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[Geschlossen] Bewerbung + Gehaltsvorstellung

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EricF
Beigetreten: 16.04.2006
Oldschool Grinder

nein, warum willst Du widersprechen?
Man kann doch Quellen angeben!

Meiner Meinung nach sind solche "Gehaltstabellen" nur dann aussagekräftig, wenn viele Punkte mitgenannt werden.
Ich habe schon einige Tabellen gesehen, wo nicht einmal die Wochenarbeitszeit angegeben wird!
Und 14% Unterschied zwischen 35h und 40h sind nicht gerade wenig.


PHCruiser
Beigetreten: 02.06.2006
Oldschool Grinder

wer als akademiker meint, er kann genau die 35/40h pro woche absitzen, die auf dem papier stehen, und macht ordentlich karriere, der zeigt ein ausgesprochenes wunschdenken.
wer später mehr verdienen will als die facharbeiter, die durch schichtdienst und externe einsätze meist gut dastehen, der muss auch zeitlichen einsatz zeigen.
in den sehr gut bezahlten bereichen/positionen macht man dann bei dem "wer-bleibt-am-längsten-im-büro"-wettbewerben mit. ob dann der stundenlohn noch gut aussieht, muss jeder für sich beurteilen.


FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010
PokerStrategist

Hier hätten wir den Median 2009-2010 - aufgeschlüsselt nach Position

Und hier sieht man die komplette Studie

Cliffs:

Median für 26-30 Jährige: knapp 45k Euro

Projektingenieure/-manager: knapp 45k Euro mit bis zu 2 Jahren Berufserfahrung

Ansonsten kann ich mich PHCruiser anschließen - wer glaubt, dass er als Ingenieur bei Daimler für 50.000 Euro nur 35h/Woche arbeitet, der irrt.

In nahezu jedem Unternehmen ist es üblich, dass zeitnahe Projekte auch zu Hause erledigt werden, oder sogar, dass unentgeldlich mehr gearbeitet wird.

Jemand aus meiner Familie arbeitet als Projektingenieur bei Fujitsu(ehemals Fujitsu Siemens):

44h pro Woche in der Firma, schätzungsweise 2h pro Woche noch zu Hause.


EricF
Beigetreten: 16.04.2006
Oldschool Grinder

Und wo steht in Deiner Studie auf wieviele Stunden sich das ganze bezieht?


PHCruiser
Beigetreten: 02.06.2006
Oldschool Grinder

Original von EricF
Und wo steht in Deiner Studie auf wieviele Stunden sich das ganze bezieht?

die darf der leser sich dazu dichten.
es gibt keine aussagekräftigen studien, die gehalt und arbeitszeit in relation setzen, weil:
- fast niemand korrekt auskunft gibt über arbeitszeit und überstunden
- die ergebnisdarstellung zu komplex wäre
- es grundsätzlich bekannt ist, wie viele stunden man zu erwarten hat

grundsätzlich wird bei geringer erfahrung (einsteiger, nicht als der unterste sachbearbeiter) sowie hoher verantwortung (projektmanager, abteilungsleiter) die arbeitszeit ziemlich hoch sein.

geh als anfänger in einem großen unternehmen einer gutbezahlten branche von 50h aus. bei den sehr gut bezahlten positionen (assistent der geschäftsführung, unternehmensberater, abteilungsleiter) kannst du auch von 60h+ ausgehen. das ist aber das minimum.

die studie ist aber besser als viele andere, da der median - und nicht der durchschnitt - genannt wird.


FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010
PokerStrategist

Original von EricF
Und wo steht in Deiner Studie auf wieviele Stunden sich das ganze bezieht?

Stundenzahl steht nicht dabei...

ich weiß momentan auch nicht, ob es dazu überhaupt Studien gibt.

Gefährliches Halbwissen:
Arbeitszeit dürfte zwischen 38 und 41 Stunden liegen. Eher mehr als weniger.


DerExec
Beigetreten: 06.10.2007
PokerStrategist

Der VDI macht Gehaltsstudien mit Wochenarbeitsstunden.
Hab letztens mal reingeguckt und da waren es ca. 2-5 Überstunden pro Woche. Hab's aber nur überflogen.

Btw.: Wer denkt er kann bei Firmen soooo viel verhandeln, der studiert vermutlich noch ;)
Die meisten Firmen haben ihre internen Tarife und davon wird nur minimal abgewichen.

