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Warum werden Drogen...
 
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Warum werden Drogen nicht einfach legalisiert?

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KingGani
Beigetreten: 08.06.2007
Oldschool Grinder

Ich finde das Argument "der Konsum steigt mit Legalisierung" so lustig. Nur weil Chrystal Meth jetzt legal pfeift sich das doch nicht jeder plötzlich rein. Ob man jetzt über eine Legaliserung von Cannabis oder einer härteren Droge spricht, macht da imo keinen großen Unterschied. Der Unterschied ist eben nur die Sorgfaltspflicht. Mit 16 darf man sich ja auch nicht jeden Schnaps reinziehen und die Frage bleibt einfach, wenn Legalisierung, was ist ein geeignetes Konzept? Die Entkriminalisierung hingegen sehe ich als weniger unproblematisch. Was soll man jemanden dafür bestrafen, dass er sich zugedröhnt hat?

Wenn man das Geld momentan in die Verfolgung dazu gesteckt wird, dann in die Aufklärung steckt und den Leuten bewusst macht, was die Drogen machen und welche Risiken damit einhergehen, soll das Ergebnis schlechter sein als jetzt?
Das einzige was durch das Verbot passiert ist, dass die Leute sich einen Weg drumherum suchen, sei es Spice, neue Chemiekeulen oder was weiß, was es nicht alles gibt.

Zu Alkohol und Tabak Kultur: Das Argument ist auch eher scheinheilig, da andere Drogen auch eine lange Geschichte in (unserer) Kulturen haben. Nur war es hier ja möglich diese gesetzlich verbieten.

Warum Drogen noch verboten sind beruht meiner Meinung nach einfach auf Politik (im Sinne von populären Meinungen vertreten). Das man in Deutschland da auch nicht dran denkt mal ein Fass aufzumachen zeigt ja die Marionette/Hardlinerin auf der Position der Drogenschutzbeauftragten.


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AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010
BlackMember

Mal andersherum gefragt, gibt es ein Land wo alle Drogen erlaubt sind und wie schaut es in dem Land in Bezug auf Drogen jetzt aus? Wenn nicht, warum sollte gerade Deutschland als Experimentland herhalten mit unabsehbaren Folgen?

Ich sehe jedenfalls schon einen Sinn diverse Drogen zu verbieten. Gerade welche die schon beim ersten mal in einer Form abhängig machen. Theoretisch könnte man ja auch entsprechende Drogen entwickeln. Es gibt einfach viele Leute die gerne Dinge ausprobieren und experimentieren und auch solche Sachen dann legal kaufen würden. Ich glaube auch, dass Leute mit Problemen oder Zeitdruck im Job eher in einen legalen Shop gehen und sich Kokain holen, als erstmal illegal und teurer irgendwo sich das Zeug besorgen müssten.

Zum Thema Alkohol und Zigaretten. Alle berauschenden Mittel zu verbieten ist schwierig und da hat man sich eben momentan auf Alkohol und Zigaretten geeinigt. Denke das ist auch berechenbarer als wenn es zu den zwei Drogen jetzt noch 50 andere Rauschmittel hinzukommen.

Die einzige sinnvolle Diskussion ist im Moment eigentlich nur, ob man Cannabis freigeben sollte und wie man allgemein ohne Verbote die 3 Substanzen weniger attracktiv machen kann. Ich finde es ein Unding, dass neben den Süßigkeiten sich Alkohol und Zigaretten im Supermarkt befinden. Das suggeriert schon den Kleinsten unbewußt, dass die Dinge nicht schlimm sind und dazugehören. Antelle dessen spezielle Läden für diese Produkte und teurer machen. Das eingenomme Geld sollte entsprechend auch wieder für die Gesundheit ausgegeben werden. Wäre wohl auch das maximale was in Deutschland durchsetzbar wäre.


