Rolle.
Freiwilligkeit ist eine Illusion. Und mit freiem Tauschhandel hat das schon lange nichts mehr zu tun. Das zu glauben ist blauäugig. Und du lebst lieber mit den Arschlöchern, die über Leichen gehen zusammen als mit sozialen, humanistischen Menschen? Einfach nur LOL.

Du hast mich falsch verstanden. Ich finde Kapitalismus besser, weil ich in so einem System den Arschlöchern aus dem Weg gehen kann, da ich ja nicht gezwungen bin, mit ihnen Geschäfte zu machen. In sozialistischen Systemen kontrollieren die Arschlöcher meistens den Staat und wer was bekommt. Insgesamt können solche Leute im Sozialismus und Kommunismus mehr Schaden anrichten. Zeigt die Geschichte ja immer wieder.

Wie sollen denn die Reichen unbegrenzt Zinsen bekommen? Wenn es keine Leute mehr gibt, die sich Geld leihen wollen, dann können Anleger nichts investieren. Die Geschichte vom Josefs-Pfenning ist so naiv wie unsinnig.

Und du willst einfach jeden erschießen, der aus Hunger stiehlt und plündert, indem du dir ne Knarre oder nen Wachdienst leistet? Dann musst du deine Dienerschaft aber gut bezahlen, damit sie dir nicht in den Rücken fallen. Und um deine Villa musst du Meter hohe Zäune oder Mauern bauen, mit Stacheldraht und dich mit nem Heli ausfliegen lassen. Keiner deiner Familie darf sich noch außerhalb der schützenden Mauern aufhalten und kann sich auch nicht innerhalb 100% sicher fühlen. Der Unterschied zu nem normalen Häftling ist dann nur, dass du ne schönere Zelle und mehr Ausgang hast. Und wenn die breite Masse sich auflehnt, reichen ein paar Knarren nicht aus. Aber einige Verrückte Kapitalisten versuchens ja mit Völkermord, indem sie Kampfjets Bomben abwerfen lassen. Das halt ich für bedenklich. Und das kann doch bitte nicht dein Ernst sein? In so einer Zukunft will ich nicht leben, und es wäre sehr schlimm, wo es doch auch anders sein könnte. Und in einem sozialen Wirtschaftsmodell muss dir garkeiner vorschreiben, mit wem du zusammenarbeiten willst. Wie kommst du darauf? Gibts da Beispiele, die dir dazu einfallen?

Ich finde eine Welt, in der ich mich gegen Menschen wehren darf, die Gewalt gegen mich initiieren, eigentlich ganz gut. Heute ist man ja da sehr stark eingeschränkt. Heute wird mir sehr wohl vorgeschrieben mit wem ich Geschäfte machen kann. Zum Beispiel bin ich gezwungen ein gesetzlich vorgeschriebenes Geldsystem zu verwenden. Dann wird mir gegen meinen Willen Steuergeld abgezogen und für Dinge verwendet, denen ich nicht zustimme. Wenn es um meinen Schutz geht, so bin ich auf die "Leistung" der Polizei angewiesen. Generell muss ich das Gewaltmonopol des Staates akzeptieren. Wo ist da die Freiwilligkeit?


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Zitat
ine23
Beigetreten: 11.10.2009
Oldschool Grinder

ich verstehe es echt nicht warum ihr mit shore diskutiert. allgmein okay, aber wenn es um anarcho kapitalismus geht, warum bitte?

es ist argumentativ so leicht auszuhebeln, und er ignoriert es einfach sie zu beantworten.

lasst ihn doch mal beantworten wie:

a) wie ein freier kapitalismus ohne markteingriffe aussieht
b) warum das gesetzt einen anderen menschen zu besitzen kein markteingriff ist
c) wenn es gesetze gibt, wer diese ausführen sollte ohne auch ein machtmonopol zu besitzen?
d) was hält den einzelnen davon ab die umwelt zu zerstören?

etc. etc. es gibt da soviele fragen die er einfach nicht beantworten kann - weil sie nicht zu beantworten sind.

die frage war btw ernst gemeint, warum diskutiert ihr mit ihm, was für einen mehrwert seht ihr da?

und versteht mich nicht falsch, ich stimme sogar in sehr vielen mit ihm überein (freies geldsystem zb), aber ein system zu diskutieren welches keinen funktionierenden rahmen hat ist doch vergebene liebesmüh.


