Die Frage die sich dann stellt, ist doch, ob die Substanzen n positiven, neutralen oder n negativen Effekt auf den Menschen ausüben. In Maßen und dosiert eingenommen ist fast nix gefährlich. Nur brauchst du bei vielen Drogen immer mehr, um den selben "positiven" Effekt herzustellen. Bis das ganze kippt und du den ganzen Tag nur noch dran denkst wo du dein Zeug her bekommst und dich auf das nächste Bier, Tüte, Nase whatever freust und andere wichtigere Dinge einfach vernachlässigst. Von körperlichen Verfall mal ganz abgesehen. Weiß nicht ob da ne Regulierung vom Staat sinnvoll ist, zumal es sein Auftrag ist seine Bürger zu schützen. Und sei es vor sich selbst.
Original von HijackerStar
Falls ich mich nicht irre jagt kein Mensch den süchtigen Drogenbesitzer. Die Polizei will nur an die Dealer ran kommen.
Und doch wird in diesem Land massiv in das Leben von Konsumenten eingegriffen. Das beste Beispiel lieferte eine Frau (ca. 31 Jahre) die im Taxi(!) zu einem Festival kam. Warum auch immer, wurden bei dieser Frau 1,5 Gramm Gras gefunden, die sie für den Abend für die ganze Clique mitgebracht hatte .
Das Ende vom Lied: Führerscheinentzug, MPU - mehrere Tausend Euro Schaden für diese Frau. Man sprach ihr die Verantwortung ab als Cannabis-Konsument ein Fahrzeug zu führen. Ja, sie kam mit dem Taxi....
Ansonsten finde ich es schwierig hier so viele gefühlte Meinungen zu lesen, denn die Fakten sind bis jetzt für mich ziemlich eindeutig. Ich führe das darauf zurück, dass die Meinungsbildung primär durch die Medien geprägt ist. Und es ist für mich erschreckend, dass in den Medien soviel gefühlte Meinung verbreitet wird.
Die Erfahrungen mit Legalisierungen in den Niederlanden, Tschechien, Portugal und den USA zeigen das die Anzahl der Suchtkranken nicht zunimmt. Im Gegenteil: Die Anzahl der Konsumenten nimmt eher ab. Mir sind keine Beispiele bekannt, die das Gegenteil belegen.
Das Verbot funktioniert einfach nicht. Selbst in den am besten gesicherten und überwachten Lebensräumen in diesem Land - Gefängnissen - ist alles zu haben was man möchte.
Das Verbot trägt weiter dazu bei, das keine vernünftige Aufklärung stattfindet und irgendwelche stumpfe Politiker ihre reine Ideologie weiterhin verbreiten können (an der Stelle einen Gruß an unsere Bundes-Drogenbeauftragte Marlene Mortler) .
Das Verbot verhindert Forschung und somit Studien. In Isreal wird inzwischen sehr vielversprechend an Cannabis als Medizin geforscht. Erst neulich sah ich auf ARTE eine Doku in der Wissenschaflter bestimmte Cannabis-Öle an Tumorzellen getestet haben. Einige dieser Öle konnten die Tumor-Kolonien in Petri-Schalen erfolgreich bekämpfen. Hier muss dringend geforscht werden!
Die Verbote sind aus reiner Politik entstanden. Auch hier gibt es sehr gute Dokumentationen, die aufzeigen wie, wo und weshalb bestimmte Drogen in der Menschheitsgeschichte verboten wurden. Es ging eigentlich immer darum bestimmte Bevölkerungsgruppen zu kriminalisieren. Dazu kann man mal recherchieren wie es in den USA zum Verbot von Opium und Cannabis kam.
