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Was tut ihr gegen den Klimawandel? Handle JETZT

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Coach
Paxis
Beigetreten: 01.11.2006
BlackMember

Original von camaro3377
Vaughn,

das ist doch mittlerweile standard Lefty Vorgehensweise. Wer bei Teilbereichen von linken Herzensangelegenheiten auch nur geringste Zweifel hat, ist sofort der Endgegner:
Zweifel am Anteil des menschlichen Einflusses auf den Klimawandel, Klimaleugner.
Gegner unkontrollierter Einwanderung, Rassist oder Nazi.
Objektiver Beweis, dass es keinen Gender Paygap gibt, Chavinist.

Die Motivation dahinter ist immer die gleiche: die moralische Überhand muss bei den eigenen Themen erhalten bleiben. Deshalb wird bei Meinungen, die dem entgegen stehen, egal ob Verschwörungsquatsch oder berechtigte Einwände, die gleiche Batterie an Standardfloskeln rausgeballert, die letzten Endes im persönlichen Angriff und der Diskreditierung gipfeln. Idealerweise hält man das eigentliche Thema aus dem Gegenangriff raus.

Dein Beitrag ist die eigene Parodie auf ihren Inhalt.
Keinerlei Inhalt zum Thema. Es geht nur darum ein "Lager" anzugreifen und schlecht dastehen zu lassen. Damit tust du genau das was du anprangern willst. Dabei wirfst du dann nicht nur alle in einen Topf sondern vergleichst auch noch Themen die nicht miteinander zu vergleichen sind. Jedes davon muss einzeln diskutiert werden.

Beim Thema Klimawandel ist das Besondere dass eben die Wissenschaflter und Forscher in diesem Bereich zum allergrößten Teil davon ausgehen dass der Mensch durch die Erhöhung des CO2 Anteils in der Atmosphäre für diesen Wandel, oder zumindest großteil davon, verantwortlich ist. Wenn man dies anzweifelt ist man nicht direkt ein Klimawandelleugner oder Leugner des menschengemachten Klimawandels. Aber befindet sich eben in einer Position die schwierig zu Verteidigen ist. Man sollte sich also die Mühe machen und mit harten Fakten seine Zweifel untermauern, ohne dabei die etablierten Argumente der Gegenseite zu missachten.
Leider tun dies die meisten aber. Die meisten Zweifler haben leider so gut wie keine Ahnung von dem Thema und gehören zur Kategorie Verschwörungstheoretiker. Wie man es in sozialen Netzwerken oder bei den Kommentaren auf YouTube beobachten kann. Dies widerum führt zu Frust und Resignation der anderen "Seite" und hat als Fazit das viele Pauschalisieren und einfach alle Zweifler über einen Kamm scheren und müde belächeln.

Hier im Forum gibt es zum Glück nicht nur diese "Klischeeleugner". Vaughn halte ich zum Beispiel für einen sehr intelligenten Menschen. Er hat einen sehr guten Diskussionsstil und versucht seine Zweifel mit entsprechenden Fakten zu untermauern.


Antwort
Zitat
StefanNRW
Beigetreten: 15.08.2007
Oldschool Grinder

Original von Paxis
Hier im Thema gibt es zum Glück nicht nur diese "Klischeeleugner". Vaughn halte ich zum Beispiel für einen sehr intelligenten Menschen. Er hat einen sehr guten Diskussionsstil und versucht seine Zweifel mit entsprechenden Fakten zu untermauern.

Finde ich überhaupt nicht. Ich halte ihn für einen bezahlten Troll, der halt Stimmung für bestimmte politische Strömungen machen soll. Wenn er dafür (ist ja im Politik USA Thread mit Trump nicht anders) nicht bezahlt wird, dann ist es allerdings fast noch trauriger, als wenn er bezahlt würde...


Antwort
Zitat
Coach
Paxis
Beigetreten: 01.11.2006
BlackMember

Öhm....was? :|
Da hat er sich ja kein wirklich passendes Umfeld ausgesucht um "Stimmung" zu machen.