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Coach
Paxis
Beigetreten: 01.11.2006
BlackMember

Ich hab mir jetzt nicht jeden Beitrag komplett durchgelesen aber kam hier schon das Thema auf das man zumindest den Besitz jeder Droge erlauben sollte?
Wenn man den Verkauf nach wie vor illegal lässt, aber gleichzeitig den Besitz für Eigenbedarf erlaubt, dann entkriminalisiert man erst mal die die schon süchtig sind. Man entlastet damit die Polizei, senkt kosten und Beschaffungskriminalität.
Wenn man einem Drogensüchtigen seine Drogen abnimmt, dann geht er entweder nach Hause und holt nachschub oder er muss eben neuen Stoff kaufen, das erhöht den Gewinn der Dealer nur. Im schlimmsten Fall muss der Drogensüchtige vorher klauen gehen um das Geld dafür aufzutreiben.


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Zitat
HijackerStar
Beigetreten: 07.07.2008
Poker Player

Falls ich mich nicht irre jagt kein Mensch den süchtigen Drogenbesitzer. Die Polizei will nur an die Dealer ran kommen.


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Zitat
Coach
Paxis
Beigetreten: 01.11.2006
BlackMember

Ach sag bloß ;)

Darum geht es auch nicht, sondern darum dass den Drogensüchtigen die Drogen abgenommen werden bei einer Kontrolle weil der Besitz eben verboten ist und natürlich werden auch Süchtige für größere Mengen angeklagt und verurteilt.


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Zitat
HijackerStar
Beigetreten: 07.07.2008
Poker Player

Bin sicherlich kein Experte aber ich würde stark anzweifeln, dass Konsumenten, die ihre Drogen zuhause konsumieren, großartig kontrolliert werden. Und wenn sie mit zu viel erwischt werden, kann man davon ausgehen, dass sie damit handeln. Liegt ja auch auf der Hand.


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Zitat
KingGani
Beigetreten: 08.06.2007
Oldschool Grinder

.

Original von AyCaramba44
Mal andersherum gefragt, gibt es ein Land wo alle Drogen erlaubt sind und wie schaut es in dem Land in Bezug auf Drogen jetzt aus? Wenn nicht, warum sollte gerade Deutschland als Experimentland herhalten mit unabsehbaren Folgen?

Ich sehe jedenfalls schon einen Sinn diverse Drogen zu verbieten. Gerade welche die schon beim ersten mal in einer Form abhängig machen. Theoretisch könnte man ja auch entsprechende Drogen entwickeln. Es gibt einfach viele Leute die gerne Dinge ausprobieren und experimentieren und auch solche Sachen dann legal kaufen würden. Ich glaube auch, dass Leute mit Problemen oder Zeitdruck im Job eher in einen legalen Shop gehen und sich Kokain holen, als erstmal illegal und teurer irgendwo sich das Zeug besorgen müssten.

Zum Thema Alkohol und Zigaretten. Alle berauschenden Mittel zu verbieten ist schwierig und da hat man sich eben momentan auf Alkohol und Zigaretten geeinigt. Denke das ist auch berechenbarer als wenn es zu den zwei Drogen jetzt noch 50 andere Rauschmittel hinzukommen.

Die einzige sinnvolle Diskussion ist im Moment eigentlich nur, ob man Cannabis freigeben sollte und wie man allgemein ohne Verbote die 3 Substanzen weniger attracktiv machen kann. Ich finde es ein Unding, dass neben den Süßigkeiten sich Alkohol und Zigaretten im Supermarkt befinden. Das suggeriert schon den Kleinsten unbewußt, dass die Dinge nicht schlimm sind und dazugehören. Antelle dessen spezielle Läden für diese Produkte und teurer machen. Das eingenomme Geld sollte entsprechend auch wieder für die Gesundheit ausgegeben werden. Wäre wohl auch das maximale was in Deutschland durchsetzbar wäre.

Ich meine unter anderem in tcheschien.