Und habt ihr euch mal gefragt, ob eure eher schlechte Arbeit als Berufseinsteiger wirklich 45k im Jahr wert ist? (uiuiui zerpflückt mich dafür)
edit: 45k für euch, für euren Arbeitgeber ist es ja noch mehr.


EricF
Beigetreten: 16.04.2006
Oldschool Grinder

Ursprünglich gehts hier ja um die Frage, was man so wert ist.
Und da gehört meiner Meinung nach zu einer Statistik auch alle Rahmenbedingungen mit rein!

Als Abgänger ist ERA 10 mit 35h Woche in Bayern genauso möglich wie ERA 7 in der Pfalz.
Mit beidem kann man "glücklich" werden.

Zum Gehalt gehört mehr wie das Jahresentgeld ;)


Maniax
Beigetreten: 16.12.2006
PokerStrategist

hat sich erledigt, anruf kam früher als geplant :)


Fantomas741
Beigetreten: 13.08.2006
PokerStrategist

Mal ne frage am Rande auch wenns mich nicht betrifft aber kann man seinen Gehaltswunsch auch in
€/h angeben

Wenn Firma A 40k im Jahr Zahlt für 38.5h und 30 Tage urlaub und Firma B 41k dafür 42h/Woche und 28 Tage urlaub bin ich bei Firma A ja trotzdem besser bezahlt nach Stunden ;-)


FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010
PokerStrategist

Original von Fantomas741
Mal ne frage am Rande auch wenns mich nicht betrifft aber kann man seinen Gehaltswunsch auch in
€/h angeben

Wenn Firma A 40k im Jahr Zahlt für 38.5h und 30 Tage urlaub und Firma B 41k dafür 42h/Woche und 28 Tage urlaub bin ich bei Firma A ja trotzdem besser bezahlt nach Stunden ;-)

Deswegen einfach ne Gehaltsspanne angeben und auf Nachfrage dann sagen, dass es ja auch "weiche" Gehaltshaltsbestandteile gibt und das man erst konkret werden kann, wenn man die kennt.


HeinekenMD
Beigetreten: 27.02.2007
Elite Grinder

*push*

so, ich hab am mittwoch mein erstes jobinterview bei einer mittelständischen unternehmensberatung in berlin.

bin bald dipl.-wirt.-ing. mit voraussichtlich 1.9er diplom, hab auslandssemester in st. gallen gemacht und 2 halbjährige praktika bzw. diplomandenstelle bei 2 dax-unternehmen.

ich mach mir grad gedanken zu einem realistischen einstiegsgehalt, will aber obv. nicht zu hoch pokern und mich aber auch nicht unter wert verkaufen.

ich hab mal so 50k als einstieg angepeilt, was meint ihr?


Maniax
Beigetreten: 16.12.2006
PokerStrategist

war/bin in der gleichen Situation wie du, würde ein bisschen weniger veranschlagen.


da fällt mir ein, dem Mann meiner Cousine wurden nur 3 Fragen bei seiner Bewerbung gestellt: 1. Wie alt sind sie? 2. Wann wollen sie beginnen? 3. Einstiegsgehalt?

:coolface:

mal sehn, wie's in 5 Jahren bei mir aussieht, ist ja noch etwas hin :P

Hab mich jetzt an der RWTH eingeschrieben für Wirt.Ing. FR Bauwesen.


Powaaah
Beigetreten: 20.01.2007
Oldschool Grinder

Original von TooBadToWin
da fällt mir ein, dem Mann meiner Cousine wurden nur 3 Fragen bei seiner Bewerbung gestellt: 1. Wie alt sind sie? 2. Wann wollen sie beginnen? 3. Einstiegsgehalt?

:coolface:

mal sehn, wie's in 5 Jahren bei mir aussieht, ist ja noch etwas hin :P

Hab mich jetzt an der RWTH eingeschrieben für Wirt.Ing. FR Bauwesen.

Dann ist der personaler aber ziemlich komisch. Alter sollte man dem lebenslauf schon irgendwie entnommen haben... . Oder der mann deiner cousine wollte einfach nur nen coolen spruch loslassen.


Die Frage nach den Gehaltsvorstellungen ist ein Filterinstrument und soll im Prinzip nur darstellen inwiefern du eigentlich Ahnung hast was du da machst.

Wenn du in der Branche XY einsteigen willst und ein Einstiegsgehalt angibst, dass deutlich unter dem durchschnittlichen Einstiegsgehalt liegt, dann gibst du ein negatives Signal - du sagst "Leute ich bin maximal soviel Wert".

