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Raggamann
Beigetreten: 04.01.2008

Original von king0077777777
Ich unterscheide zwischen Stars und guten Kämpfern. Bin halt oldschooler. Für mich ist Werdum der Beste, einfach weil er der champ in der höchsten Gewichtsklasse ist und er somit wohl jeden besiegen könnte und die Schwegewichtsklasse sehe ich immer noch als Königsklasse an. Jon Jones ist mMn der talentierteste Kämpfer, aber auch er meinte ja dass er im Schwergewicht nicht gg Hunt oder Bigfoot antreten würde. Nicht dass er sie nicht besiegen könnte, aber stellt euch mal vor Bigfoot mountet ihn mit seinem Gewicht. Was die Folgen sind konnte man im Kampf vs Fedor beobachten. Das kann Karrieren beenden.

sehe ich auch so.
denke der grund warum er nicht gegen leute wie hunt oder bigfoot kämpfen will ist recht einfach, es ist ne risk/reward abwägung. einerseits hat er nicht viel zu gewinnen, andererseits haben beide extreme knockoutpower und ein gutes kinn und sind dadurch sehr gefährlich. hunt ist einer der nie als der beste der welt galt, aber zu jeder zeit in der lage war die besten auszuknocken. jones würde ihn wohl in 8 von 10 kämpfen schlagen, aber in 2 von 10 würde er ausgeknockt, selbst wenn er den kampf dominiert. bigfoot ist ohne trt schwer einzuschätzen, aber prinzipiell gilt für ihn wohl das gleiche. werdum und cain sind da für jones interessanter. sie gelten (zurecht) als die besten und ein sieg würde ihm wohl den "G.O.A.T.-titel" sichern, aber ihr gewicht und ihre k.o.power sind weniger gravierend, da ist die wahrscheinlichkeit höher, dass sich der bessere techniker auch tatsächlich durchsetzt. denke wenn er langfristig im HW bleiben will wird er auch schwere gegner bekommen, aber dann hat er auch genug zeit selbst masse aufzubauen und sich an sein eigenes gewicht, sowie schwerere gegner zu gewöhnen. aber gerade den schritt ins HW sollte man nicht unterschätzen, da sind halt leute die nen weightcut für 265 pfund machen müssen, also vermutlich etwa 60 pfund mehr drauf haben als JJ zur zeit, dass ist schon äußerst extrem und für sowas braucht man zeit. zeit hat JJ definitiv und anders als conor plant er wohl eher für ne langfristige karriere als für nen schnellen hype. ne submission niederlage gegen werdum kann man wegstecken, ein harter ko kann karriere und gesundheit langfristig gefährden

zum trashtalk:
rampage ist ne nummer für sich, war imer einer meiner favoriten. ich erinnere mal daran wie er dem ringrichter bei pride die gelbe karte vor dem kampf gezeigt hat. auch seine interviews sind immer gut und nicht zu vergessen seine prank calls. ABER bei ihm ist es kein klassischer trashtalk, er ist einfach ein witziger typ und es ist nicht gestellt, außerdem nimmt er sich selbst nicht zu ernst. hätte man mit mma früher schon so viel verdienen können hätte er wohl noch weit mehr geld gemacht.
chael geht in eine ganz andere richtung, er macht trashtalk im wahrsten sinne des wortes. man kann im grunde nichts was er sagt wirklich ernst nehmen, obwohl oft viel wahrheit drin steckt. gleichzeitig weiß man bei ihm aber auch, dass er viel von dem was er erzählt selbst nicht glaubt, weil teils unglaublich absurd ist. dass er es dann aber so rüber bringt als meine er es ernst machts erst richtig gut. aber bei ihm ist es schon sehr kalkuliert, er machts nicht nur um kämpfe zu promoten, sondern um welche zu bekommen. den kampf gegen jones hätte man ihm aus sportlicher sicht nie geben dürfen.
persönlich finde ich beide deutlich unterhaltsamer als conor, der sich die meiste zeit selbst hypt und über gegner lästert. besonders clever oder originell sind seine sprüche meistens auch nicht, aber amis lieben es ja schon wenn einer ständig erzählt wieviel geld er macht (siehe donald trump).