Antwort
Zitat
Renne01
Beigetreten: 15.05.2007
Elite Grinder

@Shore
Freiheit ist im Allgemeinen eine Illusion. Du denkst, du wärst frei. Dann überleg mal was passiert, wenn du 1 Jahr keine Grundsteuer (die btw. wegen möglicher Illegalität imo diskutabel ist) bezahlst. Ist natürlich nicht zu vergleichen mit den Zuständen in Ländern wie beispielsweise Saudi Arabien.

Wieso glaubst du, dass du den Arschlöchern aus dem Weg gehen kannst? Gehst du statt zu Rewe zu Aldi? Wo liegt da der Unterschied? Ausweichen kannst du nur, in dem du nicht konsumierst und Selbstversorger wirst. Als Konsument kannst du nicht ausweichen. Dieses Gefühl wird einem nur von der Werbeindustrie vorgegaukelt. Und dass du in derlei Hinsicht bis jetzt keine Probleme hast, ist einfach nur Zufall. Wärst du anderswo auf die Welt gekommen, sähe die Sache ganz anders aus.

Bzgl. Polizei überleg dir mal was passiert, wenn es keine übergeordnete Gewalt zum Schutz der Bevölkerung gibt. Sobald eine größere Gruppe daherkommt und dein Haus will, bist dus los. Ganz einfach ist das. Wenn dich einer verklopfen will und stärker bzw. besser bewaffnet ist, bist du tot oder im KH. Genau für solche Übervorteilungen braucht es die staatliche Gewalt, eben zur Regelung des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Das ist im Grunde die Hauptfunktion eines Staates. Aber wenn du begründen kannst, wie ein System im großen Rahmen ohne übergeordnete kontrollierende und schützende Gewalt auskommen kann, würd mich das echt interessieren. Im kleinen Rahmen könnt ich mir deine Idee einer fehlenden Staatsgewalt durchaus vorstellen, zB. auf Gemeindeebene, vll. bräuchte es einen noch etwas kleineren Rahmen. Dann könnten sich nicht so einfach überlegene Gruppierungen rausbilden, die Schwächere tyrannisieren. Für die erste blöde Handlung gäbs gleich eins auf den Rüssel, damit sich diverse negative Energie garnicht erst entfalten könnte. Nach anfänglicher Anarchie würd sich die ganze Lage vll. einpendeln und die Leute würden sich gegenseitig viel mehr Respekt zollen und mehr aufeinander aufpassen. Die Sippe würde wieder in den Vordergrund gestellt, der Zusammenhalt innerhalb einer Gruppe, innerhalb der Gesellschaft würde gestärkt. Ich stell mir das vor wie im Straßenverkehr ohne Regeln. Anfangs würds sicher öfter krachen. Nach ner Weile würden die Verkehrsteilnehmer aber vorsichtiger und rücksichtsvoller werden. Die paar Raser und sonstige Blödiane würden zurechtgestutzt. Natürlich hab ich keine Ahnung ob man einen solchen Vergleich ansatzweise ziehen kann und ob das tatsächlich funktionieren würde. Relativ sicher bin ich mir aber dabei, dass das im größeren Rahmen nicht ginge. Aber ich hab mir darüber auch noch nicht wirklich Gedanken gemacht. Hast du dazu konkrete Ideen, wie sowas funktionieren könnte?

@Kalle. Die Zinsen werden hierzulande nicht vom Staat festgesetzt. In China ist das beispielsweise so, wie du sagt. Bei uns legt die EZB den Leitzins aus. Die EZB ist mehr oder weniger privat. Man findet sicher Argumente dagegen, weil es sich ja um eine supranationale Institution handelt. Das bedeutet aber nicht, dass sie deswegen nicht privat sein kann. Sie besteht ua. aus den europ. Zentralbanken, die weitestgehend privat sind. Darüber hinaus ist sie inoffiziell der FED unterstellt. Die wichtigen Positionen in er EZB werden von Goldman & Sachs Leuten bekleidet.

