Jo die gute alte Bleigeschichte. Momentan besteht in Europa akut nur das Problem beim Seeadler.
Blei geht nur sehr träge Verbindungen ein und, nachdem es in seiner Elementarform nicht über den Verdauungstrakt nicht resorbiert wird stellt es für die Tiere kein Problem dar.
Allerdings, ändert sich das in ganz saurem Mileiu. Und der Seeadler hat mit Abstand den sauersten Magen in seiner Verwandtschaft. Kurzum - Wenn der Blei frisst, dann bekommt er je nach Menge eine Bleivergiftung die bis zum Tod gehen kann. Aus diesem Grund ist Bleihaltige Munition an Gewässern weitestgehend verboten worden.
In der letzten Ausgabe von Wildlife-Management steht ein Artikel über Bleimunition. Dort werden Untersuchungen über Bleivergiftungen bei "mournig doves" angeführt die unterm Strich sagen, dass die Tauben erstens die Schrote selektiv aufnehmen und zweitens dran eingehen.
All das wird wohl auf lange Sicht zu einem Umstieg auf bleifreie Munition und dem Verzicht auf Blei beim Angeln führen. Ob mit Verbot oder ohne wird sich zeigen.
Das Problem dabei ist, dass Blei halt ein echt gutes Material zum ballern ist und die Alternativen, entweder unbezahlbar teuer, eine schlechtere Wirkung im Ziel und/oder weniger sicher (Stichwort: Querschläger) sind. Bei der Angelei- Stellt euch vor man müsste eine Bleialternative finden --> wahrscheinlich nicht so gut und teuer.
Quellen hab ich jetzt keine im Kopf und suchen kannst ja selber
Achja und elementares Blei ist in der freien Natur nahezu inert - da rührt sich also nicht viel. Und wenn der ph-Wert im Boden mal so sauer ist, haben wir vor dem Blei schon ganz andere Probleme.