Ich bin auch nicht im Politikbereich und lese dort mit. Daher kann ich nichts zu seiner Meinung dort sagen.
Interessiert mich auch nicht. Ich versuche erst mal jede Meinung zu respektieren so lange die Person diese auf gesittete Art und Weise zu Tage bringen kann und die Meinung nicht eindeutig menschenverachtend ist.
Vaughn hat als einer der "Skeptiker" bisher die besten Beiträge hier verfasst. Wobei ich jetzt natürlich nicht alle im Kopf habe.


Antwort
Zitat
Vaughn
Beigetreten: 02.02.2006
Oldschool Grinder

Original von StefanNRW
Zunächst mal ist es ganz unterhaltsam in der von dir verlinkten pdf-Datei Seite 861 aufzurufen, denn diese Seite hat einfach nichts mit dem zu tun, was du da schreibst. Man landet mitten in einer Diskussion in Kapitel 11 "Regional Climate Projections" und die 1.2 Grad tauchen dort nirgendwo auf, es ist schlicht das falsche Kapitel dafür. Macht deine Zitier-Flames, die wie Play4forlife schon richtiggestellt hat, nur auf deinem mangelnden Leseverständnis beruhen, nur nochmal lustiger.

Aber gut, geschenkt, die 1.2 Grad kommen vor und zwar auf Seite 631.

Du hast recht. An der Stelle hab ich offensichtlich die Seitenzahl mit der Kapitelnummerierung durcheinander geworfen. Der Verweis war auf Kapitel 8.6.1 ff. (welches auf Seite 629 beginnt), nicht auf Seite 861 bezogen. Mein Fehler.

[Zitat aus dem Report]
Das ist doch eine interessante Zahl - hier wurde also ausgerechnet, dass, die Temperatur sich um 1.2°C erhöhen würde, wenn sich der CO2-Gehalt verdoppelt und man günstige Effekte zulässt und alles andere ignoriert. Sozusagen der günstigste Fall von allen führt zu einer Temperaturerhöhung von 1.2°C (Stand der Wissenschaft 2007). Wer übrigens glaubt die Verdopplung des CO2-Gehalts sei ein völlig unrealistisches Szenario - wir werden das ziemlich sicher noch in diesem Jahrhundert erreichen (wenn sich nichts verändert): https://www.sciencealert.com/it-s-official-atmospheric-co2-just-exceeded-415-ppm-for-first-time-in-human-history

Exakt. 1.2 Grad bei einer Verdoppelung des CO2. Aktuell reden wir über einen Anstieg von 300ppm auf 400ppm wenn ich richtig informiert bin. Was wir "ziemlich sicher" bis 2100 erreichen ist Kaffeesatzleserei.

Jetzt schreibst du komische Sachen dazu wie diesen Satz

Aber selbst der IPCC scheint seine Meinung bzgl. der Auswirkung von CO2 öfter mal zu ändern.

Da bin ich einfach mal gespannt was du damit meinst. Wo hat der IPCC seine Meinung bezüglich dieser stark vereinfachten Rechnung geändert?
Oder auch

Und im selben Report wurden auch andere Einflussfaktoren wie Wasserdampf und Wolken genannt, die beide in aktuellen Diskussionen nicht mehr vorkommen.

In Diskussionen unter Klimawissenschaftlern kommen die natürlich vor - auch in aktuelleren IPCC-Reports wird beides natürlich so ausführlich bis noch ausführlicher (weil das Verständnis zugenommen hat) beschrieben wie im Report von 2007. Ja, beides hat großen Einfluss. Dass die Diskussion über "Upper-Tropospheric Humidity and Water Vapour Feedback" nicht in der Bildzeitung steht, finde ich immer noch völlig verständlich. Sondern in der öffentlichen Diskussion ist das wichtig, was den größten Einfluss hat und das, was wir beeinflussen können...