Deinen Punkt mit dem Negativzins find ich gut. Dafür würd ich auf jeden Fall mal eintreten, wenn es zur Diskussion stünde. Wär ein Schritt in die richtige Richtung und imo neben einem BGE eine weitere wichtige Komponente in einem anderen, hoffentlich besseren Wirtschaftssystem.


Antwort
Zitat

Tja warum ich noch arbeiten gehe frage ich mich selbst oft.
Nur wegen des Geldes Jedenfalls sonst ist es Zeitverschwendung.
Und dann arbeite ich auch noch für den Pseudostaat BRiD.
Rein Moralisch kann ich sowas ja auch nicht mehr vertreten.

Es wird zeit für das BGE nur sind 1000€ noch zu wenig.


Antwort
Zitat

Original von Lichtrebell
Tja warum ich noch arbeiten gehe frage ich mich selbst oft.
Nur wegen des Geldes Jedenfalls sonst ist es Zeitverschwendung.
Und dann arbeite ich auch noch für den Pseudostaat BRiD.
Rein Moralisch kann ich sowas ja auch nicht mehr vertreten.

Es wird zeit für das BGE nur sind 1000€ noch zu wenig.

wird nie kommen und das ist auch gut so.


Antwort
Zitat
DerBobs
Beigetreten: 01.08.2006
Oldschool Grinder

ach was, gleich jedem bürger jedes jahr ne million überweisen, das reicht doch sonst hinten und vorne nicht! wie soll man denn da menschenwürdig leben können!?


Antwort
Zitat
ine23
Beigetreten: 11.10.2009
Oldschool Grinder

jedes jahr milliarden an subventionen raushauen für unternehmen funktioniert seit jahrzehten.

wenn man jetzt aber die kaufkraft der konsumenten subventionieren würde das ganze natürlich den bach runtergehen.

warum? weil man ja eine million im jahr überweisen muss. immer schön in realistischen massstäben denken...


Antwort
Zitat
Sofaking
Beigetreten: 12.02.2006
PokerStrategist

Original von Lichtrebell
Tja warum ich noch arbeiten gehe frage ich mich selbst oft.
Nur wegen des Geldes Jedenfalls sonst ist es Zeitverschwendung.
Und dann arbeite ich auch noch für den Pseudostaat BRiD.
Rein Moralisch kann ich sowas ja auch nicht mehr vertreten.

Es wird zeit für das BGE nur sind 1000€ noch zu wenig.

Kannst du kurz erklären, warum für dich das bge genau das richtige ist?

Was würde sich mit bge für dich konkret ändern?


Antwort
Zitat

Original von SofakingKannst du kurz erklären, warum für dich das bge genau das richtige ist?

Was würde sich mit bge für dich konkret ändern?

Liegt das nicht auf der Hand?
Ich würde dann meinen wertvollen Arbeitsplatz für jemand anderen frei machen.


Antwort
Zitat
lastdayever
Beigetreten: 16.04.2006
PokerStrategist
bumblebeebee
Beigetreten: 06.06.2006
Oldschool Grinder

Original von KalleTorsten
Außerdem hast du einen Dreher drin. Nicht Angebot und Nachfrage bestimmen den Zinssatz, sondern der Zinssatz wird staatlich verordnet (nicht sehr kapitalistisch) durch die Notenbanken, womit wiederum das Angebot und die Nachfrage nach Geld reguliert wird.

Das ist falsch.
Die FED ist ein rein privates Bankensystem. Weder Kongress noch Präsident haben Einfluss ihre Entscheidungen.
Des Weiteren ist in den EU Verträgen von Maastricht und Lissabon festgelegt, dass die EZB keine Weisungen aus der Politik erhalten darf.

lol Demokratie


Antwort
Zitat
Sofaking
Beigetreten: 12.02.2006
PokerStrategist

Original von Lichtrebell

Original von SofakingKannst du kurz erklären, warum für dich das bge genau das richtige ist?

Was würde sich mit bge für dich konkret ändern?

