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SteveWarris
Beigetreten: 28.03.2007

Bin bei allen Sportblogs in.


Antwort
Zitat
Matti69
Beigetreten: 09.01.2007

Meiner Meinung nach ist das ganze Themengebiet Ernährung durch die methodischen Schwierigkeiten so dermaßen unübersichtlich, dass es wenige pauschal gültige Ratschläge à la "iss wenig Zucker" gibt.
Was sind die wichtigsten, von der wissenschaftlichen Evidenz gesicherten Verhaltensweisen, die man direkt jedem an die Hand geben kann?

Und wie geht man bei der individuellen Analyse möglichst strukturiert vor um herauszufinden welche Makro-Verteilung und welcher Ernährungstyp (mediteran, Keto, ...) am besten ist?

Vielen Dank btw. für deine top Beratung hier. Bin auch eher der lurker und habe einiges mitgenommen :)


Antwort
Zitat
_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

@King: Das kam bei mir im Rahmen des Parts "Sporternährung" leider nur im absolut kleinen Rahmen vor. Ich liste dir hier mal die Zusammenfassung aus dem Lehrbrief auf (Da es nur 4 Seite sind, ist die Zusammenfassung eigentlich ausreichend).
- Unterteilung Verletzung in 2 Phasen: Immobilisation & Atrophie, Rehabilitation & Hypertrophie
- 1. Phase: Durch Immobilisierung Reduktion der Kcal-Zufuhr & Proteinzufuhr erhöhen wegen bewegungsarmut-bedingter Atrophie.
- Möglichkeit außerdem, Leuzin zu supplementieren
- Möglichkeit Glutamin zu supplementieren (Immunsystem, Schleimhäute, Zellteilung)
- Zweite Phase erhöhter Energiebedarf da in Reha hier auch Ziel ist, Muskelaufbau zu betreiben
- Weiterhin erhöhter Proteinbedarf, wenn möglich weitestgehender Verzicht auf Alkohol

Das wars leider auch schon... Notizen immer gerne, kann dir auch den Lehrbrief zukommen lassen!

Individueller Ansatz und Umsetzen im jeweiligen Alltag ist ein ganz großes Thema, wozu ich bei Zeiten bestimmt mal meine Gedanken äußere =)

@matti:
Sehe ich auch so, hatte überlegt etwas in die Richtung in meiner Master-Thesis zu machen, bin aber gedanklich schon an der Umsetzung gescheitert bzw. bin mir sicher, dass es so unfassbar viele Einflussfaktoren gibt, die sich quasi nicht standardisieren lassen und dann auch Replikationen nicht viel Sinn machen.
Wir wissen mittlerweile, dass Bewegung und Ernährung in großem Maße Hand in Hand gehen, aber selbst wenn ich Menschen habe, die sich ähnlich bewegen und ernähren, gibt es immer noch viele Einflussfaktoren wie Freizeitaktivitäten, Stress im Job, Schlafqualität, Stress in der Familie, Stressmanagement und so viele mehr die ich sicher nicht erwähnt habe.

Ich weiß nichtmal ob das adäquat wissenschaftlich haltbar ist, aber die allgemeinsten Tipps dich ich geben würde wären:
- Zu jeder Mahlzeit Gemüse und/oder Obst, aber eher mehr Gemüse.
- Wenn möglich Vollkorn
- Hülsenfrüchte
- 2 EL Leinöl/Tag
- Tierische Produkte sparsam verzehren
- Ausreichend trinken

Über die individuelle Analyse mache ich mir aktuell selber viele Gedanken wie ich das angehen möchte. Ich habe jetzt mehrfach Ernährungsprotokolle ausfüllen lassen (aber immer nur 2 Tage). Das ist im Prinzip das genaueste, um den IST-Zustand zu erfassen. Wobei auch hier wieder viele Faktoren die Genauigkeit beeinträchtigen können. Soziale Erwünschtheit, Scham ehrlich zu sein, Mengen nicht richtig aufschreiben (hatte z.B. mal "Wurstbrot" drin stehen).
Da gibt es mehrere Möglichkeiten, festgelegt habe ich mich noch nicht. Evtl. werde ich mal ein Template entwerfen, das nicht mehr viele Fragen bzgl. ausfüllen lässt.