Diese Faktoren stehen nicht nur nicht in der Bildzeitung, sie kommen auch in den "Zusammenfassungen für politische Entscheidungsträger" nicht vor ( https://www.ipcc.ch/site/assets/uploads/2019/03/SR1.5-SPM_de_barrierefrei-2.pdf)
D.h. es sind Fakten, die der Politik "vorenthalten" werden. Und mutmasslich werden sich auch die wenigsten Journalisten die kompletten Reports durchlesen und stattdessen auf die Zusammenfassungen zurückgreifen. Die +1.2 Grad bei CO2 Verdopplung aus dem 2007 Report werden dann zu +1.5 Grad (mit Extremwerten bis zu +4 Grad an einzelnen Tagen) und das bei wesentlich geringerer CO2 Zunahme. Ohne Nennung der Multiplikatoreffekte ist das einfach unseriös.

Spoiler

]

Original von Vaughn
Ich bin mal davon ausgegangen, dass du die Modelle ungefähr kennst. Wenn ich da falsch lag, tut mir das leid. Würde mich aber gleichzeitig etwas wundern, da du sie bzw. die Ergebnisse ja so vehement verteidigst. Die den Modellen zugrunde legenden Annahmen (CO2 -> Temperaturanstieg -> mehr Wasserdampf -> weiterer Temperaturanstieg) ist in dem bereits verlinkten IPCC Report schon genannt.

Ok, dann kommen wir mal zu den Feedback-Loops, die aus den 1.2°C, die an sich schon nicht sehr gut sind, noch deutlich besorgniserregendere Veränderungen machen. Zunächst mal macht der "Water Vapour Feedback Loop" physikalisch natürlich schon Sinn - bei einer Temperaturerhöhung kann die Luft mehr Wasser aufnehmen und daher ist es recht wahrscheinlich, dass gerade in tropischen Bereichen, in denen die Luft oft mit Wasser gesättigt ist (auch in der Troposphäre!) bei steigender Temperatur mehr Wasser aufgenommen wird -> mehr Wasserdampf. Jetzt ist natürlich die Frage: Können wir das auch beobachten? Du sagst dazu nun:

Nun gibt es aber Untersuchungen, die nahelegen, dass der von der IPCC unterstellte Zusammenhang (höhere Temperatur -> mehr Wasserdampf -> Multiplikatoreffekt für Temperatur) so gar nicht nachweisbar ist. Z.B. Paltridge, Arking & Pook (2009) haben in der Troposphäre sogar einen gegenteiligen Effekt aufgezeigt.

Erstmal muss man sich klarmachen: Diese Beobachtung widerspricht der physikalischen Idee, wie das mit der Luftfeuchtigkeit funktioniert. Das heißt man sollte sehr gute Daten dafür haben. Paltridge, Arking und Pook sagen selbst, dass ihre Daten eigentlich nicht besonders gut sind:

https://link.springer.com/article/10.1007/s00704-009-0117-x

Nein, das sagen sie so nicht. Sie sagen im Wortlaut: "It is of course possible that the observed humidity trends from the NCEP data are simply the result of problems with the instrumentation and operation of the global radiosonde network from which the data are derived. The potential for such problems needs to be examined in detail".
Sie nennen mögliche Fehlerquellen, wie es in wissenschaftlichen Untersuchungen üblich ist, aber der Satz "unsere Daten sind nicht besonders gut" findet sich in ihrer Arbeit nicht.

Spoiler

Andere haben das nochmal genauer untersucht und dem 4 andere Analysen gegenüber gestellt, die alle zu anderen Ergebnissen als Paltridge, Arking und Pook kommen.

https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1029/2010JD014192

Gründe, warum die Daten von Paltridge, Arking und Pook nicht gut sind, werden dort ebenfalls genannt.

Auch der IPCC mag die Daten aus diesen "Reanalysen" nicht, weil sie sich als unzuverlässig erwiesen haben. Da werden auch Paltridge, Arking und Pook im Report von 2013 erwähnt.
https://www.ipcc.ch/site/assets/uploads/2018/02/WG1AR5_all_final.pdf Seite 208

Stattdessen werden auf Seite 206-208 über 15 (ich war zu faul weiter zu zählen...) andere Studien genannt, die mit 3 verschiedenen Methoden (Radiosonden, Satelliten, GPS) die Zunahme der Luftfeuchtigkeit in der Troposphäre gemessen haben. Hier mal eine deutsche Zusammenfassung zu einer Studie (die erst nach dem oben verlinkten IPCC Report rauskam)

https://www.deutschlandfunk.de/klimaforschung-wasserdampf-zunahme-in-der-atmosphaere.676.de.html?dram:article_id=293039

Tja und jetzt kommst du und sagst, dass das alles erfunden ist, basierend auf einer Studie, die methodische Mängel aufweist und sich nicht auf eigene Messwerte stützt, sondern vorhandene Daten "neu analysiert" hat. Ich kann mir nicht helfen, aber mich überzeugt das nicht.

