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realistischer Weg zum Profi?

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BReWs7aR
Beigetreten: 26.03.2007
Elite Grinder

Ich finde, dass Selbstständigkeit und Eigeninitiative wohl auch in die Auswahl aufgenommen werden sollten. Ich würde sogar sagen, dass es wahrscheinlicher ist, ein profitables Unternehmen aufzubauen, als Pokerpro zu werden und mindestens 20€/Stunde zu verdienen. 2007 sah das auf jeden Fall noch ganz anders aus.
@alwayswinning
Du bist vermutlich auch schon eine Weile dabei und hast das Game (wahrscheinlich^^) kapiert. Und damit gehörst du halt nun mal zu den wenigen Ausnahmen, die die Pokerbranche zu bieten hat. So easy wie 2010 oder früher ist das halt nicht mehr und die meisten scheitern halt, aber das weißt du ohnehin.
Ich war selbst viele Jahre aktiv dabei und hab auf den 40 Stunden Job auch geschissen. Es war ne geile Zeit und aber auch eine sehr Anstrengende. Freitag Samstag war oft nix mit feiern gehen und Party machen, Freunde treffen, verreisen - nee, weil Sonntagabend wollte man fit sein und da Samstagabend der Traffic auch nicht schlecht war, hat man den auch mitgenommen. Wie häufig ich Freunden abgesagt habe, nur um das Business zu verfolgen, war schon wirklich grenzwertig.
Jedenfalls muss man wirklich in allen Teildisziplinen, die Poker benötigt, wirklich mindestens "gut" sein, um langfristig überleben zu können. Das hängt dann auch ein wenig mit dem Alter zusammen. Ab 24 ca bekommt man imo langsam einen anderen Blick auf die Dinge. Davor ist es eher wie ein tolles Game, wofür man zufällig talentiert genug ist. High Life!


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Zitat
alwayswinning1111
Beigetreten: 22.07.2008
Oldschool Grinder

ja ich würde an seiner stelle auch 3) wählen. hat ja schließlich auch ein studium hinter sich, was nicht jeder schafft/schaffen kann. einfach ins blaue hinein pokerpro zu werden ist natürlich absoluter schwachsinn. da weiß man ja noch nicht mal, ob einem das spaß macht, man das über längere zeit durchhält usw.


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Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010
BlackMember

Original von BReWs7aR
Ich finde, dass Selbstständigkeit und Eigeninitiative wohl auch in die Auswahl aufgenommen werden sollten. Ich würde sogar sagen, dass es wahrscheinlicher ist, ein profitables Unternehmen aufzubauen, als Pokerpro zu werden und mindestens 20€/Stunde zu verdienen. 2007 sah das auf jeden Fall noch ganz anders aus.

Auch da würde ich Praxiserfahrung bevorzugen und erst mit der Selbstständigkeit loslegen, wenn man eine gute Idee hat. Die kommen ja häufig nicht auf Knopfdruck und bis dahin hat man dann auch schon etwas Kapital und Erfahrung aufgebaut, was auch vieles wieder einfacher macht.


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Picasso25
Beigetreten: 25.09.2006
PokerStrategist

Eine 40h Arbeitswoche ist also schlimmer zu ertragen sls ein geplantes Pokerleben das aus Spin and Gos besteht?
Imo ist das Onlinepoker Pro Dasein unfassbar langweilig, wenig spannend und sehr sehr eintönig. Gesellschaftlich immer kritisiert und rechtlicht befindet man sich longterm auch einfach in keiner Situation die Spass bereitet.
Zudem kenne ich keinen Pokerpro der wirklich sparsam lebt. Und wenn man einmal wie ein könig lebt, dann will man diesen Luxus nicht ändern.
Am besten sind noch jene die ihr gsnzes Leben diesem Spiel widmen wollen. Es ist so absurd naiv fest anzunehmen dass Poker in 20-50 Jahren nur ansatzweise so funktioniert wie heute (abgeschottete Märkte etc)
Und irgendwann steht dann der Pokerpro mit 55 Jahren da, hat obv nie dicke Geld zurückgelegt, poker ist tot, man hat keine Ausbildung/Studium whstwver und steht dann blöd da. Man kann mit Poker hslt nicht fix planen, deshalb sollte man Neulinge sicher nicht geil drauf machen wie toll dieser Job so sein könnte. Als Momentsufnahme kann Poker viel ermöglichen, aber in 30 Jahren werden sich viele der heutigen Pros umsehen. Insbesondere jene, die dann evtl nur 100-200k Rücklagen hdben und bis zum Tod noch 30+ Jahre haben und ihren Lebensstandard aufgrund fehlender Perspektiven radikal ändern müssen.