Nun gibt es bei Cannabis in den USA den Turnaround. Sogar dort. In den USA verliert man sein Wahlrecht wenn man im Gefängnis ist, in einigen Bundesstaaten sogar für immer, also auch nach der Entlassung. In den USA gibt es eine gesetzliche 3 Strike Regelung. Bei der dritten Verurteilung fährt man mindestens 25 Jahre ein. Dafür ist es auch unerheblich ob 5 Gramm als Konsument oder 5 KG als Dealer. Das die Gefängnisse in den USA private Unternehmen sind und voll sein müssen um mehr Profite einzufahren ist da nur noch ein Nebenaspekt.
Was uns zum Thema Rassismus in diesem Thread führt. Man recherchiere mal die Verteilung der Betroffenen im Gefängnis nach Herkunft. Die spiegelt nun wirklich nicht die Verteilung in der Bevölkerung wieder. Reiner Zufall natürlich.
Und trotz all dem finanziellen und ideologischen Druck gibt es jetzt eine Tendenz zur Legalisierung in den USA. Das sollte einen aufmerksam machen.
Bevor ich eine Droge zum ersten Mal konsumiert habe, habe ich mich intensiv mit der Droge auseinander gesetzt. Und das war damals noch gar nicht so einfach, denn das Internet gab es für einen deutschen Normalo noch nicht. Und selbst mit Zugang gab es vor über 20 Jahren zu dem Thema nichts im Netz. Es gibt zu dem Thema so viel zu sagen und zu lernen. Und man sollte sich bei diesem Thema umfassend informieren bevor man eine "gefühlte" Meinung hat und vor allem VOR dem Konsum. Ich habe jedenfalls ganz genau gewählt was ich probiere und was nicht.
Überdosis-Tote, Geschädigte durch synthetische (und bis zum Verbot somit legale) Cannabinoide, Tote durch die in irgendwelchen Kellern gepanschten Pillen sind alles eine direkte Folge aus dem Verbot. Nur daran stört sich in der öffentlichen Meinungsäußerung niemand.
Ich habe bis jetzt nichts von einem Gegner der Legalisierung gelesen/gehört was mit Fakten belegt werden kann. Die Kriminalisierung macht einfach keinen Sinn. Und das ist auch das, was ich häufig von Menschen, die im "War on Drugs" auf der Seite der "Guten" stehen, lese, sehe und höre . Dieser Krieg ist sinnlos. Und gescheitert.
Edits: Typos
Wäre für ne Umfrage.
Stelle mir die Frage, was wohl marktpolitisch passiert, wenn alle Drogen legal wären? Wie genau sollte das den dann aussehen? Abgabe nur in staatlichen Einrichtungen unter Angabe aller persönlicher Daten oder doch im freien Handel? Nur da sehe ich schon die Geier wie sie Maximum Profit aus dem Konsumenten ziehen wollen und durch Werbung natürlich versuchen neue Konsumenten zu bekommen. Irgendwie lässt sich das doch nicht miteinander vereinbaren, oder hat da jemand Ideen?
Edit: Seh schon Coca Cola in den Startlöchern, falls es irgendwann wirklich soweit sein sollte.
Wer sagt denn dass Werbung dafür erlaubt sein muss?
Ich persönlich bin dafür dass weder für Alkohol, Tabak, Lotto und ähnliches Werbung gemacht werden darf, alle legalisierten Drogen würde ich dann genauso behandeln.
Wer so etwas probieren möchte soll das aus Eigenantrieb tun und nicht weil die Werbung sugeriert wie cool dass doch ist.
Aufklärungsfilme/Kampagnen würde ich von diesem Verbot natürlich ausschließen.
Der Verkauf sollte auch staatlich geregelt werden, so dass man maximal unter strenger Kontrolle eine Vertriebslizenz erwerben kann.
Derzeitig leiden und sterben auch sehr viele Menschen aus Gründen Beschaffung, Produktion oder eben wegen Dealerei von Subtanzen, Drogen. Ein Verbot in Deutschland allein ist also auch automatisch asozial gegenüber anderen Ländern.