Nein, hab ich nicht gesagt. Wieder eine von dir erfundene Aussage. Ist es wirklich so schwer bei dem zu bleiben, was ich sage und nicht ständig irgendwelche Aussagen dazu zu erfinden?
Die von dir genannten Studien kenn ich nicht und daher hab ich mir dazu auch keine Meinung gebildet. Aber danke für die Links.

Warum ist es eigentlich so schwierig für dich eine skeptische Meinung als solche zu akzeptieren, und warum ist diese Feindseligkeit, die auf niemals getätigten Aussagen aufbaut, die Reaktion darauf? Das verwundert mich nicht nur bei dir, sondern generell auch in den medialen Debatten. Ist das wirklich so schmerzhaft wenn jemand anderer Meinung ist?

Finde ich überhaupt nicht. Ich halte ihn für einen bezahlten Troll, der halt Stimmung für bestimmte politische Strömungen machen soll. Wenn er dafür (ist ja im Politik USA Thread mit Trump nicht anders) nicht bezahlt wird, dann ist es allerdings fast noch trauriger, als wenn er bezahlt würde...

Ah, ok. Aber ich bin der Verschwörungstheoretiker hier. Keine Sorge, mit der Aussage haste mich dann auch überzeigt, ich bin raus. Bitte beim nächsten Aluhut-Kauf darauf achten, dass das Aluminium CO2-neutral hergestellt wurde. Danke.


Antwort
Zitat
Super Moderator
Spiike
Beigetreten: 10.07.2014
Legacy Member

Hallo ine23, auch wenn dir vielleicht die Beleidigung "Spast" als eher harmlos vorkommt , so wollen wir so etwas hier nicht lesen.
Bitte halte dich diesbezüglich an unsere Forenregeln.

MfG Spiike


Antwort
Zitat
wuerstchenwilli
Beigetreten: 07.04.2008
BlackMember

Das Problem, dass ich bei solchen Diskussionen immer wieder feststelle ist, dass Meinungen als Wissen verkauft werden.

Ich glaube beide Seiten hätten weniger Probleme die andere zu verstehen (oder zumindest zu versuchen sie zu verstehen) wenn nicht unter jeden Beitrag ein gedankliches "isso" stünde.

Ein "ich habe gelesen, dass..." oder "mMn geschieht folgendes..." und schon steht man nicht mehr in der Schusslinie.

Dann kann man über die Quellen diskutieren.

Meiner Meinung nach geschieht Meinungsmache immer im Sinne einer starken Lobby. Wenn ich jetzt auf den Klimaschutz schaue, dann frage ich mich "Welche Lobby ist stärker? Die der Automobile und der Kohle- und Atomkraftwerke oder die der Solaranlagenhersteller und Umweltaktivisten?"

Welche Vorteile haben Greta und Co durch ihr vehementes Auftreten?

Und da ist die Sache für mich klar. Also wenn Meinungsmache irgendwo her rührt, dann GEGEN E-Autos, GEGEN Solaranlagen und Kohleausstieg, GEGEN weniger fliegen etc.

Und Psychologisch sieht das für mich auch recht deutlich aus: Wer hat schon Bock zu verzichten? Also sucht man nach Gründen, dass alles gut so ist wie es ist. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.

Daher: selbst wenn ich keinerlei Ahnung von Klima(wandel) hätte, käme ich zu dem Schluss, dass dieser von starken Lobbys ganz gerne kleingeredet wird und somit die Wahrheit eher auf der Seite derjenigen liegt, die auf die Probleme und Ursache hinweisen.

Ea braucht somit sehr starke Beweise der Klimawandelskeptiker. Gelesen habe ich noch keins, was nicht umgehend widerlegt wurde.