Liegt das nicht auf der Hand?
Ich würde dann meinen wertvollen Arbeitsplatz für jemand anderen frei machen.

tolle Antwort aber warum tust du das denn nicht jetzt schon?

Anders gefragt, du hast dann ja Unmengen an Freizeit, da wirste ja irgendwas machen wollen, was über Freunde treffen etc hinaus geht. Also wirste dich in irgendeiner Weise Selbstverwirklichen wollen. Reisen etc werden, wie hier schonmal erwähnt, mit dem bge allein wohl nicht drinnen sein.

Mich interessier einfach mal, welche Dinge du in deinem Leben mit bge anders machen kannst als ohne bge. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass jeder Mensch irgendwas aus seinem Leben machen will, was über "chillen" hinaus geht.

Wenn du z.B ein kreativer Mensch, im Bereich der Kunst z.b, bist, dann macht ein bge meinetwegen Sinn, da nur wenige Leute damit Geld zum Leben verdienen aber in viele Bereiche kannst du deinen Lebensunterhalt verdienen, dich Selbstverwirklichen und ein zufriedeneres Leben führen.


Antwort
Zitat
DerBobs
Beigetreten: 01.08.2006
Oldschool Grinder

Original von ine23
jedes jahr milliarden an subventionen raushauen für unternehmen funktioniert seit jahrzehten.

wenn man jetzt aber die kaufkraft der konsumenten subventionieren würde das ganze natürlich den bach runtergehen.

warum? weil man ja eine million im jahr überweisen muss. immer schön in realistischen massstäben denken...

Erstens macht es durchaus Sinn in unternehmen zu investieren, da es die Unternehmen sind, die dafür sorgen dass die Leute Arbeit (und damit auch Kaufkraft) haben. Und zweitens werden auch in die (arbeitslosen) Menschen bereits Milliarden investiert. Nur halt (Gottseidank) nicht in Form eines bge.


Antwort
Zitat
scrappyyyy
Beigetreten: 23.01.2011
PokerStrategist

Lieber 50% der Kohleproduktion subventionieren, als 100% Hartz 4 für die Kumpel..


Antwort
Zitat
18andabused
Beigetreten: 08.12.2009
Elite Grinder

Original von Sofaking

Original von Lichtrebell

Original von SofakingKannst du kurz erklären, warum für dich das bge genau das richtige ist?

Was würde sich mit bge für dich konkret ändern?

Liegt das nicht auf der Hand?
Ich würde dann meinen wertvollen Arbeitsplatz für jemand anderen frei machen.

tolle Antwort aber warum tust du das denn nicht jetzt schon?

Anders gefragt, du hast dann ja Unmengen an Freizeit, da wirste ja irgendwas machen wollen, was über Freunde treffen etc hinaus geht. Also wirste dich in irgendeiner Weise Selbstverwirklichen wollen. Reisen etc werden, wie hier schonmal erwähnt, mit dem bge allein wohl nicht drinnen sein.

Mich interessier einfach mal, welche Dinge du in deinem Leben mit bge anders machen kannst als ohne bge. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass jeder Mensch irgendwas aus seinem Leben machen will, was über "chillen" hinaus geht.

Wenn du z.B ein kreativer Mensch, im Bereich der Kunst z.b, bist, dann macht ein bge meinetwegen Sinn, da nur wenige Leute damit Geld zum Leben verdienen aber in viele Bereiche kannst du deinen Lebensunterhalt verdienen, dich Selbstverwirklichen und ein zufriedeneres Leben führen.

Weil das System so aufgebaut ist, dass wenn du keine Geldrücklagen hast und deinen Job kündigen willst, du 3 Monate kein Geld mehr bekommst.
Und der Großteil der Menschen kann/weiß nicht wie man Geld mit anderen Sachen außer Arbeit macht. Mit Arbeit mein ich jetzt ausschließlich die als Arbeitnehmer, da ja sogesehen alles "Arbeit" ist womit man Geld macht.
Und dadurch, dass du den ganzen Tag mit Arbeit beschäftigt bist, ist deine Zeit mit der du lernen könntest, wie man Geld auf anderer Art und Weise macht sehr limited.