Jedem viel Spass der Pokerpro werden will


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Zitat
mosofi1987
Beigetreten: 06.01.2013
PokerStrategist

Also wollt ihr alle einfach behaupten,weil es heute im vergleich zu früher viel schwerer geworden ist ,keinen sinn mehr macht pokerpro zu werden??Es gibt doch heutzutage soviele pokerpros,also warum sollte man es auch nicht schaffen in ein oder 2 jahren wenn man jetzt anfängt intensiv an sich arbeiten??Wie siehts mit Livepoker aus??Verglichen zu Online ist das doch ziehmlich fischig.Ein Leben als Pokerpro muss sich ja nicht immer auf Online beziehen.Mit Livepoker kann das ja auch super funktionieren oder nicht?Leider hat sich Online Poker im laufe der Jahre ins negative entwickelt ,aber die Zukunft kann ja anders aussehen.Vielleicht gibts ja nochmal einen Pokerboom??!!
Wäre super hier mit jemandem reden zu können der gerade nur von Poker lebt.
Verstehe auch nie warum viele abraten es zu versuchen,man kann ja trotzdem sein Job behalten und gleichzeitig versuchen Pokerpro zu werden oder ist das auch etwa abzuraten???Es geht mir lediglich darum ob es noch sinn macht pokerpro zu werden und nicht erstmal wie oder den weg dahin


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AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010
BlackMember

Der Trend ist einfach so, dass die Spieler durchschnittlich besser (reicht schon ein SHC um die Edge massiv zu minimieren) werden und damit die Edge kleiner wird. Dazu eben die Inflation (Limits bleiben gleich) und weniger Rakeback.
2006 (Edge + Rakeback + Inflation) = 1
2015 (1/2 Edge + 1/2 Rakeback + 1/4 Inflation) = < 40% als ein 2006er Spieler obwohl man viel viel besser Poker spielt und das gleiche Pensum + mehr Theorie macht

Und ich wüßte auch nicht wie es zu einem massiven Pokerboom kommen sollte...


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Zitat
BReWs7aR
Beigetreten: 26.03.2007
Elite Grinder

Original von AyCaramba44

Original von BReWs7aR
Ich finde, dass Selbstständigkeit und Eigeninitiative wohl auch in die Auswahl aufgenommen werden sollten. Ich würde sogar sagen, dass es wahrscheinlicher ist, ein profitables Unternehmen aufzubauen, als Pokerpro zu werden und mindestens 20€/Stunde zu verdienen. 2007 sah das auf jeden Fall noch ganz anders aus.

Auch da würde ich Praxiserfahrung bevorzugen und erst mit der Selbstständigkeit loslegen, wenn man eine gute Idee hat. Die kommen ja häufig nicht auf Knopfdruck und bis dahin hat man dann auch schon etwas Kapital und Erfahrung aufgebaut, was auch vieles wieder einfacher macht.

Das mit der Erfahrung stimmt natürlich.
Sehe das mit der Geschäftsidee btw genau anders herum. Die Idee ist in meinen Augen eher nebensächlich so lange der Plan stimmt.


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dingoberg
Beigetreten: 13.04.2011
PokerStrategist

wer es will ,soll es doch versuchen, pro zu werden, besonders wenn man noch jung ist. ein größeres startkapital muss aber auch da sein. geld ist beim online oder livepoker, immer noch zu machen, wenn man gut ist. man muss aber auch talent haben und ständig bereit sein, an sich zu arbeiten und sich im spiel weiter zu entwickeln. negativ ist leider, dass man nicht weiss wie es mit onlinepoker weitergeht. evtl. in jedem europäischen land, einen eigenen regulierten markt , mit hohen umsatzsteuerabgaben für die spieler. dann wäre onlinepoker nicht mehr zu schlagen. andererseits kann es auch wieder aufwärts gehen mit poker ,wenn die amis wieder spielen dürften oder die italiener,spanier und franzosen wieder dazu kommen würden. manchmal sollte man auch was wagen im leben ,was einem spass macht, auch wenn es schiefgehen kann. ich habe auch fast 10jahre vom spielen gelebt( nicht nur livepoker) bis vor einigen jahren, ohne einmal broke gegangen zu sein. ich würde es aber nicht schaffen, vom onlinepoker leben zu können, dass weiss ich ganz sicher.