Makro-Verteilung ist wieder super individuell. Letztendlich muss man hier ein wenig danach gehen (meiner Meinung nach), welche Nahrungsmittel am liebsten verzehrt werden, ob jemand sportliche Leistungen erbringen möchte und z.B. auch wie sein Energielevel über den Tag ist. Auch hier wird man nicht um eine Form von Screening herum kommen.

Gleichzeitig bin ich aber auch niemand, der davon überzeugt ist, jemandem zu sagen "so du musst jetzt 40/35/25 essen". Ernährungsberatung scheitert meiner Meinung nach an der dauerhaften Umsetzung von Maßnahmen. Das liegt imo daran, dass viele Leute ihr Wissen den Klienten dann überstülpen wollen, evtl. auch ein paar Wochen Erfolg haben und dann wieder in ihre Gewohnheiten abdriften.

Auch hierum geht es meiner Meinung nach: Gewohnheiten.
Alles auf einmal lässt sich nicht ändern. Ich bin überzeugt von dem Prinzip der Summe von vielen kleinen Schritten.
Da sind wir dann wieder beim individuellen Ansatz den sich king wünschen würde.

Merke grade, dass ich jetzt noch ewig weiterschreiben könnte, aber das soll es bis hierhin mal gewesen sein :f_thumbsup:


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Zitat
Hustlenuss
Beigetreten: 10.02.2006

Klingt sehr interessant, immer her mit den Erfahrungen! :)
Deine letzten beiden Absätze sind imo das, was ein guter Ernährungsberater unbedingt berücksichtigen muss, wenn seine Klienten Erfolg haben sollen. Lustigerweise ist das Grundrezept für Gewichtsabnahme/positive Körperveränderung sehr simpel (Gesamtkalorien und Proteinzufuhr beachten), die Umsetzung allerdings sehr schwierig in den Alltag einzubringen, da so vieles über Gewohnheiten gesteuert ist. Wer da als Coach einen individuell passenden Ansatz findet, hat schon fast gewonnen. :)


Antwort
Zitat
Matti69
Beigetreten: 09.01.2007

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Das deckt sich soweit mit meinem anekdotischen Wissen.

Hast du irgendwelche supplement Tips für Sportler (5-6x/Woche) außer den Klassikern: Magnesium, Zink, Vit D, Omega-3?
Und wenn wir schon dabei sind, gibts ne Empfehlung bzgl. bodyweight Trainingsplan, am besten mit Videos, für den lockdown?


Antwort
Zitat
_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

#Nuss :f_thumbsup:

@matti:
Grundsätzlich halte ich eher nicht so viel von Supps, weil:
- Wer sich mit seiner Ernährung beschäftigt, wird kaum Nutzen erfahren
- Suppen imo nur dann, wenn auch wirklich Mangel vorliegt. 99% (ja plakativ) der Studien, die einen positiven Effekt zeigen, untersuchen Probanden mit teils akuten Mangelerscheinungen
- Viele Nährstoffe in der Kombination mit anderen, über die Nahrung aufgenommen, synergistische Effekte aufweisen und noch besser wirken (isolierte Gabe bei Supps)

Ansonsten würde ich dich fragen:
- Welche Sportart/-arten?
- Wie intensiv?
- Wie fortgeschritten?
- Schonmal ein Blutbild machen lassen?

TP Bodyweight nicht wirklich ne Empfehlung, habe da keinen Überblick wer was gutes macht :(
Würde da aber tbh auch einfach nur auf Youtube bisschen rumgucken und die Grundlagen der Trainingslehre berücksichtigen :f_thumbsup:


Antwort
Zitat
_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Trainingstechnisch geht das Moprhprogramm voran, bin mittlerweile bei:

Deadlift
8x8x125 -> 1,5 Mins Pause

Bank
8x8x80 -> 1 Min Pause (war schwer heute. Die 8x8x80 sind obv lächerlich, aber die Minute Pause lässt es in den letzten beiden Sätzen echt zum Kampf werden :f_ugly: )

Squat morph-style muss ich wegen Adduktoren noch weglassen. Werde ich aber weiterhin machen, nur leichte Gewichte und 5x5, einfach um in der Bewegung drin zu bleiben.

