Erst am Donnerstag
Kommt Donnerstag
Gibt aber in der Tat noch nichts spruchreifes, ich melde mich sobald es das gibt
Wie mir son Youtube Buby erklären will wie ich ne gehaltsverhandlung führe obwohl der nur von der Youtubekohle lebt als Freelancer
Der YouTubebubi hat lange Zeit als Investmentbanker gearbeitet.
Hauptsache nen blöden Kommentar abgeben...
Und was befähigt einen Bankkaufmann, der Mal zwei Jahre bei einer Investmentbank gearbeitet hat irgendwelche Tipps zu Gehaltsverhandlungen zu geben?
Original von Penishaubize
Und was befähigt einen Bankkaufmann, der Mal zwei Jahre bei einer Investmentbank gearbeitet hat irgendwelche Tipps zu Gehaltsverhandlungen zu geben?
Kann doch im Grunde jeder machen, der sich mit dem Thema beschäftigt. Ein bisschen selbst denken muss aber wohl Jeder und es ist auch immer stark abhängig von der Person und Stelle. Trotzdem gibt es auch viele allgemeine Ratschläge.
Original von Santalino2
Ich würde es nicht übertreiben, 1 Jahr in Firma sein, ist jetzt nicht die Welt, da kann man es mit Forderungen nicht übertreiben und habe auch das Gefühl du ziehst dich und den Job, nur wegen dem Geld, etwas zu stark selbst runter. Im Grunde machst du doch insgesamt schon einen Job der gut zu dir passt und dir gefällt, kannst viel rumreisen und dir machts ja auch Spass in Asien usw. unterwegs zu sein und dort Erfahrungen und Erlebnisse zu sammeln und ich würde jetzt nicht alles nur am Geld festmachen und daran deine Zufriedenheit messen.Glaube auch nicht dass es funktionert, selbst wenn du gute Gehaltserhöhung bekommst wirds vermutlich nur kurzfristigen positiven Effekt auf den Glücksgefühl haben, danach hast dich ans neue Gehalt gewöhnt und siehst es als selbstverständlich an (und 3/4 Jahr später wenn nächste Gehaltspräche langsam anstehen, wiederholt sich das ganze wieder...und das weiß ja auch Personalabteilung und die haben auch kein Lust darauf, die Zufriedenheit nur kurzfristig mit fetter Gehaltserhöhung zu erkaufen...). Ich finde das ist einfach der falsche Fokus, man sollte seine tägliche Arbeit und Wohlbefinden nicht davon abhängig machen und wenns dann z. B. doch nicht die gewünschte Gehaltserhöhung gibt, dass dann noch auf die Arbeit übertragen und dann mit weniger Einsatz dabei sein (wie du es angekündigt hast). Im Grunde gibts ja alllgemein auch eher die gegenteilige Empfehlung in der Art, arbeite jetzt schon so, als ob du 100k+ verdienst, sei mir vollem Einsatz dabei und früher oder später wirst du das dann im Idealfall wirklich mal verdienen.
PS: Nach anderen Firmen umschauen, kann man sich natürlich trotzdem und wenn was gutes mit wesentlich bessere Bezahlung in Aussicht ist, ok, dann kann man darüber nachdenken und ich finde es auch ok, einfach bei aktueller Firma mal als Bluff versuchen ein höheres Gehalt rauszuhandeln, nur in Pokersprache ausgedrückt, ich würde mich dann nicht committen und wenns nicht klappt dann auch nicht sauer sein und mir dann täglich einreden wie scheiße doch mein aktueller Job ist und auch nicht damit anfangen auf einmal viel weniger zu arbeiten...
Man muss auch sagen, der Thread hat einiges dazu beigetragen und bei OP scheint überwiegend die Botschaft "sei ja nicht zufrieden mit deinem mickrigen Gehalt" hängen geblieben zu sein.
OP wird nun einiges raus verhandeln und bei einem anständigen Gehalt landen. Er wird aber dennoch unzufrieden sein, weil ihm hier TopLöhne als Standard suggeriert werden.
Vielmals sorry, dass es so lange gedauert hat mit dem Update, aber es ist bisher tatsächlich noch keine Tinte getrocknet oder irgendwas in trockenen Tüchern... leider.
Aber mal ein kurzer Abriss, was passiert ist:
Ich hatte das Gehaltsgespräch wie gesagt Mitte Dezember gehabt und die Argumentation von oben recht gut vorbereitet gehabt und dann vorgetragen. Mein Chef war ein bisschen entsetzt ob der geforderten Höhe, konnte aber auch inhaltlich nicht viel dagegen sagen, weil meine Argumentation halt in sich stimmig war und auhc logisch. Aber er war insofern überrascht/überwältigt, als dass er meinte, dass das einfach ein Niveau sei, das in dieser Firma nicht gezahlt wird für die Position. Ich habe dann leider auch recht direkt eine verhandlungsbereitschaft signalisiert, man muss aber dazu sagen, dass ich von meinem Chef auf der fachlich/beruflich-management Ebene nicht viel halt, zwischenmenschlich er aber echt ganz okay ist und er auch verstehen konnte, dass ich mit meinem Profil durchaus eine solche Forderung habe - er eben nur meinte, dass die Chancen nahe 0 stehen, dass ich sowas bekommen würde ob der Zahlungsstruktur der Firma. Er hatte sowas wie +6-7% vorbereitet gehabt, bei dem ich gesagt habe, dass mir das nicht reichen würde.
