Das ist halt nen glaubhaftes Szenario für 2100.
Sind wir doch mal ALLE ehrlich. KEINER hier ist ein Experte. Bisher lese ich nur persönliche Meinungen ohne Substanz. Ich bin da eher auf der "konservativen" Seite und würde Atomstrom als Übergangslösung aktzeptieren solange keiner ein funktionierendes Konzept auf den Tisch legt wie wir es ohne schaffen sollen.
Sobald einer ein tragfähiges Konzept auf den Tisch legt, ohne große Einschränkungen in Komfort (wie z.B.: stundenlanger Stromausfall), bin ich sofort dabei alle Atommeiler/Kohle/Gas so schnell wie möglich vom Netz zu nehmen.
Aber ein "ich glaube, dass ..." oder "einfach große Speicher bauen" von nem Random User reicht mir da nicht mehr aus.
@weissnicht:
So habe ich auch gedacht, aber ich bin ehrlich und solange wir kein wissenschaftliches Konzept auf den Tisch legen bleibt das meiner Ansicht nach Wunschträumerei.
Original von topspit
Genauso gut könnte man dich auch fragen, woher die Vorstellung kommt, dass wir es auch in absehbarer Zeit ohne Kohle/Atom schaffen können? Gibt's da irgendwelche wissenschaftlich belegte Studien dazu? Dass Kohle/Atom es schafft ist denke ich unumstritten.
Der schwierigste Schritt ist der Schritt von 90 % auf 100 % (bis dahin haben wir noch ein wenig Zeit). Davor sind gegenteilige Behauptungen einfach wirre Panikmache von Leute, die wahrscheinlich Interessse daran haben...
Das hier ist ein guter Anfang, wenn du ernsthaft Literatur dazu möchtest
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0014292118301107
mit ner Zusammenfassung hier
https://www.euwid-energie.de/die-energiewende-wird-nicht-an-stromspeichern-scheitern/
oder auch hier von Forschern der RWTH Aachen und der OTH Regensburg
Und noch zur Einordnung der benötigten Speicherkapazitäten:
Die Pumpspeicher in Norwegen schaffen schon heute, ohne jeden Ausbau, zwischen 85 und 110 TWh.
Übrigens kleiner Funfact am Rande: Atomkraftwerke sind nur ganz schlecht regelbar und daher komplett ungeeignet als alleinige Grundlastversorgung...
Und ja, für den Schritt von 90 auf 100 % wird man etwas Speicher oder eine Anbindung an große Solarkraftwerke in Nordafrika brauchen. Dort stehen schon grundlastfähige Solarkraftwerke mit Speicher, die kommerziell betrieben werden. https://www.kfw.de/stories/umwelt/erneuerbare-energien/solarstrom-aus-der-wueste/
edit: und auch was Speicher angeht gibt es große und innovative Lösungen, die vom "proof-of-principle" wesentlich weiter sind als die Kernfusion. https://www.wz.de/nrw/rwe-plant-mit-zwei-wissenschaftlern-eine-riesige-wasserbatterie-im-kuenftigen-tagebausee-in-hambach_aid-46783371 - wie schon gesagt, technische Lösungen sind da, man muss nur wollen (aber man braucht sie auf absehbare Zeit eben auch noch nicht, siehe Studien oben - politisch wäre es natürlich trotzdem schlau sowas in größerem Maßstab mal umzusetzen, einfach um die Akzeptanz zu erhöhen. Da wären die 15 Milliarden wahrscheinlich besser investiert als in ITER (Kernfusion)).

Wir sind gerade bei circa 25 % in Deutschland nach 90 % ist es kein Katzensprung.
Es ist nicht nur der Speicherbedarf sondern auch Bau, Instandhaltung und Anlagenfläche.
Und dann noch die Abhängigkeit von äußeren Einflüssen.
Wir können nun erstmal richtung niederlande schauen wies dort nun ablaufen wird
Urteil zu Klimaschutz in den Niederlanden
Ein Urteil des Obersten Gerichtshofs der Niederlande verpflichtet die Regierung zur Einhaltung der Klimaziele.
Nagelneue Kohlemeiler könnten frühzeitig stillgelegt werden. Eine Berufung ist unmöglich.Die Richter bestätigten damit in letzter Instanz den Spruch eines Gerichts aus dem Jahr 2015. Dieses schrieb Den Haag vor, bis Ende 2020 die nationalen Emissionen um mindestens 25 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Gegen den Entscheid vom Freitag ist keine Berufung mehr möglich.