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mosofi1987
Beigetreten: 06.01.2013
PokerStrategist

Warum hast du aufgehört vom poker zu leben? Ja das mit online ist schon mies,da gebe ich dir recht aber wer weiss wie sich das entwickeln wird.man kann seine fähigkeiten und sein game super trainieren im online poker und das gibt einem einen grossen vorteil gegenüber den anderen livespielern am Tisch.gibt es einen Ratschlag oder tipps die du mir oder den anderen mitgeben kannst,die das ernsthaft versuchen wollen ein pokerpro zu werden?


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Zitat
dingoberg
Beigetreten: 13.04.2011
PokerStrategist

ich habe nicht ausschließlich vom pokern gelebt. hauptsächlich vom baccarat und sportwetten. ich habe aufgehört weil ich krank geworden bin. zuviel partys und auch alkohol. da habe ich noch auf ibiza und teilweise mallorca gelebt. brauchte ein anderes umfeld. zu der zeit habe ich auch meine heutige lebensgefährtin kennengelernt. mit ihr bin ich in deutschland zusammen gezogen und habe mich selbstständig gemacht.


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BReWs7aR
Beigetreten: 26.03.2007
Elite Grinder

Original von mosofi1987
Also wollt ihr alle einfach behaupten,weil es heute im vergleich zu früher viel schwerer geworden ist ,keinen sinn mehr macht pokerpro zu werden??Es gibt doch heutzutage soviele pokerpros,also warum sollte man es auch nicht schaffen in ein oder 2 jahren wenn man jetzt anfängt intensiv an sich arbeiten??Wie siehts mit Livepoker aus??Verglichen zu Online ist das doch ziehmlich fischig.Ein Leben als Pokerpro muss sich ja nicht immer auf Online beziehen.Mit Livepoker kann das ja auch super funktionieren oder nicht?Leider hat sich Online Poker im laufe der Jahre ins negative entwickelt ,aber die Zukunft kann ja anders aussehen.Vielleicht gibts ja nochmal einen Pokerboom??!!
Wäre super hier mit jemandem reden zu können der gerade nur von Poker lebt.
Verstehe auch nie warum viele abraten es zu versuchen,man kann ja trotzdem sein Job behalten und gleichzeitig versuchen Pokerpro zu werden oder ist das auch etwa abzuraten???Es geht mir lediglich darum ob es noch sinn macht pokerpro zu werden und nicht erstmal wie oder den weg dahin

Das ist ja gerade das, worüber wir hier diskutieren. Ob es Sinn macht, liegt im Ermessen jedes Einzelnen. Die Frage kannst du dir nach Abwägung der Argumente nur selbst beantworten. Das ist auch eine Frage des Alters. Wenn du perspektivlos bist und gerade 19 oder so, dann mach es einfach und schau wie es funktioniert. Da spricht absolut nichts dagegen. Aber wieso muss es unbedingt diese Art sein, sein Geld zu verdienen? Ebenso könnte man sich mit anderen Möglichkeiten beschäftigen, von seinem Rechner aus Geld zu verdienen, die einem eventuell langfristig viel mehr bringen, als das harte Business, was dir nur positive Nebeneffekte vermittelt. (Aktienhandel, (affiliate) Marketing, Blogging, Onlineshops etc.)

Es gibt so viele PokerPros??? Setz das doch mal bitte in Relation zu denen, die keine sind. Das sind verdammt wenige! Die Medien erzählen dir halt immer nur die tollen Seiten. Oder hast du schon mal jemanden gesehen, der hier einen Gambling for Life Blog eröffnet hat und regelmäßig über seine Losingsessions berichtet, die er natürlich nie aufs Glück schiebt? Natürlich nicht, schließlich verdienen sich alle Pros eine goldene Nase. Wieso sollte man denn einen durchschnittlichen Pokergewinn Arbeitserfahrung und die Aussicht auf langfristige Liquidität noch vorziehen wollen? Dass hier nur einer von 1000 Neuanfängern die Limits hochklettert und sich nach einem Jahr an die nl1k+ Tische mit einer Edge setzt, ist wohl kaum übertrieben. Anders ist es, wenn man den Skill schon besitzt bzw davon ausgeht, ausreichend viel davon zu haben. Dann kann man es natürlich wagen. Aber als Neuanfänger ist das in meinen Augen super naiv. Ich hab hier echt alle Phasen mit durchlebt und kann nur bestätigen, was AyCaramba und die anderen Skeptiker hier vermitteln wollen. Aber klar, wenn alle hier nach unseren Argumenten proaktiv handeln würden, würde es dieser 1000ste nicht zu Reichtum und Ruhm schaffen.