Antwort
Zitat
wuerstchenwilli
Beigetreten: 07.04.2008
BlackMember

Und wenn ich mich dann über die CO2 Konzentration in der Atmosphäre informiere, lese ich auf der ersten random Seite:

"Die globale Konzentration von Kohlendioxid ist seit Beginn der Industrialisierung um gut 44 % gestiegen. Demgegenüber war die Kohlendioxid-Konzentration in den vorangegangenen 10.000 Jahren annähernd konstant."

Wie kann man dann denken, dass 100% Steigerung völlig utopisch sind?


Antwort
Zitat
Fantomas741
Beigetreten: 13.08.2006
PokerStrategist

Und in Brasilien fackelt der komplette Wald ab und die Regierung so: Wayne, dann können wir da unsere Rindsviecher drauf packen und Palmöl anbauen :profit:

Edit:
Gott sei dank sitzen wir hinten auf der Titanic wo die Kapelle spielt und der Bolsonaro säuft als erster ab :coolface:


Antwort
Zitat
beni
Beigetreten: 17.10.2006
BlackMember

Original von Fantomas741
Und in Brasilien fackelt der komplette Wald ab und die Regierung so: Wayne, dann können wir da unsere Rindsviecher drauf packen und Palmöl anbauen :profit:

Edit:
Gott sei dank sitzen wir hinten auf der Titanic wo die Kapelle spielt und der Bolsonaro säuft als erster ab :coolface:

Gibt es denn ein Land, das du als Vorbild siehst?


Antwort
Zitat
Coach
Paxis
Beigetreten: 01.11.2006
BlackMember

Brasilien bekämpft die Waldbrände. Bei den Ausmaßen die das dort nun angenommen hat wollen die Einwohner das ja selber nicht haben. Es werden auch Ermittlungen unternommen um rauszufinden wer die illegalen Brände gelegt hat. Problem war einfach das Bolsonaro ein ziemlicher Dummkopf war mit seinen Aussagen zum Regenwald und sich dadurch Menschen, die Fläche brauchten, bestärkt darin sahen illegale Brandrodungen zu starten.

Eventuell führt die momentane Lage dazu dass man in Brasilien und auch ein Bolsonaro in Zukunft anders handeln und denken wird. Die Frage ist nur wann man die Lage in den Griff bekommt.


Antwort
Zitat
skyvol
Beigetreten: 07.04.2008
Elite Grinder

Original von beni

Original von Fantomas741
Und in Brasilien fackelt der komplette Wald ab und die Regierung so: Wayne, dann können wir da unsere Rindsviecher drauf packen und Palmöl anbauen :profit:

Edit:
Gott sei dank sitzen wir hinten auf der Titanic wo die Kapelle spielt und der Bolsonaro säuft als erster ab :coolface:

Gibt es denn ein Land, das du als Vorbild siehst?

- Deutschland hat eine recht gute Waldpolitik (nachdem man den Europäischen Urwald über Jahrhunderte komplett vernichtet hat). Bei uns entsteht inzwischen mehr Wald, als gerodet wird. Auch dank des Waldsterben, damals hat man viel in die Wege geleitet, um den Wald zu schützen. Über die Zusammensetzung Mischwald vs Monokulturen kann man sicher streiten und wird ja auch viel gestritten. ZB in Brandenburg, dem afaik waldreichsten deutschen Bundesland, wo es seit einigen Jahren verheerende Waldbrände gibt (klimabedingt katastrophen) wurde es lange versäumt, auf widerstandsfähige Mischwälder zu setzen.
In dem sehr lesenswerten Buch Holz- von Joachim Radkau beschreibt er detailliert wie sich der deutsche Wald seit der Antike entwickelt und verändert hat, und dass die heutige Waldpolitik Ergebnis jahrhundertelanges Streits zwischen den verschiedenen Waldnutzern ist. (zB Jagdwald vs Mastwald usw.) Daraus auch ein paar Beispiele:

- Ähnlich sieht es in Japan aus. Nachdem man fast die ganze Insel gerodet hatte (gefolgt von Hungersnöten), hat man ab dem frühen 18. jahrhundert realisiert wie wichtig der Wald ist und strikte Forstgesetze mit drakonischen Strafen erlassen, dazu gezielte Aufforstungen.