denke nicht, dass hardcorefans keinen trashtalk mögen. sie brauchen es nicht unbedingt, aber es beginnt sie zu stören wenn die sportliche qualität in den hintergrund rückt und es primär um geld und aufmerksamkeit geht. und es stört sie wenn z.B. die ufc offensichtlichen trashtalk als wahrheit verkaufen will. es gibt halt extrem viele leute die glauben conor wäre der beste aller zeiten und gleichzeitig nichtmal wissen wer fedor ist oder dass ronda ne weltklasse boxerin ist. und die ufc ist halt gut darin die unwissenheit der leute auszunutzen.
es ist eine sache wenn kämpfer so über sich selbst reden, aber ne andere wenn die ufc alles tut um es die leute glauben zu lassen. denke das ist es was die hardcorefans eigentlich stört, zum einen weils respektlos gegenüber den anderen kämpfern ist, zum anderen weil man das gefühl bekommt dass sie einen für dumm verkaufen wollen. jeder der etwas ahnung vom boxen hat wusste, dass ronda keine wirklich gute boxerin war/ist und jeder der sich mit mma auskennt weiß, dass es bei conor zumindest noch viele offene fragen gibt was seine wahre qualität betrifft. und wenn man will, dass mma als sport ernstgenommen wird muss man sich wohl irgendwo daran stören. allerdings ist nichts davon neu, das gibts im boxen ja schon ewig, rtl hat ganz deutschland glauben lassen henry maske wäre der beste halbschwergewichtler der welt und zwar zu ner zeit als roy jones jr in seiner prime war (und dazu war nichtmal trashtalk nötig). hat damals hardcore boxfans sicher auch extrem genervt.

aus aktuellem anlass:
leider lassen sich namen immernoch besser vermarkten als qualität, schlimm genug dass leute noch geld für nen kimbo slice kampf zahlen, aber das ist nur der anfang. dan severn (57 jahre alt!) sollte jetzt gegen tank abbott (50) kämpfen. das ist nur noch traurig. wurde zum glück abgesagt, weil tank keine freigabe vom arzt bekam.


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MrElLobo
Beigetreten: 03.08.2012

Conor McGregor vs. Nate Diaz rematch in the works for UFC 200 mal schaun :f_drink:


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pokerwOOt
Beigetreten: 17.06.2006

link pls

/E: habs
http://www.mmafighting.com/2016/3/18/11261716/conor-mcgregor-vs-nate-diaz-rematch-in-the-works-for-ufc-200

Businessmäßig super ausgefuchst, aus sportlicher Sicht ziemlich traurig.


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MrElLobo
Beigetreten: 03.08.2012

Hat Conor auf seiner facebook seite gepostet


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pokerwOOt
Beigetreten: 17.06.2006

Sehe ich nicht, sehe es nur auf dem geposteten Link.

Bisschen Schade, wird sich die UFC sicherlich viel Kritik anhören müssen.


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MrElLobo
Beigetreten: 03.08.2012
pokerwOOt
Beigetreten: 17.06.2006

Ok, war auf der Seite mit 3 Mio likes.

Was ist eure Meinung dazu?


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Top Schachzug von McGregor halt. Er hat gegen Diaz nichts zu verlieren. Verliert er erneut, wird er sich halt eingestehen das diese Klasse "zu schwer" für ihn ist und er hat immernoch den Payday gegen Aldo oder Edgar z.B.
Würde er jetzt gegen Aldo antreten und diesen Kampf verlieren wäre es ziemlich sicher erstmal gewesen mit seinem Hype.
Und sollte er Diaz jetzt schlagen (wofür ich ihm sogar gute Chancen einräume) sind ihm wieder alle Türen geöffnet.


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HillBilly
Beigetreten: 31.03.2005

ich weiß nicht. ich gönn zwar nate das geld,aber irgendwie ist ziemlich kacke wenn conor wieder verliert. irgendwie würd ich lieber edgar ggn conor sehen und bei nem sieg ggf ein rematch ggn diaz


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Würden wohl die meisten lieber, aber McGregor denkt da mit Sicherheit longterm und da ist es wohl klüger erst gegen Diaz anzutreten.