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Zitat
dingoberg
Beigetreten: 13.04.2011
PokerStrategist

mafosi......grossen tip kann ich dir nicht geben. alle wichtigen dinge, die du beachten musst, stehen irgendwo in diesem thread. das wichtigste was du aber brauchst, ist das glück, ohne das geht es auch nicht.


Antwort
Zitat
Picasso25
Beigetreten: 25.09.2006
PokerStrategist

Man benötigt einfach diesen Willen mit dem man versucht dieses Spiel ins kleinste Detail zu verstehen.
Geld versienen ist imo nicht Ansporn genug. Ich bin nun lange dabei, war Coach und habe über Jahre viele Neulinge kennen gelernt die zu mir kamen. Alle mit dem Traum reich zu werden, poker als Mittel zum Zweck.
Das Ziel ohne Geldgedanken das Spiel aufzufressen mit allen Details hsbe ich fast nie gehört. Früher oder später haben alle aufgehört, meistens bei der 1. längeren Downswing Phase, was psychologisch recht simpel ist, wenn Wunsch auf Realität trifft.

Man kann heute noch Poker crushen, aber als Neuling dauert es unglaublich lange. Und dann ist halt die Tatsache dass Poker einfach zu 98% der Zeit brotlose eintönige Kunst ist. Man darf sich den std profi als durchschnittsnerd verstellen, der in den Tag hinein lebt, jeden Tag 4-8h pokert, sonst die Zeit verlebt und einfach kein geregeltes Leben hat. Es gibt Ausnshmen, aber der durchschnitts Pro ist nicht sehr diszipliniert und verwayned einfach 90% der Tage und ciele die i mcg kenne wurden auf Dauer damit nicht unbedingt zu glücklichen Menschen.
Man darf sich nicht von den Top 1% der Pros blenden lassen die dem Hobbyspieler ein Leben in Saus und Braus suggerieren, mit wöchentlichen Weltreisen zu Turnierstops. Dahinter steckt jahrelange harte disziplinierte Arbeit.

Was ich sagen will: Jeder soll es probieren, wer es des Geldes wegen aber betreibt wird früher oder später schnell frustriert sein


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Zitat
dingoberg
Beigetreten: 13.04.2011
PokerStrategist

# zu deinem artikel , bis auf den letzten satz. es wird wohl kaum jemand geben, der es nicht des geldes wegen macht. das ist der traum der meisten, die pros werden möchten, schnell viel geld, ohne grossen aufwand zu machen..


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Tackleberry
Beigetreten: 05.05.2006
Elite Grinder

Bitte, bitte - lest euch die Posts von Picasso nochmal durch - und wenn ihr glaubt, verstanden zu haben, was er gesagt hat, dann lest sie nochmal!!

Das ist mit das Intelligenteste und Wertvollste, das ich seit langer Zeit zu diesem Thema gelesen habe. Hut ab! Und ganz dickes +1.

Gerade das "Long-Term"-Thema. Kein Scheiß, ich bin > 40, selbstständig, Semi-Pro etc.pp. Ich weiß also, wovon ich rede. Und glaubt mir, ich sehe in meiner Altersgruppe eine Menge Leute, die sich früh mit einer scheinbar "bombensicheren" Idee selbstständig gemacht haben (und Poker ist letzten Endes nix anderes), und nun - mit knapp über 40 dem Steuerzahler auf der Tasche liegen und verzweifelt überlegen, wie sie die nächsten 30-40 Jahre über die Runden kommen sollen. Schöne Aussichten.


Antwort
Zitat
RakSkyfury
Beigetreten: 20.01.2011
PokerStrategist

Ich finde Alternative 3 sehr sinnvoll: neben dem Job, der einem ein geregeltes Einkommen und ein Dach über dem Kopf beschert, kann man ja immer noch Poker spielen, Live und Online. Bleibt dann der Erfolg aus, so hat man wenigstens noch sein Einkommen.

Läuft es gut hat man zusätzliches Taschengeld. Läuft es sehr gut kann man immer noch drüber nachdenken, ob man im Job kürzer triff und das Pokerpensum erhöht.