Wenn am Ende die Rechnung für die ganze Nummer kommt, will die erstens keiner bezahlen, zweitens niemand von den Bürgern was davon gewollt haben und drittens geht dann das Geschrei von sozial ungerecht wieder los.
Viele der Leute, die momentan so enthusiastisch auf dem Klimapfad sind, werden sich bei den Kosten noch umsehen.
Da werden SUV ganz populistisch als Mordwaffen bezeichnet und man solle doch bitte alle Kohlekraftwerke, Atomkraftwerke und sonstiges, was keine erneuerbare Energie ist, abstellen. Zusätzlich noch eine Extrasteuer auf Benzin und Diesel und bitte die Pendlerpauschale abschaffen.
Wie das alles bezahlt werden soll und ob diese Pläne überhaupt umsetzbar sind ohne das Land wirtschaftlich komplett abzuhängen, ist dabei aber bis auf einige sehr vage Vermutungen und Absichtserklärungen noch nicht klar.
Man wünscht sich ja fast 4 Jahre lang eine grüne Regierung mit absoluter Mehrheit, damit das auch dem Letzten klar wird.
Du blendest vielleicht aus, dass der richtig linke Klimaschützer nicht nur Klimaschutzmaßnahmen wollte, sondern auch, dass die Reichen ihn bezahlen sollten. Nach all dem Theater freut er sich jetzt etwas über mehr Klimaschutzmaßnahmen, aber die Reichen bezahlen sie trotzdem nicht. Deswegen verzichtet am Ende nur das untere zwei Drittel der Bevölkerung, was garantiert nicht im Sinne des unteren zwei Drittels der Bevölkerung ist, egal wie links oder rechts es wählt.
Original von HijackerStar
Spoiler
Du blendest vielleicht aus, dass der richtig linke Klimaschützer nicht nur Klimaschutzmaßnahmen wollte, sondern auch, dass die Reichen ihn bezahlen sollten. Nach all dem Theater freut er sich jetzt etwas über mehr Klimaschutzmaßnahmen, aber die Reichen bezahlen sie trotzdem nicht. Deswegen verzichtet am Ende nur das untere zwei Drittel der Bevölkerung, was garantiert nicht im Sinne des unteren zwei Drittels der Bevölkerung ist, egal wie links oder rechts es wählt.
Das ist natürlich ziemlicher Blödsinn. Immerhin wissen wir jetzt, was du für eine Vorstellung eines "richtig linke"n hast. Ein "richtig Linker" würde argumentieren, dass dem Kapitalismus ein Zwang zum Wachstum innewohnt und dass innerhalb dieser Wachstumsökonomie kein ressourcenschonendes Wirtschaften möglich sei, da einziger Gradmesser immer der Profit ist. Dieser Wachstumszwang sei dem Kapitalismus imanent, würde der Linke sagen, und deshalb könne ein klimaverträgliches Wirtschaften nur möglich sein, wenn der Kapitalismus besiegt worden ist.
Und wo ist da der Widerspruch? Wem rückt man denn zuleibe um den Kapitalismus zu besiegen?
Außerdem werden jetzt sicherlich viele Immobilien dank Fördermaßnahmen des Staates energetisch saniert auf Kosten des Steuerzahlers.
Hinterher wird die Miete saftig erhöht und das Gejammer ist wieder groß. Der Mieter zahlt um einiges mehr Miete, die gesparten Heizkosten betragen aber nur ein winziger bruchteil der Mieterhöhung. In die röhre guckt logischerweise der Mieter der nun zwar in einem sanierten Häuschen sitzt, dafür aber mehr Miete zahlen darf und dank Co2 Steuer auch noch effektiv mehr fürs Heizen
Mastergeniestreich der Regierung
Einigen Immobilienhaien kommt das sicherlich gerade recht
Unsre Ölheizung im MFH muss auch in den nächsten 5 Jahren getauscht werden also sag ich mal lieber nichts und lass den Staat ein teil davon übernehmen
Diesen Zwang zum unendlichen Wachstum sehe ich als eher konservativ eingestellter Mensch auch sehr kritisch. Das ist einfach nicht möglich, ohne das viel auf der Strecke bleibt und es wird teilweise auch zu viel auf dem Altar der Ökonomie geopfert.
Aber es kann ja nicht die Möglichkeit sein, nun Maßnahmen implementieren zu wollen, die der Wirtschaft und unter Umständen dem sozialen Frieden nachhaltig schaden können.
