Original von Eugen1
Ich stehe kurz vor meinem Abschluss zum Dipl.-Ing. Ich habe an einer deutschen TU und 1 Jahr in Berkeley Maschbau studiert.
Einige Gedanken zu dem Thema:
-Bei einem Abischnitt von 1,x würde ich immer an eine Uni gehen. Die besten Studenten/Professoren trifft man an Unis und so ein Umfeld prägt und verhilft zu eigenen Bestleistungen.
Das hängt aber von vielen Dingen ab, ich kenn auch einige FHs, wo die Professoren schon sehr gute Kontakte zur Wirtschaft haben. Wo du sicherlich recht hast, ist, dass man an der Uni eher zu Bestleistungen angespornt wird. Ich sitz grad an ner FH und find das Studium einfach nur lächerlich. Halt große Vorkenntnisse wegen Mathe/Physik-LK und guter Schule. Motivierend ist das nicht gerade, wenn man dann hier nur so "einfache" Sachen macht. Abischnitt 1,x würd ich im technischen Bereich immer für ein duales Studium nutzen, ob jetzt an einer DH/FH oder Uni spielt keine Rolle.
-Networking ist an Unis viel besser möglich.
jein. Es kommt drauf an, was man genau sucht. Kontakte zur Wirtschaft sind an FHs auch nicht gerade wenige...allerdings ist es an der Uni einfacher, Leute zu treffen, die später erfolgreicher sind
-Die renormierten Professoren (solche haben immer exzellente Kontakte auch zur Industrie) sind an Unis.
Jein.
-Je theoretischer/mathematischer die Ausbildung ist, umso besser. Dadurch lernt man Denken, Problemlösen und sich organisieren. Praxis kann jeder, das kann man auch später lernen. Theorie hingegen nicht. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Daher zählen die theorieverliebten EliteUnis der USA, wie Stanford, Berkeley, MIT usw. zu den besten der Welt.
Nein.Es kommt drauf an, wie man "Praxis" bezug definiert...ich denke mal, dass der Unterschied gar nicht so groß ist. Unsere Professoren sagen nur bei komplexen Herleitungen: "Das würden Sie an der Uni ausführlicher machen" und an manchen Stellen "Das müssen Sie sich merken, wir sind an einer FH und hier haben Sie den Praxisbezug".
-Man bekommt auch als FH-Absolvent einen Job bei Daimler, Siemens usw.
True
-Wenn man aber was drauf hat, dann will man nicht einen der Standardjobs (90% aller Jobs), sondern einen der "guten" Jobs bei den oben genannten Unternehmen und da haben nur die Uniabsolventen eine Chance.
-In bestimmte Branchen kommt man nur mit einem Uni-Abschluss rein. Z.b. Consulting, Investment Banking
Im Einstieg sicherlich, man kann aber unter Umständen später wechseln.
-Unis haben bessere Partnerunis im Ausland
Partnerunis im Ausland muss man individuell bewerten. Kann durchaus sein, dass ne FH in dem einen Bereich bessere Partnerunis hat als irgendeine Uni.
-Ernsthafte Forschung lernt man nur an einer Uni kennen.
Was ist schon ernsthafte Forschung? Dafür geht man dann ja auch eher an ne FH, weil einen die "unernsthafte" Forschung mehr anspricht.
Schöner Link, aber dann zitier nicht nur so ohne Zusammenhang. Der Artikel läuft nämlich drauf hinaus, dass der eigene Charakter am Ende entscheidend ist.
Es ist halt so eine Art selbsterfüllende Prophezeiung:
Wer immer zu den besseren gehört, will eher an eine TU, will mehr im Job und sieht einfach sein ganzes Leben einen anderen Weg vor sich, als jemand mit FH-Reife...