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Raggamann
Beigetreten: 04.01.2008

toll, jetzt müssen wir uns wahrscheinlich bis juli von dana white anhören dass conor ja dabei war den kampf zu gewinnen, dass der gewichtsaufstieg ins welterweight zu viel war und ihn ja so benachteiligt hat und dass er deshalb jetzt nochmal nen rematch verdient hat. und dann wird er noch ganz viel darüber reden wie verrückt und bewunderswert es doch ist, dass er sofort ein rematch will.
würd mich nicht wundern wenn man conor irgendwann nur noch als talentierten kämpfer in erinnerung hat, der nie sein volles potenzial ausschöpfen konnte weil er von gierigen promotern und managern zugunsten des schnellen geldes verheizt wurde. solche fälle gabs im boxsport ja auch zur genüge.


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ShyneItsOk
Beigetreten: 30.04.2015

Naja ne weitere Niederlage gegen Nate würde ihn halt schon zur Miesha Tate machen. Klar knallt sie die random competition(im Mc Fall natürlich starke aber sehr leichte) um aber man weiß immer im Hinterkopf, da gibt es den/ein paar Endgegner, die sie im Normalfall nicht schafft.
Dazu kommt, dass man alle von Nate's Niederlagen im Quervergleich, der natürlich immer etwa hinkt, auch als mögliche Conor-Endgegner ansehen könnte.

Für mich eher ein Indiz, dass man die Cash Cow jetzt ausmelken möchte solange sie noch gibt - eventuell mit Zuffa-Verkauf durch die Fertittas im aktuellen Hinterkopf für Prallvolle Bücher in den Verkaufsverhandlungen - weitere Niederlagen im 145er Bereich würden sicher etwas PPV runterfahren bzw. weiß man auch nie was Conor sich so vorstellt.

Ist es der Money-Fight again? Ja logo. Ist es der sportlich sinnvolle Fight? Auf keinen. Selbst wenn Conor gewinnt müsste es ja eh Nr. 3 geben um ne echte Entscheidung herbeizuführen.

Naja Nate und Conor cashen dick ein.


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xEr
xEr
Beigetreten: 26.05.2005

Original von Cahara
Top Schachzug von McGregor halt. Er hat gegen Diaz nichts zu verlieren.

Ich finde, dass er ziemlich viel zu verlieren hat. Verliert er erneut, ist der Hype erstmal ziemlich weg. 1 Niederlage hat man ihm nachgesehen, vor allem in der Art und Weise. Aber wenn er jetzt noch Diaz nochmal klar geschlagen wird, dann ist McGregor doch auch für die Casual-Fans vollkommen "geerdet". Ok das würde jetzt auch für ne Niederlage gegen jeden anderen Gegner gelten, aber Diaz hat halt schon gezeigt was für ein gefährlicher Gegner er für Conor darstellt.

Business und PR-mäßig natürlich ein super Schachzug. Wird massig Leute anziehen und Conor setzt alles auf eine Karte. Gewinnt er, ist er wieder top im Game und hat seinen loss ausgemerzt.


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pokerwOOt
Beigetreten: 17.06.2006

Vermute, dass der Kampf auf 155 stattfinden wird und dann bleibt ihm auch bei einer Niederlage die Tür für 155 weiterhin offen, weil die Niederlage dann dem Gegner und nicht der Gewichtsklasse zugeschrieben werden kann.

Sehe gerade keinen Gameplan, der einen erfahrenen und selbstsicheren Nate Diaz aus der Ruhe bringen könnte.
Boxen, Jiu Jitsu, Kinn, Ausdauer, Reichweite Nate > Conor. Geschwindigkeit, Beine Conor > Nate. Conor müsste sich sehr viel bewegen und mit Bodyshots arbeiten, Nate kann aber aus jedem Winkel zuschlagen und hat aber noch die Reichweite und wird nicht müde.

Auf Aldo ist kein Verlass und ist Frankie überhaupt fit bis Juli?

/E: Er hat weniger zu verlieren, weil zwei losses gegen den selbem Gegner nicht so viel schaden, wie zwei losses hintereinander gegen zwei verschiedene. Danach geht er runter und kämpft Edgar. Verliert er, wars das, gewinnt er, macht er weiterhin was er will.