- Aus historischen Gründen hat Indien seine Wälder nie stark ausgebeutet, die hatten bereits 1670 Waldschutzgesetze, früher als alle anderen.

- Neuzeitliche Aufforstungsprojekte gibt es zum Beispiel in China ("Die grüne Mauer"), um gegen die Verwüstung anzukämpfen. Sowie in Afrika das sogenannte AFR100 (African Forest Landscape Restoration Initiative).

Hier auch eine interessante Karte, wo man aufforsten könnte:
Neue Wälder als Klimaretter?
Aufforstung von 900 Millionen Hektar Wald könnte zwei Drittel der CO2-Emissionen schlucken

Wäre natürlich schön, wenn Brasilien von den Fehlern anderer Ländern lernen würde.


Antwort
Zitat
BudSpencer8
Beigetreten: 16.06.2008
Oldschool Grinder

https://www.welt.de/wirtschaft/article199055379/Amazonas-Brennen-fuer-das-Soja-Business.html

Lokale Medien berichten, etwa aus dem Bundesstaat Pará, dass Viehzüchter sich zusammenschließen, um das politische Desinteresse am Regenwald auszunutzen.

An einem „Tag des Feuers“ sollen sie gemeinsam Brände gelegt und sich damit an ihren Präsidenten gewandt haben. Die Botschaft: „Der einzige Weg, um Weiden zu schaffen, ist, den Wald zu vernichten.“

Dreckschweine. Jetzt braucht es internationalen Druck auf Brasilien damit sie mit der Scheisse aufhören. Egal ob man an den (menschengemachten) Klimawandel glaubt oder nicht. Regenwälder abzufackeln um dann für ein paar Jahre Monokulturen anzubauen bevor die Regenfälle den fruchtbaren Boden weggespühlt haben ist echt das Letzte.


Antwort
Zitat
Coach
Paxis
Beigetreten: 01.11.2006
BlackMember

Bolsonaro hat jetzt die Armee ausgesandt um gegen die Waldbrände und angeblich auch die Brandstifter vorzugehen. Die Waldbrände wären aber schon lange außer Kontrolle. Trump hat Unterstützung angeboten und da die Brände in Bolivien angekommen sind fangen die jetzt auch mal mit dem Löschen an.
Ich verstehe nicht warum es nicht schon länger einen Zusammenschluss von den Ländern dort gibt um die Brände grenzenübergreifend zu bekämpfen. Gerade die reicheren Länder hätten da schon lange mit Brasilien zusammenarbeiten müssen. Kann natürlich sein das Bolsonaro das nicht will weil es ja eine "innere Angelegenheit ist" :facepalm:


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Zitat
Synovate
Beigetreten: 10.12.2008
Poker Player

Um ehrlich zu sein finde ich die Empörung über Brasilien etwas heuchlerisch.
Brasilien hat Waldflächen von knapp 5 Millionen Quadratkilometer und damit weit mehr als 40 mal so viel Wald wie Deutschland. Das gesamte Land besteht zu knapp 60% aus Waldflächen. Deutschland hat im Vergleich dazu 32,7% Waldflächen.
Damit tut Brasilien nach wie vor verdammt viel fürs Klima. Und die ganzen Industrienationen, die ihre Waldflächen seit mehreren Jahrhunderten massiv dezimiert haben, gehen jetzt auf die Barrikaden.
Grundsätzlich ist es erstmal das Recht der Brasilianer Teile ihre Waldflächen in Nutzflächen umzuwandeln. Das haben andere Länder vorher genau so gemacht um ihre wirtschaftliche Entwicklung zu fördern. Und Brasilien ist sicher nicht dafür verantwortlich, dass bspw. die Europäer ihre Waldflächen dermaßen dezimiert haben, dass sie jetzt darauf angewiesen sind, dass andere Länder nicht dasselbe tun.
Wenn es gewollt und für das Klima notwendig ist, dass die brasilianischen Waldflächen erhalten bleiben, dann sollten andere Länder Brasilien dafür entschädigen, dass sie ihre Wälder erhalten. Jedenfalls kann man nicht verlangen, dass Brasilien auf wirtschaftliche Entwicklung verzichtet und ohne Kompensation die miserable CO2-Bilanz der Industrienationen ausgleicht.