Denke auch dass viele eine falsche Vorstellung vom Leben als Poker Pro haben: das ist nicht nur Party, Koks und Nutten rund um die Uhr, das ist richtig harte Arbeit. Und die Downswings, Krankheiten usw. müssen alle verkraftet werden, man muss also ein dickes finanzielles Polster haben und Rücklagen bilden.

Zum Vergleich: Mein Sohn (17) will Musiker werden, keinen Bock irgendeinen Job zu lernen, interessiert ihn alles nicht, er will den ganzen Tag Musik machen. Aber die wenigsten Musiker werden von heute auf morgen zum Weltstar, da braucht man Können, Fleiß, Glück. Man muss Musik machen die vielen gefällt und die auch bereit sind die CDs zu kaufen.

Auch hier war mein Rat: mach eine gute Ausbildung, such dir einen guten Job und verfolge die Musik weiter als Hobby...


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Diddy81
Beigetreten: 14.09.2005
Oldschool Grinder

Original von dingoberg
# zu deinem artikel , bis auf den letzten satz. es wird wohl kaum jemand geben, der es nicht des geldes wegen macht. das ist der traum der meisten, die pros werden möchten, schnell viel geld, ohne grossen aufwand zu machen..

Ich glaube es geht ihm eher darum, dass viele es nur wegen des Geldes machen und dass das die einzige Motivation ist. Das wird einen nicht ausfüllen langfristig und spätestens bei den ersten längeren Downswings wird das auch stark an der Psyche kratzen (ala "habe jetzt Monate gegrindet und nichts/ fast nichts verdient bzw. bin immer noch down"). Wenn man dann noch Pro mit geringer Kapitaldecke ist, dann gute Nacht...

Imo sollte die Hauptmotivation sein, in dem Game gut zu werden und sich stetig zu verbessern und erst danach das Geldverdienen als Motivation kommen. Haseeb Qureshi (ehemaliger Highstakes Pro) beschreibt das in seinem Buch (How to be a pokerplayer) ganz gut. (sinngemäß) Wer keine Lust darauf hat sich täglich mit seinem Spiel auseinanderzusetzen und nur des Geldes weg Poker spielt, sollte keine Pokerkarriere beginnen. Er schreibt auch, dass er noch nie einen supererfolgreichen Pokerspieler kennengelernt hat, der ausschließlich des Geldes wegen spielt.

War selbst einige Jahre Pro und die Leute, die ich kennengelernt habe, die ich mal zu den Top 1% zählen würde, haben auch am härtesten gearbeitet und sind teilweise oft sparsam unterwegs gewesen. Klar posten dann manche Pics von den coolen Parties; es wird aber oft vergessen, dass die 28+ Tage im Monat sich fast nur mit Poker beschäftigt haben und mal 1-3 Tag Party gemacht haben. Für den Außenstehenden wirkt das dann so, als würden die dauernd Party machen und hätten ein Baller-Life.


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Zitat
Diddy81
Beigetreten: 14.09.2005
Oldschool Grinder

Original von BReWs7aR

Original von mosofi1987
Also wollt ihr alle einfach behaupten,weil es heute im vergleich zu früher viel schwerer geworden ist ,keinen sinn mehr macht pokerpro zu werden??Es gibt doch heutzutage soviele pokerpros,also warum sollte man es auch nicht schaffen in ein oder 2 jahren wenn man jetzt anfängt intensiv an sich arbeiten??Wie siehts mit Livepoker aus??Verglichen zu Online ist das doch ziehmlich fischig.Ein Leben als Pokerpro muss sich ja nicht immer auf Online beziehen.Mit Livepoker kann das ja auch super funktionieren oder nicht?Leider hat sich Online Poker im laufe der Jahre ins negative entwickelt ,aber die Zukunft kann ja anders aussehen.Vielleicht gibts ja nochmal einen Pokerboom??!!
Wäre super hier mit jemandem reden zu können der gerade nur von Poker lebt.
Verstehe auch nie warum viele abraten es zu versuchen,man kann ja trotzdem sein Job behalten und gleichzeitig versuchen Pokerpro zu werden oder ist das auch etwa abzuraten???Es geht mir lediglich darum ob es noch sinn macht pokerpro zu werden und nicht erstmal wie oder den weg dahin