Deadlift geht gut, alles in allem ist die Adduktor-Geschichte auch wieder am besser werden :f_thumbsup:


Antwort
Zitat
_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Heute mal OHP mit reingenommen, es ist echt bitter, wie bei dieser Übung meine Kraftausdauer quasi nicht existent ist. Die Minute Pause konnte ich nicht durchhalten, nur in den ersten 5 Sätzen.

OHP
9x9x35

Klimmzüge
3x10


Antwort
Zitat
_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

.


Antwort
Zitat
k4pl4n
Beigetreten: 14.04.2008

Original von Mofatoy
#Nuss :f_thumbsup:

@matti:
Grundsätzlich halte ich eher nicht so viel von Supps, weil:
- Wer sich mit seiner Ernährung beschäftigt, wird kaum Nutzen erfahren
- Suppen imo nur dann, wenn auch wirklich Mangel vorliegt. 99% (ja plakativ) der Studien, die einen positiven Effekt zeigen, untersuchen Probanden mit teils akuten Mangelerscheinungen
- Viele Nährstoffe in der Kombination mit anderen, über die Nahrung aufgenommen, synergistische Effekte aufweisen und noch besser wirken (isolierte Gabe bei Supps)

Ansonsten würde ich dich fragen:
- Welche Sportart/-arten?
- Wie intensiv?
- Wie fortgeschritten?
- Schonmal ein Blutbild machen lassen?

TP Bodyweight nicht wirklich ne Empfehlung, habe da keinen Überblick wer was gutes macht :(
Würde da aber tbh auch einfach nur auf Youtube bisschen rumgucken und die Grundlagen der Trainingslehre berücksichtigen :f_thumbsup:

Welche Werte beim Blutbild sind deiner Meinung nach die wichtigsten bezüglich Ernährung?


Antwort
Zitat
_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Schwierige Frage, kann ich pauschal auch nicht beantworte. Hängt z.B. vom Geschlecht ab (Frau häufiger Eisenmangel als Mann) oder auch ob du eine spezielle Ernährungsform praktizierst (B12/Eisen bei Veganern).
Sportler wäre auch nochmal was anderes bzw. ob Beschwerdebilder vorliegen.

Als ich ein Blutbild habe machen lassen, wollte ich vor allem Vit D und Eisen überprüft haben, werde beim nächsten aber noch O3-FS und B12 mit reinnehmen.

Edit:

Training heute:

Bank
7x7x87,5 -> 1,5 Mins Pause

KH OHP
3x8x17,5

Wadenheben
3x10


Antwort
Zitat
pakm0n
Beigetreten: 29.12.2008

Hey Mo,

ich habe das precision nutrition Zertifikat vor ein paar Jahren gemacht. Wo warst du?
Ich gehe idR so vor:

3-5 Tage (inkl. mindestens 1 Wochenendtag) Ernährungsprotokoll
Anamnese wie der Wissensstand ist
Quantitative Auswertung der Makros und ggf Micros (Anteil Wasser/Fett/Zucker/Salz/Protein..)
Qualitative Auswertung (Fastfood/Naschen/Fertigprodukte/Anteil Frisches/Fettquellen..)

Dann habe ich bei den Empfehlungen die Erfahrungen gemacht, dass es am besten klappt wenn man nur in kleinen Schritten Anpassungen an schon vorhandene Ernährungsweisen vornimmt. Statt der Butter vielleicht nur ein leichter Frischkäse. Statt Cola eine vier zu eins Saftschorle. Statt Kinderschokobons gute Nüsse.
Fertige Pläne mache ich gar nicht mehr...Die langfristige Umsetzung sehe ich einfach sehr kritisch. Lieber coachen zum Eigenverständnis und einfachen Richtlinien.

Dann finde ich möglichst simple Größenempfehlungen gut: Handflächen großes Fleischstück, Faustgroße Gemüse Portion etc. Und ganz wichtig: keine komplettverbote sondern 80/20 oder 90/10 Regel. Wo die meisten ganz gut mit klarkommen zB "nur 1x die Woche Naschen", oder nur "1 Softdrink pro Woche". Dann haben sie was zum drauf freuen, fahren die meiste Zeit aber besser ohne.