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ShyneItsOk
Beigetreten: 30.04.2015

Original von Raggamann
würd mich nicht wundern wenn man conor irgendwann nur noch als talentierten kämpfer in erinnerung hat, der nie sein volles potenzial ausschöpfen konnte weil er von gierigen promotern und managern zugunsten des schnellen geldes verheizt wurde. solche fälle gabs im boxsport ja auch zur genüge.

gibt genug nicht casual fans sondern Experten für die Conor in fast jedem seiner 145er jeweils Außenseiter war und die durchweg überrascht waren, insofern hat er sein Potenzial vielleicht schon vollständig ausgeschöpft.

Mach dir mal keine Sorgen um seine Legacy, so wie er die Division erobert hat und vor allem die wirtschaftlichen Dimensionen und sein Status in Irland werden ihn immer zur Legende machen und noch in 20 Jahren werden Dokus über ihn gedreht werden.
Hunderte aufkommende Fighter werden sich seinen Business-Approach zu Herzen nehmen und sich mehr schlecht als recht im Trash-Talk üben und versuchen ihre Backgrounds hinter sich zu bringen, zu polarisieren und zu entertainen. Wie die Grazies mit BJJ wird er Vorbild sein, nur eben nicht mit sportlicher Innovation.

Ob das nun der abgeneigte Hobby-Experte wahrhaben will oder nicht, der Name McGregor wird immer für etwas Transzendierendes im Bezug auf MMA stehen rein in den Mainstream und gemessen an Rondas Competition in den Kinderschuhen hat er es sich mehr verdient als sie, dass er der beste Fighter P4P irgendwas ist stand nie wirklich zur Debatte und spielt obv auch keine Rolle, sonst würden der Dominator und die Schlange oder DJ kein Reporter, keine Snitch oder Regular auf Twitch werden.
Ist halt auch bezeichnend, dass JBJ abgefeiert wird wenn alle Indikatoren darauf hinweisen das DC der wesentlich bessere Mensch ist, klar gibt's ne sportliche Gap, deswegen muss man den Bully aber nicht anfeuern und den gemobbten ausbuhen. Also die Phänomene Entertainment , Bad Boy whatsoever wirken nicht nur bei McGregor.
Und weil jemand meinte das wäre die Zeit in der wir leben, glaub mal das war bei den Römern und ihren Gladiatoren genau die gleiche Suppe mit Storylines Fehden und Publikumslieblingen etc.

edith: anderes Thema, vielleicht kackt die UFC auch hart ab nach Verkauf, kennt man ja von ps.de etc. und der Sport wird wieder eher in die Nische verschwinden wenn irgendwelche Chinesens Schindluder treiben, dann wird man sich die Fertittas vielleicht sogar zurpck wünschen.


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Raggamann
Beigetreten: 04.01.2008

Original von jebemtibavaria
Mach dir mal keine Sorgen um seine Legacy, so wie er die Division erobert hat und vor allem die wirtschaftlichen Dimensionen und sein Status in Irland werden ihn immer zur Legende machen und noch in 20 Jahren werden Dokus über ihn gedreht werden.
Hunderte aufkommende Fighter werden sich seinen Business-Approach zu Herzen nehmen und sich mehr schlecht als recht im Trash-Talk üben und versuchen ihre Backgrounds hinter sich zu bringen, zu polarisieren und zu entertainen. Wie die Grazies mit BJJ wird er Vorbild sein, nur eben nicht mit sportlicher Innovation.

