Original von Gluecksfisch
zum ersten habe ich gesagt:
Klar übernehme ich die Aufgabe, ist ja schließlich eine Art Notfall. Ich werde die 3 Stunden nutzen um mich soweit möglich vorzubereiten, evtl noch Infos bei Kollegen einholen.
(evtl hätte ich noch sagen können, das ich den Vorgesetzten informiere, habe ich aber nicht getan)zum zweiten:
Ja, werde das zu Beginn vor den Kunden sagen. Zum einen steht (vermutlich) in der Einladung irgendeine Referenz auf den Moderator bzw. wissen die Kunden, wer bzw. was präsentiert wird (ist zumindest Standard) und zum anderen kann ich mich so entschuldigen und darauf hinweisen, das ich evtl nicht alles direkt beantworten kann, im Nachgang aber gern kläre und auf den Kunden zugehe mit der Antwort.
Glückwunsch zum Job, zu der Aufgabe noch was Input von mir:
Im ersten Schritt hätte man auch sagen können, dass du mit deinem Vorgesetzten klärst, was du sonst für Aufgaben auf dem Tisch hast, wie wichtig und dringlich du diese einschätzt (Um klarzumachen, dass du priorisieren und dich organisieren kannst). Im Anschluss sagen, dass du die Aufgabe gerne übernehmen würdest, wahrscheinlich X Zeit für die Vorbereitung brauchst und ob Chef damit einverstanden ist.
Gelegentlich kommt bei sowas von der HR-Frau auch "Chef können sie nicht erreichen". Dann könntest du die Situation einfach mit einem Kollegen besprechen und der HR Frau gegenüber mehrere Szenarien durchspielen:
- Du hast keine Zeit, willst die Aufgabe aber machen: Kollegen finden, der eine deiner Aufgaben solange übernimmt
- Du hast keine Zeit und fühlst dich unwohl bei der Aufgabe (Kannst du ruhig so sagen, wenn präsentieren nicht unbedingt deine Stärke ist): Kollegen fragen, ob er es machen möchte und mit erkranktem Kollegen Rücksprache halten ob das in Ordnung ist für ihn
- Du hast Zeit: Infos zur Thematik und zum Kunden von Kollegen einholen
Die Antwort auf die zweite Frage könntest du auch noch offener gestalten.
Szenario 1: Der Kunde weiß nicht, wer der Moderator ist. Falls die Thematik innerhalb der 3 Stunden gut zu erarbeiten ist, würde ich nicht erwähnen, dass der ursrpüngliche Moderator erkrankt ist, um dem Kunden das Gefühl zu geben, dass alles einwandfrei durchorganisiert ist.
Szenario 2: Der Kunde weiß es. In dem Fall natürlich erwähnen. Anstatt vorwegzunehmen, dass du manches vielleicht nicht weißt, könnte man auch offensiver auftreten (mit der Begründung, dass es den Kunden nicht interessiert, wer der Moderator ist und ihm das Gefühl geben, dass der Auftrag personenunabhängig erfolgreich bearbeitet wird). Das ist aber natürlich auslegungssache, was dem Unternehmen da lieber ist. Generell allerdings sehr guter Schlusssatz, auf den Kunden zuzukommen statt nur zu sagen "Davon hab ich keine Ahnung".
Im Grunde genommen kann man mit der Frage einige Kompetenzen (manche natürlich stärker als andere) abfragen: Organisationsfähigkeit (Wie ordne ich die zusätzliche Aufgabe in meinen Kalender ein?)
Flexibilität (Kann ich mit kurzfristigen Veränderungen umgehen?)
Belastbarkeit (Reagiere ich gestresst auf die zusätliche Aufgabe?)
Kundenorientierung (Richte ich alle Tätigkeiten auf die Bedürnisse des Kunden aus?)
Eigeninititative (Nehm ich die Aufgabe selbstverständlich oder eher ungern an?)
Teamfähigkeit (Bezieh ich meine Kollegen bei der Lösung mit ein um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen?)
Persönliche Meinung/ Erfahrung, keine Garantie auf absolute Richtigkeit ;-)