Was mir persönlich fehlt, was ich immer vor hatte, war eine gute Kooperation mit einem Labor und dann als next-level Ernährungscoaching wirklich detaillierte Analysen von Vitamin/Mineralien Versorgung und dazu am besten noch dexa-scan Möglichkeit in der Nähe


Antwort
Zitat
_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Paki :f_love:
Schön, dass du hier anscheinend noch ab und zu reinschaust!!!

Danke für dein Feedback. PN habe ich kein Zertifikat gemacht, mir aber vor 6-8 (?) Jahren auch mal nen Ordner bestellt.
Fand das mit der Handgröße als Portionsangabe auch sinnvoll.
Habe den Lehrer für Ernährung bei der BSA gemacht. Kursqualität hat stark geschwankt bzw. obv dozentenabhängig. In Summe wars aber in Ordnung bis gut!

Analyse etc. habe ich bisher genauso gemacht, nur etwas weniger Ernährungsprotokoll (habe tbh aber bisher noch keine seriöse bezahlte Beratung gemacht).

Kleine Schritte vs alles auf einmal bin ich auch voll bei dir, habe ich iirc auch oben geschrieben. Funktioniert imo viel besser.
Wie du schon sagst, es geht um langfristige Entwicklung und ein dauerhaftes Leben mit den Umstellungen, ohne gefühlt auf etwas zu verzichten.
Ansonsten wird zu 99% das Jojo zuschlagen...

Komplettverbote bin ich wieder 100% bei dir. Habe mal super Erfolge mit einem Studiomitglied gehabt, der lediglich durch seine abendliche Bierreduktion (kein Verzicht) 4kg abgenommen hat, während er richtig fleißig trainiert, Bauchumfang verloren und Körperzusammensetzung verbessert hat :f_thumbsup:

Haha das wäre das Ultimative. Braucht dann aber auch genug Leute die das bezahlen oder es ist halt die High-End-Lösung im "Platin-Paket" :coolface:

Interessant zu sehen, dass wir aber quasi identisch ticken, was die Grundprinzipien angeht :megusta:


Antwort
Zitat
_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Diverse TEs gehabt, aber nicht geloggt, unter anderem dies:

Klimmzüge am 31.12 noch schnell einen Jahres-PR aufgestellt mit 16 :megusta:

Bank
6x6x95 -> 2 Mins Pause

Deadlift
7x7x140

OHP
8x8x37,5


Antwort
Zitat
pakm0n
Beigetreten: 29.12.2008

Ja, sporadisch schaffe ich es auch als pakdaddy noch
Fand ich auch gut zu lesen, dass wir sehr ähnlichen Grundmustern folgen :)
Ich habe soweit ganz gute Erfolge mit einigen erzielt, wobei es sich noch nicht so richtig wirtschaftlich lohnt...die bei denen man schnell und vernünftigen Erfolg hat, die können die Grundzüge dann schnell alleine erfolgreich umsetzen, deshalb fehlt die Notwendigkeit der regelmäßigen Betreuung. Im PT gibt es wie du weißt viele die einfach das Grundmuster, einmal oder 2x die Woche mit einem PT zu trainieren mögen. Ernährungsberatung ist eher der Pflichttermin, den viele eher als Kickstarter nutzen.
Man bräuchte also irgendein Art followup-Programm, was ich noch nicht implementiert habe. Ansonsten bräuchte man ein sehr sehr hohes Volumen an Neuinteressenten :/
Bin gespannt wie es bei dir läuft, LG


Antwort
Zitat
kingkays
Beigetreten: 25.02.2009

Hi, ich hoffe es stört nicht, aber ich habe meine Notes gefunden.
Am Anfang ist so ein bisschen auf einen Nenner kommen und dann gibts ein paar Studienergebnisse

Physio immer ganzheitlich
-In UK gehört Nutrition zu Physiotherapie
-In D nicht

Proteine aus Aminosäuren
-21 gesamt, 9 müssen aus Ernährung aufgenommen werden

Aminosäuren
-bilden Proteine
- bildenTransportmoleküle
- Dna Übersetzer,
-bilden Antikörper,
- sind wichtig für Bone Health und Muskelstrukturen