da wäre ich mir eben nicht so sicher. wenn man es nüchtern betrachtet hat er die division nicht erobert, tatsächlich hat er von den aktuellen top15 der ufc im fw nur 3 geschlagen und einer davon (holloway) war zu dem zeitpunkt noch weit davon entfernt und ein anderer hatte kein camp. mit etwas zeitlichem abstand wird das keinen mehr beeindrucken. wirtschaftliche dimensionen sind schön und gut, aber es gab auch vorher schon leute die millionen gemacht haben, nur haben die weniger darüber geredet. sowas macht einen nicht zur legende, v.a. wenn dann keine leistung mehr kommt. denk mal dran wie z.B. fussballspieler die nen rekordvertrag bekommen oder ne rekordablöse gekostet haben und dann nur noch schlecht gespielt haben angesehen werden. ach und übrigens, ein bob sapp hat auch millionen gemacht, damit bringt ihn aber kaum einer in verbindung.
er ist auch keineswegs der erste der den sprung in den mainstream geschafft hat und es ist inzwischen einfacher geworden weil die ufc größer ist und es mehr mainstream akzeptanz gibt. selbst paige vanzant bekommt mainstream aufmerksamkeit. da waren leute wie couture, lidell, rampage und andere vorreiter und die haben zum teil noch immer ne gewisse präsenz im mainstream. conor hat auch nicht ansatzweise soviel aufmerksamkeit auf sich gezogen wie ronda rousey.
und wer ernsthaft glaubt, dass sein business approach irgendwas neues ist hat sich scheinbar noch nie mit boxen beschäftigt. nichts was er da macht ist neu. und trashtalk gabs auch im mma schon von beginn an, genauso wie kämpfer die sich als badboys oder bullys darstellen.

FALLS er wirklich nochmal gegen diaz verliert und dann sich dann auch im fw nicht mehr durchsetzen kann wars das mit der großen karriere und er wird auch nicht als einer der ganz großen in erinnerung bleiben. zuviel von seinem hype basiert auf dem was er vor hat zu tun und nicht auf dem was er getan hat. in irland reicht der titel "erster irischer ufc-champion" vielleicht, aber außerhalb irlands ist das dann auch nicht mehr soviel wert. aber irgendwie passt ein gescheiterter kämpfer da ja sogar besser, die irische sportgeschichte ist immerhin voll von boxern die es dann doch nicht ganz geschafft haben.
conor hatte nen schnellen aufstieg und wenn die geschichte uns eins gelehrt hat, dann das da häufig ein sehr tiefer fall folgt. statt also einfach drauf zu vertrauen, dass er wirklich so gut ist sollten die ufc und sein management ihn eigentlich davor schützen dummheiten zu machen und zu schnell zuviel zu wollen.


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ShyneItsOk
Beigetreten: 30.04.2015

Original von jebemtibavaria
Ob das nun der abgeneigte Hobby-Experte wahrhaben will oder nicht

Hab dir mal das wichtige rauszitiert.

Recht hast du mit business Approach - nichts neues - aber der Impact wird eben von manchen Zen-Killern erst jetzt anerkannt. Sieh dir einfach die letzte PK an wie wirklich jeder Legastheniker des Rosters da oben die Megafehde startet und vergleich sie mit allen vorherigen. Chael und spezielle Typen gab es schon immer, das sie jeder kopiert - wie Conor gleichwohl seine Vorbilder kopiert hat - ist neu.

Der Rest ist halt deine Meinung, jede relevante Kennzahl spricht da ne andere Sprache. PPV, Gate, Social Media, Medienbeiträge zu Conor und deren Rezeption, selbst in diesem gammligen Forum und auf Reddit gehen Diskussionen rund um Conor am lebhaftesten ab.

Bob Sapp stützt doch meinen Punkt, sportlich kein ganz Großer aber Legende für sein Entertainment/Auftritt (in-fight) für immer. Gleiches für Kimbo Slice und Tyson(edith: natürlich nen Großer).

Fast jeder Aufstieg mündet in einem Fall/Abstieg, keine Frage wird Conor fallen das ist ne triviale Feststellung. Er fällt dann eben mit 4-5 Kämpfen a 20 Millionen all around im Hintergrund und ne PVZ kann ja immerhin ihre 200k Sponsoren und drei TV-Auftritte aufweisen.
Und weil du Legende Chuck Lidell anführst - ich kann nur hoffen, dass Conor rechtzeitig aufhört denn Chuck ist das lebende Beispiel für CTE und macht einen nur traurig. Kriegt keinen geraden sinnvollen Satz mehr raus weil sein Hirn vermutlich wie ne hohle Walnuß im fMRT aussieht.

Und wer ernsthaft seinen 145-Run warum auch immer herabwürdigt macht sich komplett unglaubwürdig und lässt jeden Kämpferrespekt vermissen und stützt das Bild vom Tastaturhelden. Mich beeindrucken schon 3-0 Streaks im MMA gegen ordentliche Gegner, geschweige denn nen 7-0 gegen die UFC Division mit u.a. dem P4P besten am Ende, dazu fast alle per Ko/TKO. Das er ne Legende ist und sein wird hat er dadurch gestützt, allein aus sportlicher Sicht wird er nie der krasseste.