Außerdem spielt dann noch der Faktor Angst eine riesengroße Rolle. Die meisten Menschen bleiben lieber in ihrer Komfortzone, als dort auszubrechen und ein Risiko einzugehen.


Antwort
Zitat
ine23
Beigetreten: 11.10.2009
Oldschool Grinder

Original von DerBobs

Original von ine23
jedes jahr milliarden an subventionen raushauen für unternehmen funktioniert seit jahrzehten.

wenn man jetzt aber die kaufkraft der konsumenten subventionieren würde das ganze natürlich den bach runtergehen.

warum? weil man ja eine million im jahr überweisen muss. immer schön in realistischen massstäben denken...

Erstens macht es durchaus Sinn in unternehmen zu investieren, da es die Unternehmen sind, die dafür sorgen dass die Leute Arbeit (und damit auch Kaufkraft) haben. Und zweitens werden auch in die (arbeitslosen) Menschen bereits Milliarden investiert. Nur halt (Gottseidank) nicht in Form eines bge.

ich sprach von SUBVENTIONEN, du von INVESTIONEN. das ist ein unterschied.

und wenn du kaufkraft subventionierst sorgt das auch für arbeitskräfte, da sie die nachfrage steigert.

und wir investieren nicht nur in arbeitslose. auch in kinder, pensionisten und diverse andere gruppierungen (von großen bis zu kleineren, sport wird zum beispiel massiv subventioniert, auch (volks)kunst und kultur etc.) wird investiert.

wenn ich jetzt aber statt kinderbeihilfe grundeinkommen verteile, statt mindestpensionen grundeinkommen, statt arbeitslosengeld wieder grundeinkommen, statt stipendien grundeinkommen, etc. pp. wird das geld gar nicht so krass verteilt.

der unterschied besteht jedoch darin dass es um einiges weniger verwaltungsaufwand gibt, was in sich wieder große summen an geld spart (die schätzungen gehen hier von einigen hunderten millionen bis zu einigen milliarden), jedoch nur wenn man es wirklich bedinungslos macht.

und beim bge geht es darum dass man sich unterkunft, nahrung und transport leisten kann. warum soviele gegner glauben dass plötzlich jeder aufhört zu arbeiten weil er ja (hausnummer) 1,2k euro im monat bekommt erschließt sich mir nicht.

es gibt leute die arbeiten 60 stunden oder mehr für 4k, die könnten aber auch locker 2k für 40 stunden machen. tun sie aber nicht.

es wird halt pauschal unterstellt dass jegliche motivation von geld ausgeht, in meinen augen ist die annahme halt sowas von irrsinnig dämlich das ich noch nichtmal verstehen kann wie sie zustande kommt. scheinbar kennt keiner kinder wirklich reicher eltern, die wissen dass sie einen zweistelligen millionebetrag erben werden und die auch so genug kohle haben, die aber auch ordentlich ackern gehen.

bei denen fällt die finanzielle motivation ziemlich raus. ist einfach schon von anfang an gegeben gewesen. trotzdem tun sie es.

ich kann es einfach wirklich nicht verstehen wie man solche, und unzählige andere, beispiele einfach unter den tisch fallen lässt.

der mensch wird nicht von geld alleine motiviert. einige ja, doch für die meisten ist das eine teilmotivation. der wille etwas aus sich etwas zu machen, etwas zu erreichen, die gesellschaft voran zu bringen, bedürftigen zu helfen, ein hohes soziales ansehen zu haben uä. sind ebenso motivationen die, je nach mensch, noch viel höher gewichtet sein können.

weißt du wer ghandi war? warum? der hatte reiche eltern, hatte aber ziemlich bald kein eigenes einkommen mehr. kennst du mutter theresia? warum? die war bitter arm. weißt du van gogh war? warum? der war bitter arm und hat trotzdem lieber gemalt.

die leute die sagen das bge funktioniert nicht weil die leute die motivation arbeiten zu gehen abhanden kommt tun einfach so als würde es solche leute nicht geben.

aber wahrscheinlich kennt ihr niemanden der für lau in der musikkapelle spielt, für lau den rasen mäht am fußballfeld, für lau spenden sammeln geht für menschen in not. nein. die kann es nicht geben. sie bekommen kein geld. also haben sie keinen anreiz das zu tun.

wie gesagt, ich kann die logik einfach absolut nicht nachvollziehen. weil sie einfach so grundlegend dem menschen widerspricht. gordon gekko ist die ausnahme, nicht die regel. auch wenn der neoliberalismus die gegenteilige geschichte erzählen will.