Kohlenhydrate
-Kohlenhydrate haben schlechtes Image, Ballaststoffe gehören dazu
-Geben Energy, Ballaststoffe sind anscheinend immer wichtiger, aber wir lernen noch
-Eine Ernährung ohne Kohlenhydrate wäre wie Fussball ohne Mittelfeld, es geht zwar, aber die Hilfe fehlt

Glykämischer Index
-Wie hoch ist der Blutzucker nach 2 Stunden 0-100
100 gleich purer Zucker
0 grünes Gemüse

Unter 55 ist OK

Fette
-Gesättigte und ungesättigte (wieviele Doppelbindungen)
Gesättigte = null, ungesättigte = 1 oder mehrere
a
-Einfach gesättigte sind omega 7 oder omega 9
-Mehrfach gesättigte sind omega 3 oder omega 6
-Omega 3 mega wichtig, fische, Samen
-Omega 6 Eier, Fleisch
-Gesättigte und Omega 6 ok, aber nicht mehr als 10% von allem
-3,7 und 9 sind wichtig zu bekommen

-Omega 3 in lachs, thunfisch, shrimps, makrele, sardinen, fischöhl,
Leinsamen, chia samen, soyabohnen
-7+9 in Oliven, Avocado, Sesamsamen, Erdnüsse, Cashew, Haselnüsse, Sonnenblumkerne

Mikronutritients Magnesium, Calcium, Cobalt, Cupfer, Borium
Kalium, Phosphor, Selen, Iod, Chromium, Flour. Mangan
Zink, Eisen, Molybdän, Chlor
Vit A
Vit B (1,2,3,5,6,9,12)
Vit C
Vit D
Vit E
Vit K
Carotenoide

Alle wichtig, wir brauchen alle, nicht nur eins ganz dolle

Ernährung und Muskelverletzungen
Die Forschung ist noch in den Kinderschuhen
Studie vom FC Barcelona 25er Kader hat 15 Muskelverletzungen im Schnitt
Kann durch Ernährung beinflusst werden

Was kann dazu führen?
-Konsequent zuwenig Kalorien <30-35 kcal per kg
-Fehlernährung - zu wenig Portein, Kupfer, Omega 3, Vit c + D
-Fehlernährung Alkohol, JunkFood
-Körperzusammenstellung (BMI, mehr Bodyfat)

Studie in Schweden
340 Elite Athleten
-Herbst und Frühling, Schlaf, Ernährung und Verletzung wurden getrackt
-Die Sportler aßen basierend auf den Empfehlungen:
20% zu wenig Früchte, 39% zu wenig Gemüse, 43% zu wenig Fisch
-8 Stunden Schlaf im Schnitt + Ernährungsempfehlung eingehalten im Herbst
verhinderten Verletzungen im Frühling
-Forschung schwierig, viele Faktoren

Verletzung, Muskeln

-Schon nach 2 Wochen Muskel nicht benutzen, werden die Aminosäuren nicht mehr
Richtig aus der Nahrung geholt, sodass Muskelzellen weniger werden
-Ein kleiner Anstieg vom Protein in der Ernährung hilft den Muskeln
-KCAL intake sollte nicht drastisch reduziert werden,
Kohlenhydrate können aber reduziert werden
-Fischöl suppen! 3-5g pro Tag
-Früchte und Gemüse erhöhen für, Polyphenole und Mikronutritions
-Am besten verschiedenes an verschiedenen Tagen
-Zink, Vitamin A und Vitamin C sind wichtig

Es gibt einen Unterschied zwischen zu wenig und genug. Wenn man genug hat, hilft nicht mehr

Verletungen, Bänder, Sehnen[Faszien, Kollagen](30% aller MSK Verletzungen)

-Weniger Blutversorgung, dadurch heilung langsamer als Muskelfasern
-Trotzdem reagieren sie auf Training, dadurch können wir Blutfluss erhöhen und so auch mit Ernährung beeinflussen
-Kollagen wächst wohl wie Baumringe, immer mehr dazu, statt komplett neu
-Gab eine Studie mit radioaktivem Carbon14, das nach Jahrzenten noch in der Faszie zufinden war, im muskel fast gar nicht