Die Legacy und der Legendenstatus wird übrigens nicht von ein paar "Experten" bestimmt sondern davon ob die Menschen sich an einen erinnern und er auch in 20 / 30 Jahren noch relevant ist und Aufmerksamkeit wert ist. Müsstest du doch wissen als Boxkenner, wie viele sind relativ gesehen vergessen worden und nur noch Experten bekannt.

Und da geh ich jede Wette, dass Conor uns noch irgendwie auf die Nerven gehen wird während Typen wie Mighty Mouse nur noch den Nerds bekannt sind. So ist halt die Welt, deal with it.


Antwort
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xEr
xEr
Beigetreten: 26.05.2005

Original von jebemtibavaria
Und wer ernsthaft seinen 145-Run warum auch immer herabwürdigt macht sich komplett unglaubwürdig und lässt jeden Kämpferrespekt vermissen und stützt das Bild vom Tastaturhelden. Mich beeindrucken schon 3-0 Streaks im MMA gegen ordentliche Gegner, geschweige denn nen 7-0 gegen die UFC Division mit u.a. dem P4P besten am Ende, dazu fast alle per Ko/TKO. Das er ne Legende ist und sein wird hat er dadurch gestützt, allein aus sportlicher Sicht wird er nie der krasseste.

Vor allem hat Conor den 7-0 run nicht nur mit einem sehr attraktiven Kampf-Stil hingelegt, sondern auch alle Kämpfe (mal abgesehen vom Mendes-Kampf) bis zum KO komplett dominiert.

Den Rückkampf gegen Diaz halte ich wie gesagt für ne "double or nothing"-Aktion von Conor. Gegen Nate seine 1,83m hat Conor einfach Probleme mit der Reichweite, das hat man ja schon im 1. Kampf deutlich gesehen. Dazu kann Nate boxen, unglaublich viel einstecken und hat die Vorteile am Boden. Edgar wäre zwar aufgrund seiner Klasse ebenfalls ein Risiko für Conor gewesen, aber natürlich mit nur 1,68 m und körperlichen Nachteilen im 145er limit, wären Conors Chancen deutlich besser gewesen.
Aber ich kann McGregor schon verstehen: Schlägt er Edgar sagen eh alle "aber er hat Diaz verloren...". So hat er seine Chance gegen einen Full-Camp Diaz seinen Schlappe wett zu machen und FALLS er gewinnt, dann kann er natürlich auch seine klappe wieder ganz weit aufreißen und die mega fights hypen.


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ShyneItsOk
Beigetreten: 30.04.2015

Mal ungewöhnlich was anderes:

-Thomas Almeida vs. Cody Garbrandt will headline May 29 show in Las Vegas-

da hab ich richtig Bock drauf, sehe Almeida zwar favorisiert aber Cody hat Feuer in den Fäusten und beide kämpfen unterhaltsam. Der Gewinner dürfte der nächste 135-Challenger sein edit:, bzw. sich vielleicht mit Sterling messen und dann title shot.


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Raggamann
Beigetreten: 04.01.2008

Original von jebemtibavaria
Recht hast du mit business Approach - nichts neues - aber der Impact wird eben von manchen Zen-Killern erst jetzt anerkannt. Sieh dir einfach die letzte PK an wie wirklich jeder Legastheniker des Rosters da oben die Megafehde startet und vergleich sie mit allen vorherigen. Chael und spezielle Typen gab es schon immer, das sie jeder kopiert - wie Conor gleichwohl seine Vorbilder kopiert hat - ist neu.

seit ali erfolg hatte versuchen doch leute ihn zu kopieren und wahrscheinlich hat er sich das meiste auch irgendwo abgeguckt und nur verbessert.