Wie bereits gesagt sind entkriminalisierung und legalisierung 2 dinge. Eine legalisierung ist natürlich weitaus komplexer und das man nicht einfach so jede droge kaufen können soll ist klar.
Auch wenn der vergleich etwas hinkt, kann sich ja auch nicht jeder ne waffe kaufen. Daher wäre es denkbar für gewisse drogen einen schein/ psychologisches gutachten oder whatever zur pflicht zur machen.

Original von HijackerStar
Bin sicherlich kein Experte aber ich würde stark anzweifeln, dass Konsumenten, die ihre Drogen zuhause konsumieren, großartig kontrolliert werden. Und wenn sie mit zu viel erwischt werden, kann man davon ausgehen, dass sie damit handeln. Liegt ja auch auf der Hand.

Es macht sich aber jeder in Besitz strafbar.


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Zitat
DrPepper
Beigetreten: 20.10.2006
Elite Grinder

Original von HijackerStar
Mag ja sein, dass das Argument pro Alkohol- und Tabak ein logischer Fehlschluss ist, um das logisch Richtige geht's in der Politik diesbezüglich aber nicht und das ist eigentlich auch nicht schwer zu verstehen. Die Menschen wollen Alkohol und Tabak konsumieren, weil es Bestandteil der Freizeitbeschäftigung vieler ist. Weil es in unsere Kultur hineingewachsen ist, wollen die Leute auch nicht mehr drauf verzichten, egal wie logisch der Verzicht erscheint. Ginge es den Menschen nur um Logik würde keine Raucher mehr rauchen.

Genauso wie vielleicht Millionen von Menschen in Deutschland Cannabis oder Kokain "als Freizeitbeschäftigung" konsumieren wollen. Also legalisieren wir alles und sind uns einig?

Dein Vergleich mit Rassismus ist hanebüchen. Während das eine zu schlechten, unterbewussten Verhaltensweisen und zum Teil zu unbewussten, überbordernden Schutzmechanismen zählt, ist das andere eine aktive Freizeitbeschäftigung, der gerne nachgegangen wird.
Bad Habits will jeder loswerden, und so mancher Alkohol- und Tabakkonsum zählt zwar auch zur schlechten Angewohnheit, die der Einzelne loswerden möchte, aber insgesamt ist es das nicht. Die meisten Konsumenten würden nicht auf ihr Recht gelegentlich bzw. maßvoll Alkohol oder Tabak zu konsumieren verzichten wollen und auch nicht anderen Konsumenten dieses Recht absprechen.

Genauso wie mit Cannabis, Kokain etc, die von unzähligen Menschen für einen recreational use gewünscht werden. Der Vergleich mit Rassismus ist im Übrigen überhaupt nicht hanebüchen, da du, wenn du meinen Beitrag vernünftig gelesen hättest, vielleicht gemerkt hättest, dass ich nie gesagt habe, dass Alkohol und Rassismus das gleiche seien, sondern nur, dass die gleiche Art von ARGUMENTATION auf einen anderen Bereich bezogen völlig offenkündig absurd wäre und von so gut wie niemandem unterschrieben würde. Und ich lasse dir leider nicht durchgehen, dass du entscheiden darfst, wo man logisch argumentieren darf und wo nicht. Wenn wir nicht logisch argumentieren wollen, brauchen wie von vornherein gar nicht erst diskutieren, sondern würfeln unsere Gesetze einfach aus. (Ich behaupte nicht, dass Logik das einzige ist, was man für Gesetze benötigt, aber es MUSS ein Teil davon sein. Konsistenz in Gesetzen ist essentiell dafür, dass sie von Menschen akzeptiert werden)

Letzteres ist die Überleitung zu Heroin und anderen harten Drogen. Die meisten von uns wollen nicht, dass andere einfach so und damit gesellschaftlich geduldet gefährlichen und süchtig machenden Drogen ausgesetzt werden bzw. sehr leicht dazu verleitet werden können. Das stützt sich auch auf den mehrheitlichen Wunsch diese Drogen selbst nicht konsumieren zu wollen.