Faszien haben 10 Minuten Zeitraum der Durchblutung, dann geht es auf die Muskeln
Der Körper versorgt erst Faszie, dann Muskeln
Das heißt auch die Nutrition muss im Blutstrom sein, bevor wir die Übungen starten

Vitamin C und Kollagen
Vit C scheint der Erbauer des Kollagens zu sein
Zu wenig vit c- Skorbut james lynn 1757 erste Ernährungsstudie
Oral Supplement Vit C vs Placebo bei Achillessehnentendinopathie
Minimaler besser mit vit c

Andere Studie:
P-lacebo + Vit c gelatine 5g vs 15g vit c + 6min rope skipping 3malpro Tag
8 Leute
Collagensynthese höher, wenn 1 Std bevor Start Vit C genommen wurde. Au
Aber auch ohne C wurde Kollagen synthetisiert

Systematischer Review von Vitamin C Supllementation
-keine Nachteile
-Vitamin c Gelatine KÖNNTE Verletzungen vorbeugen. Es gibt keine klare Evidenz
-gutes Risk Reward Verhältnis
-keine Routine Empfehlung
-nach einer Verltzung 2 Wochen vit c kann man machen

Knochen
Osteoblasten und Osteozyten vs Osteoklasten

Der Peak muss hoch sein und gehalten werden, so können wir die Kurve insgesamt oben halten

Was baut den Knochen auf
Protein,
-alle Aminosäuren werden vom Mutterleib an benötigt
-30% der Knochenmasse ist Protein
-15% der Kalorien müssen mindestens Proteine sein
.0,75g per KG BW, bei Frakturen >1g/1kg
Vitamin D
Calcium
-1,2 kg des Körpers, 99% in Skelett und Zähnen
-Kann Körper nicht selbst herstellen
-Funktioniert zusammen mit Ladung von hohen Gewichten

-Blutcalzium Level bleibt immer zwischen 90-110mg/l
Wenn Blutkalzium hoch ist, geht es in de Knochen
Wenn es niedrig ist, wird es aus dem Knochen genommen oder aus der Ernährung
-Kalzium in Fisch, Käse, Yoghurt, Milch, Tofu
-Achtung- grünes Gemüse hat viel Calzium, ist aber durch Oxylaten nicht so t so richtig verfübar

Vit D
-optimiert Kalziumaufnahme aus Blut
Wenn Vit D über 75 nmol/l im Blut, dann Kalziumaufnahme über 30%
Wenn unter 75 nmol/l, dann nur 10-15 %

-Stimuliert die Knochenmatrixformation
-Vit D Wichtiger als Kalzium
-Vit D auch wichtig für die Aktivierung der Gene des Muskelaufbaus

756 finnische Militärrekruten
22 Stressfrakturen, 18 davon unterdurchschnittliche Vit D Blutlevel (3,6x wahrscheinlicher)

Reproduziert bei den britischen Royal Marines -> lower Vit D -> mehr Stressfrakturen

-10-20 min Sonnenlicht mindestens
-In London geht das von oktober bis März nicht mehr, dann 10mcg/ Tag
-Vit D kann in Bodyfat gebundenn werden und dann nicht mehr da sein wo es wichtig ist -> Vit D senken
-Vit D Quellen sind Fisch, Pilze, Eier und Pillen

Vit K (K, weil wichtig für Koagulation)
-Primär in grünem Gemüse
-wichtig für Knochengesundheit!, starke Evidenz
-nicht supplementieren, sondern aus Nahrung holen. Scheint nur in kombination aufgenommen zu werden und in Variationen
- Alles was grün oder wie ein Blatt ist, wird K haben, sollte 1x am Tag gegessen werden

Vit C siehe Tissue

Magnesium, Kalium
-Magnesium und Kalium sind streng verbunden
-In der Menopause droppt das Magnesium Level
-Kalium Einnahme bei Frauen und Knochendichte hatte positiven Einfluss, Studie nur Hinweiß
-Kalium und Magnesium in Fisch, Avocados, Nüssen, Samen, Bananen, Salat

Was ist gefährlich?
Zuviel Vitamin A
Chronisches Energydefizit, Fraktur und Patient will abnehmen= RED FLAG
Rauchen