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Zitat
HijackerStar
Beigetreten: 07.07.2008
Poker Player

Ja.
Wirtschaftshilfe bsw. durch bessere Handelskonditionen wären ein Mittel.


Antwort
Zitat
BudSpencer8
Beigetreten: 16.06.2008
Oldschool Grinder

Ihnen den Regenwald quasi abzukaufen halte ich in der Tat für keine so schlechte Idee. Was den Vergleich mit unseren Wäldern angeht so bin ich kein Botaniker aber meines Wissens ist Regenwald um ein vielfaches potenter wenn es um das Speichern und Umsetzen von CO2 geht als unsere hiesigen Wälder. Hinzu kommt das mit den Bränden auch noch Unmengen CO2 (vollkommen sinnlos) in die Atmosphäre abgegeben werden. Es ist auch einfach so eine unfassbare Untat meiner Meinung nach die extrem vielfältige Tierwelt in den Regenwälder gegen irgendwelche Monokulturen zu ersetzen welche dann widerum nur durch den massiven Einsatz von Pestiziden überhaupt rentabel nutzbar sind. Das alles stinkt so dermaßen zu Himmel.

Aber grundsätzlich hast du Recht Brasilien hat ein Anrecht auf wirtschaftliche Entwicklung und sie scheinen diese nunmal ausgerechnet durch Landwirtschaft erreichen zu wollen. Somit wäre eine Entschädigung angemessen.


Antwort
Zitat
BudSpencer8
Beigetreten: 16.06.2008
Oldschool Grinder

Original von HijackerStar
Ja.
Wirtschaftshilfe bsw. durch bessere Handelskonditionen wären ein Mittel.

Nur wenn es im Gegenzug tatsächlich zu einem Ende der Brandrodungen kommt. Es braucht auch Gesetzesänderungen. Das ganze kennt man aus Griechenland. Nach einem Waldbrand wird die Fläche zum Bauen freigegeben, folglich gibt es ein Interesse daran Waldbrände zu legen und das passiert dort auch regelmässig. Dasselbe in Brasilien, abgebrandte Regenwaldflächen werden automatisch freigegeben für landwirtschaftliche Nutzung. Somit haben die Bauern immer einen Nutzen daraus und logischerweise ein hohes Interesse Feuer zu legen. Dieser Automatismus muss ein Ende haben und Brandstiftungen erledigen sich von selbst. Abgebrandte Gebiete müssen quasi brach bleiben.


Antwort
Zitat
beni
Beigetreten: 17.10.2006
BlackMember

Kann jemand portugiesisch?

http://queimadas.dgi.inpe.br/queimadas/portal-static/estatisticas_paises/

Das soll zeigen, dass die aktuellen Zahlen ziemlich genau durchschnittlich sind. Brasiliens Bevölkerung ist rasant gewachsen, irgendwie logisch, dass die unberührte Natur da ein Stück weichen muss.


Antwort
Zitat
HijackerStar
Beigetreten: 07.07.2008
Poker Player

Bevölkerungswachstum ist wie immer das größte Problem.
Man müsste Naturschutzgebiete deklarieren. Sodass auch nach Bränden, die dadurch auch minimal gehalten werden, keine andere Nutzung nachgegangen werden darf.


Antwort
Zitat
BudSpencer8
Beigetreten: 16.06.2008
Oldschool Grinder

Die Flächen werden ja nicht mit Hochhäusern vollgeplaster sondern werden genutzt um Soja anzubauen welchen man dann exportiert. Brasilien ist aktuell der grösste Exporteur zB für Soja. Das hat also nix mit Platzmangel oder wir müssen unsere Bevölkerung ernähren zu tun sondern einzig und alleine mit Wirtschaftswachstum. Ist verständlich irgendwo aber es gibt definitiv keinen Zwang sich in diese Richtung zu entwickeln. Andrer Länder haben quasi 0 Agrarflächen und entwickeln sich hervorragend.


Antwort
Zitat
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