Er wollte das dann mit dem Firmeninhaber besprechen und das hat sich dann gezogen.. Jahresendgeschäft, Weihnachts-Neujahres"ferien" udn dann hatten wir im januar direkt in der 2. Woche das große Sales Kick-Off. Ich wurde da immer vertröstet, was ich natürlich nicht geil fand, aber da mein Chef das auch immer pro aktiv angesprochen hat, konnte ich da irgendwie wenig gegen sagen, weil es halt ehrlich gewirkt hat. Auch mein Chef hat im Endeffekt viel zu viel auf seinem Tisch, auch selbst zugefügt.
Anfang dieser Woche hatten wir uns dann endlich unterhalten, er hat sich nochmal für die Verzögerung entschuldigt, er wollte das mit dem Inhaber auch nicht zwischen Tür und Angel machen, er woltle dafür einen dedizierten Termin haben, der sich eben gezogen hat.
Das Angebot war dann aber echt meh, war im Endeffekt +9%, 3k aufs fixgehalt, 3k aufs 100% Ziel (wären dann 71 900 € bei 100% Ziel gewesen). Premium Economy hat er gar nicht angesprochen.
Das hat mir natürlich nicht gereicht und ich habe recht direkt abgelehnt. Hatte da gesagt, dass die 60k fix so eine Schmerzgrenze für mich wären.
Was ich aber auch noch angesprochen habe: Bei dem Kick Off-meeting wurde ne neue Rolle vorgestellt, die jetzt von 2 Kollegen übernommen wird, die so in Richtung Business Development geht (Application Market Manager hier genannt). ich wusste davon in der Planung nichts, die Kollegen, die das geworden sind, halte ich dafür aber auch für sehr geeignet. Habe mir das ganze danach aber mal durch den Kopf gehen lassen und mir ist aufgefallen, dass das so ziemlich das ist, worauf ich Bock habe. Ich mag den Kundekontakt, ich mag es zu verstehen, welche Prozesse die Kunden haben, welche Lösungen man dafür entwickeln kann etc. Habe das auf einer anderen Plattform mal beschrieben als
Spoiler
I liked the contact with the customer in person (while doing a demo, really talking about the application, understanding their world, learning about their processes and then figuring out how we could fit in there, how we can help etc.) I liked understanding the world of the customer, understanding the science behind this and also considering how this might translate to other markets, other customers etc and how to get deeper into this market segment, who else to approach etc. And what I really loved was develloping more targeted presentations with the pain of the customer in mind and also how to really adress him in an entertaining and didactic inviting way - and of course also holding the presentations. What I did not like so much in comparison was the more "sales-like" things - negotiations about price, permanent follow-up and all this "sales dance". Basically I love to develop in a sales oriented way and teaching "science"; I want to transfer science from the lab to the market.
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Habe dann am Ende des "ersten Gehaltsgespräches" Anfang der Woche noch gesagt, dass ich auch gerne Interesse in diese Richtung signalisieren möchte. Das fand er sehr interessant, weil er angeblich sowas ähnliches auch schon gesagt hätte gegenüber dem Firmeninhaber, dass er mich da noch eher sehen würde.
Habe mir dann abends nochmal bisschen Gedanken gemacht und nochmal ein "aktualisiertes" Gegenangebot gemacht, das sich auf 57 500 fix + 40 000 variabel (also 77.5k bei 100%) beläuft. Habe auch gesagt, dass die premium Economy für mich wichtig ist, um da ein bisschen "Entgegenkommen" zu symbolisieren habe ich dann gesagt, dass man ja etwas machen könne wie das man den Lufthansa Economy Flug als Referenz nimmt und die Premium Eco maximum x% mehr kosten darf als das - da habe ich dann einfahc mal 30% als fairen Aufschlag vorgeschlagen - so sprengt es keinen absoluten Rahmen.
Das Gegenangebot habe ich ihm dann am nächsten morgen nochmal gegeben und nochmal das Interesse an der Entwicklung richtung Business Development unterstrichen und er scheint da auch recht angetan zu sein (Zitat "nach Führungstheorie soll man ja auch jeden Mitarbeiter in seinen Sweetspot bringen und den sehe ich da auch bei dir").