Arthrose
-First line Treatment ist Stärkung, ADL Anpassung, Medikamente und danach kommt schon Ernährung, letzter Ausweg - OP
-kleine systemische Entzündungen haben größere Effekte, als die Veränderungen, die man in der Bildgebung sieht

Hier setzt die Ernährung an

Gewichtsverlust
Höherer BMI - 40-100% höhere Knie-Tep Wahrscheinlichkeit
Adipositas(viszerales Fett) hatte Korrelation mit Hand- Arthrose!!
Durch Fettleibigkeit pro inflammatorische Cytokine Schuld an Arthrose

-2092 Knie-Arthrose-Patienten wurden 4 Jahre beobachtet, höhere gesättigte Fettsäuren und allgemein höhere Fetteführten zu einer Verringerung des Gelenkabstands.
Hinweisende Evidenz
-Höhere Omega-6 im Plasma- mehr Knie Synovitis
Hinweisende Evidenz

-Fish Öl
2 Jahres Studie
1 Gruppe hohe Dosis Fischöl, 4,5 g
1 Gruppe kleine Dose, 0,45g

Beide mit Verbesserungen in Schmerz und Funktion
Die mit kleiner Dosis waren sogar besser
Keine Kontrollgruppe, die Forscher fanden es unethisch jemandem 2 Jahre kein Fischöl zu geben

Mikrobiotikum
-Scheint eine große Rolle zu spielen
-wenig Ballaststoffe schlecht
-hoher Zuckeranteil schlecht
-hoher Anteil von gesättigten Fettsäuren scheinen schlecht zu sein
-Rolle muss noch eingeordnet werden/ mehr Studien nötig

Kurkumin/ Kurkuma
2016 und 2019 2 Meta Analysen
16er Studie - Könnte hilfreich sein (Qualität der Studie schlecht)
19er - sollte genommen werden ( Qualität immer noch schlecht)

2019er parallelStudie auch schwach : 28 Tage 3x 500 mg curcumin vs 2x 50 mg diclofenac täglich
Gleiche Ergebnisse

=> Studien zu schwach, man kann Smoothies und Suppen empfehlen, dann sollte genug Kurkumin dabei sein

Kollagen als Supplement
Hinweisende Evidenz mit Verbesserung von Schmerz, aber mehr Studien nötig
Es gibt auch zuviele unterschiedliche Typen vom Kollagen

Chronischer Schmerz
Sehr individuell
2020: In 7 von 9 Studien eine Veränderung der Diät mit Schmerzlösendem Effekt
Inkonklusive Daten ob Mikronutrition eine Rolle in Rheuma oder Fibromyalgie spielt
Hinweisende Daten, dass zuwenig Protein, das Schmerzlevel bei Fibromyalgie erhöht
Hinweisende Daten, dass Fett und Zuckeraufnahme den Schmerz direkt erhöht bei Arthrosepatienten

Gegen chronischen Schmerz:
Flanzenbasierte mediterrane Diät scheint das beste zu sein
Viele Früchte und Gemüse
Viele Ballaststoffe
Angemessene Fischaufnahme
Verarbeitete Nahrungsmittel verringern

Zusammenfassung
-Spezielles Feld, alles sehr individuell
-Für Knochengesundheit klare Daten
-Basiswissen wichtig für Physiotherapeuten
-Keine Empfehlungen aussprechen, wenn wir nicht sicher sind, dann lieber an Ernährungsberater verweisen


Antwort
Zitat
_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Danke dir, sehr cool :f_love:
Werde ich mir später mal zu Gemüte führen :f_thumbsup:

Natürlich ist um die Jahreswende wieder mal alles zusammengebrochen was Training betrifft :f_ugly:
Wer im 8-h Thread aktiv ist, wird wissen, dass ich mittlerweile Teilzeit-Angestellt bin in einem "Studio", besser gesagt einer Physio/PT-Studio Kombi.
Arbeite dort vorerst als reiner PT, Bezahlung ist für die Branche okayish. Bin tbh froh, zu Corona-Zeiten ein nicht unerhebliches und sicheres Nebeneinkommen zu haben.
Start war vorerst mit 10h/Woche Mitte Januar, wurde aber direkt angefragt nach 2 Wochen, ob ich nicht mehr machen möchte/kann.
Habe dann ab 1.2. auf 20h/Woche erhöht.
Mit etwas Glück werde ich auch etwas besser gestellt was Krankenversicherung angeht.
Evtl. wird es als Haupteinnahmequelle eingestuft und ich spare zum Gehalt noch teilweise KV-Beiträge.