Die Doku vom Rainer Meifert fand ich ganz gut eigentlich.
Spoiler
Original von DocMacke
Das Verbot funktioniert einfach nicht. Selbst in den am besten gesicherten und überwachten Lebensräumen in diesem Land - Gefängnissen - ist alles zu haben was man möchte.
Also da musste ich doch etwas schmunzeln.
Nirgends gibt es mehr kriminelle Energie und Süchtige auf so engem Raum wie eben in den Gefängnissen, dementsprechend ist klar dass dort auch entsprechende Drogen unterwegs sind.
Abgesehen davon unterstreiche ich deinen Beitrag aber komplett
Und wer baut das ganze Kram in Deutschland an? Denke dass da auch viel Import im Spiel sein wird. Und mit welchen Ländern willst du da verhandeln? Ich wehre mich außerdem massiv gegen den Gedanken, dass der Staat einen finanziellen Nutzen aus der Sucht (harte Drogen) eines seiner Bürger zieht. Wenn überhaupt, sollte sämtlicher Gewinn nur in die Prävention gesteckt werden. Alles andere wäre scheinheilig. Und ob das der Staat überhaupt will, bei den ganzen Kosten/Nutzen wage ich mal zu bezweifeln.
Edit: Außerdem: Warum sollte ich mir meine 2g Gras für regulierte 8 Euro kaufen, wenn ich im Internet die Samen zu einen Bruchteil bekomme und sie mir selbst hochziehe?
Edit: Außerdem: Warum sollte ich mir meine 2g Gras für regulierte 8 Euro kaufen, wenn ich im Internet die Samen zu einen Bruchteil bekomme und sie mir selbst hochziehe?
Aus dem gleichen Grund warum heute Leute ihr Gras auf der Straße kaufen anstatt anzubauen!?
Mhh.. nur mit dem Unterschied, dass mir kein Bulle was kann, falls er, warum auch immer, meine Bude durch suchen sollte, da legal.
Wer anbauen will, der kann das machen. Wer das nicht will, kann sein Gras eben fertig portioniert kaufen. Verstehe ehrlich gesagt nicht so ganz, worauf du hinauswillst.
Mhh... Eventuell das ich das selbst angebaute Gras dann unter dem "Marktwert" verkaufen könnte und trotzdem noch Profit mache. Sollte halt alles streng reguliert sein. Das Drogen komplett legal und für jedermann zugänglich werden, wird es wohl so nie geben.
Interessanten Artikel dazu in der Zeit gefunden:
Lasst uns das Drogenproblem lösen
ich weiss gallileo, trotdem nicht schlecht.
"Cannabis ist illegal weil es verboten ist" ~Marlene Mortler (CSU)
was meint ihr wieviel kohle die von der bier/alc-lobby z.b. bekommt? ekelhafter mensch...
Original von Tyler12
Mhh... Eventuell das ich das selbst angebaute Gras dann unter dem "Marktwert" verkaufen könnte und trotzdem noch Profit mache. Sollte halt alles streng reguliert sein. Das Drogen komplett legal und für jedermann zugänglich werden, wird es wohl so nie geben.Interessanten Artikel dazu in der Zeit gefunden:
Junge was redest du hier eigentlich zusammen?
Trollst du nur oder hast du keine Lust selber etwas weiter zu denken?
Natürlich bleibt Eigenanbau/Herstellung von Drogen und deren Verkauf ohne entsprechende Lizenz weiterhin verboten, dementsprechend kannst du nicht einfach selbst anbauen und auch nicht verkaufen ohne dass du eben etwas illegales tust.
Wobei man auch Eigenanbau, zumindest bei Cannabis, für Eigenbedarf auch ohne Probleme erlauben, dann bleibt eben nur der Verkauf verboten, das wäre auch kein Problem.
Wer sich dann die Arbeit machen will, der macht dass und wer keine Lust hat, der kauft es.
