Original von Liproqq
Wie sieht es eigentlich auch, wenn ich bei der Nachfrage nach Sozialem Engagement auf meine Arbeit in eienr politischen Partei verweise. In meinem Fall ist es die Piratenpartei. Ich vermute irgendwie, dass es eher einen schlechten Eindruck macht, als dass es mir Pluspunkte bringt. Was meint ihr?
Kommt - wie immer - auf den Arbeitgeber bzw. deine Gegenüber an. Grundsätzlich kann die Mitgliedschaft in einer Partei außer CDU/CSU, SPD und FDP in der Industrie/Wirtschaft kritisch gesehen werden. Die FDP hat in letzter Zeit aber auch einen Image-Abschwung hinter sich und die Grünen haben sich dafür stärker etabliert.
Je konservativer deine Gesprächspartner und das Unternehmen sind, desto eher kommen die Piraten schlecht an. Durchaus vorstellbar, dass man als Querulant gesehen wird oder als jemand, der immer und überall für (basis)demokratische Prozesse ist und sofort beim Betriebsrat und der Gewerkschaft vorstellig wird, wenn ihm was nicht passt.
Das ist natürlich auch abhängig von der Position, auf die man sich bewirbt. Als Praktikant ist das so gut wie egal, als Trainee oder Vorstandsassistent schon weniger.
Wenn die Mitgliedschaft schon grundsätzlich interessiert, kommen sicher anschließende Fragen über Beweggründe, Vorstellungen, die tatsächliche Tätigkeit usw. Ich würde also unabhängig von der Partei und der eigenen politischen Einstellung entsprechende, unverfängliche Antworten überlegen.
Die Frage darf übrigens gestellt werden (bzw. sie wird es einfach), sie muss nur nicht oder nicht wahrheitsgemäß beantwortet werden. Wenn man die Partei dann aber verschweigt, dann kommt das aber nicht gut an
(hat Fifty ja schon gesagt)