Achso, wir bestehen also auf unserer Recht, Alkohol zu konsumieren, was, wie gesagt, nach allen Maßstäben eine der "härtesten" Drogen von allen ist, möchten aber nicht, dass z. B. weit weniger gefährliches Kokain (was natürlich nicht ungefährlich ist) von unseren Mitmenschen konsumiert wird, weil wir Alkoholiker das ja auch nicht machen. Ist das hier dein "Argument"? Du bist ja nicht so der Fan von Logik wie du sagst, daher argumentierst du wohl auch so "konsistent".

Mit Cannabis hat das allerdings wenig zu tun. Die Blockaden gegen eine Cannabis-Legalisierung werden aller Voraussicht nach fallen. Eben weil die Droge langsam in die Gesellschaft hineinwächst und immer mehr Menschen nicht wollen, dass etwas für sie Normales gesellschaftlich geächtet bleibt und sie damit auch nichts Kriminelles oder Verächtliches verbinden.

Ich finde diese Argumentation nach wie vor ziemlich befremdlich. Das klingt so, als müssten wir nur jedes Jahr alle Konsumenten der jeweiligen Drogen zählen und dann immer speziell entscheiden, ob die eine Droge schon Kultur ist und die andere noch nicht.

Fazit: Politik ist kein Mastermind, der uns Bürgern mit logischen Schlussfolgerungen die Grenzen unseres Lebens vorschreibt und uns dadurch zum richtigen Leben zwingen will. Wir alle zusammen sind diejenigen, die unsere Wünsche auf politischer Ebene Ausdruck verleihen. Und es ist nur allzu menschlich, dass man sich nur bei Machtlosigkeit nach Schutz von einer größeren und übergeordneten Macht sehnt. Solange wir, also jeder Einzelne, die Kontrolle besitzt, wollen wir selbst entscheiden und die Freiheit genießen zu tun, was man tun will, egal ob andere diese Entscheidung auch getroffen hätten oder sie für Richtig erachten.

Ich verstehe eigentlich nicht mal, was du hier überhaupt sagen willst. Ich persönlich "sehne" mich, wenn wir irgendeine Droge verbieten wollen, am ehesten nach Schutz vor den unzähligen Unfalltoten durch Alkohol oder nach Schutz von Kindern, deren Eltern sie besoffen halb tot prügeln. Warum genau ist Heroin nochmal "härter"? Weil es ähnlich körperlich abhängig macht wie Alkohol? Guck dir mal die Leute an, die zwanzig Jahre lang hart saufen und die die zwanzig Jahre drücken. Ein großer Unterschied ist das für mich nicht, nur dass die Alkoholiker oft neben ihrem körperlichen Verfall noch gewalttätig sind. Wenn wir Drogen verbieten wollen, was ich ablehne, dann wäre die ERSTE Droge, die es zu verbieten gilt, Alkohol, weil keine AUCH NUR ANSATZWEISE so viel Gefahr für Unbeteiligte darstellt. Aber geht ja nicht, weil wir ja so eine schöne Biergartenkultur haben...


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Zitat
Coach
Paxis
Beigetreten: 01.11.2006
BlackMember

Original von HijackerStar
Bin sicherlich kein Experte aber ich würde stark anzweifeln, dass Konsumenten, die ihre Drogen zuhause konsumieren, großartig kontrolliert werden. Und wenn sie mit zu viel erwischt werden, kann man davon ausgehen, dass sie damit handeln. Liegt ja auch auf der Hand.

Hast du dich schon mal mit der Drogenszene, vor allem in Großstädten beschäftigt?
Da gibt es ja auch genügend Obdachlose Süchtige und so einfach wie du es darstellst ist es eben nicht. Ist ja nicht grundlos so das die meisten Drogenexperten oder Menschen die in Suchtcentren arbeiten dass genauso sehen und dafür sind das der Besitz für Eigenbedarf legalisiert wird.