Gibst du eine höhere Summe an, dann sollte es dafür schon einen sehr guten Grund geben und falls du eingeladen wirst, dann wird das Thema dort auch ausdiskutiert werden.

Ich persönlich würde auch keine Spanne angeben, sondern die obere Grenze der Durchschnittsgehälter (44 - 50k also 50k).

Dann ist der personaler aber ziemlich komisch. Alter sollte man dem lebenslauf schon irgendwie entnommen haben... . Oder der mann deiner cousine wollte einfach nur nen coolen spruch loslassen.

Die sind halt nicht mehr auf der Uni - bin momentan auch in nem Laden im Praktikum da werden Millionen im Jahr verdient, der Personalchef überliegt die Bewerbungen nur :-D


NoBoGeR
Beigetreten: 13.03.2007
Elite Grinder

als Ingenieur würde ich mich niemals unter 40K verkaufen.


cheetah83
Beigetreten: 27.02.2007
PokerStrategist

Original von Ardarandir
eine Spanne halte ich für das dümmste was man machen kann. Warum sollte man das auch machen? Wenn ich 44-50k angebe welcher Arbeitgeber schlägt mir 50 vor? entweder eine zahl oder gar nichts angeben

also ich bekomme jetzt 4k mehr, als ich in der bewerbung angegeben hatte, ohne irgendwas verhandeln zu müssen. andersrum wollte ein anderes unternehmen aus der selben branche meine vorstellungen schon im ersten gespräch nach unten drücken, mit dem verweis auf die günstigeren lebenskosten in deren stadt. also pauschal kann man nicht sagen, dass jedes unternehmen nur das minimum zahlt.
gerad größere firmen haben meist nen tarifvertrag, der ihnen nicht viel spielraum lässt. die einzig interessanten kriterien sind dann berufserfahrung und einordnung in eine qualifikationsgruppe, der rest wird dann aus ner tabelle abgelesen.


Original von HeinekenMD
*push*

so, ich hab am mittwoch mein erstes jobinterview bei einer mittelständischen unternehmensberatung in berlin.

bin bald dipl.-wirt.-ing. mit voraussichtlich 1.9er diplom, hab auslandssemester in st. gallen gemacht und 2 halbjährige praktika bzw. diplomandenstelle bei 2 dax-unternehmen.

ich mach mir grad gedanken zu einem realistischen einstiegsgehalt, will aber obv. nicht zu hoch pokern und mich aber auch nicht unter wert verkaufen.

ich hab mal so 50k als einstieg angepeilt, was meint ihr?

50k passt schon recht gut. Ist aber sicherlich im oberen viertel angesetzt. Die Spanne reicht bei Wi-Ing in der Regel von 40-50k bei technischen Schwerpunkten wie Maschinenbau/ Elektrotechnik/ Produktion. Bauingingeneure/Architekten liegen da doch ein wenig drunter.
Einen wichtiger Punkt ist auch die Aufgabe im Betrieb. Gehst du z.B. Richtung Marketing und kannst dein zusätzliches Ing-Wissen nicht einsetzen, wirst du auch nur wie ein BWLer bezahlst.

Ich selbst habe auch Wi-Ing studiert und promoviere gerade noch und habe von einigen Wi-Ings Rückmeldung gekriegt in den letzten Jahren.

Generell wird 2011 wieder deutlich mehr bezahlt als 2010.


Ardarandir
Beigetreten: 27.10.2006
Oldschool Grinder

Original von cheetah83

Original von Ardarandir
eine Spanne halte ich für das dümmste was man machen kann. Warum sollte man das auch machen? Wenn ich 44-50k angebe welcher Arbeitgeber schlägt mir 50 vor? entweder eine zahl oder gar nichts angeben

also ich bekomme jetzt 4k mehr, als ich in der bewerbung angegeben hatte, ohne irgendwas verhandeln zu müssen. andersrum wollte ein anderes unternehmen aus der selben branche meine vorstellungen schon im ersten gespräch nach unten drücken, mit dem verweis auf die günstigeren lebenskosten in deren stadt. also pauschal kann man nicht sagen, dass jedes unternehmen nur das minimum zahlt.
gerad größere firmen haben meist nen tarifvertrag, der ihnen nicht viel spielraum lässt. die einzig interessanten kriterien sind dann berufserfahrung und einordnung in eine qualifikationsgruppe, der rest wird dann aus ner tabelle abgelesen.

Die Unternehmen die vertraglich gebunden sind oder aus sonsten Gründen bereit sind mehr zu zahlen, sind für die grundsätzliche Entscheidung aber ein irrelevanter Fall.


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