Langfristiges Ziel der Inhaberin/des Geschäftsführers ist, meinen Studiokollegen zum Leiter medizinische Abteilung und mich zum Leiter sportliche Abteilung zu machen.
Schöne Chance möglicherweise, allerdings wird das nicht alles parallel zum eigenen Studio machbar sein.
Es stehen also in den kommenden 1-2 Jahren interessante Entscheidungen an.

ich schreibe das hier komplett unstrukturiert und spontan aus dem Kopf, also entschuldigt gewisse nicht nachvollziehbare Gedankensprünge. Mir hilft es :f_thumbsup:

Bin die ganze Zeit am Überlegen, ob die Ressourcen von meinem Kollegen und mir als Angestelle nicht komplett verschwendet sind.
Imo gibt es (soll nicht arrogant o.ä. klingen) nicht oft eine Kombination aus befreundetem Physio+Sportwissenschaftler & Sportwissenschaftler+Ernährung, die beide dann auch noch den Antrieb zur Selbstständigkeit haben und ein gewisses unternehmerisches Risiko nicht scheuen, bzw. bereits Erfahrung sammeln durften.
Nichtsdestotrotz steht demgegenüber die (vermeintliche, man kann immer gekündigt werden) Sicherheit des Angestellten-Daseins mit halbwegs geregelten Arbeitszeiten, festen Urlaubstagen etcpp.
Für mich persönlich steht und fällt das ganze Vorhaben mit der Bezahlung.
Dafür ist mir mein/unser Skillset zu gut, als dass ich das für ein moderates Gehalt "hergeben" würde.
Tief in mir drin schlummert schon immernoch der Traum, sich 100% zu verwirklichen.
Das was wir aktuell haben sind für mich keine 100%, da wir in den Räumlichkeiten keine Chance haben, eine Physio und mehr unterzubringen.

Lange Rede kurzer Sinn, unter der Belastung leidet aktuell mein Training.
Habe auch aufgehört Booster & Kreatin zu nehmen, wobei letzteres wieder wieder eingebaut wird.
Durch den aktiveren Lebensstil als PT (Stundentaktung), habe ich auch mal eben 5kg abgenommen.


Antwort
Zitat
SteveWarris
Beigetreten: 28.03.2007

Ich glaube wenn nicht grad sind Katastrophe wie Corona zuschlägt, daß du mich zu deinem Buddy ziemlich gut aufgestellt bist.


Antwort
Zitat
workah0lic
Beigetreten: 12.08.2006

Super, dass du mal soweit jetzt trotz dem fuckup halbwegs abgesichert bist. Kannst ja aus der "Sicherheit" heraus dann schon mal gut Pläne schmieden ... ist es naiv, zu fragen, ob ein Gebäude in der Nähe eine Option wäre (weil du meintest, dass die Räumlichkeiten dort direkt nicht mehr hergeben)?

Werd wegen dir jetzt also endlich den 8 Stunden Thread abonnieren. Danke dafür ... :f_ugly:


Antwort
Zitat
_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Genau das ist der Plan. In der Hinterhand ist dann ja immernoch das Angestelltenverhältnis :f_thumbsup:

Nö ist überhaupt nicht naiv, nur eine relativ schwierige Suche. Wir sind da auch weiterhin mit offenen Ohren und Augen unterwegs.
Wobei meinem Kollegen auch wichtig ist, erstmal noch praktische Erfahrung zu sammeln. Das kann er am Besten als Angestellter und nicht, indem er in der eigenen Praxis Kunden vergrault :coolface:
Wobei ich ihn eh so einschätze bzw. die Lage eigentlich generell so ist, dass die Physiotherapien explodieren und die Nachfrage unheimlich groß ist :f_thumbsup:

Haha kein Problem, viel Spaß in der Bruderschaft :megusta: :happy:


Antwort
Zitat
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