Und so lange jede Menge illegal ist gibt es auch kein "zu viel".


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Play4forlife
Beigetreten: 11.12.2007
PokerStrategist

Original von AyCaramba44
Mal andersherum gefragt, gibt es ein Land wo alle Drogen erlaubt sind und wie schaut es in dem Land in Bezug auf Drogen jetzt aus? Wenn nicht, warum sollte gerade Deutschland als Experimentland herhalten mit unabsehbaren Folgen?

Ich sehe jedenfalls schon einen Sinn diverse Drogen zu verbieten. Gerade welche die schon beim ersten mal in einer Form abhängig machen. Theoretisch könnte man ja auch entsprechende Drogen entwickeln. Es gibt einfach viele Leute die gerne Dinge ausprobieren und experimentieren und auch solche Sachen dann legal kaufen würden. Ich glaube auch, dass Leute mit Problemen oder Zeitdruck im Job eher in einen legalen Shop gehen und sich Kokain holen, als erstmal illegal und teurer irgendwo sich das Zeug besorgen müssten.

Zum Thema Alkohol und Zigaretten. Alle berauschenden Mittel zu verbieten ist schwierig und da hat man sich eben momentan auf Alkohol und Zigaretten geeinigt. Denke das ist auch berechenbarer als wenn es zu den zwei Drogen jetzt noch 50 andere Rauschmittel hinzukommen.

Die einzige sinnvolle Diskussion ist im Moment eigentlich nur, ob man Cannabis freigeben sollte und wie man allgemein ohne Verbote die 3 Substanzen weniger attracktiv machen kann. Ich finde es ein Unding, dass neben den Süßigkeiten sich Alkohol und Zigaretten im Supermarkt befinden. Das suggeriert schon den Kleinsten unbewußt, dass die Dinge nicht schlimm sind und dazugehören. Antelle dessen spezielle Läden für diese Produkte und teurer machen. Das eingenomme Geld sollte entsprechend auch wieder für die Gesundheit ausgegeben werden. Wäre wohl auch das maximale was in Deutschland durchsetzbar wäre.

Es gibt keine Drogen die beim ersten Mal süchtig machen, auch Heroin oder Crack, denen man das gern nachsagt, machen nicht jeden Konsumenten direkt süchtig.
In der Suchtforschung ist der Konsens meines Wissens nach, dass Süchte nahezu ausschließlich an soziale Umstände gekoppelt sind, sprich Probleme mit Familie, Freunden; finanzielle Probleme, Ausgrenzung aus der Gesellschaft/Isolation etc.

Von daher ist auch die Illegalisierung von egal welcher Droge, mit dem Argument den Bürger schützen zu wollen, überholt. Gerade wenn das Stigma der Illegalität fällt sollte das eher helfen, als schaden. Und dann muss natürlich Geld was mit staatlich vertriebenen Drogen eingenommen wird in die Prävention und Rehabilitation gesteckt werden. Sozialarbeiter, Therapiegruppen, Resozialisierungsprogramme, ...

Der ganzen Problematik könnte man deutlich einfacher begegnen, indem man Drogen legal und staatlich kontrolliert verkauft, garniert mit vor Ort Beratern und Broschüren für Anlaufstellen. Dafür müsste nur der wissenschaftliche Konsens auch endlich gesellschaftlicher Konsens werden.


Antwort
Zitat
cHaiNSawMasSacRe
Beigetreten: 05.11.2011
Elite Grinder

Original von AyCaramba44
Ich finde es ein Unding, dass neben den Süßigkeiten sich Alkohol und Zigaretten im Supermarkt befinden. Das suggeriert schon den Kleinsten unbewußt, dass die Dinge nicht schlimm sind und dazugehören. Antelle dessen spezielle Läden für diese Produkte und teurer machen. Das eingenomme Geld sollte entsprechend auch wieder für die Gesundheit ausgegeben werden. Wäre wohl auch das maximale was in Deutschland durchsetzbar wäre.

also künftig spezielle läden für
- alle waren mit hohem zuckeranteil
- saftiges antibiotika-fleisch aus massentierhaltung
- alk/ziggis?

ein bisschen gras ist nicht gefährlicher als eine packung schokolade oder ein 6pack limo. kommt immer auf die dosierung an.