Antwort
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Renne01
Beigetreten: 15.05.2007
Elite Grinder

Subventionen an außerstaatliche Gruppen machen heutzutage nur noch bedingt Sinn, weil die Bezieher die Subventionen oft einfach abgrasen wie Pokerboni. Gibts keine Boni mehr, drohen sie mit Abwanderung und setzen das dann auch rigoros um, wenns keine weiteren Leckerlies gibt. Für kleinere Unternehmen oder Projekte bleibt kaum was übrig, weil die Großen fast alles absahnen. Und da gibts dann Sinnlosigkeit und Frechheiten ohne Ende, gerade in der Subventionierung von Überproduktionen für den Export. Da wird dann einfach alles exportiert, oft in Länder der dritten Welt, wo damit die dortige Wirtschaft zerstört wird. Und als Sahnehäupchen muss im Produktionsland dann oft importiert werden, weil die Nachfrage nicht bedient werden kann. Ihr in DE kennt das sicher ziemlich gut. Ihr seid ja Exportweltmeister. Find ich btw. ziemlich frech, dass das als was Positives dargestellt wird.

Kaufkraft subventionieren ist imo auch nur Verarsche. Denn die Subventionierung erfolgt ja durch den Steuerzahler selbst. Der Staat ist die Summe der Bürger. Da wärs sinnvoller das Geld direkt an die Steuerzahler auszuzahlen. Dann versickert auch nicht so viel.

@Bobs
Wenn ich dich richtig verstehe, findest du es ok, wenn in arbeitslose Menschen "investiert" wird, solange es nicht in Form eines BGE geschieht. Meinst du das so? Dann versteh ich dich nicht ganz, weil es doch keinen großen Unterschied macht, in welcher Form die Leistung erfolgt. Oder spielst du auf die Höhe der Leistung an, die bei einem "echten" BGE höher ausfielen als jetzt bei Arbeitslosengeld und div. Steuererleichterungen für Geringverdiener bzw. Nichtverdiener?


Antwort
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DerBobs
Beigetreten: 01.08.2006
Oldschool Grinder

@renne
Der Unterschied zwischen alg/hartz4 und bge besteht für mich darin, dass man als alg-Empfänger "motiviert" wird wieder in ein Arbeitsverhältnis zu kommen. Es ist eben nicht bedingungslos, sondern an ganz konkrete Bedingungen geknüpft. Damit ist es nicht wirklich einfach und stressfrei, und auch nicht unbegrenzt erhältlich.

Würde man das ganze jetzt bedingungslos und zeitlich unbegrenzt jedem zur Verfügung stellen gäbe es auf einen Schlag eine sehr große Anzahl Menschen (je nach Höhe des bge mehr oder weniger) die ich mit meinen Steuern durchfüttern würde, weil sie keinen Bock auf Arbeit haben. Das könnte wiederum mich auf die Idee bringen zu sagen "kein Bock für die idioten arbeiten zu gehen" und dann würde ich auch nicht mehr arbeiten. Aber irgendjemand muss den scheiss ja finanzieren, sprich arbeiten. Die Finanzierung von sozialen Absicherungen ist mit dem aktuellen Modell aber schon kaum möglich. wenn noch viel weniger Menschen einzahlen aber dafür viel mehr Menschen viel höhere Summen entnehmen kann das nicht funktionieren.

@ine
Den Quatsch mit van Gogh kannst du dir sparen. Niemand der jetzt für 1200,- netto arbeiten geht würde noch arbeiten wenn er die 1200,- einfach so bekommt. Wer was anderes glaubt lügt sich halt einfach selbst in die Tasche.


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