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[Geschlossen] Wie habt ihr Englisch gelernt?

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EilatOne
Beigetreten: 11.11.2010
PokerStrategist

hasse deutsch (nicht weil ich es nicht kann) deshalb englisch

wenns nach mir ginge wären alle sprachen bis auf englisch schon längst abgeschafft

fing nach schulenglisch bei mir zuerst mit internet rund um software programmierung und script-kiddie spielen an und ging dann ab wie ne rakete nachdem ich die ersten kinofilme im o-ton gesehen bzw. besser gesagt gehört habe

seit dem nur noch o-ton wo geht oder alternativ mit englischen untertiteln, deutsche produktionen sowohl im original als auch - sofern interessant genug - die jeweilige englische version

bücher: originalsprache sofern deutsch oder englisch, englisches zeug natürlich bevorzugt, deutsches gibts nicht vieles was mich interessiert, ansonsten wenn z.b. französisch oder so dann die englischen versionen

langenscheidt oder übersetzungsprogramm für einzelne wörter benutze ich dabei kaum, das meiste ergibt sich aus dem zusammenhang

ist sicher noch verbesserbar aber bis jetzt reichts ...

mein komplettes windows mit sämtlichen programmen läuft auf englisch

warum ich hier auf der deutschen seite unterwegs bin keine ahnung

der auslöser voll auf der englisch-schiene unterwegs zu sein waren aber kinofilme die ich aus dem deutschen kannte und dann erstmals im o-ton gesehen bzw. gehört habe: unglaublich die unterschiede ... angefangen von total falschen übersetzungen über das weglassen von wörtern/sätzen, das verlorengehen von pointen und überhaupt und allgemein ...

gibt natürlich auch negatives im englischen: z.b. arnold schwarzenegger in terminator


exe203
Beigetreten: 04.03.2008
Oldschool Grinder

hab irgendwann angefangen ab nem bestimmten alkoholpegel auf öffentlichen partys nur noch englisch zu sprechen und zu behaupten ich wär aus südafrika.

achja: ansonsten auch schule, serien, filme, internet und im ausland halt


luxxx
Beigetreten: 21.12.2006
Oldschool Grinder

Die Story ist immer die gleiche.

Englische Serien sind das Nonplusultra des Englisch Lernens.

In der Schule habe ich mich im Unterricht quasi muendlich nie beteiligt, wenn's nicht gerade 3-8 Worte Antworten waren.
Quasi nie Vokabeln gelernt und mich mit schriftlicher Leistung auf 3er Level gehalten.

In der 12. Klasse haben wir dann einen Lehrer gehabt, bei dem wir gelernt haben, wie man Texte gut aufbaut, um locker das Abi zu machen.
Wenn man erstmal das Vokabular hat, um Charaktarbeschreibungen und Stilmittel richtig einzusetzen und dann noch ein wenig lernt, wie man Bindewoerter richtig nutzt, war das easy going.
Grammatik hatte ich schon immer drauf, ich hatte Latein, da faellt so ein wenig englische Grammatik nicht mehr wirklich schwer.

Zur gleichen Zeit habe ich angefangen die ersten Serien zu schauen, am Anfang eher einfache Sachen wie Friends, Buffy, Angel und hin und wieder mal einen Film.
Das waren noch Zeiten, wo die Verfuegbarkeit noch eher maessig war und der Download noch bei weitem nicht so komfortable war wie heute.

Im Abi dann 11 Punkte schriftlich eingeholt, ohne wirklich bewusst englisch sprechen zu koennen.

Nach und nach habe ich dann den Serienkonsum gesteigert, im Studium hat man einfach mehr Zeit fuer solche Dinge.
Am besten ist es, wenn man gleich viele Folgen am Stueck schaut, so kann man sich an die Sprechweise einzelner Charaktaere sowie deren Vokabular schneller gewoehnen.
Irgendwann kommt der Punkt, wo es "klick" macht und man nicht mehr realisiert, dass es kein deutsch ist.

Im vierten Studienjahr bin ich dann zum Auslandsstudium nach Irland, ohne wirklich vorher mal englisch gesprochen zu haben ueber mehr als 5 Saetze, war ich voellig ueberrascht, dass ich ohne Schwierigkeiten fliessend sprechen konnte und das quasi ohne den typisch deutschen Akzent.
Selbst den harten irischen Akzent konnte ich in kurzer Zeit relativ gut verstehen.
Auch das staendige Suchen nach der richtigen Vokabel fiel komplett weg, da ich in der Lage war, das schon im Ansatz zu umgehen.