Original von jebemtibavaria
Der Rest ist halt deine Meinung, jede relevante Kennzahl spricht da ne andere Sprache. PPV, Gate, Social Media, Medienbeiträge zu Conor und deren Rezeption, selbst in diesem gammligen Forum und auf Reddit gehen Diskussionen rund um Conor am lebhaftesten ab.

das sind aber keine indikatoren für mainstream erfolg. gibt zig boxkämpfe die über ne mio ppv verkufe haben und ein hohes gate, aber außerhalb der boxwelt finden sie kaum beachtung. was social media angeht gibts kämpfer mit mehr followern. forendiskussionen haben mit mainstream nichts zu tun. medienbeiträge muss man auch mit vorsicht genießen. die mma medien werden stark von der ufc gelenkt und berichten worüber sie berichten sollen (ist übrigens ein interessantes thema wie die ufc da einfluss nimmt).
im tv ist conor sogar weniger präsent als andere ufc fighter es waren oder soagr sind.

Original von jebemtibavaria
Bob Sapp stützt doch meinen Punkt, sportlich kein ganz Großer aber Legende für sein Entertainment/Auftritt (in-fight) für immer. Gleiches für Kimbo Slice und Tyson(edith: natürlich nen Großer).

bob sapp ist für die meisten nur noch ne lachnummer. bestenfalls in japan ist er ne legende wegen seinem entertainment. kimbo nimmt sportlich auch keiner ernst. dasssich leute in irgendeiner form an dich erinnern macht dich nicht zur legende.

Original von jebemtibavaria
Fast jeder Aufstieg mündet in einem Fall/Abstieg, keine Frage wird Conor fallen das ist ne triviale Feststellung. Er fällt dann eben mit 4-5 Kämpfen a 20 Millionen all around im Hintergrund und ne PVZ kann ja immerhin ihre 200k Sponsoren und drei TV-Auftritte aufweisen.
Und weil du Legende Chuck Lidell anführst - ich kann nur hoffen, dass Conor rechtzeitig aufhört denn Chuck ist das lebende Beispiel für CTE und macht einen nur traurig. Kriegt keinen geraden sinnvollen Satz mehr raus weil sein Hirn vermutlich wie ne hohle Walnuß im fMRT aussieht.

sorry aber man kann nicht einfach immer aufs geld verweisen. angenommen er verliert gegen diaz, aldo und edgar und hängt danach irgendwo im fw fest oder tritt zurück, dann wird man ihn eben als überbezahlten, gehypten kämpfer betrachten. das geld ist dann bestenfalls noch ne randnotiz in der mma-geschiche wert.
und das was mit chuck passiert ist könnte mit ihm eben auch passieren. wär er gegen nate nicht aus verzweiflung zum takedown gegangen hätte das schon den ersten ko gegeben, gegen die nummer 6 im lightweight, und statt dann nen schritt zurück zu machen solls ein rematch geben und danach sollen noch stärkere gegner kommen. alles nur weil der kampf noch größer ist und noch mehr geld bringt. guck dir mayweather an, der hats offensichtlich richtig gemacht und er hat eben eine weitaus bessere karriereplanung gehabt. da waren zwischendurch immer kleinere kämpfe bei. und das resultat ist ne lange karriere bei der er wenig schaden genommen hat und finanziell in dimensionen vorgestossen ist die vorher undenkbar waren. aber dazu muss man halt auch das selbstbewusstsein haben auf die eigenen fähigkeiten langfristig zu vertrauen. dieses möglichst schnelle abkassieren solange der hype anhält zeugt eigentlich nicht gerade von vertrauen in seine fähigkeiten.

Original von jebemtibavaria
Und wer ernsthaft seinen 145-Run warum auch immer herabwürdigt macht sich komplett unglaubwürdig und lässt jeden Kämpferrespekt vermissen und stützt das Bild vom Tastaturhelden. Mich beeindrucken schon 3-0 Streaks im MMA gegen ordentliche Gegner, geschweige denn nen 7-0 gegen die UFC Division mit u.a. dem P4P besten am Ende, dazu fast alle per Ko/TKO. Das er ne Legende ist und sein wird hat er dadurch gestützt, allein aus sportlicher Sicht wird er nie der krasseste.

