Original von Witman
Original von jtpied
gtd is ganz gut. nutz ich auch und gibt es auch wissenschaftliche ansätze um die theorie zu belegen.
Das Buch hab ich auch gelesen... ich hatte dabei aber nicht das Gefühl, dass das für "faule" oder unmotivierte Leute Sinn macht... Ich denke die dort vorgestellten Methoden sind eher für Menschen gedacht, die einfach viel zu viel um die Ohren haben, und sich einfach besser (effektiver) organisieren müssen.
In den meisten Fällen hier ist es ja eher so, dass die Leute eher weniger zu tun haben und deswegen in eine Art Lethargie verfallen ("Ja, das muss ich ja nicht jetzt machen, das hat Zeit/ist nicht so wichtig etc.").
Oder hab ich das Buch komplett fehlinterpretiert? ♦
Hast schon in gewisser Weise recht. Aber du solltest mit den Ansätzen auch allgemein produktiver werden. Alleine die Externalisierung von Informationen/Aufgaben auf Papier/anderes Medium macht imo ziemlich viel aus. Kognitionspsychologisch sind auch weitere Ideen durchaus interessant.
Aber ich stimme dir zu, die meisten Leute hier sprechen nicht von Organisationsproblemen, sondern von Volitions/-Motivationsproblemen. Wenn man nicht weiss was man will, oder es nicht stark genug will, hilft einem auch GTD nichts. GTD kann dann bei der Umsetzung helfen, die Frage wäre aber zunächst: was will ich und warum will ich das.
Noch kurz zur GTD:
Richtige Belege dafür, dass es wirkt, gibt es aber nicht und ist auch nicht wirklich machbar, denn bei GTD ist Produktivität nicht gleichzusetzen mit Effizienz. Das macht es ja auch so besonders, zumindest nach meinem Kenntnisstand sagt der Autor: die klassischen Organisationsstrategien funktionieren heutzutage nicht mehr, weil sie darauf aufbauen, dass wir Prioritäten und Ziele absolut festlegen können. Aber in unserer modernen Zeit kann sich von einem auf den anderen Tag ziemlich viel ändern und ich könnte plötzlich neue Ziele haben, die alten werden irrelevant, waren gestern aber extrem wichtig. Deshalb sollten wir einfach schauen, dass wir möglichst viel erledigen können, die Priorität spielt dann eine sekundäre Rolle (keine unwichtige). Die Idee ist doch z.B. auch nicht nach Projekten zu gliedern, sondern nach Orten -> wenn ich telefonieren muss, dann mache ich gleich alle Telefonate, die an diesem Tag gemacht werden müssen.
GTD kann aber kognitionspsychologisch durchaus begründet werden und wahrscheinlich auch evaluiert werden, dann aber nur subjektiv.