Eventuell beschäftigst du dich auch außerhalb dieses Threads mal mit dem Thema, dann klären sich deine "einfachen" Fragen recht schnell
Finde es interessant, dass dieses Thema ausgerechnet in einem Pokerforum so kontrovers ist.
Wieso soll denn der Anbau illegal sein? Imao liegt das Hauptproblem der Prohibitionslobby darin, dass sie einfach noch nicht wissen, wie sie diese Kuh auch noch melken können, weil dass Zeug botanisch ein Unkraut ist und jeder minimal motivierte 15-jährige sich ne Palme im eigenen Garten/Balkon züchten kann. Gleichzeitig kenn ich Gärten, die vor Schlafmohn oder Engelstrompeten nur so strotzen - da hat man anscheinen ausreichend Vertrauen ins Volk.
Witzigerweise gibt es ja reihenweise Drogen schon per Rezept. Junkies sagen Speed andere sagen Ritalin oder wieso gibts die sonst auf jeder House-Party?. Die Studenten unter euch sind sicherlich schon alle bestens mit Aderall/Modafinil (Methamphetamin) vertraut.
Und was man an vielen Komentaren merkt, ist dass sich die Crystal-Meth-Expertise der Poster auf "Breaking Bad geguckt haben" beläuft. Klar gibts wie bei jeder Droge ein paar ziemlich schwer geschädigte Opfer. Aber ist ähnlich wie bei Poker auf Fehler in der Entwicklung und Kindheit zurückzuführen und passiert sonst auf anderem Wege. Und vergleicht mal die Fotos auf den Kippenpackungen, mit den Rauchern, die ihr kennt. Dass Zeug würde nich um die Welt gehen, wenn jedem direkt nach zwei Nasen ein Zahn ausfallen würde - was auch oft mehr auf unreine weil billigere Produktionsverfahren zurückzuführen ist. Gab ja sogar schon zwei MdBs die mit dem Zeug erwischt wurden.
Original von Tyler12
Und wer baut das ganze Kram in Deutschland an?Sehr viele Menschen Denke dass da auch viel Import im Spiel sein wird. Und mit welchen Ländern willst du da verhandeln? Marokko, Kanada, USA, Afganisthan, SchweizIch wehre mich außerdem massiv gegen den Gedanken, dass der Staat einen finanziellen Nutzen aus der Sucht (harte Drogen) eines seiner Bürger zieht. Wenn überhaupt, sollte sämtlicher Gewinn nur in die Prävention gesteckt werden. https://de.wikipedia.org/wiki/Tabaksteuer_(Deutschland) Alles andere wäre scheinheilig. Und ob das der Staat überhaupt will, bei den ganzen Kosten/Nutzen wage ich mal zu bezweifeln. LULZEdit: Außerdem: Warum sollte ich mir meine 2g Gras für regulierte 8 Euro kaufen, wenn ich im Internet die Samen zu einen Bruchteil bekomme und sie mir selbst hochziehe?Weil du auch Manchmal Obst kaufst anstatt direkt nen Apfelbaum zu ziehen
Noch ein kleiner Nachtrag zu Frau Mortler (CSU), Tochter eines fränkischen Hopfen-Bauern, die 1981 die Meisterprüfung in der ländlichen Hauswirtschaft bestand und 1983 gemeinsam mit ihrem Ehemann den elterlichen landwirtschaftlichen Betrieb in Lauf-Dehnberg übernahm. Der Hof wird inzwischen von einem ihrer Söhne bewirtschaftet.
Also I müsst lügn wenn I bhauptn würde, doss dess koa Gschmäckle hoat.
Sorry an alle Bayern für mein schlechtes bayerisch- komm aus Köln
Die Bier, Alkohol und Wahrscheinlich auch Tabaklobby tut schon alles um weitere Drogen und vor allem Cannabis illegal zu lassen und übt entsprechenden Druck auf die Politik aus.