Das haben wir noch ein bisschen diskutiert, ich habe da auch direkt ein Beispiel gemacht, was man zB aus dem einen Besuch, den ich letzte Woche bei einer großen Brauerei in Belgien hatte, machen könnte und was ich mri zB vorstellen kann, was er auch sehr gut fand. Für mich wirkt das so, als ob er da auf jeden Fall jetzt auch versuchen will, mich da hin zu kriegen.
das ist der aktuelle Stand - jetzt fliegt er erstmal in die USA und ich hoffe, Ende näcshter Woche/Anfang übernächster Woche nochmal ein neues Gegenangebot zu hören, das dann dem, was ich da vorgeschlagen habe nahe kommt. Wenn da eine realistische und nicht allzu entfernte Entwicklung RIchtung Business Development mit anklingt, werde ich das wohl annehmen wollen, weil ich glaube, dass es für mich der beste Weg ist, in diese Business Development-Welt zu kommen, wennich erstmal intern in so eine Position wechsle.
Sorry für den langen Delay, aber es gibt halt noch nichts definitives
Und es gibt ein Update... und zwar ein enttäuschendes...
Mir wurde mitgeteilt, dass es keinen weiteren Spielraum seitens der Geschäftsführung gibt und das das Angebot sei. Es wurde argumentiert mit der "Peer Group", dass ich mit dem Angebot da sehr gut reinpasse und schon durchaus mehr verdienen würde, als der eine oder andere Kollege, der schon wesentlich länger dabei sei...
Er hat dann immer noch toll argumentiert, was andere Vertriebler seiner vorherigen Stelle bei Olympus verdient hätten und das auch nicht viel mehr gewesen sei bei einem Unternehmen dieser Größe.
Bzgl. Business Development auch enttäuschend. Mein Chef sagt, er würde mich da gerne sehen, aber Geschäftsführung will keine weitere Stelle schaffen und ist scheinbar auch immer noch nicht wirklich von der jetzt geschaffenen Stelle überzeugt. Wenn die Stellen, die bis jetzt geschaffen wurden, sich merklich auszahlen und der GF das erkennt, könne man das ja auch ausbauen und da wäre ich dann im Spiel.
Premium Economy würde er jetzt nochmal mit dem neuen Controller ansprechen wollen, da soll sehr bald ne Reiserichtlinie rauskommen und da will er Premium Eco ab gewisser Flugdauer reinbringen, wenn es das nicht gibt, würde er angeblich nochmal mit dem GF reden wollen.
War echt enttäuscht von der ganzen Geschichte - das hat man mir wahrscheinlich auch angemerkt. Er hat sogar behauptet, dass ich ja schon besonderrs hartnäckig sei (weil ich einmal ein Gegenangebot gemacht habe und nicht das erste Angebot angenommen habe... lol?) usw... ganz viele merkwürdige Argumente.
Hab echt keine Ahnung, was ich im Moment machen werde. Wie man auch auf Kununu liest und von 1-2 Kollegen hört, zahlt die Firma in der Tat unterdurchschnittlich (aber 12% Wachstum erwarten... man glaubt es kaum). Eigentlich hab ich keine Lust mehr darauf, mich hält jetzt halt noch der Gedanke, der Chance des Business Development, weil ich glaube, dass ich da leichter einen Einstieg finde, wenn ich da innerhalb der Firme wechsle.
Vllt mache ich mich da aber auch selber zu schlecht und hätte mit meinem Profil (promovierter Chemiker, Bachelor in BWL, Vertriebserfahrung, internationale Erfahrung) eigentlich die Voraussetzungen...
Intuitive Idee jetzt wäre es, dass ich das Montag erstmal annehme und sage, dass er bzgl. Wechsel ins Business Development regelmäßig den GF "nerven" soll und ich nochmal ein paar Wochen abwarte, was ich am Ende für ein Jahresziel bekomme bzgl. Wachstumsrate, weil man darüber ja theoretisch auch eiin höheres Gehalt erreichen kann. Wenn ich die gleichen 12% bekomme wie zB der Direktvertrieb (der auch viel mehr Unterstützung erhält), würde ich mich dann wohl umschauen... oder ich rede es mir nur ein und suche Gründe, es aufzuschieben
Du hast jetzt ein Angebot und nun mehrere Optionen!
- annehmen und weiterarbeiten
- annehmen, weiterarbeiten und neuen Job suchen
- nicht annehmen und kündigen
Was du nicht machen solltest ist dich an irgendwelche losen Versprechungen festzuklammern. Im Zweifel weiß davon später sowieso niemand mehr etwas. Premium Eco? Wird nicht kommen! Business Development? Garantiert nicht in den nächsten Monaten, ich tippe eher auf Jahre, wenn überhaupt.
Die Aufgabe deines Chefs ist einfach dir das Gefühl zu geben, dass er alles versucht und gleichzeitig ist seine Aufgabe möglichst wenig zu bezahlen. Wenn er nicht mehr darf von Oben, dann muss man das auch akzeptieren und seine Konsequenzen ziehen.
Original von AyCaramba44
- annehmen, weiterarbeiten und neuen Job suchen
tendiere im moment ganz stark dazu
Hallo,
Danke schon mal für das interessante Update.
Mal ein doofe Frage, was ist denn so wichtig an Premium Economy? Ich meine so einen ganz harten Reisestress hast Du doch auch nicht und Business wird es eh nicht in einer kleinen Firma. Was bringt denn das?
Gruss,
CMB