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Drei mal Hörsturz innerhalb von fünf Monaten - Ursache Krafttraining?

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quarktasche
Beigetreten: 19.04.2008
Oldschool Grinder

Hey liebe Community,

ich schreib hier etwas aus der Verzweiflung heraus, habe aber die Hoffnung, dass es hier Leute gibt, die etwas ähnliches durchgemacht haben bzw. ihre Erfahrungswerte beisteuern können:

Ich hatte im Oktober, November und jetzt wieder im März insgesamt drei Hörstürze. Die ersten beiden waren harmlos und heilten innerhalb von 48 Stunden wieder aus. Den letzten trag ich seit zwei Wochen mit mir rum, begleitet von einem Tinnitus. Die Beeinträchtigung liegt im Hochton-Bereich, Hörminderung ist minimal und beeinträchtigt mich im Alltag nicht. Der Tinnitus nervt aber extrem beim Einschlafen.

Zunächst dachten die Ärzte und ich: Stress. Ich hab im September mein juristisches Staatsexamen beendet, das natürlich mit einer hohen Belastung einher ging (60h-Woche, recht einsames Lernen, hoher psychischer Druck, bin auch ein sehr ehrgeiziger Typ), habe aber am Ende super abgeschnitten. Die Ärzte meinten, so ein Hörsturz kommt oft in der Phase nach dem Stress, in welcher der Körper zur Ruhe kommt, als eine Art Post-Reaktion. Ich nahm das damals sehr ernst. Seit diesem Zeitpunkt habe ich eine lockere vier-Tage-Woche in einer Kanzlei, gebe dort bewusst immer nur 80%. Arbeitszeiten von 9-19 Uhr. Privat bin ich zZ wirklich super glücklich. Mein Referendariat beginnt erst im August, vorher gehts noch einen Monat nach Bali mit Freundin. Also eigentlich alles easy going.

Im März hats mich deswegen echt überrascht, vor allem ist er ja dieses Mal noch viel schlimmer. Meine HNO meint, dass Stress als Ursache jetzt zunehmend unwahrscheinlich wird. Ist vielleicht der Sport (mit-)ursächlich?

Ich trainiere seit 10 Jahren im Fitnessstudio. Anfangs nur gepumpt, mittlerweile konzentrier ich mich auf Grundübungen. Trainierte nach 5x5 oder 6x6, auch mal kombiniert mit 10x3 im Zweier-Split, vier mal wöchentlich. Ich empfinde das Training als intensiv, aber auch als große Bereicherung, kann dort gut abschalten. Zudem sitz ich ja sonst den ganzen Tag am Schreibtisch, deswegen aus meiner Sicht auch gesundheitlich ein gewinnbringender Ausgleich. Verletzt war ich nie, vielleicht mal ein paar Wehwehchen im ISG, aber nie was ernstes. Ich nehme mir vor jeder Trainingseinheit Zeit fürs Dehnen, Mobilisieren und Aufwärmen. Zuletzt (also unmittelbar vor dem Hörsturz) habe ich auch mal nach RPE trainiert, dh. die erste Einheit der Woche nach RPE8 (6x6), die zweite RPE10 (10x3), um meinen Stresspegel vor allem unter der Woche bewusst reduzieren zu können. Kraftwerte sehr im Anfängerbereich, Kniebeuge hatte ich zuletzt mit 80kg im 3er-Wdh-Bereich trainiert, Kreuzheben 125kg im 3er-Wdh-Bereich. Bankdrücken hatte ich seit meinen ISG-Problemen vorsichtshalber gar nicht mehr gemacht, würde mich da aber so im 75er Bereich einordnen (ebenfalls x3). Wiege selbst 75kg, rauche nicht, trinke wenig Alkohol, ernähre mich gut.

Meine HNO hatte die HWS im Verdacht, war dann beim Orthopäden, der meinte es ist alles gut, ich sei super beweglich. Habe dennoch mal Physio bekommen, der sich auch meinen Kiefer anschaut.

Jetzt meine Frage an euch: Hat irgendwer Erfahrungen, die mein Leiden mit dieser Art von Training verbinden? Die Hörstürze traten nie während, sondern immer 12-48 Stunden danach auf. Und in zwei von drei Fällen nach langen Bürotagen (also Training -> langer Bürotag -> Hörsturz), beim ersten mal aber während des Schlafens in der Nacht nach einer Einheit.


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3 Antworten
Qinii
Beigetreten: 03.01.2012
PokerStrategist

Kann nichts zum Hörsturz beitragen aber wieso liften und squatten bei ISG Problemen, benchen aber nicht?


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SteveWarris
Beigetreten: 28.03.2007
Oldschool Grinder

Ich kann nur von einem Arbeitskollegen berichten der wegen extremen Stress 2x einen Hörsturz hatte und sich beruflich dann komplett um orientiert hatte um den Stress raus zu nehmen.

Wie sieht es mit deiner Atmung beim Liften aus? Pressatmung in den Bauch? Machst du auch mal komplette deloads?


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quarktasche Themenstarter
quarktasche
Beigetreten: 19.04.2008
Oldschool Grinder

Die ISG-Probleme habe ich nur beim Benchen bekommen. Lag wohl daran, dass mein Brücke nicht gut war und/oder meine Hüftbeuger verkürzt. Stretche die jetzt und achte darauf, im unteren Rücken trotz Brücke neutral zu bleiben, die Überstreckung also auf den oberen Teil zu verlagern und gering zu halten. Da ein leichter Schmerz dennoch verblieb, habe ich es erstmal gut sein lassen und mache jetzt halt Dips. Wollte in einem Monat oder so wieder starten.

Pressatmung in den Bauch ja. Komplette Deloads in letzter Zeit nicht. Sicher ein Punkt, der zu zusätzlichem Stress-Input führte, das es mir schwer fiel, z.B. nicht bis RPE10 zu gehen, sondern bei 8 zu bleiben. Andererseits bin ich zZ in sattem Kcal.Plus, schlafe immer so 8h, und wollte halt mal etwas stärker werden, an Deloaden dachte ich daher nicht. Daher guter Punkt, danke!


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