Nach ca. einer Woche habe ich schon fast ausschliesslich auf englisch gedacht., nach ca. zwei Monaten habe ich den Akzent drauf gehabt.

Durch das staendige Hoeren der Sprache trainiert man sein Gehirn automatisch. Teilweise sind komplette Formulierungen in meinem Kopf verankert, die ich auf die Schnelle gar nicht so 1zu1 ins Deutsche uebersetzen koennte.

Das wichtigste ist es, egal ob Schreiben oder Sprechen, dass man nur noch englische Saetze baut und nicht versucht zu uebersetzen.
Grammatikalisch richtig zu sprechen kann man nach kurzer Zeit auch, weil sich die grammatikalisch falschen Sachen einfach schon falsch anhoeren.

Summa Summarum, man braucht nur genug "Exposure" zur Sprache, dann lernt man die von ganz alleine. Wer in der Schule nicht voellig abgeschaltet hat, der hat die richtigen Grundvoraussetzungen allemal.


schule, cs und das verlangen, meinen flame-wortschatz aufzustocken


FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010
PokerStrategist

Original von luxxx
Die Story ist immer die gleiche.

Englische Serien sind das Nonplusultra des Englisch Lernens.

Am besten ist es, wenn man gleich viele Folgen am Stueck schaut, so kann man sich an die Sprechweise einzelner Charaktaere sowie deren Vokabular schneller gewoehnen.
Irgendwann kommt der Punkt, wo es "klick" macht und man nicht mehr realisiert, dass es kein deutsch ist.

Durch das staendige Hoeren der Sprache trainiert man sein Gehirn automatisch. Teilweise sind komplette Formulierungen in meinem Kopf verankert, die ich auf die Schnelle gar nicht so 1zu1 ins Deutsche uebersetzen koennte.

Das wichtigste ist es, egal ob Schreiben oder Sprechen, dass man nur noch englische Saetze baut und nicht versucht zu uebersetzen.
Grammatikalisch richtig zu sprechen kann man nach kurzer Zeit auch, weil sich die grammatikalisch falschen Sachen einfach schon falsch anhoeren.

Stimmt so nicht ;-)

Im Prinzip nehmen sich Bücher und Serien nichts, es kommt drauf an, in was man besser "reinkommt" und welcher Lerntyp man ist.

Mir persönlich fällt es megaleicht, in nem Buch zu versinken und irgendwann hab ich dann angefangen mir die Bücher im Original zu holen(thx, Harry Potter), weil billiger und eher auf dem Markt.

Dann erreicht man halt auch den Punkt wo man zwischen den Sprachen wechseln kann, das hab ich dann in Schweden das erste mal erlebt, wo ich nach 2 Tagen kein Deutsch mehr konnte, einfach weil ich auf Englisch gedacht habe^^

Soll jetzt keine Kritik an deinem Post sein, ich find nur, dass man aus Büchern genauso gut lernen kann(halte mein Englisch auch für relativ gut).


n1nfactor
Beigetreten: 04.07.2007
Poker Player

Basics : Schule
Rest: In Schottland gewohnt & gelebt lange Zeit


Stoxx81
Beigetreten: 02.09.2006
PokerStrategist

@luxx: Was du schreibst ist ja im Grundsatz richtig, aber ich habe einen Kritikpunkt: Ein Deutscher der halbwegs erwachsen ist, der wird es nicht mehr schaffen akzentfrei Englisch zu sprechen. Das ist ein Märchen wie ich es immer wieder höre und die meisten Leute verwechseln da einfach akzentfrei und fließend miteinander. Nur weil einem gesagt wird, dass man akzentfrei spreche ist das noch lang nicht so. Ist doch im Deutschen nicht anders: Meine Mitbewohnerin ist Russin und lebt seit ein paar Jahren in Deutschland. Ich würde ihr attestieren, dass sie "perfekt" Deutsch spricht. Also man kann sich mit ihr genauso unterhalten wie mit jedem anderen hier (oder vielleicht sogar besser) und Fremdwörter etc. sind alles kein Problem., Nichtsdestotrotz hört man eindeutig den Akzent durch...


klaus8003
Beigetreten: 28.08.2006
PokerStrategist

Man kann aber die russische/deutsche nicht mit der deutschen/englischen Aussprache vergleichen.
Weiß nicht genau wie ich das jetzt beschreiben soll, aber alleine von der Aussprache der einzelnen "Laute" wird eine Russe od. Slawe nie akzentfreies Deutsch sprechen, wobei die weichere englische Aussprache von deutschsprachigen Menschen durchaus gut "imitiert" werden kann.