Antwort
Zitat
Tyler12
Beigetreten: 08.10.2007
Oldschool Grinder

...

In der Suchtforschung ist der Konsens meines Wissens nach, dass Süchte nahezu ausschließlich an soziale Umstände gekoppelt sind, sprich Probleme mit Familie, Freunden; finanzielle Probleme, Ausgrenzung aus der Gesellschaft/Isolation etc.

...

Naja. Diese sozialen Probleme können aber auch erst durch die Sucht entstehen. Viele haben erst durch ihre Sucht alles verloren.


Antwort
Zitat
Play4forlife
Beigetreten: 11.12.2007
PokerStrategist

Original von Tyler12

...

In der Suchtforschung ist der Konsens meines Wissens nach, dass Süchte nahezu ausschließlich an soziale Umstände gekoppelt sind, sprich Probleme mit Familie, Freunden; finanzielle Probleme, Ausgrenzung aus der Gesellschaft/Isolation etc.

...

Naja. Diese sozialen Probleme können aber auch erst durch die Sucht entstehen. Viele haben erst durch ihre Sucht alles verloren.

Das stimmt, schließt ja nicht aus, dass die Sucht erst durch soziale, finanzielle oder ähnlich geartete Probleme ausgelöst wurde.
Aber natürlich beschleunigt Sucht dann den weiteren Abstieg.

Ideal wäre es natürlich Mechanismen zu haben, die bereits vor der Sucht greifen bzw. hat man die ja teilweise schon (Telefonseelsorge fällt mir da spontan ein) und früh für ein Mindset zu sorgen, dass die Inanspruchnahme solcher nicht Schwäche signalisiert.
MMn ist es u.a. das Problem einer Leistungs- und Konsumgesellschaft, das "Scheitern" nicht dazugehört und wenn dann doch bitte im Stillen und allein. Wir wollen doch nur Erfolgsgeschichten.
Wenn dir dann aber ein Auffangnetz fehlt (Freunde, Familie) bist du zumindest stark gefährdet einer oder mehreren Süchten nachzugeben.

Mal angenommen wir alle hier, die etwas zu diesem Thema beigetragen haben würden uns treffen und jeder würde sich einen Schuss setzen - was denkst du wie hoch stehen die Chancen, dass wir danach einer Abhängigkeit unterliegen wenn wir a) alle Familie, festen Job und Haus haben oder b) wir alle Kellernerds sind, die nur selten Kontakt zu anderen haben und im schlimmsten Fall keinen Kontakt mehr zur Familie.

Das ist jetzt stark polarisierend und es kann natürlich sein, dass in Gruppe a) jemand dabei ist, wo die Frau regelmäßig fremdgeht, die Kinder fast raus sind, der Job scheiße ist und er unter den Mitarbeitern eher das Opfer.
Das Heroin allein macht dich nicht abhängig und wenn ich bspw. wöllte, könnte ich mir vielleicht noch heute, eher morgen welches besorgen, trotz Illegalität. Gut, dass es mir gut geht ;)


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Zitat
Dodadodadodada
Beigetreten: 25.02.2006
BlackMember

Mhh. Es gibt gar nicht so wenige, die Familie, Haus, festen Job haben, und trotzdem ziemlich instabile Persönlichkeiten haben, die sie mit Sucht, Perversion, Macht-Missbrauch kompensieren.