ich hab nichts heruntergewürdigt, sondern einfach mal festgestellt, wie seine bilanz ist und wie man in einigen jahren auf sowas zurückblickt. und das einzige was wirklich beeindruckend war (verglichen mit anderen guten kämpfern natürlich), war die tatsache dass er aldo so schnell erledigt hat. aber selbst sowas könnte man in zukunft als glück betrachten. ich würde nicht soweit gehen es als lucky punch zu bezeichnen, aber es war halt so, dass aldo gleich zu beginn nen gravierenden fehler gemacht hat und im mma reicht oft ein fehler. conor hat ihn aber nicht dominiert und es könnte gut sein, dass er 9 von 10 kämpfen gegen aldo verliert aber an dem tag alles gestimmt hat. buster douglas hat tyson geschlagen und das ist heute das einzige was in erinnerung bleibt, sowas könnte conor auch passieren (zugegeben douglas hat weder davor noch danach irgendwen besonders beeindruckt)
gerade im mma ist es auffällig wie wenig respekt frühere kämpfer erhalten. beste beispiele sind fedor und wanderlei, da heisst es heute auch immer die hätten ja nur schwache gegner gehabt etc. und beide hatten längere siegesserien und mehr top gegner als conor bisher.
das ist bisher also eher sommermärchen als legende. ne nette außenseitergeschichte wirds bleiben, aber wenn jetzt nichts mehr folgt bleibts dabei.

Original von jebemtibavaria
Die Legacy und der Legendenstatus wird übrigens nicht von ein paar "Experten" bestimmt sondern davon ob die Menschen sich an einen erinnern und er auch in 20 / 30 Jahren noch relevant ist und Aufmerksamkeit wert ist. Müsstest du doch wissen als Boxkenner, wie viele sind relativ gesehen vergessen worden und nur noch Experten bekannt.

sorry aber du kannst nicht einfach behaupten, dass sich leute in 20 jahren an ihn erinnern werden und das dann als begründung dafür nehmen dass er jetzt ne legende ist. das ist reine spekulation. und mir fällt kein boxer ein der im mainstream als legende gilt, aber bei experten nicht. umgekehrt ist sowas oft der fall. was es durchaus oft gibt sind talentierte boxer die kurzzeitig bekannt waren, dann aber eingebrochen sind und heute nur noch als warnendes beispiel für schlechte entscheidungen herangezogen werden. und leute die einmal nen titel gewinnen und dann abstürzen fallen oft in diese kategorie.

und um das nochmal klarzustellen, ich rede hier ja vom worst case szenario für conor. es ist ja keineswegs unrealistisch, dass er zurückkommt. ich halte den weg den er einschlägt einfach nur für falsch und zu riskant. nate ist ein denkbar ungünstiger gegner für conor, er ist ihm am boden jahre voraus, er hat den reichweitenvorteil der für conor bisher immer sehr wichtig war, er ist ein southpaw mit mehr erfahrung gegen andere southpaws und er ist ein sehr guter boxer (er trainiert mit der p4p-nummer 4 der welt) und beherrscht techniken und taktiken die man im mma selten auf dem niveau findet. jetzt ist es so, dass ein box-lastiger stil in der theorie relativ leicht auszukontern ist, aber nur wenn man dazu die nötigen mittel hat. leg kicks z.B. bewirken wahre wunder. aber genau da ist conors problem, er hat bisher kaum gezeigt dass er die mittel hat und die trainiert man sich auch nicht mal eben bis juli an. mit anderen worten: conor kann seine eigenen stärken kaum nutzen und kann die schwächen des gegners nicht richtig ausnutzen.

übrigens ist es für die diskussion nicht gerade förderlich wenn du leute mit abweichenden meinungen gleich als tastaturhelden und hobby experten bezeichnest. führt bestenfalls dazu dass man dich weniger ernst nimmt. v.a. weil solche vorwürfe eigentlich immer kommen wenn jemand mal nen nüchternen und kritischen blick auf den hype wirft.
ich hab auch nie behauptet ich wäre ein experte, aber nachdem ich jetzt seit sehr langer zeit kampfsport verfolge sind mir zumindest die meisten taktiken von promotern bekannt und wenn ich ein interview mit nem promoter sehe bin ich halt nicht bereit alles zu glauben was mir erzählt wird. im mma ist es aber so, dass die ufc-version einer geschichte gerne unkritisch übernommen wird. sieht man ja gut an dem märchen vom aufstieg um 2 gewichtsklassen.


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