Das ist ja gerade das, worüber wir hier diskutieren. Ob es Sinn macht, liegt im Ermessen jedes Einzelnen. Die Frage kannst du dir nach Abwägung der Argumente nur selbst beantworten. Das ist auch eine Frage des Alters. Wenn du perspektivlos bist und gerade 19 oder so, dann mach es einfach und schau wie es funktioniert. Da spricht absolut nichts dagegen. Aber wieso muss es unbedingt diese Art sein, sein Geld zu verdienen? Ebenso könnte man sich mit anderen Möglichkeiten beschäftigen, von seinem Rechner aus Geld zu verdienen, die einem eventuell langfristig viel mehr bringen, als das harte Business, was dir nur positive Nebeneffekte vermittelt. (Aktienhandel, (affiliate) Marketing, Blogging, Onlineshops etc.)

Es gibt so viele PokerPros??? Setz das doch mal bitte in Relation zu denen, die keine sind. Das sind verdammt wenige! Die Medien erzählen dir halt immer nur die tollen Seiten. Oder hast du schon mal jemanden gesehen, der hier einen Gambling for Life Blog eröffnet hat und regelmäßig über seine Losingsessions berichtet, die er natürlich nie aufs Glück schiebt? Natürlich nicht, schließlich verdienen sich alle Pros eine goldene Nase. Wieso sollte man denn einen durchschnittlichen Pokergewinn Arbeitserfahrung und die Aussicht auf langfristige Liquidität noch vorziehen wollen? Dass hier nur einer von 1000 Neuanfängern die Limits hochklettert und sich nach einem Jahr an die nl1k+ Tische mit einer Edge setzt, ist wohl kaum übertrieben. Anders ist es, wenn man den Skill schon besitzt bzw davon ausgeht, ausreichend viel davon zu haben. Dann kann man es natürlich wagen. Aber als Neuanfänger ist das in meinen Augen super naiv. Ich hab hier echt alle Phasen mit durchlebt und kann nur bestätigen, was AyCaramba und die anderen Skeptiker hier vermitteln wollen. Aber klar, wenn alle hier nach unseren Argumenten proaktiv handeln würden, würde es dieser 1000ste nicht zu Reichtum und Ruhm schaffen.

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Wobei ich denke, dass 1000 noch hart untertrieben ist, die Zahl ist wahrscheinlich noch ein vielfaches größer...

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@mosofi: Geht nicht darum das mies zu machen. Es geht darum, dass man sich ein realistisches Bild davon machen sollte wie seine Zukunft als Pokerspieler aussieht. Dann kann jeder für sich selbst entscheiden, ob er das möchte oder nicht.


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Heinz021
Beigetreten: 27.09.2007
BlackMember

finde den allgemeinen rat hier zu negativ

OP hat ne fertige gute ausbildung, warum soll er nicht ein halbes jahr grinden und seine eigenen erfahrungen machen?

er wird schnell merken ob das ganze was für ihn ist oder nicht, jedoch sicher ist er wird einiges über sich und das leben lernen.

falls er es wagt noch ein paar tipps:
-SELBER überlegen, nicht nur kopieren
-hüte dich davor für content (viel) geld auszugeben. überall wird propagiert du brauchst nen teuren coach, drölf coachingseiten accounts, e-books,...
kostet ne schweine kohle und du kannst anfangs unmöglich beurteilen welcher content weizen und welcher spreu ist.
-gefestigtes real-life
-SELBER überlegen


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limpinbarney
Beigetreten: 12.02.2009
BlackMember

Der Rat ist negativ, weil es mittlerweile langjährige Erfahrungen gibt.

Die Schilderungen von Picasso decken sich zu 100% mit meinen Beobachtungen und Erfahrungen.
Ich hatte vor kurzem ein Gespräch mit einem Livepro, der in der Wiener Szene recht viele Leute kennt. Damit meine ich nicht die ganzen zugezogenen Deutschen sondern die "alte" Garde an Österreichern, die das Game schon 6-8 Jahre als Pro spielen. Da gibt es vielleicht 1-2 Ausnahmen, die dieses Spiel noch gerne spielen. Die meisten kotzt das Game und vor allem der tägliche Grind nur noch an.
Das ist wie ein Teufelskreis. Auf der einen Seite gibt es wohl nichts profitableres, was man ohne jegliche Abhängigkeit tun kann (ein Computer genügt und 24/7 möglich), auf der anderen Seite ist dieses stupide und eintönige Grinden. Ich finde in diesem Zusammenhang auch den Abschlusspost von Siete777 beispielhaft.


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