Ich finde einen gesunden Umgang mit Drogen/Substanzen finden, ist das Sinnvolle.
Droge heißt nichts weiter als trocken, gemeint sind getrocknete Kräuter.
Ich glaube du magst deinen Tee, Kaffee, vielleicht mit Milch oder ne Schokolade. Gegen Salbei, Thymian, Ingwer, Pfefferminze, Zitronenmelisse hast du sicher nichts. Aber das sind auch quasi alles Drogen, weil die deinen Zustand verändern. (Kuhmilch ist übrigens eine ziemlich krasse Droge, will die Gesellschaft noch nicht so wahrhaben.)


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Zitat
Coach
Paxis
Beigetreten: 01.11.2006
BlackMember

Ich dachte Käse würde vor allem Suchstoffe enthalten und nicht Milch?


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Zitat
Mauslord
Beigetreten: 06.09.2011
PokerStrategist

Edit by Zander99:
Lieber Mauslord,
hiermit bekommst Du eine Verwarnung. Wir dulden diesen Ton nicht in unserem Forum. Beim nächsten mal gibt es für dich eine Auszeit vom Forum für dich.
Viele Grüße
Zander999


Antwort
Zitat
Mauslord
Beigetreten: 06.09.2011
PokerStrategist

Original von Play4forlife
Es gibt keine Drogen die beim ersten Mal süchtig machen, auch Heroin oder Crack, denen man das gern nachsagt, machen nicht jeden Konsumenten direkt süchtig.

Jein. Jemand der anfängt Crack zu rauchen sollte schon eine längere Kokainphase hinter sich haben. Die viel stärkere Dosis zum wesentlich geringeren Preis, dürfte die meisten Leute dann bei der Stange halten. Und was Heroin angeht, die meisten Leute die sich zum ersten mal einen Schuss setzen haben eine längere Vergangenheit mit Heroin rauchen/sniffen hinter sich, aber sobald es halt intravenös konsumiert wird ist Ende Gelände


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Tyler12
Beigetreten: 08.10.2007
Oldschool Grinder

Du willst doch jetzt nicht anfangen und "Salbei, Thymian, Ingwer, Pfefferminze, Zitronenmelisse" mit Rauschmitteln zu vergleichen?!

Das ist ja überspitzt wie wenn du sagst, dass jemand der jeden Abend ne Runde Mau-Mau kloppt genauso spiel-süchtig ist, wie jemand der Anfang des Monats seinen ganzen Lohn in der Spielo verzockt.


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Zw3rG
Beigetreten: 08.12.2006
Elite Grinder

Drogen sind illegal, weil der Zoll und die ganzen Beamten ihren Job nicht verlieren wollen.
https://web.de/magazine/panorama/groesste-menge-lsd-geschichte-bundesrepublik-sichergestellt-32996388


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Dodadodadodada
Beigetreten: 25.02.2006
BlackMember

Vergleichen nicht. Ich will erstmal damit nur sagen, warum Menschen überhaupt Drogen nehmen, und warum die gefährlich sein können. Denn die aktivieren ja körpereigene Hormone/Neurotransmitter. Und woher der Körper die Stoffe nimmt, ob exogener oder endogener Natur ist ihm egal. Heißt Menschen bekommen oft gar nicht so richtig mit, dass sie süchtig sind.
Es gibt Menschen, die eine Laktoseunverträglichkeit haben, es aber sehr spät mitbekommen, erst dann wenn der Körper zu sehr streikt.

Es gibt auch Leute, die ihr Essen quasi immer mit Knoblauch und Zwiebeln zubereiten. Das ist nicht gefährlich, da keine direkte Abhängigkeit, aber ist eigenartiges Verhalten.
Gefährlich mit Substanzen wird es erst, wenn die Interdependenz aktiviert wird. Heißt Jeder hat eine Disposition zu Suchtanfälligkeit + braucht es entsprechende resonanzbildene Substanzen + Umfeld.

Ich will damit sagen, dass frühe Aufklärung und ein sinnvoller Umgang im allgemeinen, vernünftigen (also reflektierten) Sinne eingehalten werden muss.
Allgemeine Verbote sind daher meines Erachtens erstmal das Schlechteste.


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