Stoxx81
Beigetreten: 02.09.2006
PokerStrategist

Gut, dann nehmen wir die amerikanische Frau vom Bruder meines Schwagers oder die Nazi-Flüchtlinge die ich in meinem Austauschjahr getroffen hab die seit 60 Jahren in den Staaten wohnten. ;)


n1nfactor
Beigetreten: 04.07.2007
Poker Player

Das ist doch Fakt. Einen Akzent kann man nicht wegtrainieren. Schon garnicht im hohen Alter.. Aber ist das überhaupt wichtig?? ;)


Stoxx81
Beigetreten: 02.09.2006
PokerStrategist

Eigentlich nicht. Ich hab da einfach ein ungesundes Verhältnis zu der Behauptung seit meinem Austauschjahr. Weil es einfach ständig Leute gibt die dann "doch, doch... völlig akzentfrei" sagen und das selber garnicht unterscheiden können. Ich komme auf die Nummer einfach völlig unnötigerweise nicht klar. Ist wie jemand der "Atlasse" oder "Kaktusse" sagt, für mich...


menschen wollen sich nunmal einfach immer besser darstellen als sie in wirklichkeit sind
aus fließend wird dann akzentfrei
aus "naja, ganz ok" wird dann fließend usw

mein englisch ist auf dem "naja ganz ok" niveau. also mich kann jeder der halbwegs englisch kann verstehen, aber hin und wieder fehlt mir mal nen wort oder ich mache nen fehler, meine aussprache ist etwas holprig. passiver wortschatz ist natürlich deutlich größer als der aktive, aber das ist normal wenn man nie im ausland gewohnt hat ;)

gelernt wie fast alle anderen hier auch in der schule motiviert durch internet. von ner 4-5 in den ersten jahren auf ne 1-2 als ich mein abi gemacht habe :P


FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010
PokerStrategist

Es gibt gar kein "akzentfrei", im besten Fall nimmt man einen Dialekt an, wenn man sehr lange Zeit in einer Gegend wohnt, ansonsten nicht.

Selbst bei Muttersprachlern erkennt man die regionale Färbung in der Hochsprache;-)


luxxx
Beigetreten: 21.12.2006
Oldschool Grinder

Original von Stoxx81
@luxx: Was du schreibst ist ja im Grundsatz richtig, aber ich habe einen Kritikpunkt: Ein Deutscher der halbwegs erwachsen ist, der wird es nicht mehr schaffen akzentfrei Englisch zu sprechen. Das ist ein Märchen wie ich es immer wieder höre und die meisten Leute verwechseln da einfach akzentfrei und fließend miteinander.

Ich kann dir nur sagen, dass alle mir erzaehlt haben, dass ich keine Akzent hatte bzw. keinen deutschen.
Dadurch, dass deutsch einen aehnlichen Sprechfluss hat wie das Englische, ist das deutlich leichter. Hinzu kommt, dass der irischen Akzent zum einen viele verschiedene Auspraegungen hat, so dass leichte Abweichungen davon sowieso kaum auffallen und dass viele Lautverschiebungen viel naeher am Deutschen sind als dass das im "Oxford" Englisch der Fall waere.
So lange man durchgaengig eine Sprache spricht, ist das auch viel leichter, als wenn man staendig wechselt.
Ich will auch nicht behaupten, dass das jetzt immer noch so ist. Mitlerweile wird mein Akzent wieder mehr ein Gemisch auch amerikanischen und irischem sein, wenn ich dann wieder anfangen wuerde es regelmaessig zu sprechen.

Bei slawischen Sprachen oder speziell franzoesisch ist das viel schwerer, weil diese Sprachen ganz anders aufgebaut sind.

Englisch durch Buecher lernen ist zwar effektiv fuer Wortschatzaufbau und allgemeines Gefuehl fuer die Sprache aber fuer Sprechfluss und Aussprache hilft es kaum.


Stoxx81
Beigetreten: 02.09.2006
PokerStrategist

Jau, glaub ich dir sofort, dass das alle gesagt haben und vielleicht auch so empfunden haben. Wurde mir und auch Freunden von mir auch schon gesagt. Es ist bloß leider nicht möglich und deshalb meist Freundlichkeit/Unwissenheit des gegenüber. Wie gesagt ist n "pet peeve" von mir, die Nummer mit dem akzentfreien Englisch...


Original von FiftyBlume
Es gibt gar kein "akzentfrei", im besten Fall nimmt man einen Dialekt an, wenn man sehr lange Zeit in einer Gegend wohnt, ansonsten nicht.