Kann man in die Ignoreliste auch ALPHA* eingeben? Ja kann man. Funktioniert es auch wie gewünscht? Leider nicht.
Er meint "Klebepunkte". Diese kleinen bunten Pünktchen. Die roten kann man dann auf alle Umweltsünder wie SUVs etc kleben.
Fahrräder bekommen grüne. Ist dann wie eine Ernährungsampel.
Aber kann nochmal jemand schreiben, dass durch sanierte Wohnungen die Mietpreise steigen? Habe ich hier erst 20 mal gelesen. Bis Weihnachten sollten es noch die 24 werden. Wegen der Türchen.
Ja, Klimaschutz kostet Geld. Wenn ich mir aber anschaue, für was alles Geld ausgegeben wird (siehe Buch der Steuersünden), dann wäre es dort wohl besser aufgehoben.
Und ja, das würde nicht reichen. Es wäre aber ein Anfang.
Original von wuerstchenwilli
Aber kann nochmal jemand schreiben, dass durch sanierte Wohnungen die Mietpreise steigen? Habe ich hier erst 20 mal gelesen. Bis Weihnachten sollten es noch die 24 werden. Wegen der Türchen.
Ja, Klimaschutz kostet Geld. Wenn ich mir aber anschaue, für was alles Geld ausgegeben wird (siehe Buch der Steuersünden), dann wäre es dort wohl besser aufgehoben.
Ja kostet ein bisschen, teilweise 50% mieterhöhung
Und das sind keine Einzelfälle
Aber getreu dem Motto der mieter: Erst jammern das nichts gemacht wird und dann jammern das was gemacht wird
Wozu überhaupt energetisch sanieren, wenn es doch eh wärmer wird? Dann sind die Scheiß Häuser in Styropor oder whatnot eingepackt, schwitzen und schimmeln vor sich hin, und im Sommer bekommst du die Hitze nicht mehr aus der Bude.
Sollen sich lieber mal um Verschattung und bezahlbaren Strom für Klimaanlagen kümmern.
Original von HijackerStar
Weil Wind und Solar nicht für die Stromgrundversorgung taugen.
Ich befürworte einen Energiemix aus Atom und Erneuerbaren Energien. Offshore Wind soll auch weiter ausgebaut werden. Solar soll und kann gerne für eigengenutzten Strom in Haushalten und Unternehmen eingesetzt werden.
Wind und Solarstrom muss aber aufwendig transportiert und gespeichert werden um 24/7 eingesetzt zu werden. Dann bist du jenseits der Kosten, die du dort aufgeführt hast.
Wir brauchen an zentralen Orten mit hohem Stromverbrauch Kraftwerke, die regelbar sind. Und das funktioniert bisher nur mit Kohle, Gas und Atom. Wenn wir von Kohle und Gas weg wollen, bleibt nur noch Atom. Wenn sich das irgendwann ändern sollte, kann man nochmal Vergleiche ziehen. Aber mit Erneuerbaren werden wir vor allem in Deutschland nicht unseren Energiebedarf decken können. Nicht mit Solar und Wind allein.
Biomasse hat leider auch nen recht hohen CO2 Ausstoß, zumal es regelrecht eine CO2 Produktionsstätte ist. Wasserkraft haben wir hier nicht.
Atomkraftwerke müssen aufgrund der neuen Hitzerekorde im Sommer ihre Leistung drosseln weil die Kühlung für die Reaktoren sonst nicht ausreicht. Und gerade dann haben wir insgesamt einen großen Stromverbrauch wegen Klimaanlagen, etc....
Hört sich nicht für mich nicht nach großartig regelbar an.
Original von ALPHALEAGUE
Bin dann jetzt auch raus hier, möchte meine Zeit nicht mit Leuten verschwenden, die scheinbar nicht mal eine Inetssuchmaschine bedienen können.![]()
Und warum dann immer wieder einen neuen account du Autist?
Im Sommer wird auch weniger Strom benötigt. Und Kühlung ist ein Problem, dass sich lösen lässt.
Auch funktionieren in Ländern mit höheren Durchschnittstemperaturen zahlreiche Atomkraftwerke. Wie China, Indien und im Süden der USA.
Atomkraftwerke können uneingeschränkt auf Volllast laufen. Daher eignen sie sich im Gegensatz zu Solar und Wind für den Grundlastbetrieb.