Ich hab mich für die Spende für den WWF entschieden, weil sie mir dieses eine Projekt näher erleutert haben. Und zwar haben sie bereits einige Stellen im brasilianischen Regenwald 'gekauft' und somit vor der Rodung geschützt, derzeit soll aber quer durch den Kontinent ein Transrapid gezogen werden und die haben die Befürchtung, dass es bei der Straße allein nicht bleibt. Es werden auch Tankstellen benötigt und Ansiedlungen, und Großlager etc. Daraus würde eine noch viel größere Rodung entlang dieser Straße(n) entstehen. Das wollen sie verhindern indem sie das eine Stück kaufen, um sozusagen den direkten Weg zu blockieren. Auf die Weise wird auch ein Großteil des Waldes im Hinterland geschützt, da die Anden eine natürliche Barriere darstellen.
Das fand ich nicht schlecht und dachte so bei mir, auch mit nur BaFÖG sind meine Ansprüche nicht so hoch, dass ich unbedingt drauf angewiesen bin. Also kann ich damit auch was gutes tun. Und etwa 100€ pro Jahr reißt mir kein Bein aus.
Übrigens kam eine alte Schnalle im Prozess der Erklärung des Projekts an den Mitarbeiter heran und warf ihm nur schnell an den Kopf das das 'Elend' in Deutschland ja viel näher läge und man lieber dafür spenden sollte, und das das, was sie dort tun würden ja eine Unverschämtheit wäre. Ohne sich auf eine Diskussion einzulassen ist sie sofort abgezogen. Die Frage ist, obs uns hier wirklich SO schlecht geht? Ob Deutschland so ein ungastliches Land mit unnötigem Leid und Naturkatastrophen am Laufenden Band und (wirklicher!) Armut ist? Ich denke wir leben hier in einem Schlaraffenland und wer das nicht checkt hat entweder zu hohe Ansprüche oder keinen Bezug zur dritten Welt. Was nicht heißt, dass man nicht auch für deutsche Projekte spenden kann/sollte. Aber das zeigt imho wieder wie egoistisch manch einer ist und nur für seinen Nutzen eintritt, nämlich gefälligst nur regional etwas zu tun. Ich finde das kaum vertretbar, weil die alte Kuh auch nicht grad notleidend aussah und recht wohlgenährt.
Meine Meinung ist, wenn der Regendwald irgendwann komplett weg ist dann kann sich der Mensch wohl auch verabschieden. Dann hats auch nix gebracht jetzt mit Milliardenspenden ein paar Leute in Afrika zu füttern und davon 90% auf dem Weg dorthin durch die (bzw verschiedene) Organisationen mysteriöserweise verschwinden. Aber das ist nur meine Meinung.