Selbst bei Muttersprachlern erkennt man die regionale Färbung in der Hochsprache;)

akzent und dialekt sind doch 2 unterschiedliche dinge...
akzentfrei heißt das man wenn man denjenigen hört denkt es sei seine muttersprache... ein bayer spricht auch durchaus akzentfrei deutsch, er hat nur nen üblen dialekt :P

@luxxx:
nimm halt mal was auf, dann können wir uns ja davon überzeugen ;)


eplc
Beigetreten: 23.01.2005
Elite Grinder

Original von EilatOne
hasse deutsch (nicht weil ich es nicht kann) deshalb englisch

wenns nach mir ginge wären alle sprachen bis auf englisch schon längst abgeschafft

fing nach schulenglisch bei mir zuerst mit internet rund um software programmierung und script-kiddie spielen an und ging dann ab wie ne rakete nachdem ich die ersten kinofilme im o-ton gesehen bzw. besser gesagt gehört habe

?(


FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010
PokerStrategist

Original von j0nsn0w

Original von FiftyBlume
Es gibt gar kein "akzentfrei", im besten Fall nimmt man einen Dialekt an, wenn man sehr lange Zeit in einer Gegend wohnt, ansonsten nicht.

Selbst bei Muttersprachlern erkennt man die regionale Färbung in der Hochsprache;)

akzent und dialekt sind doch 2 unterschiedliche dinge...
akzentfrei heißt das man wenn man denjenigen hört denkt es sei seine muttersprache... ein bayer spricht auch durchaus akzentfrei deutsch, er hat nur nen üblen dialekt :P

@luxxx:
nimm halt mal was auf, dann können wir uns ja davon überzeugen ;)

Ja okay, wenn akzentfreiso definiert, dann ist es durchaus möglich(dann kenn ich aber auch viele, die gar keine muttersprache haben)...

ich hätte jetzt akzentfrei als "man kann nicht aufgrund spezieller Merkmale in der Aussprache erkennen, woher der Sprecher kommt" und das ist halt unmöglich:)


chris1989
Beigetreten: 04.04.2007
Elite Grinder

In der Schule immer Klassenschlechtester in Englisch gewesen, durchgehend von Anfang bis Ende...
Einfach kein Bock auf irgendwelche Fremdsprachen gehabt.

Da ich allgemein sehr Faul gewesen bin, hat das Abi auch gelitten und ich hab dann keinen Studienplatz in GER bekommen.

In einer Spontanaktion dann Stipendium in den USA angenommen und ploetzlich war dann auch ne Motivation da zu lernen.

Erstmal easy mit Disney Serien/Filmen angefangen.(Ist ja immerhin fuer kleine Kinder, sollte man dann auch hinbekommen ) Am meisten haben dann spaeter aber die Friends Staffeln geholfen.
+ Viele andere Serien und nach nem halben Jahr konnte ich soviel das ich Englisch fliessend verstehen konnnte... sprechen noch nicht.

Aber wenn man dann in den USA zu sprechen "gezwungen" wird, kommt alles irgendwie von selbst.

Letztes Semester dann den Englisch Kurs mit einem "A" abgeschlossen. _cool:


luxxx
Beigetreten: 21.12.2006
Oldschool Grinder

Warum soll man denn nicht akzentfrei englisch sprechen koennen?

So lange man in der Lage ist, alle Laute der Sprache zu sprechen und man die richtige Betonung der Worte benutzt, hat man doch schon alle Voraussetzungen.

Im Englischen gibt's eigentlich nur das "th" was es im Deutschen nicht gibt.

Solange man nicht versucht die Worte so wie sie geschrieben sind, auch zu lesen mit dem "deutschen" Alphabet, sondern sie als ganze Worte lernt wie sie klingen, kann man die einzelnen Worte schonmal ohne Fehler aussprechen.
Dazu muss man dann nur noch die Feinheiten des Sprechflusses lernen, also welchen Worte werden gerne zusammengezogen, welche Silben eher verschlucht etc. pp.

Deswegen ist eben das staendige Hoeren der Sprache wichtig. Wer dagegen viel vom geschriebenen Text lernt (vor Allem neue Worte) der gewoehnt sich schnell eine deutschere Aussprache an.

Bei vielen ist es einfach nur Faulheit, dass ihnen egal ist, wie nah sie an der originalen Aussprache dran sind. Solche Leute werden den Akzent dann auch nie mehr los.
Ich habe mich eben in der Schule damals muendlich fast nie beteiligt und habe mir daher ganz am Anfang gar nicht erst einen deutschen Akzent angewoehnt.


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